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Once Upon a Rockstar Christmas 18+

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Zusammenfassung

Man sagt, der Flughafen sei der schlimmste Ort an Weihnachten – laut, überfüllt und voller Menschen, die verzweifelt versuchen, zu entkommen. Als ein Schneesturm im Norden meinen Flug am Boden hält, beginne ich, das zu glauben. Bis er sich mir gegenüber hinsetzt. Ein gefährlich gutaussehender Fremder mit einer Stimme, die Schnee schmelzen lassen könnte, und einem Grinsen, das meinen Puls zum Rasen bringt. Aus einem Drink werden zwei, dann folgt ein Spiel um die Wahrheit, das die Grenze zwischen spielerisch und intim verschwimmen lässt. Und als ich herausfinde, wer er wirklich ist – ein weltberühmter Rockstar –, verstehe ich, warum jeder in der Bar nicht aufhören kann, ihn anzustarren. Doch Ruhm spielt keine Rolle, wenn es der Mann hinter dem Rampenlicht ist, von dem ich mich scheinbar nicht losreißen kann. Das Schicksal – oder vielleicht ein wenig Weihnachtszauber – führt uns in denselben Flug. Und als er darauf besteht, mich durch den Sturm nach Hause zu fahren, überrede ich ihn, die Nacht bei meiner Familie zu verbringen. Schließlich hat er dieses Weihnachten niemanden, der auf ihn wartet. Nur rechnet keiner von uns beiden mit der Überraschung, die unter dem Dach meiner Eltern wartet: Mein Ex. Der beste Freund meines Bruders. Der Mann, der mir einst das Herz gebrochen hat und mich nun zurückhaben will. Als mein Rockstar also die Konkurrenz sieht, tut er das Einzige, was ihm einfällt – er gibt sich als mein Freund aus. Und das ist erst der Anfang eines unvergesslichen Weihnachtsfestes.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
29
Rating
5.0 (43 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Ariella

Der Flughafen vier Tage vor Weihnachten ist der Ort, an dem die Geduld stirbt. Das Bodenpersonal bellt eine Entschuldigung nach der anderen in die Menge, Kinder heulen wie Sirenen und erschöpfte Reisende schleichen durch Terminals, die dezent nach Zimt und Verzweiflung riechen. Ich sitze hier schon so lange, dass ich ein halbes Glas überteuerten Wein geschafft habe. Und noch immer kann mir keiner sagen, wann mein Flieger endlich abhebt. Das Jahr aus der Hölle hat wohl beschlossen, zum Abschied noch einmal ordentlich nachzutreten.

In der Bar um mich herum summt es vor Gereiztheit. Sakkos hängen wie welke Fahnen über Stuhllehnen, Stimmen vermischen sich mit dem Klirren von Gläsern. Hin und wieder knackt eine Durchsage dazwischen – noch eine Verspätung, noch ein kollektives Stöhnen. Wenn nicht überall die Weihnachtsmusik in Endlosschleife liefe und die billigen Girlanden von der Decke hingen, würde hier niemand von Festtagsstimmung sprechen.

Ich nehme noch einen Schluck Wein und versinke in dem Manuskript meiner Freundin. Ich scrolle durch die Seiten, die sie mir geschickt hat. Ihre Geschichten sind gewagt, kompromisslos und voller Obsessionen, die direkt in den Abgrund führen. Sie schreibt über Dinge, die ich insgeheim selbst gern erleben würde. Wir haben uns vor drei Jahren bei einer Signierstunde in Miami kennengelernt. Beide haben wir so getan, als würden wir nicht bemerken, wie schweißnass unsere Hände vor Nervosität waren. Seitdem ist sie meine engste Vertraute und neuerdings auch meine Vermieterin auf Zeit. Ihr Gästezimmer war in den letzten Monaten mein Zufluchtsort, während sie mit ihrem Freund Hawaii genießt. Ich versuche echt, nicht neidisch zu werden, wenn sie mir mal wieder ein sonniges Selfie schickt.

Ein Strand, Hitze, nackte Haut und der Geschmack von etwas Süßem auf der Zunge – so hätte mein Dezember aussehen sollen. Stattdessen sitze ich hier im Weihnachtsfegefeuer fest, umgeben von Fremden und Stress.

Ich hole das kleine Notizbuch heraus, das jeden Umzug, jede miese Beziehung und jeden gescheiterten Plan überlebt hat. Auf eine leere Seite kritzle ich: Ziel – sei mehr Louise als Thelma. Die Worte wirken dumpf und anklagend. Ich starre darauf, bis die schwarze Tinte verschwimmt, und seufze.

Egal, wie sehr ich es mir schönrede, ich bin immer noch Thelma. Ich bin vorsichtig bis zur Selbstaufgabe und habe Angst zu springen, wenn ich nicht weiß, wo ich lande. Vielleicht wird Mut auch einfach überbewertet. Oder ich hatte nur nie einen Grund, meinen zu testen.

Ein kurzer Blick durch das Terminal spiegelt meine eigene Stimmung wider. Alle sind unruhig, geistig schon halb weg und versuchen so zu tun, als wären sie nicht enttäuscht. Ich verstaue das Notizbuch und verspreche mir, nicht mehr an ihn zu denken. Er war ein Fehler in Männergestalt, den ich schon Monate früher hätte verlassen sollen. Die Trennung fühlte ich kaum als Schmerz, eher als Ärger darüber, dass ich so lange im Autopilot-Modus geblieben war. Jetzt fühlen sich sogar die Selbstvorwürfe schal an.

„Entschuldigung, ist dieser Platz noch frei?“

Die Stimme – ein rauer irischer Bariton – reißt mich aus meinen Gedanken. Ich blicke in die grünsten Augen, die ich je gesehen habe. Wie Moos nach dem Regen, wie ein Wald voller Lichtspiele – einfach faszinierend. Ich blinzle einmal, zweimal, während mir die Hitze den Hals hochsteigt. Sein Haar ist ein Durcheinander aus braunen Wellen, an den Seiten kurz, oben länger. Eine widerspenstige Strähne fällt ihm in die Stirn. Über seiner rechten Braue zieht sich eine feine Narbe entlang. Ich verspüre den Drang, sie mit den Fingern nachzufahren.

Es ist eine Unverschämtheit, dass ein Mann so gut aussehen kann.

Er trägt ein schwarzes Langarmshirt und dunkle Jeans. Aber es ist die Art, wie sich sein weißes Unterhemd an seine Brust schmiegt, die meinen Puls stolpern lässt. Ich zwinge mich zurück in die Realität, als er sich räuspert.

„Es gibt keine freien Plätze mehr“, sagt er, noch bevor ich antworten kann.

„Das ist gelogen.“ Ich zeige auf einen leeren Tisch in der Ecke. „Da drüben ist einer.“

Wir sehen beide zu, wie zwei Leute den Tisch im Sturzflug besetzen.

„Jetzt nicht mehr“, sagt er, und seine Mundwinkel zucken nach oben. „Du bist meine letzte Hoffnung. Zu viele verspätete Flüge, zu viele verzweifelte Trinker. Komm schon, gib mir eine Chance. Ich werde dich auch nicht zu sehr stören.“ Er legt eine Hand auf die Stuhllehne gegenüber von mir.

„Nicht zu sehr?“, wiederhole ich und ziehe eine Braue hoch.

In diesen sündigen grünen Augen blitzen Schalk und Aufrichtigkeit gleichermaßen auf – eine gefährliche Mischung. Er zuckt mit den Schultern und setzt sich einfach, ohne auf eine Erlaubnis zu warten. Ich halte ihn nicht auf. Ehrlich gesagt könnte ich diesem Akzent die ganze Nacht zuhören. Vielleicht schreibe ich sogar mal einen irischen Charakter, nur damit jemand ihn vorliest.

„Genau“, sagt er. „Aber schöne Frauen sollten in Flughafen-Pubs nicht alleine herumsitzen.“

„Was lässt dich glauben, dass ich alleine bin?“

Sein Grinsen wird breiter. Bevor ich mehr sagen kann, stolpert die überforderte Kellnerin durch die Menge und erreicht uns völlig außer Atem.

„Was darf es sein? Möchten Sie etwas essen? Oder trinken?“

„Whiskey, pur“, sagt er geschmeidig.

„Doppelt oder einfach?“

„Doppelt.“ Er schaut auf mein Glas. „Machen Sie zwei Doppelte daraus – einer für die Dame. Bringen Sie ruhig Nachschub. Das könnte eine lange Nacht werden.“ Dann zu mir gewandt: „Hast du Hunger, Liebes?“

Mein Herz macht einen Hüpfer. Ich schlucke schwer. „N-nein. Nur die Drinks.“

„Dasselbe für mich“, sagt er der Kellnerin. „Danke.“

Sie schmilzt unter seinem Lächeln förmlich dahin. Ich kann es ihr nicht mal verübeln. Sie wirft mir einen mitleidigen, fast neidischen Blick zu, bevor sie wieder im Getümmel verschwindet.

„Was macht dich so sicher, dass ich Whiskey wollte? Oder überhaupt deine Gesellschaft?“

Er krempelt die Ärmel hoch und offenbart muskulöse, tätowierte Unterarme. Dann verschränkt er die Finger auf dem Tisch, lässig, aber bestimmt. „Du hast nicht Nein gesagt. Aber um ehrlich zu sein, war es dein Erröten, das mich überzeugt hat. Willst du ein Geheimnis wissen?“

„Nein.“

Er grinst, und seine Grübchen kommen zum Vorschein. „Lügnerin.“

„Nur zum Teil“, kontere ich.

Er lacht, und es ist so ein herzliches Lachen, dass sich andere Gäste nach uns umsehen. Genau in diesem Moment kommen unsere Drinks. Die Kellnerin kann ein Seufzen kaum unterdrücken, als er sich mit einem Augenzwinkern bei ihr bedankt.

„Sláinte“, sagt er und hebt sein Glas. „Das heißt ‚Prost‘ auf Gälisch.“

„Sláinte.“ Ich nehme einen Schluck und sehe ihn über den Rand des Glases hinweg an. „Du sprichst Gälisch?“

„Nur ein bisschen. Meine Mum hat es früher oft gesagt. Also – bereit für dein Geheimnis?“

„Kommt drauf an. Du hast mir noch nicht mal deinen Namen verraten.“

Er legt amüsiert den Kopf schief. „Du kennst ihn nicht?“

„Nein. Sollte ich?“

Er mustert mich amüsiert, fast ungläubig. „Ich dachte, dein Erröten wäre ein Zeichen des Wiedererkennens gewesen.“

Ich kneife die Augen zusammen und mustere ihn genauer. Sportler? Schauspieler? Musiker? Die Kellnerin kannte ihn offensichtlich.

„Bist du berühmt?“

„Kommt drauf an, wen man fragt. Da du es nicht weißt, sage ich mal: Nein. Tristan Dorrian.“ Er reicht mir die Hand.

„Ariella Harper.“

Beim Händeschütteln fliegen Funken – ein statisches Knistern, das sich wie ein warmer Puls unter meiner Haut anfühlt. Seine Finger schließen sich fester um mein Handgelenk. Ich könnte schwören, dass er es auch spürt.

„Muss an der Luft liegen“, murmelt er.

„Ganz bestimmt.“ Ich schlage die Beine übereinander und versuche, meine Fassung wiederzugewinnen. „Also, Tristan – was ist das für ein Geheimnis?“

„Ich hatte die Wahl, hier zu sitzen oder bei dem wütenden Kerl da drüben.“

Ich blicke zurück und sehe einen Mann, der fluchend auf sein Ticket einstarrt.

„Er ist nicht der Einzige“, bemerke ich. „Hier sind heute alle auf Mord aus. Mein Flug hat Verspätung, deiner wahrscheinlich auch.“

„Ja. Ich will nach New York. Aber der Flug wurde gestrichen. Wenn ich Glück habe, kriege ich noch eine Maschine nach Newark.“

In meiner Brust zieht sich alles zusammen. „Das ist auch meine Strecke.“

Sein Lächeln wird breiter. „Dann meint das Schicksal es vielleicht gut mit mir. Wenn ich Glück habe, sitzt du sogar neben mir.“

„Du bist ein Flirter.“

„Nur bei Frauen, die ich unbedingt beeindrucken will. Funktioniert es?“

„Nicht wirklich.“

„Dann muss ich mich wohl mehr anstrengen.“

Er lehnt sich näher zu mir, und ich nehme einen Duft nach Leder und Gewürzen wahr. „Es heißt, wir sind in einer Stunde in der Luft. Die Stewardess hat es mir höchstpersönlich gesagt.“

„Oder sie wollte einfach nur, dass du sie anlächelst.“

Er lacht leise. „Wir werden sehen. Ich würde die Nacht lieber nicht hier verbringen – es sei denn, du bleibst auch.“

Ich halte mir die Hand vor den Mund, um ein Lachen zu unterdrücken. „Der war flach.“

„Deine Schönheit bringt mich völlig aus dem Konzept“, sagt er und fährt sich durch das Haar. „Du machst mich nervös, ob du es glaubst oder nicht.“

Der Satz sollte eigentlich einstudiert klingen, aber seine Augen lassen ihn entwaffnend ehrlich wirken.

Er hebt sein Glas. „Wie wäre es mit einem Spiel? Wahrheit gegen Wahrheit. Wenn du eine Antwort verweigerst, musst du trinken.“

„Wenn du mich nach meiner Lieblingsstellung fragst, schütte ich dir den Drink ins Gesicht.“

Er hebt grinsend die Hände. „Verstanden.“

„Ich sollte was essen, bevor ich im Whiskey ertrinke“, gestehe ich. „Eigentlich wollte ich im Flugzeug essen, aber das war wohl ein Satz mit X.“

„Dann lass mich helfen.“ Er gibt der Kellnerin ein Zeichen.

„Ja, Mr. Dorrian?“, flötet sie.

Ich erstarre. Mr. Dorrian. Er ist also definitiv jemand.

„Was darfs sein?“, fragt er mich, ohne den Blick von mir abzuwenden.

„Überbackenes Käsebrot und Pommes.“

„Gute Wahl. Ich nehme Chicken Fingers und Süßkartoffelpommes.“

Als sie weg ist, fixiere ich ihn mit meinem Blick. „Alles klar, wer bist du?“

„Auf keinen Fall, Liebes. Dass du es nicht weißt, ist erfrischend. Endlich kann ich mal mit jemandem reden, der nicht zuerst nur den Namen sieht.“

„Wer sagt denn, dass ich dich mag?“

Er lacht leise. „Sagen wir, eine begründete Vermutung. Du hast nicht wieder in dein Buch geschaut, und ich sitze immer noch hier.“

Touché.

„Erzähl mal“, sagt er und lehnt sich vor. „Was machst du beruflich?“

„Du verrätst mir deinen Job ja auch nicht.“

„Aber du bist viel interessanter.“ Sein Grinsen wird noch breiter. „Komm schon, Ari. Lass uns spielen. Ich wette, ich kriege dich dazu, mir all deine Geheimnisse zu verraten.“

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

13

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

18

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Starker Dialog

18

Starker Dialog

author

Great start ❤️

10 Monate
2
author

The pacing here is strong, especially the way you ended the chapter. It definitely makes me want to keep reading.

7 Monate
1

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