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Samtene Fesseln

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Zusammenfassung

Nachdem Mara ihre Großmutter und ihr Zuhause verloren hat, nimmt sie eine Stelle als Hausmädchen bei einem wohlhabenden Ehepaar an. Die Herrin des Hauses behandelt sie grausam, doch der Hausherr ist freundlich – fast zu freundlich. Während die verbotene Verbindung zwischen Mara und Alexander wächst, kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. Wird sie sich befreien können oder für immer in ihren samtenen Fesseln gefangen bleiben?

Genre:
Romance
Autor:
Msliaxo
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
55
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Aus Asche zu Marmor

Maras Sicht


Das können sie mir nicht antun. Bitte, geben Sie mir doch noch ein wenig Zeit...

Ich flehte ihn an. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, als ich dem Vermieter im schäbigen Flur des Hauses gegenüberstand, in dem ich die letzten Jahre gelebt hatte.


„Nein, Frau James“, antwortete er kühl, ohne auch nur einen Funken Mitgefühl.

„Sie sind mit drei Monatsmieten im Rückstand. Bis Ende des Monats müssen Sie raus sein.“

Er drehte mir den Rücken zu und ging weg. Ich blieb dort stehen, mit nichts weiter als meinen zerstörten Hoffnungen.


Ich schlurfte zurück in mein winziges, enges Zweizimmerapartment – der einzige Ort, den ich je ein Zuhause genannt hatte. Die rissigen Wände und die verblasste Tapete fühlten sich an, als würden sie mich erdrücken. Ich sank auf das abgenutzte Sofa und spürte, wie die Last von allem auf mir lastete.


Mein Leben war ein Albtraum, aus dem ich nicht erwachen konnte.


Doch bevor mich die Verzweiflung verschlingt, lassen Sie mich Ihnen erzählen, wer ich bin.


Mein Name ist Mara. Ich bin 23 Jahre alt. Bis vor zwei Wochen lebte ich hier mit meiner Großmutter – meiner einzigen Familie.

Doch der Krebs hat sie mir genommen. Jetzt bin ich völlig allein.


Mein Vater starb, als ich sechs war, bei einem Autounfall. Ich erinnere mich kaum an ihn, nur an Fragmente: sein Lachen, die Wärme seiner Arme, das Gefühl, dass er mich sehr liebte.

Sie fragen sich wahrscheinlich, was mit meiner Mutter ist.

Ich weiß nicht, wer sie ist. Die einzige Geschichte, die ich je gehört habe, ist, dass mein Vater ihr Chauffeur war und sie eine Affäre hatten. Sie ist mit einem reichen und mächtigen Geschäftsmann verheiratet und angeblich haben sie ein gemeinsames Kind. Vielleicht habe ich also irgendwo da draußen einen Bruder oder eine Schwester.

Doch sie überließ mich nach meiner Geburt sofort meinem Vater – und kam nie wieder zurück.

Ich schätze, es ist ein kleines Wunder, dass sie die Schwangerschaft nicht abgebrochen hat.


Nach dem Tod meines Vaters nahm mich meine Großmutter bei sich auf. Sie war bereits verwitwet und hatte ihr einziges Kind verloren, doch sie opferte alles, um für mich zu sorgen. Sie arbeitete in zwei Jobs, nur um Essen auf den Tisch zu bringen.


Ich war ein einsames Kind. Keine Freunde. Niemand wollte mit dem armen Mädchen zu tun haben – „Abschaum“, nannten sie mich hinter meinem Rücken. Die einzige Aufmerksamkeit, die ich je bekam, bestand aus Schikanen.


Auch jetzt bin ich allein. Keine Freunde, keine Familie. Nur die Erinnerungen an meine Großmutter – und jetzt ist selbst sie fort.


In den letzten Wochen habe ich es geschafft, mich um sie zu kümmern und gleichzeitig als Bedienung zu arbeiten. Aber als sie starb, verlor ich die Kraft, den Job zu behalten. Kein Einkommen, keine Miete. Jetzt bin ich obdachlos.


Ich muss schnell einen neuen Job finden.


Ich öffnete meinen alten Laptop. Die abgenutzten Tasten klickten unter meinen zitternden Fingern. Ich suchte endlos in zahllosen Stellenanzeigen. Stunden vergingen.


Endlich fand ich etwas Vielversprechendes: eine Stelle als Haushaltshilfe mit Unterkunft. Die Bezahlung war gut und ich hätte ein Dach über dem Kopf.


Die Arbeit war mir egal – putzen, kochen, was auch immer. Ich musste einfach nur aus meinem Leben entkommen.


Ich rief die angegebene Nummer an. Ein Mann ging ans Telefon, seine Stimme war kurz angebunden und sachlich.

Ich sagte ihm, dass ich mich bewerben möchte.

Er gab mir eine Adresse und sagte, die Hausherrin würde entscheiden, ob ich geeignet sei.


Am nächsten Morgen wachte ich um sechs Uhr auf. Mein Herz klopfte vor Nervosität und Hoffnung.


Ich starrte auf meine abgetragenen Kleider. Alte Jeans, ein löchriger Pullover, abgewetzte Turnschuhe – nichts davon passte in eine Villa, aber es war alles, was ich hatte.


Ich versuchte, mein wirres Haar im rissigen Badezimmerspiegel zu bändigen, doch ich fühlte mich nur noch fehl am Platz.


Zwei Busfahrten, ein langer Fußmarsch, und schließlich kam ich an.


Ich blieb wie angewurzelt stehen.


Vor mir erhob sich eine Villa, die so atemberaubend war, dass mir der Atem stockte.


Das Haus war riesig – eine endlose Weite aus weißem Marmor, die im goldenen Morgenlicht glänzte.

Hohe Säulen säumten den Eingang, verziert mit komplizierten Mustern, die von Reichtum und Macht erzählten.

Zahllose Fenster, jedes mit filigranen schmiedeeisernen Balkonen versehen, reflektierten den klaren blauen Himmel wie polierte Edelsteine.

Die Eingangstore waren massiv, aus schwarzem Eisen, das sich in kunstvolle Locken und Spitzen wand. Sie standen hoch wie eine Festung und bewachten die Geheimnisse, die sich dahinter verbargen.


Eine lange Auffahrt erstreckte sich vor mir, auf beiden Seiten gesäumt von perfekt gestutzten Rosenbüschen, die vor karmesinroten Blüten nur so strotzten. Ihr berauschender Duft vermischte sich mit der frischen Morgenluft.

Sanfte Springbrunnen flüsterten in der Nähe miteinander, das Wasser glitzerte, während es über gehauene Steinbecken plätscherte.


Die Gärten waren weitläufig und üppig – makellose grüne Rasenflächen, übersät mit leuchtenden Blumen in allen erdenklichen Farben.


Steinstatuen von Engeln und grimmigen Löwen bewachten den Weg und standen still und stolz da.


Ich sah an meiner eigenen Lumpenkleidung hinunter und blickte dann nervös um mich.

Diese Welt war mir völlig fremd.


Ich fühlte mich deplatziert – wie ein Schatten, der hier nicht hingehörte.

Scham krümmte sich wie eine kalte Schlange in meiner Brust.

Doch ich hatte keine Wahl.

Mit einem zittrigen Atemzug nahm ich all meinen verbliebenen Mut zusammen.


Ich machte einen Schritt nach vorn, dann noch einen, bis ich direkt vor der massiven Eichentür stand.


Ihre Oberfläche war mit tiefen Reliefs aus Rosen und Weinranken verziert und auf einen sanften Glanz poliert.


Meine Hand zitterte, als ich sie ausstreckte.

Ich schloss einen Moment die Augen und versuchte, mein rasendes Herz zu beruhigen.


Dann klopfte ich.

Kapitel
1. Kapitel 1: Aus Asche zu Marmor
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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Toller Charakter

Starker Dialog

2

Starker Dialog

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