Sein Schoßhündchen

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Zusammenfassung

Remi platzt in die elitäre Welt der Harrington Academy und landet direkt im privaten Wohnheim des arroganten Erben Logan Harrington. Ein bürokratischer Fehler zwingt sie dazu, sich ein Zimmer zu teilen, und Logan bietet ihr einen Deal an, den sie nicht ablehnen kann: Bleib als sein geheimes „Schoßhündchen“ in einer strengen BDSM-Dynamik – inklusive Halsband, Leine, Kommandos und Futternäpfen – oder verliere alles, wofür du gekämpft hast. Was als demütigender Überlebenskampf beginnt, entwickelt sich zu einer süchtig machenden Hingabe, während Remi die berauschende Freiheit in der Unterwerfung entdeckt und Logans eiserne Kontrolle bei dem einen Mädchen bröckelt, von dem er schwor, dass sie nicht sein Typ sei. •Dieses Buch wurde nur einmal lektoriert, also sei gewarnt•

Genre:
Erotica
Autor:
HaileyMarie
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
41
Rating
5.0 5 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

1

Der Bus hielt zischend an. Ich schnappte mir meine Reisetasche aus der Ablage und hätte mich fast selbst erschlagen, weil das Ding so schwer war. Darin steckte alles, was ich auf dieser Welt besaß.

Sechs Stunden in einem Greyhound-Bus mit kaputter Klimaanlage hatten Spuren hinterlassen. Mein Tanktop klebte an meinem Rücken und meine dunklen Haare waren wegen der Luftfeuchtigkeit völlig kraus, aber das war mir egal. Ich war endlich da.

Die Harrington Elite Academy erhob sich vor mir wie ein gotischer Fiebertraum. Alles bestand aus Steintürmen und Mauern voller Efeu. Wahrscheinlich kostete hier jeder Quadratmeter mehr als alle Pflegeheime zusammen, in denen ich je untergekommen war.

Ich warf mir die Tasche über die Schulter und machte mich an den Aufstieg auf dem Kopfsteinpflaster. Meine Oberschenkel brannten wegen der Steigung. Meine Converse, deren Löcher ich mit Edding angemalt hatte, klatschten laut auf den teuren Stein.

Überall standen Gruppen von Studenten mit ihren Eltern herum. Die Sonnenbrillen der Eltern kosteten sicher mehr als mein ganzes Monatsstipendium. Sie luden SUVs voller Lacrosseschläger und Designer-Koffer aus und ich bemerkte sofort ihre Blicke.

Es waren keine netten Blicke.

Sie musterten mich von oben bis unten.

Es war dieser „Die gehört hier nicht her“-Blick.

Ein blondes Mädchen auf High Heels, die im Rasen einsanken, drängelte sich an mir vorbei. Ihre Designertasche rammte meine Hüfte. „Weg da, Stipendiatin“, murmelte sie, ohne sich überhaupt umzusehen.

Hinter ihrem Rücken zeigte ich ihr den Mittelfinger. Ich mochte zwar arm sein, aber ich war nicht armselig. Ich ging einfach weiter. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, aber nicht wegen des Fußwegs, sondern wegen der ganzen Situation. Zwei Jahre lang hatte ich nur Ramen-Nudeln gegessen, um mir das Übungsbuch für die Aufnahmeprüfung leisten zu können. Ich hatte Doppelschichten im Diner geschoben, bis meine Füße bluteten.

Ich hatte die Thompsons verlassen, die einzigen Menschen, die mich jemals wirklich gewollt hatten. Sie standen weinend auf ihrer Veranda, als ich in den Bus stieg. In meiner Hand hielt ich zweihundert Dollar, die sie mir zugesteckt hatten, obwohl sie sich das eigentlich gar nicht leisten konnten.

Ich war hier.

Vollstipendium.

Akademische Spitzenleistung.

Bitte melden Sie sich bei der Verwaltung.

Im Verwaltungsgebäude war es eiskalt. Die Klimaanlage lief so stark, dass ich eine Gänsehaut auf den Armen bekam. Der Marmorboden klickte unter meinen Schuhen, während ich am Empfang unruhig von einem Fuß auf den anderen trat. Das Mädchen vor mir war gerade in einem FaceTime-Anruf und erzählte von ihrem Sommer in den Hamptons. Sie zwirbelte ihre perfekten blonden Haare, die garantiert noch nie eine billige Färbung aus der Drogerie gesehen hatten.

Als ich an der Reihe war, lächelte der Angestellte nicht. Er nahm meinen Namen auf, Remi Thompson, und tippte ihn in seinen Computer. Seine Finger waren weich und manikürt. Ganz anders als meine Hände, die immer noch Hornhaut vom Tischeabräumen hatten.

„Thompson. Remi. Stipendiaten-Unterkunft“, sagte er zum Monitor, nicht zu mir. „Suite 4A, Harrington Hall. Schlüsselkarte und Infomappe.“

Er schob mir die Sachen über den Tresen und ich schnappte sie mir, bevor er es sich anders überlegen konnte. „Danke“, sagte ich, aber er sah schon an mir vorbei zu irgendeinem Typen mit Lacrosseschläger, der nach Geld roch.

Suite 4A.

Das klang falsch.

Viel zu schick.

Eigentlich sollten Stipendiaten in den ganz einfachen Buden untergebracht werden, in den Betonklötzen auf der Ostseite des Campus. Die Harrington Hall war laut meinen Infos für die Eliten reserviert. Aber ich würde mich sicher nicht beschweren.

Ich hatte schon auf Rücksitzen von Autos geschlafen.

Ich hatte mir in einem Heim ein Feldbett geteilt, direkt neben einem kaputten Fenster, durch das der Novemberwind pfiff. Wenn sie mich aus Versehen in eine Suite gesteckt hatten, dann nahm ich die Suite eben.

Ich folgte den Schildern, vorbei an Statuen griechischer Götter und perfekt gepflegten Rasenflächen, für deren Anblick man wahrscheinlich ein Passwort brauchte. Meine Tasche knallte gegen meine Hüfte und der Rucksack schnitt in meine Schultern ein. Aber ich hielt den Kopf hoch. Ich ignorierte die schiefen Blicke der Mädchen in ihren Sommerkleidern. Sie starrten mein T-Shirt von Target und meine Billig-Jeans an, als wäre ich eine wandelnde Krankheit.

In der Harrington Hall war es ruhiger als auf dem Hauptplatz. Sie lag versteckt hinter einem Gartenweg, der förmlich „Bleibt draußen, ihr Armen“ schrie.

Die Türen waren aus schwerer Eiche mit Messinggriffen. Ich musste meine Karte dreimal durchziehen, bis das Licht endlich grün wurde.

Der Flur drinnen war mit Teppich ausgelegt.

Echter Teppich.

Kein Linoleum.

Das Licht war warm und gedämpft statt neongrell und summend. Mein Magen machte einen seltsamen Sprung, als ich die Nummern prüfte. 1A, 2A, 3A. Bei 4A blieb ich stehen.

Das war es also.

Der Anfang von allem.

Der Grund, warum ich bis drei Uhr morgens wach geblieben war, um an einem geliehenen Laptop mit kaputtem Bildschirm zu lernen. Ich dachte an die Bruchstücke meiner Erinnerungen aus der Zeit, bevor ich sieben war. Kalte Böden, fremde Stimmen, das Gefühl, unsichtbar zu sein.

Mein ganzes Leben lang wollte ich jemand werden, der zählt. Ich wollte mir ein Leben aufbauen, das so stabil ist, dass mich nie wieder jemand einfach wegwerfen kann.

Meine Hand zitterte, als ich die Schlüsselkarte hob. Ich zog sie durch.

Das Schloss klickte.

Ich stieß die Tür auf und trat ein. Das Erste, was ich sah, war nackte Haut.

Genauer gesagt ein breiter, muskulöser Rücken, der vor Schweiß glänzte. Die Schultern sahen so aus, als könnten sie mein Körpergewicht locker wegdrücken.

Der Typ machte Liegestütze mitten im Wohnzimmer. Sein schmutzigblondes Haar war feucht. Seine Arme waren auf dem Holzboden abgestützt, und in dieser Position sah man jeden einzelnen Muskel und den V-Schnitt an seiner Hüfte, der in den tief sitzenden Sportshorts verschwand.

Er hörte die Tür und drückte sich in einer fließenden Bewegung hoch. Er drehte den Kopf und ich erstarrte. Niemand hatte mich gewarnt, dass Menschen im echten Leben so aussehen konnten.

Er war nicht einfach nur heiß. Heiß gab es oft genug. Er hatte eine Ausstrahlung, die die Luft um ihn herum dünner werden ließ. Er hatte einen markanten Kiefer mit leichten Stoppeln, und als sich unsere Blicke trafen, war sein Blau so stechend scharf, dass es fast unecht wirkte.

Er stand langsam auf und wischte sich mit dem Handrücken die Stirn ab. Sein Blick wanderte an meinem Körper herunter. Er sah mich so lässig an, dass mir unwohl wurde. Mein Tanktop klebte an meinem Bauch, meine Haare waren eine Katastrophe und ich wusste genau, was er sah.

Kräftige Oberschenkel.

Ein weicher Bauch.

Billige Klamotten.

Alles, was man ihm beigebracht hatte, abfällig zu betrachten.

Dann grinste er spöttisch. Sein Mund verzog sich zu einem arroganten Lächeln. Mein Magen kribbelte, obwohl ich ihm am liebsten eine gescheuert hätte.

„Na ja“, sagte er mit einer tiefen, rauen Stimme. Er klang genau so überheblich, wie man es von jemandem erwartet, der noch nie ein „Nein“ gehört hat. „Du bist früh dran. Und du bist definitiv nicht der übliche Typ, den sie hier hochschicken, aber über den Ausblick beschwere ich mich nicht.“

Ich wollte ihm gerade sagen, wo er sich seinen Ausblick hinstecken kann, aber mein Gehirn setzte aus, als er einen Schritt näher kam. Er war über ein Meter achtzig groß und strahlte Hitze und Gefahr aus. Er sah mich an, als würde ihm der Raum bereits gehören – und als würde er überlegen, ob er mich gleich mitbesitzt. Mir stockte der Atem.

Ich war so was von geliefert.