Salz auf meiner Zunge

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Zusammenfassung

Enemies to Lovers · MF Pirate Romance · Dark Romance · Slow-Burn High-Heat · Forced Proximity · Magie hat ihren Preis · Trauma-Informed Romance · He Falls First · Found Family · Hurt/Comfort · Schlagabtausch · Happy End (HEA) Captain Sedna Halvors setzt die eiserne Herrschaft der United Maritime Authority auf den Weltmeeren durch – sie zerschlägt Piraten, Rebellen und jeden, der dumm genug ist, das Imperium herauszufordern. Auch diejenigen, die die Wellen selbst befehligen. Seit drei Jahren jagt sie einen ganz Bestimmten: Hadryan Cartalin, Pirat und Meeresmagier, durch einen uralten Pakt an den Ozean gebunden, loyal nur seiner Crew und dem Meer selbst gegenüber. Disziplin hat Sedna am Leben gehalten. Kontrolle hat ihr Geheimnis begraben – ein Geheimnis, das sie zu einem Leben in Sklaverei verdammen würde. Als ihre lange Verfolgungsjagd in einer Kollision endet, bäumt sich das Meer auf – besitzergreifend, lebendig, und weigert sich, sie unverändert gehen zu lassen. Ihre verborgene Kraft steigt wie eine Flut empor. Feindseligkeit bricht auf und weicht einem gefährlichen Verständnis. Der Mann, den sie zerstören sollte, wird zu dem Einzigen, der sie wirklich sieht: den Sturm, den sie verbirgt, und die Isolation ihres Geheimnisses. Er könnte derjenige sein, der ihr Freiheit – und Liebe – schenkt, wenn sie es wagt, ihn an sich heranzulassen. Doch die Zeit läuft ab. Und das Meer duldet kein Ungleichgewicht; es lässt seine Auserwählten niemals leise gehen. Salz auf meiner Zunge ist eine Dark Romantic Fantasy voller Enemies-to-Lovers Slow Burn, gefährlicher Magie und einer Verbindung, die zwischen Pflicht und Verlangen geschmiedet wurde.

Genre:
Romance
Autor:
LA_Nichols
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
50
Rating
5.0 3 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

KAPITEL 1 ~ Sedna

Das Meer ist falsch.

Ich spüre es so, wie eine andere Frau vielleicht eine Hand spüren würde, die im Dunkeln über ihre Kehle gleitet: plötzlich, eindringlich, unmöglich zu ignorieren.

Ich stehe während der Morgendämmerung auf dem Achterdeck der UMA Resilient, den Mantel gegen den Wind bis zum Kinn zugeknöpft, als der Ozean unter uns vergisst, wie er sich zu verhalten hat. Der Wellengang glättet sich, als hätte jemand ein heißes Bügeleisen darübergezogen. Der Wind stirbt mitten im Atemzug. Schaumkronen verschwinden so schnell, wie man ausatmet.

Jeder Seemann an Deck erstarrt wie ich. Wir alle haben gelernt, auf diese Stille zu achten.

Lieutenant Margrave spricht als Erster, seine Stimme ist leise. „Captain?“

Ich antworte nicht.

Druck antwortet augenblicklich und drängt gegen meine Rippen wie ein zweiter Herzschlag. Mein eigener, und doch nicht. Er ist gewaltig und hungrig, und er weiß etwas, das ich nicht weiß.

Ich dränge ihn beiseite. Nach unten.

So wie ich es mein ganzes Leben lang getan habe.

Aber er antwortet nicht sofort. Nicht so, wie er es früher getan hat. Er wehrt sich.

Ich sauge die Luft ein und atme langsam aus.

Dann spüre ich ihn.

Kein Schiff. Noch nicht. Nur die Form einer Strömung, die nicht dort sein sollte, und die sich wie die Rückenflosse eines Hais über das Wasser bewegt.

Hadryan Cartalin.

Drei Jahre der Jagd auf den berüchtigten Piratenkapitän, drei Jahre, in denen ich mit Salz auf der Zunge und seinem Namen auf den Lippen aufgewacht bin, und jetzt zeigt der Ozean selbst den Weg.

„Captain?“, versucht Margrave es erneut.

Ich lasse meinen Blick über den Horizont schweifen. Er sieht leer aus. Aber ich kann sein Schiff, The Covenant, da draußen spüren – so wie ich als Kind Stürme in meiner Brust gefühlt habe. Eine Warnung, die in meinen Knochen geschrieben steht.

„Neuer Kurs“, sage ich, und meine Stimme klingt wie die von jemand anderem – härter, kälter, unausweichlich. „Geht zehn Grad bei. Nord-Nordwest. Alle Segel setzen. Drängt sie, bis die Spieren krachen, wenn es sein muss.“

Margrave zögert nur so lange, bis er sieht, dass ich keine Scherze mache.

Die Trommel schlägt. Füße donnern über das Deck. Segeltuch blüht über uns auf wie plötzliche Flügel.

Ich umklammere die Reling und starre in den bleichen Nebel, der sich vor uns zu sammeln beginnt, dicht und zielgerichtet.

Er versteckt sich und wartet. Auf mich? Auf Beute?

Das spielt keine Rolle.

Diesmal gehört er mir.