Im Schatten des Vollmonds

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Zusammenfassung

Nach einem tragischen Verlust sucht Belle nachts im Wald Ruhe – doch sie findet Grayson. Groß, dunkel, fremd… und irgendwie vertraut. Zwischen den beiden knistert es vom ersten Moment an, doch Grayson hütet ein düsteres Geheimnis: Er ist der Alpha eines Werwolfrudels – und Belle seine Gefährtin. Als Belle von einem Ausgestoßenen angegriffen wird, bleibt Grayson keine Wahl: Er muss sich verwandeln und ihr seine wahre Natur offenbaren.

Genre:
Romance
Autor:
Valerie
Status:
In Arbeit
Kapitel:
3
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Belle zog den Mantel enger um ihre Schultern, während der Wind über die Hügel der kleinen Küstenstadt Hastings fegte. Es war einer dieser Herbstabende, an denen der Nebel tief hing und jeder Schatten ein Geheimnis zu verbergen schien. Sie hatte den Pfad am Waldrand schon oft entlangspaziert – allein, zum Nachdenken. Doch heute war es anders. Sie fühlt sich beobachtet. Als würde jemand ihr zuschauen wie sie durch den Wald läuft.

Plötzlich - ein Mann steht vor ihr. Er ist groß gebaut, hat schwarze Haare, dass man seine Finger hindurchgleiten lassen möchte, grüne Augen, wie ein Sommerwald, einen muskulösen Körperbau, der sich durch sein T-Shirt abzeichnet und eine schwarze Jeans.

Belle blieb wie angewurzelt stehen. Ihr Herz schlug schneller, nicht aus Angst, sondern… etwas anderem.

Der Mann musterte sie mit einem Blick, der alles zu durchdringen schien – als könnte er mehr sehen, als sie zeigte. Ihre Gedanken. Ihre Unsicherheit. Vielleicht sogar etwas, das sie selbst noch nicht kannte. Belle kann nicht anders, als Grayson in die Augen zu starren… Sie fühlt sich als würde sie zu Hause ankommen… Sie will - Nein! Sie KANN hier nicht weg.

Belle bemerkt gar nicht wie lange sie Grayson angestarrt hatte, bis er langsam auf sie zu geht. Erst jetzt bemerkt sie den Größenunterschied…

Er ist mindestens zwei Köpfe größer als sie, auch kein Wunder bei ihren 1,69 m. Sie schluckt schwer als Grayson vor ihr stehen bleibt. „Na Schönheit?“ seine Stimme beruhigend, wie eine Umarmung nach einem langen Tag. Er lächelt fast! Wieso macht das Belle glücklich…? Dieses beinahe Lächeln?

Belle erwiderte kein Wort. Ihre Gedanken waren ein einziges Flimmern – zu laut, zu schnell. Und doch war da diese Stille zwischen ihnen. Eine Stille, die nicht unangenehm war… sondern erwartungsvoll.

Grayson hebt seine Hand an Belle‘s Wange and beugt sich leicht nach vorne. Er schließt die Augen und atmet tief ein… Er sieht aus als…würde er sich entspannen? „Du riechst unglaublich, Schönheit.“ merkt Grayson an und macht Belle nur noch sprachloser. „Ich bin Grayson. Und du, Kleines?“

Belle spürte, wie sich ihr Magen leicht zusammenzog – ein Ziehen, das irgendwo zwischen Nervosität und Verlangen lag. Seine Stimme war samtig, fast hypnotisch, und doch… war da etwas Unheimliches an der Art, wie er sie „Kleines“ genannt hatte.

Sie zwang sich zu einem Atemzug, der ihre Stimme zurückholte.

„Belle“, flüsterte sie, beinahe tonlos. „Ich heiße Belle.“

Graysons Hand verweilte noch einen Moment an ihrer Wange, dann zog er sich langsam zurück – als koste ihn jeder Zentimeter Abstand Überwindung.

„Belle“, wiederholte er, als würde er den Namen kosten. „Passt zu dir.“

Erst als Grayson seine Hand von Belle‘s Wange nimmt, fällt ihr auf das Funken durch ihren ganzen Körper sprühen von der Stelle aus an der Grayson sie berührt hat. Sie vermisst dieses Gefühl sofort and und wünscht sich, dass er sie wieder berühren würde. Warte! Was denkt sie da?! Sie kennt ihn kaum und will seine Berührung?

Belle atmet tief durch und versucht sich and das Gefühl ohne diese köstliche Funken zu gewöhnen. „Ach wirklich…? Findest du….?“ fragt sie leise, als wäre ihre Stimme ihr abhandenkommen.

„Definitiv… Du bist die schönste Frau die ich je gesehen habe…“ erwidert Grayson ruhig and beugt sich ein Stück näher an Belle heran. Er legt seine Hand wieder auf ihre Wange und die Funken beginnen sofort ihren Körper zu durchströmen… nur weiß sie nicht wie das überhaupt möglich ist oder dass Grayson sie auch fühlt.

Graysons Daumen strich sanft über ihre Wange, kaum spürbar – und doch war es, als würde ein Sturm in Belle losbrechen. Die Funken verstärken sich durch die Berührung und durchströmen ihren ganzen Körper.

Sein Blick war jetzt fest auf sie gerichtet, grün und tief wie ein Sommerwald nach dem Regen. Kein Grinsen. Kein Spott. Nur Ehrlichkeit – vielleicht sogar etwas Verletzlichkeit.

Grayson lehnt sich weiter vor und seine Lippen treffen auf ihre. Es ist als würde ein Feuerwerk auf ihren Lippen zünden und sie in seinen Bann ziehen. Nach einigen Sekunden gibt sie sich hin und bewegt ihre Lippen gegen seine warmen, weichen und verführerischen… Sie fühlt sich als wäre sie im Himmel.

Grayson‘s Zunge streift sanft über ihre Lippen und Belle gewährt ihm Zutritt. Gerade als Belle dachte dieses Gefühl könnte nicht besser werden… wurde es besser. Ihre Zungen tanzen zusammen und Belle kann nicht anders als sich in seine Berührung zu lehnen.

Grayson zog sie fester an sich, als könnte er sie mit bloßen Händen vor der Welt schützen – oder vielleicht vor sich selbst. Seine Wärme umhüllte sie, und Belle fühlte sich für einen kostbaren Augenblick… vollständig.

Doch dann, abrupt, löste er sich von ihr. Seine Brust hob und senkte sich schwer, als hätte er gegen etwas in sich ankämpfen müssen.

„Verdammt“, flüsterte er, mehr zu sich selbst als zu ihr.

Belle blinzelte, völlig benommen. Ihr Herz raste, ihre Lippen kribbelten, ihre Beine fühlten sich wie aus Watte an. Belle ist sprachlos und versteht nicht, warum Grayson sich zurückgezogen hat.

Aber jetzt - wo sie nicht mehr von seinen Lippen verführt wird - versteht sie selbst nicht wieso sie es hat soweit kommen lassen… Was ist bloß los mit ihr? Warum will sie in seiner Nähe sein? Sie kennt ihn doch gar nicht! Nur weil Grayson der erste Typ seit dem Tod ihres Vaters ist, den sie anziehend findet, muss sie sich ihm ja nicht an den Hals werfen! Oder…?

Belle trat einen Schritt zurück, als hätte sie sich selbst dabei ertappt, in etwas hineinzurutschen, das sie nicht kontrollieren konnte. Ihre Gedanken überschlugen sich.

Du kennst ihn nicht. Er ist dir fremd. Und doch… fühlt es sich an, als hättest du ihn dein ganzes Leben lang gesucht.

Sie presste die Lippen zusammen, wischte sich mit zitternder Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht und wich seinem Blick aus. „Ich… ich weiß nicht, was das gerade war“, murmelte sie mehr zu sich selbst.

Grayson schwieg. Er ließ sie reden, beobachten – als wüsste er, dass jeder seiner Schritte oder Worte das Chaos in ihr nur verstärken würde.

Belle holte tief Luft.

„Das ergibt alles keinen Sinn. Ich bin nicht so. Ich… tu sowas nicht einfach.“

Dann sah sie ihn wieder an – und zuckte zusammen. Da war etwas an seinen Augen.

Sie waren schwarz!!! Komplett! Nicht nur die Pupille oder Iris… auch der Glaskörper… Alles an seinen Augen war schwarz! Wie war das möglich? Bildet Belle sich das ein? Ist das noch real?

In der Nähe dieses Mannes kann sie einfach nicht denken! Was soll sie nun tun…?

„D-deine Augen…!“ stottert sie in einem leicht panischen Ton. Dann sieht es kurz so aus als hätte er sich erschrocken und schließt die Augen. Er atmet tief durch und öffnet sie wieder. Sie haben wieder ihre normale Farbe…

Wird Belle wirklich verrückt?