Die Gefährtin der Prinzessin

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Zusammenfassung

In einem strengen Werwolfsrudel wächst ein menschliches Mädchen namens Ariaen zwischen Blutlinien und Loyalität heran. Ihr Vater, Alpha des Rudels, führt eine fragile Allianz mit dem Königreich der Werwölfe. Als der König seine Familie zum Rendezvous lädt, entdeckt Ariaen, dass ihr Schicksal enger verbunden ist, als sie dachte: Die königliche Prinzessin enthüllt sich als ihre Gefährtin. Zwischen Macht, Vertrauen und der Suche nach Zugehörigkeit muss Ariaen ihren Platz finden — als Mensch unter Werwölfen oder als Brücke zwischen zwei Reichen.

Genre:
Lgbtq
Autor:
Valerie
Status:
In Arbeit
Kapitel:
13
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 - Das Rudel unter dem Vollmond I

Ariaen

Wie jeden Donnerstag trainiere ich mit meiner großen Schwester, Klara. Ich habe noch nie verdtanden warum ich mit Wölfen zusammen trainieren muss… Ich bin ein Mensch! Und meine Schwester eine großartige Kriegerin im Rudel und wird von allen geliebt da sie die Tochter des Alphas ist.

Eigentlich bin ich genauso die Tochter des Alphas, aber auch ein Mensch… Deswegen werde ich immer übersehen oder direkt ignoriert. Wölfe und Menschen? Zusammen trainieren? Ich kann euch sagen, es funktioniert nicht. Ich bin es leid von ihnen bei allem geschlagen zu werden. Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer…in allem bin ich unterlegen.

Dennoch will mein - unser - Vater, dass Klara und ich zusammen trainieren. Ihr wisst nicht wie oft ich mich schon verletzt habe, weil ich einen Kampf verloren habe… - wie viele Knochenbrüche, Prellungen, Stauchungen und offene Wunden ich schon deswegen hatte.

Immer wenn ich mit einer neuen Wunde vom Training nach Hause komme, läuft das ungefähr so ab: -Meine Mutter schiebt Panik, je nachdem wie schlimm die Verletzung ist. -Sie macht sich ständig Sorgen, dass ich wieder verletzt werde, zum Beispiel im Sportunterricht. -Mein Vater sorgt sich gesunder Maßen, dass ich mich verletzt habe, aber er sagt immer es sei normal unter Werwölfen sich zu raufen und sie kämpfen. Der schwächere Verliert… und der bin ich. -Während meine Mutter soch dann meine Verletzung anschaut und mich verartztet oder entscheidet ob wir zum Arzt müssen, erklärt mein Vater zum gar tausendsten Mal wie normal es sei und meine Mutter sich nicht so große Sorgen um mich machen solle. Aber er respektiert ed auch da sie seine Frau und die Luna des ganzen Rudels ist.

Das quallvolle Training mit meiner Schwester geht weiter und dann Tritt sie mich im Kampf, sodass ich aufstöhnen muss und auf meine Knie sinke. Meine Ellenbeuge, da wo sie mich getroffen hat, blutet und tut hölisch weh. Während ich versuche ruhig zu atmen und aufzustehen, hört meine Schwester auf zu lachen, weil sie merkt, dass sie mir wirklich weh getan hat. Zugegeben, sie ist keine schlechte Schwester, aber ein Wolf, wie ich keiner bin.

„Ariaen, geht’s dir gut? Entschuldige, dass ich so doll zugetreten habe…“ sie kniet sich neben mich und schaut auf meine aufgeplatzte Haut. „Oh, ich habe dich ordentlich getroffen… Keine Sorge, das heilt. Aber bei dir wird es länger dauern, als es bei mir tun würde. Ich bräuchte wahrscheinlich bis maximal Morgen, aber du? Wahrscheinlich eine Woche oder länger.“ urteilt sie und hilft mir hoch, um nach Hause zu kommen.

„Mom wird nicht glücklich sein, wenn sie das sieht… ‘Tschuldige, Schwesterherz, war nicht meine Absicht.“ redet sie weiter während wir unser Haus erreichen.

Es ist kein riesiges Haus, aber definitiv groß. Wir fünf haben viel Platz für alles was wir wollen. Unsere 4 Schlafzimmer, jedes mit privatem Bad, 2 Gästezimmer, ein zusätzliches Badezimmer, eine ziemlich große Küche, - meine Mutter liebt es zu kochen - ein Wohnzimmer mit Flatscreen, einen Fitnessraum, 3 Büros… Ich glaube ihr versteht‘s. Von außen sieht es recht modern und schlicht aus, aber von Innen hat es definitiv mehr charm. Die meisten Wände sind weiß und es gibt viele Akzente mit dunklem Kiefernholz. Es fühlt sich heimisch an und ich liebe es.

Als Klara und ich das Haus betreten, hören wir unsere Mutter in der Küche und sehen unseren Vater im offenen Wohnzimmer an seinem Laptop. Wie üblich trägt er eine schwarze Stoffhose und ein weißes Hemd, welches jetzt bis zu den Ellenbogen hochgekrempelt ist. Das Gehör unseres Vater registriert uns sofort und sein Kopf schanppt zu uns.

„Wie war das Training? Abgesehen von dem was scheinbar gerade passiert ist.“ bemerkt er beiläufig. Bei dieser Bemerkung hlre sogar ich, mit meinem Menschengehör, wie unsere Mutter das Messer in der Küche fallen lässt. Sie stürmt ins Zimmer und schlägt sich die Hände vor den Mund.

„Eigentlich war es gut. Ariaen hat sich heute gut geschlagen. Aber… mein Fuß hat sie erwischt und ihre Haut ist geplatzt.“ fasst meine ältere Schwester zusammen. Meine Mutter tritt langsam näher, beinahe als würde ich davonlaufen, wenn sie sich zu schnell bewegt. Aber ich glaube eher, dass sie selbst geschockt ist und nicht schneller laufen kann.

Neben mir gibt es nur einen weiteren Menschen im Rudel und das… ist meine Mutter. Sie hat mit meinem Vater trainiert, als sie ins Rudel kam. Allerdings war er vorsichtig, weil er seine Gefährtin nicht verletzen wollte. „Schatz, alles in Ordnung? Tut es sehr weh?“ fängt sie an zu reden, in einem unglaublichen Tempo und ich dachte ich würde schnell sprechen…

„Ja, mom… Es geht. Wie Klara schon sagte, sie hat mich mit ihrem Fuß erwischt und meine Haut ist aufgeplatzt. Aber es brennt.“ gestehe ich, etwas widerwillig und besorgt wie meine Mutter reagieren wird.

„Samuel, bitte bring mir unseren Arztkasten für Ariaen.“ sagt sie in einem ruhigen, aber bestimmten Ton. Auch wenn sie in ihrem Ton keine Spur von Sorge oder Angst zeigt, wissen wir alle, dass sie besorgt ist. Das Blut an meinem Arm läuft bit zu meinen Fingerspitzen und tropft beinahe auf den Boden, aber Klara hält bereits ein Tuch unter mein Arm.

Mein scharfes Einatmen zieht die Aufmerksamkeit meiner Eltern auf mich, aber mein Blick liegt einzig und allein auf meiner Wunde. „Mom, e-es brennt…“ nach und nach fließen Tränen über meine Wangen.

„Schatz, guck mich an, nicht deine Wunde.“ sagt sie in ihrem ruhigen und mütterlichen Ton, der mich schon immer beruhigt hat. Ihr Finger unter meinem Kinn lenken meine Aufmerksamkeit auf sie und ich merke kaum, wie mein Vater eine Nadel in die Haut neben meiner Wunde steckt.

„Die Betäubung sollte gleich wirken, dann können wir die Wunde ordentlich versorgen.“ erklärt mein Vater in einem ruhigen Ton, den man fast nur von ihm zu Hause kennt. In der Öffentlichkeit würde er beinahe nie so reden.





Nach dem Abendessen sitze ich auf meinem Bett, bereits in meinem Schlafanzug. Mit dem Handy in der einen Hand und einem Kühlpack auf meinem verwundeten Arm vertreibe ich mir die Zeit bis ich schlafen gehen muss. Meine Mutter hat meinen Arm versorgt nachdem die Beräubung gewirkt hatte und die Bliting hat mittlerweile auch aufgehört.

Zum ersten mal seit langem hat mein Vater echte Sorge an meinen Wunden gezeigt und sich um mich gekümmert, wie er es gemacht hat als ich noch klein war. Es war schön, um ehrlich zu sein.

Schon bald fielen mir die Augenlieder zu und ich schlief ein. Mein Handy fiel mir aus der Hand, als meine Muskeln sich entspannen. Ich werde aus meinem Tiefschlaf gerissen, immernoch schlafend - im Halbschlaf - höre ich wie jemand mein Zimmer betritt und sich auf mein Bett setzt. Mir werden Haare aus dem Gesicht gestrichen und ich vermute es ist meine Mutter, aber diese Finger fühlen sich anders an.

Dann fängt die Person, die mein Zimmer betreten hat, an zu sprechen und ich merke, dass es meine Schwester ist. „Es tut mir leid, Schwesterherz. Ich wollte dich nicht verletzen - aber manchmal… nervst du mich mit deiner zurückhaltenden Art und der Aufmerksamkeit die du von Mom und Dad bekommst. Bevor es klar war, dass du keinen Wolf besitzt, hast du fast die gesamte Aufmerksamkeit bekommen… Aber du bist immernoch meine kleine Schwester, dennoch… komm allein klar.“ mit einem Kuss auf meine Stirn verlässt sie mein Zimmer.