IN TOUCH WITH VALERIO

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Zusammenfassung

Sein Blick war das Erste, was ich spürte. Noch bevor ich begriff, dass ich halbnackt in seinem Castello lag. CIA-Agentin Livia hat einen Auftrag: Schleiche dich in Valerio Morettis Inner Circle.Finde Beweise. Zerschlage sein Imperium von innen heraus. Was nicht im Plan stand? Am nächsten Morgen verkatert in seiner Villa aufzuwachen, mit einem vollgekotzten Designer-Shirt, dem Geruch sündhaft teuren Parfüms in der Nase – und Moretti selbst, gefährlich schön, eiskalt dominant und viel zu nah. Valerio ahnt nicht, wer Livia wirklich ist. Und Livia merkt schnell: Nicht nur er ist das Problem. In seinen eigenen Reihen wird falsch gespielt – und sie ist plötzlich nicht nur Ermittlerin, sondern auch sein einziger Schutz vor dem Verrat aus dem Innersten seiner Macht. Je tiefer sie gräbt, desto mehr gerät sie selbst ins Visier. Doch ihr größtes Risiko ist kein Schuss aus dem Hinterhalt.Sondern Moretti selbst. Seine dunkle Anziehung, sein Blick, seine Hände, seine Worte. Er ist der Mann, den sie stürzen soll. Und der einzige, der sie retten kann. Aber was passiert, wenn das Herz mit dem Feind schlägt?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
63
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Altersfreigabe
18+

Böser Fehler

** LIVIA **

In meinem Leben gab es genau zwei eiserne Regeln. Nur zwei.

Erstens: Trinke niemals auf nüchternen Magen.

Zweitens: Kotze niemals auf italienische Perserteppiche!

Und dann kam dieser Dienstag. Der Tag, an dem ich beide Regeln gleichzeitig brach – mit Stil, Verzweiflung und einer Portion Ravioli.

Ich wachte auf dem teuersten Möbelstück auf, das je mit meinem Körper in Kontakt gekommen war: einem Ledersofa in einem Wohnzimmer, das aussah wie die sündige Fantasie eines Mafioso mit Vorliebe für Gold, Schatten und gottverdammte Messinglüster. Und vor mir? Ein Mann, der aussah, als hätte Gott selbst die Worte „dominant, gefährlich und unanständig heiß“ auf eine Serviette gekritzelt. Valerio Moretti. König von allem, was man nicht laut sagen sollte.

Er trug einen maßgeschneiderten Anzug. Schwarz. Die Knöpfe waren offen. Keine Krawatte – denn wer braucht schon eine Krawatte, wenn allein dein Blick Frauen in die Knie zwingt? Seine Augen musterten mich. Nicht mit Entsetzen. Nicht einmal mit Zorn. Sondern mit ... Neugier. Wie ein Kind, das ein neues Spielzeug auspackt und sich fragt, ob man es schütteln, zerreißen oder behalten soll.

Dann sagte er mit einer Stimme, die klang wie ein sündiger Espresso in einem zu kleinen Glas: „Interessant. Normalerweise knien Frauen aus anderen Gründen vor mir.“

Ja, das war mein Begrüßungsmoment. Barfuß. Wacklig. Verkatert. Und vermutlich mit Ravioliflecken auf der Stirn. Ich wollte antworten. Wirklich. Etwas Kluges. Freches. Schlagfertiges. Aber mein Magen hatte andere Pläne – und die beinhalteten keine Eloquenz. Ich versuchte aufzustehen. Spoiler: Es war keine elegante Bewegung. Ich rutschte halb ab und landete mit dem Hintern wieder auf dem Teppich, direkt neben der feuchten, schimmernden Schande meiner selbst. Direkt neben der feuchten, schimmernden Schande meiner selbst.

„Bring ihr Wasser“, murmelte Valerio über die Schulter, ohne die Miene zu verziehen.

Irgendwo im Raum bewegte sich ein Schatten. Vielleicht ein Butler. Oder ein Auftragskiller mit Gastroverstand. Wer weiß das schon in solchen Häusern.

Valerio trat langsam näher. Wie eine Raubkatze, die entscheidet, ob sie jagen oder spielen will, bewegte er sich. Sein Blick brannte sich durch mein Shirt. Seine Stimme war ein dunkles, elektrisches Flüstern. „Wie ist dein Name?“

Ich schluckte trocken. „Livia.“ Dann hustete ich und sagte: „Und falls du mich jetzt umbringen willst, warte bitte, bis ich geduscht habe. Ich will wenigstens sauber sterben.“

Er lachte tief. Vibrierend. Wie ein Versprechen zwischen den Rippen. Valerio Moretti sah mich an, als wäre ich keine Gefahr, sondern eine Einladung, als wäre ich ein unaufgeräumter Tresor, den er knacken wollte – mit Zunge, Verstand und vermutlich sehr festen Händen.

Mein Herz schlug mir bis in den Hals. Nicht aus Angst. Sondern aus dem Wissen heraus, dass ich gerade zum ersten Mal im Leben jemandem begegnet war, der nicht fragte, ob ich gefährlich bin, sondern ob ich gefährlich genug für ihn war.

„Du hast Mut“, sagte er leise. „Oder einfach kein Plan, Mädchen!“

Ich wollte widersprechen, aber ich hatte Ravioli im Haar und mein Stolz lag zusammengeknüllt unter dem Couchtisch. Ich zuckte die Schultern. „Ich habe oft Pläne. Sie enden nur selten wie gedacht.“

Er neigte den Kopf. „Und wie sollte das hier enden, Livia?“ Seine Augen blitzten gefährlich. Neugierig. Ein Hauch Lust. Ein Hauch Wahnsinn.

Ich wollte etwas sagen, doch dann brachte sein Handlanger das Wasser, und mir wurde klar, dass ich nicht einfach nur aufgewacht war. Ich war hineingeraten – in ein Spiel. Ein Spiel mit Valerio Moretti. Und nur eine Frage blieb: Bin ich das As im Ärmel? Oder der letzte Schluck, bevor der Becher zerbricht?

Er trat näher. Nicht einfach so mit einem „Ich hab da mal ne Frage“-Lächeln. Sondern mit dieser schleichenden, absolut bewussten Art, die alle Alarmglocken in meinem Körper ertönen ließ: „Zu spät, Darling. Du bist längst im Spiel.“

Die Luft veränderte sich. Sie wurde schwerer. Dicht, als hätte jemand das Sauerstoffniveau gegen ein Parfüm aus Macht, Männlichkeit und sündhaft teurem After Shave ausgetauscht. Ein Duft, der nicht gefällt, sondern das Kommando übernimmt.

Ich schluckte. Seine Präsenz füllte den Raum eindringlich wie ein Gedanke, den man nicht loswird, obwohl man weiß, dass er gefährlich ist.

„Also, Livia …“ Seine Stimme war kein Klang. Sie war ein Versprechen mit dunkler Absicht. „Verrate mir doch mal etwas. Was macht ein kluges, hübsches Mädchen wie du uneingeladen auf meiner Gala?“

Langsam hob ich das Kinn und zog die Augenbraue hoch – nicht, weil ich mutig war, sondern weil ich wusste: Wenn ich ihm jetzt Schwäche zeigte, würde er mich fressen. „Ich wollte gar nicht zur Gala“, sagte ich und setzte mein bestes Pokerface auf. „Ich musste nur aufs Klo.“

Eine Sekunde Stille. Dann zuckte sein Mundwinkel minimal. Minimal. Ein Schatten eines Lächelns. „Aufs Klo also.“ Er neigte den Kopf, als wäre ich ein besonders schlechter Witz, den er trotzdem unterhaltsam fand. „Und warum kletterst du dann über meine Mauer, anstatt wie jeder halbwegs normale Mensch durch die Tür zu gehen?“

„Weil deine Türsteher mir wahrscheinlich eine Kugel in den Kopf gejagt hätten“, entgegnete ich. „Also dachte ich, ich mache es unkompliziert.“

Sein Blick veränderte sich. Er wurde … intensiver. Als würde er mich wirklich sehen. Nicht nur mein Gesicht. Sondern all meine Gedanken. Meine Schwächen und Fantasien. Dann trat er noch näher.

Meine Nerven spannten sich wie unter Strom, mein Herz pochte bis in die Schenkel. Ich konnte ihn riechen: diesen sündigen Mix aus Tabak, dunkler Haut und teurem Aftershave. Er nahm sich einfach, ohne um Erlaubnis zu fragen.

„Du kannst froh sein, dass ich dich nicht selbst gefunden habe, Livia ...“ Seine Stimme hatte sich verändert. Sie war nicht mehr weich. Nicht neckisch. Sie war jetzt dunkler und rauer. Sie klang voller dieser unterdrückten Gewalt, die kribbelt, wenn sie sich in Lust verwandelt.

Er beugte sich vor. Sein Mund war fast an meinem Ohr. Sein Atem war heiß. Er war so nah, dass ich die Härte seines Brustkorbs spürte, ohne ihn zu berühren.

„Sonst hättest du heute nicht nur meinen Teppich vollgekotzt …“

Mein Körper verkrampfte.

„… sondern würdest jetzt nicht mehr stehen.“ Er hielt kurz inne. Nur einen Moment. Gerade lang genug, damit ich die Worte spürte, bevor sie kamen: „... So hätte ich dich durchgefickt.“

Die Worte schlugen ein wie eine Faust zwischen die Beine. Hart. Direkt und ohne Filter. Mein Unterleib zog sich zusammen, als würde mein Körper instinktiv spüren, was er meinte. Ein Fick, der keine Fragen stellt, sondern nur Antworten liefert.

Er ging langsam um mich herum. Meine Haut war wie unter Strom. Jede Pore stand unter Hochspannung. Ich konnte seinen Blick spüren, obwohl er mich nicht berührte. Er kam näher. So nah, dass ich seine Wärme im Rücken spürte. Seinen Atem im Nacken. Sein Schweigen in meinem Schädel. Dann blieb er direkt hinter mir stehen, sagte nichts, kein Laut, nur seine Präsenz war schwer wie Granit.

„Willst du wissen …“ Seine Stimme war ein dunkles Flüstern, kratzig. Tief. Er war verdammt nah an meinem Ohr. „… wie es sich anfühlt, wenn man brennt, aber nicht schreien kann, kleine Livia?“

Ich schluckte. Meine Lippen waren trocken. Meine Knie waren fest auf dem Boden. Ich spürte, wie sein Atem meine Haare bewegte.

„Wenn deine Haut so heiß ist, dass du glaubst, sie würde aufreißen ...“ Seine Finger streiften meinen Hals. Ganz leicht. „Aber du darfst keinen Laut machen.“ Sein Daumen wanderte zu meiner Kehle. „Weil es nichts gibt, das dich retten würde.“

Meine Brust hob und senkte sich schneller.

„Wenn sich alles an dir windet – nicht aus Schmerz, sondern weil du endlich weißt, wie es ist, begehrt zu werden.“ Er presste sich dicht an meinen Rücken. Ich spürte ihn. Hart. Ungeduldig. Kontrolliert. „Wenn jede Zelle in dir schreit: Mehr. Härter. Tiefer“, und du kannst es nicht sagen, weil mein Griff um deinen Hals dich daran hindert.“ Seine Hand legte sich um meine Kehle. „Verstehst du jetzt, was ich meine, Livia? Brennen … ohne zu schreien?“

Ich zitterte, verdammt, ich zitterte. Ich drehte den Kopf nur minimal. Gerade so weit, dass sich unsere Wangen beinah berührten. Ich grinste provokant, mit genau der Sorte Arroganz, die nach Strafe schreit. „Das sind ... nette Worte ...“ Meine Stimme war weich, aber geladen. „Aber sag mal, Valerio, bist du nur ein Mann, der große Töne spuckt?“ Ich hielt inne und ließ meine Lippen fast seine berühren. „Oder bringst du auch echte Taten? Hm?“

Stille.

Für eine Sekunde nur. Dann explodierte etwas in ihm. Kein Schrei. Kein Wort.

Aber sein Griff um meine Kehle wurde fester – so fest, dass mir der Atem stockte, mein Puls raste und sich mein Unterleib zusammenzog wie ein gereizter Nerv. Er packte mich. Er drehte mich mit einem Ruck zu sich herum. Sein Blick war finster, heiß und besessen. Sein Atem war wild. Und ich? Ich stand da, knallhart und aufrecht, obwohl sich meine Knie wie geschmolzenes Glas anfühlten.

„Du willst Taten, Livia?“ Seine Stimme vibrierte. In der Luft. In mir. „Ich gebe dir Taten“, sagte er.

Er drückte mich gegen die Wand. Nicht brutal, aber bestimmt. Sein Oberschenkel lag zwischen meinen. Sein Körper lag an meinem. Seine Hand war überall gleichzeitig: an meinem Gesicht, am Hals, an der Hüfte. Ich spürte ihn. Gott, ich spürte ihn! Hart. Bereit. Wild. Und er war so verdammt kontrolliert, dass es mich wahnsinnig machte.

„Ich ficke keine Frauen, die reden.“ Er beugte sich vor, seine Lippen an meiner Wange, meinem Ohr, meinem Hals. „Ich ficke Frauen, die bereit sind zu schreien, es aber nicht mehr können. Und du, kleine Liv, bist noch lange nicht soweit.“

Er richtete sich wieder auf, langsam, und hielt dabei den Blick auf meine Lippen gerichtet. Mein Innerstes war ein einziger Stromschlag. Ich hasste ihn dafür und wollte gleichzeitig mehr davon. Er trat zurück und sah mich an, als wäre das erst der Anfang gewesen. Dann lehnte er sich zurück. Sein Blick glitt über mich, als wäre ich eine unvollständige Akte oder ein besonders spannender Plan B, der zufällig atmend in seinem Wohnzimmer saß.

Seine Finger strichen beiläufig über das Glas in seiner Hand, als wollte er sich selbst davon abhalten, mich zu packen. Oder mich zu zerstören. Wahrscheinlich beides.

„Weißt du, Livia ...“ Er sprach langsam. So langsam, dass ich jeden einzelnen Vokal in meinem Magen spürte. „Ich frage mich die ganze Zeit, was ich jetzt mit dir machen soll.“

Ich hielt den Atem an. Nicht, weil ich Angst hatte, sondern weil ich wusste, dass das, was jetzt kommen würde, kein Scherz war. Sein Blick ruhte auf mir, als würde er mich festhalten, obwohl er mich nicht berührte.

„Und ehrlich gesagt ...“ Er zuckte mit den Schultern, als ginge es um das Wetter. „Ich habe noch keine Ahnung.“

Er fixierte mich und sagte mit weicherer und dunklerer Stimme: „Aber da du ja so klug bist … hast du sicher eine Antwort für mich.“

Ich zwang mich zu einem Lächeln. Es fühlte sich schief an, wie eine Maske, die nicht mehr richtig saß. „Kommt drauf an“, sagte ich langsam. „Fragst du als Gentleman, als Psychopath oder als Mann, der immer bekommt, was er will?“

Ein kurzes, tiefes Lachen entwich ihm. Nicht laut. Aber echt. Und gefährlich. „Warum nicht alles drei?“ Er schüttelte den Kopf, fuhr sich mit einer Hand durch das perfekt zerzauste Haar und fixierte mich dann mit diesem Blick, der Männer in Kriege und Frauen in Obsessionen treibt.

„Wirklich, Liv, du bist einzigartig.“ Er grinste schief, als würde er sich selbst nicht ganz glauben. „Und verdammt frech.“ Bevor ich etwas erwidern konnte, war er plötzlich wieder da. Nur noch Zentimeter entfernt. Zu nah für Konversation. Zu nah für klare Gedanken.

„Okay, hör zu.“ Seine Stimme klang plötzlich tief. Fest. Eisklar. „Ich sage dir jetzt, wie das hier läuft.“

Ich hielt den Atem an. Die Spannung zwischen uns knisterte in der Luft wie Strom vor einem Gewitter.

„In meinem Haus bestimme ich, wann, wo und wie etwas passiert. Wenn du willst, dass ich dich fessele … Wenn du willst, dass mein Schwanz deine kleine, süße Fotze fickt … Und ich weiß, dass du das willst …“

Ich zuckte kaum merklich, aber er sah es. Natürlich sah er es.

„… dann wirst du es dir verdienen müssen.“

Seine Hand schoss vor, grub sich in mein Haar und zog meinen Nacken zurück, sodass ich ihm direkt in die Augen schauen musste.

Mein Herz raste, aber nicht vor Angst. Sondern weil mein Körper das Spiel verstand, bevor mein Verstand es zuordnen konnte.

„Verstanden, Livia?“

Seine Augen brannten sich in meine. Seine Finger drückten zu. Nicht brutal. Aber deutlich. Ich konnte nichts sagen. Mein Hals war wie zugeschnürt. Meine Stimme klang zwischen Trotz und Gänsehaut. „Na schön“, sagte ich schließlich. Seine Hand löste sich. Ich sog scharf Luft ein, während er sich wieder aufrichtete, als hätte er gerade nur ein Gespräch beendet.

„Du wirst jetzt duschen. Collin bringt dich in dein Zimmer. Da liegen frische Sachen.“ Er wandte sich halb ab, doch seine Stimme klang messerscharf. „In dreißig Minuten erwarte ich dich zum Mittagessen.“

Ich blieb stehen. Kein Zittern. Kein Wegducken. Meine Kehle brannte. Aber meine Zunge war immer noch schärfer. „Oh, der große Boss hat gesprochen.“ Ich schnappte nach Luft und richtete mich auf. „Aber ich bin nicht dein Hündchen, klar?“

Er drehte sich noch einmal um. Nur einen Wimpernschlag lang, und in diesem Blick lag alles: Versprechen. Drohung. Verlangen. Und ein stilles, absolut sicheres Wissen. „Noch nicht, Livia … noch nicht!“

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