Kapitel 1: Der gebrochene Anwalt
Hallo Leser,
ich habe eine kleine Bitte. Bitte urteilt nicht zu schnell über die Geschichte. Lest sie erst ganz durch, bevor ihr euch eine Meinung bildet. Danach habt ihr jedes Recht dazu. Mir passiert das bei den meisten meiner Geschichten: Wenn ihr die Geschichte nicht mögt, warum lest ihr dann bis zum Ende, nur um dann zu sagen, dass euch der Plot oder die Charaktere nicht gefallen haben? 😅😅
Wenn es nicht eure Art von Geschichte ist, ist das völlig in Ordnung – ihr könnt jederzeit aufhören zu lesen. Aber Kommentare wie „das ist kopiert“ oder „das ist nicht interessant“ direkt am Anfang können ziemlich unfair sein.
Diese Geschichte ist nicht kopiert. Sie ist von einem Konzept inspiriert, aber alles andere stammt aus meiner Fantasie und Arbeit. Ich hoffe, ihr versteht das und lest sie mit offenem Geist.
Das Glas zersplitterte mit einem ohrenbetäubenden Knall an der Wand und Scherben verteilten sich auf dem polierten Boden von Adrian Blackwoods Penthouse. Seine Brust hob und senkte sich schwer, seine Kiefer waren so fest zusammengepresst, dass sie hätten brechen können. Die Whiskeyflasche in seiner Hand war halb leer, der Kragen seines Hemdes aufgeknöpft, und seine Krawatte hing locker wie eine Schlinge um seinen Hals.
„Verschwinden Sie sofort aus meinen Augen“, brüllte er und knallte die Flasche auf den Tisch. Der junge Mitarbeiter, der so dumm gewesen war, ihm um Mitternacht Fall-Updates zu bringen, zuckte zusammen und huschte ohne ein weiteres Wort aus dem Zimmer.
Adrian fuhr sich mit den Händen durch das dunkle Haar und atmete schwer. Sein Handy vibrierte. Er warf einen flüchtigen Blick darauf – eine unbekannte Nummer – und schleuderte es durch den Raum. Das Gerät schlug auf, das Display zersplitterte und reihte sich in das Chaos aus Glasscherben ein, das auf dem Boden verstreut lag.
Nichts davon spielte eine Rolle. Gar nichts.
Weil sie nicht hier war.
Elena.
Allein ihr Name ließ sein Blut in den Adern kochen. Jedes Mal, wenn er die Augen schloss, war ihr Gesicht da – ihre sanften braunen Augen, die Art, wie sie den Blick senkte, statt ihm in die Augen zu sehen, und die sanfte Geduld, die ihn in den Wahnsinn trieb. Und die Stille. Gott, ihre Stille. Sie verfolgte ihn lauter als jeder Schrei.
Er schenkte sich ein weiteres Glas ein, seine Hände zitterten diesmal. Er war Adrian Blackwood, der skrupelloseste Anwalt der Stadt – der Mann, der einen Zeugen mit einer einzigen Frage zerpflücken konnte, der Rufe im Gerichtssaal wie ein Raubtier mit seiner Beute zerlegte. Richter respektierten ihn. Gegner fürchteten ihn.
Aber ohne sie? Da war er nichts weiter als ein Mann, der Stück für Stück zerbrach.
Die Tür flog erneut auf. Diesmal war es nicht der Mitarbeiter. Es war Marcus, sein engster Freund und Geschäftspartner. Der einzige Mensch, der mutig – oder dumm – genug war, in Adrians Sturm zu treten.
„Du machst dich kaputt“, murmelte James und stieg über das Glas. „Noch ein Drink und du tauchst vor Gericht auf und riechst wie eine verdammte Kneipe.“
Adrian spottete und schwenkte seinen Whiskey. „Das Gericht ist mir scheißegal.“
Marcus musterte ihn mit scharfen Augen. „Es geht wieder um sie, oder?“
Adrian antwortete nicht. Das musste er auch nicht. Sein Schweigen sagte alles.
Einen langen Moment lang war das einzige Geräusch das leise Rauschen der Stadt, das durch die Fenster drang. Dann seufzte Marcus. „Du kannst so nicht weitermachen. Du kannst nicht ständig in der Vergangenheit leben.“
Adrian knallte das Glas so hart auf den Tisch, dass es einen Riss bekam. Seine Stimme war ein Knurren.
„Die Vergangenheit ist alles, was mir geblieben ist.“
Er stand auf, die Schultern breit, die Augen dunkel vor Wut – und Schmerz. „Willst du wissen, warum, Marcus? Willst du wirklich wissen, wie Elena Hayes mich zerstört hat?“
Marcus schwieg.
Adrians Blick schweifte über die Skyline der Stadt, aber seine Stimme war nun schwer und erfüllt von einem Schmerz, den kein Sieg vor Gericht jemals heilen könnte.
„Alles fing an dem Tag an, als sie bei Blackwood & Co. reinkam. Eine Jura-Studentin im ersten Jahr. Still. Unschuldig. Die Art von Mädchen, das eigentlich nicht in meine Welt passte. Und doch…“
Seine Lippen verzogen sich zu einer Mischung aus einem Grinsen und einer Grimasse.
„…wurde sie meine verdammte Welt.“









off course
good
The first chapter has the right amount of hook sounds interesting already ✨