Firebound || Jahr 1

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

»Sie wollen mich fallen sehen, dann sollen sie sehen wie ich fliege.« Die Drachenakademie von Kaelvaron nimmt keine Rücksicht auf schwäche, sie stählt dich. Die Gefahr ist real, Phönixreiter greifen an, und nehmen das Machtspiel ernster als erwartet. »Wenn du siegen möchtest, dann Versuch mich zu töten Spark« ||Alle Rechte Liegen in diesen Buch und der Charaktere an mir, das sind meine eigenen Charaktere!||

Genre:
Fantasy
Autor:
Isabell
Status:
In Arbeit
Kapitel:
8
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Chapter 1

Meine Finger fuhren zart die Seiten meines Buches entlang, während meine andere Hand den Buchrücken hielt. Sanfte Regentropfen prasselten gegen die Fensterscheibe meines Zimmers und gab mir eine wertvolle und angenehme Geräuschkulisse.

Der sanfte Schein einer Kerze vor mir, erhellte die Buchstaben auf jeder einzelnen Seite.

Ein Klopfen an meiner Türe riss mich aus meinen Gedanken, und sofort wusste ich direkt, wer es war, mein Vater.

Sein ständiges Reden über Kaelvaron nerven mich jedes Mal.

»Herein?« rief ich und legte mit einem kleinen Fetzen von einer Feder als Lesezeichen in mein Buch. Die Türe ging in Knarzen auf und enthüllte die Person, die davor stand. Mein Vater war alt, natürlich war er das, das sah man an seinen Haaren diese waren komplett silbergrau. Und doch waren seine Augen sehr sanft, in einem strahlenden Blau. »Hey mein kleiner Greif,« so sprach er mich seit Kleinkind an denn ich liebte diese Kreaturen unendlich. Genauso wie ich Drachen liebte, egal was man könnte mich damit Heranlocken.

»Hey Dad, lass mich raten, du willst mich wieder motivieren, dass ich an die Akademie gehe?« Meine Stimme war sanft, denn er hatte eigentlich keine Schuld daran, in meinem Alter sollte ich schon längst im zweiten Jahr sein und in einem Bund mit einem Drachen sein.

»Erwischt, du bist sehr gut.« Seine Hand wanderte zu seinem Nacken und er rieb ihn leicht verlegen, doch ein Lächeln zierte diese rauen Lippen. »Du hast es ja nur sechs Mal oder sogar zehnmal hintereinander erwähnt, also ich denke ja, ich kenne mich da langsam auswendig!« lachte ich und setzte mich aufrecht hin. Meine Beine zum Schneidersitz geformt und blickte zu meinem Vater hoch, dieser kam mit vier großen langen Schritten auf mich zu und setzte sich neben mich aufs Bett. Die Matratze unter uns gab dabei etwas nach und machte mich etwas größer, was ich sogar leicht lustig fand. »Ich weiß, und du weißt es, aber ich muss es dich fragen, es ist wichtig.« Eine Stille entstand kurz darauf und er blickte mich mit diesen Meeresblauen Augen an, die mich ohne jeglichen Einfluss beschützen könnten.

»Weißt du, deine Mom wollte das auch nicht, sie wollte dich nicht in Gefahr bringen, denn sie wusste, wie viele Leben diese Akademie auf dem Gewissen hatte. Sie wollte dich zu den Heilern in der Akademie bringen, aber das hatte ich nicht zugelassen, ich weiß du solltest deine Entscheidungen selbst treffen, alt genug bist du. Ich bin glücklich, wenn du es bist,« seine raue und schwielige Hand legte sich auf meine, die ruhend auf meinem Bett lag. Seine Hand war gezeichnet von Training, in den vielen Schlachten, die mich immer so fasziniert hatten.

Mein Kopf hob sich langsam und ich blickte in seine Augen, in sein Gesicht, in das ich mich als Kind immer geschmiegt hatte, wenn ich im Dunkeln Angst hatte.

»Ich weiß nicht Dad, ich möchte einerseits, aber andererseits habe ich einfach Angst. Ich habe noch nie trainiert, und diese Prüfungen, die kommen werden, sind schon hart.« Er nickte und doch zog er die Hand nicht von meinem Weg, sie blieb sanft auf meiner liegen. Und seine Wärme durchflutete mich in Wellen, ich konnte ihn doch nicht enttäuschen.

»Es ist deine Sache, mein Kind, ich werde dich in egal welcher Sache unterstützen und helfen, wo ich nur kann. Ich dachte nur, dass du dich diesmal entschieden hast,« in seiner Stimme hörte ich die Traurigkeit gemixt mit geplatzter Hoffnung.

Es tut mir so leid Das…

Die Stille, die jetzt aufzog, war so intensiv, dass ich das Prasseln der Regentropfen hören konnte und unser leises Atmen. Ab und zu ein Knarzen im Schloss.

»Okay,« sprang es aus meiner Stimme hervor und sofort schossen seine blauen Augen gegen meine Kristallgrauen Augen. »Was…?« seine Stimme war leise ein Hauch eines ungewissem flüstern war noch dabei zu hören. »Okay, ich werde es machen Dad, du kannst mich gerne Anmelden,« sofort Dingen seine Augen an zu strahlen und ein Lächeln breitet sich um seine Lippen aus.

Ich habe meinen Vater glücklich gemacht, das ist das einzige, was ich seit Mom’s Tod machen wollte. Ihn glücklich zu sehen und ihm seinen großen Wunsch erfüllen.

»Danke mein kleiner Engel, ich werde dich anmelden, nur ist es das, was du wirklich willst, ich werde dich nicht zwingen. Ich hätte dich dazu nie zwingen sollen und das weiß ich jetzt,« seine Augen sprachen die Wahrheit und doch ich liebte diese Kreaturen, und für meinen Vater würde ich es einfach nochmal machen. Ihn glücklich zu sehen macht mich genauso glücklich m. Ich nickte nur als Bestätigung und fügte hinzu: »Ja Dad ich werde hingehen und versuchen zu überleben, die Aufnahmeprüfung und alles andere.« Erwiderte ich sanft und seine Augen wurden sanfter und doch schwang ein Hauch von sorge in diesen Meeresblauen Augen.

»Ich werde dir ein paar Unterlagen geben, also ein paar Bücher und vielleicht kannst du dich wenn auch nur geistlich darauf vorbereiten wenn es nicht körperlich geht. Ich möchte natürlich dass du da durch kommst ohne Verletzungen und ohne das ich mitbekommen das mein Einziges Familienmitglied bei der Aufnahmeprüfung verstorben ist.« Seine Stimme brach dabei und sie hörte sich mehr Traurig an als etwas anders. Ich verstand seine Angst, ich wollte genauso wenig wie er das mir irgendwas passiert. »Ich werde es lesen, versprochen Dad,« auf meinen Lippen verlief ein kleines Lächeln und doch blieb ich hart zu mir selbst.

Ich werde es schaffen…

Auf Dads Lippen lag ein zärtliches und sanftes Lächeln, etwas, das ich nur kannte, wenn er auf mich stolz ist. Ich musste ihn ja irgendwie stolz machen, denn er war hoch angesehen dort und ich war nur ein kleines Ding, das versucht, ihr Leben zu leben ohne dabei drauf zu gehen.

Was schwer ist.

Mit einem Seufzer stand mein Vater auf, strich sich seine schwarze Lederkleidung glatt und legte danach seine Hände hinter den Rücken. Sein Blick glitt zu mir hinunter, wie ich noch immer brav auf meinem Platz sitze, und ihm zusehe. »Du solltest mal wieder etwas mehr aus deinem Zimmer kommen,« er sah mich eindringlich an, während sein Blick dann auf mein Chaos gerichtet war. Bücher überall wo man nur hinschauen tut, es war, als würde ich darin fast baden. Ein kleines Heben seiner Lippen zeigte mir, dass ich ihn etwas stolz gemacht hatte und auch etwas traurig. »Vater, ist alles in Ordnung?« Sein Kopf hob sich und er drehte mir diesen sanft entgegen, bevor er mich sanft anlächelte. »Natürlich,« eine Lüge, und doch hakte ich nicht nach. Mit einem nicken signalisierte ich ihm, dass ich ihn verstehe.

Ich hasse es, wenn mein Vater mich anlügt.

Aber ich verstehe, warum er es tut, um mich zu schützen.

»Du bist wie deine Mutter,« Eine Augenbraue hob sich bei mir und ich lehnte mich etwas vor »beim nachfragen wie es dir geht?« Ein Lachen erklang aus seiner Kehle und er legte seinen Kopf in den Nacken, während er den Kopf schüttelt. Seine silbergrauen Haare, perfekt gepflegt nach hinten gekämmt, gingen dabei etwas hinaus und landeten sanft auf seinem Gesicht.

»Nein, in dem, das du jeden Tag liest, du steckst deine Nase in Bücher rein und kommst kaum aus deinem Zimmer heraus,« ein Lächeln umspielte seine Lippen, als er mich dabei beobachtete, wie ich ihn sprachlos ansehe.

Ein gutes Auge.

Seine Augen waren nun nicht mehr auf mich gerichtet, denn sein Blick war auf den Regentropfen draußen auf meinem Fenster gerichtet. Es war ein wunderschönes Bild, denn ich liebte diesen Regen. Da der Sommer vorbei ist, hat die Erde den Regen vermisst.

Das ständige schwüle Wetter hat nicht nur dem Boden und den Pflanzen geschadet. Auch den Tieren wurde es zu viel, die meisten hatten keine Eier mehr gelegt, wie bei den Hühnern und den Drachen, was eine Katastrophe war. Nein, selbst die Kühe haben uns keine Milch mehr gegeben. Und nun kommt der Winter ziemlich hart, aber willkommen zu uns.

»Ich werde die Unterlagen holen, und du solltest dein Chaos aufräumen, wenn ich wiederkomme, ist es bitte ordentlich.« Ein scharfer Blick in seinen Augen reicht mir aus, um hektisch zu nicken.

Ich bin kein Kind mehr Dad.

Mit einem letzten Schnaufen seinerseits geht er langsam aus meinem Zimmer und schließt die Tür hinter sich.

Mein Kopf ruckte leicht zu meinem Chaos an Büchern zurück, wobei ich dann leise genervt seufzte und aufstehe, um diese dann aufzuheben.

Mit geübten Bewegungen brachte ich meine Bücher wieder in das Regal neben meinem Bett und meinem Schreibtisch, ich hatte mehr Bücher als ich erst erwartet hatte, und doch war es mir egal. Ein Klopfen erklang an meine Türe fünfzehn Minuten später, sofort hebe ich den Kopf, als ich von dem jetzigen Buch aufsehe, das ich lese.

Der Türknauf öffnete sich und raus kam mein Vater, dessen Kopf von sämtlichen Büchern und Unterlagen versteckt war. Sofort musste ich grinsen aber hielt mich zurück, als er in mein Zimmer taumelte und an meinem Bett halt machte.

Langsam beugte er sich vor mich hin und legte den Stapel neben mir ab und sah mich dann an. »So ich denke, das ist genug, wenn du noch mehr brauchst, scheu dich nicht mich zu fragen.« Ein liebevolles väterliches Lächeln umspielte seine Lippen, was ich nur selbst wiederholte.

»Dankeschön,« murmelte ich sanft und nahm mir eins der Unterlagen vom Stapel, der kurz gefährlich wackelte und doch dann stoppte. Eine Hand legte sich auf meine Schulter und ein fester griff dabei hielt mich auf weiter in den Unterlagen zu Schnüffeln. Als ich meinen Kopf hebe, sehe ich in die Augen meines Vaters die ernst aber auch Sanftheit spiegelten. »Überlege es dir nochmal, ich möchte dich nicht in Gefahr bringen wenn du es nicht möchtest, du weißt wie gefährlich es dort ist.« Seine Stimme klang scharf und besorgt, ein Hauch von Angst war auch zu hören. »Ich möchte es, ich werde es allen zeigen das ich dass Zeug habe« ich lächelte ihn an, und doch munterte es ihn nicht auf.

Verständlich.

»Pass bitte auf dich auf mein Kind, ich brauche dich noch und ich meine das ernst,« ein tiefer ernster Ausdruck erschien in seinen Falten seiner Augen, bevor er sich abwendete und mich alleine mit den ganzen Dokumente ließ.


Mit einer gepackten Tasche stehe ich vor dem Eingang meines Zimmers, ich hatte irgendwie Angst davor, was nun kommen mag, denn es wird kein leichter Weg sein.

Mein Vater hatte alles geklärt, nun musste ich nur hier warten und so lange, bis er endlich kommt, also gingen noch ein paar Sachen nach. Ich hatte ein paar Sachen dabei gehabt, und doch sah ich mich in dem Spiegel an, als würde ich mich selbst verachten.

Ich hasse es, schwach zu sein, in jeder Hinsicht, denn ich war dünn, hatte einfach nicht so viel Kraft wie andere und dennoch will ich versuchen, mein Bestes zu geben und es jedem zu zeigen.

Was eine Motivation.

»Bist du so weit, mein Engel?« erklang die Stimme meines Vaters an der Türe, sofort hebe ich den Kopf und sehe zu ihm. In seinem Blick erkannte ich stolz, und etwas nach Angst glich, und noch dazu war ein Hauch von Liebe in diesen strahlenden blauen Augen.

»Nein,« entkam es meinem Mund, ich sehe zu Boden schämend, wie sollte ich bereit sein, wenn ich weiß dass mich jeder hassen wird, wenn ich nur atme.

Wenn ich einfach nur Atme!

Mein Vater bewegte sich langsam auf mich zu und legte beide seiner Hände sanft auf meine Schultern, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Das klappte auch, denn ich sehe langsam zu ihm hoch in der Hoffnung, er würde mir sagen, dass es okay ist.

»Sieh mich an meine Kleine,« seine zarte Stimme umhüllte mich wie in einem Nest aus Seide, aus purer Liebe gesponnen. Meine Augen trafen sanft auf seine und verschmolzen sanft zu mehreren Farben. »Du wirst das schaffen, und weißt du warum?« Ich schüttelte den Kopf während meine Gedanken kreisen, was er meinte. »Weil du jemanden hast, der auf dich aufpasst, dein Mutter wird dich nie fallen lassen, sie wird immer auf dich aufpassen, mein Engel.« In meinen Augenwinkeln traten nun die ersten Tränen auf, obwohl ich gehört hatte, dass ich nicht weinen werde.

Zu spät.

Sanft nahm mich mein Vater mich in seine Arme und drückte mich sanft gegen seine Brust, sie war warm und sanft und sofort vergaß ich einfach alles was passieren könnte.

»Wir sollten los, du solltest pünktlich ankommen,« damit drückte er mich ganz fest und ließ mich dann langsam los, mit kleinen Schritten lief er etwas zurück, um mir etwas Platz zu schaffen.

Meine Augen waren geweitet als ich Kaelvaron erkannte, diese Festung war Massiv gebaut, es war eine halbe Universität. Es gab, soweit das Auge reicht Berge, deren Spitzen frischer Pulverschnee lag, genau wie die Bäume, die auf den ganzen Tälern standen. Selbst schwebende Felsen schweben über uns, soweit man schauen konnte. Diese felsen Schweben durch die Drachenmagie ohne diese würden die Felsen auf unsere köpfe fallen, ohne die Drachenmagie würde alles anders sein.

Sehr viele Marschierten durch den Bogen der Akademie, wobei ich sogar hörte wie alle oder ein paar angeschrien werden, warum auch immer. Mein vater hatte mich hier abgesetzt und nun musste ich alleine weiter denn er hatte selbst seine Pflichten zu tun, die er auch annimmt. Innerlich bereitete ich mich schon auf die Prüfung vor die ich wohl oder übel machen musste. Schon am ersten Tag wird es heftig, zum Glück habe ich, bevor ich hierher kam, reichlich gegessen, wer weiß wann wir das nächste Mal was bekommen. Und ob wir etwas essen können.

Mit langsamen und ruhigen Atemzügen laufe ich langsam auf den Eingang zu, dessen Anblick mich faszinierte, es war vergolden und dennoch war der Eingang mit Steinen verziert. Natürlich es war schließlich eine Burg, oder ein Schloss, wie man es nimmt.

Der Eingangsbereich war riesig, denn es erstreckte sich meter weit, als der Hof immer voller wurde. Wobei ich mich langsam wirklich unangenehm und klein fühlte, denn es war wirklich riesig groß und die laute gebrülle der Professoren ging mir wirklich ziemlich in die Ohren.

Mein Kopf drehte sich nach links und rechts während ich mich umsehe. Schatten flogen über unsere Köpfe und brüllten, während die Professoren die Leute nummerierten und in kleine Gruppen einteilen. Ich wusste genau warum, die erste Prüfung stand an und sie hatte es in sich gehabt. Denn nur vierzig Prozent der Kadetten überleben den Marsch des Pfades.

Meine Gruppe war mega klein, und doch fand ich mich zwischen einem Mädchen und vier Jungen zurecht. Ein Schrei entkam von jemanden dessen Kehle wie ein schrei eines gequälten Tieres. Mein Kopf ruckte auf, und sah genau dorthin, wie eine Gruppe aus einem Pfad zurückkommt, die meisten Weinen die anderen Halb Tod. Doch eins machte mich komplett stutzig, sodass ich mich verkrampfen musste, um mich ja nicht zu übergeben. Eine Leiche wurde abtransportiert, sie war in ein Tuch eingewickelt, während zwei große, starke Kerle diese zu einem Wagen trugen.

Der Wagen war schlicht, mit zwei Rappen am Anfang der Kutsche gespannt. Und oben drauf, wo sie die Leiche brachten, war schon ein Haufen von bedeckten Körpern.

Auf was habe ich mich bloß eingerichtet?