Lesbarkeit anpassen
Aa

Nightshade - Brennendes Eis

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Zusammenfassung (Klappentext für Inkitt)Eine sterbliche Frau. Zwei erbarmungslose Herrscher. Ein unheiliges Band.Als die Restauratorin Aurelia im Museum ein antikes Artefakt berührt, verschmilzt das mächtige Schattensiegel mit ihrer Lebenskraft. Von diesem Moment an ist sie die Gefangene von Malakai, dem unnahbaren Lord der Schattenwelt. Er will seine Magie zurück – selbst wenn er Aurelia dafür töten muss.Doch die Resonanz des Siegels lockt Feinde an. Um Aurelia vor den anderen Häusern zu schützen, erhebt Malakai Anspruch auf sie. Er markiert sie als sein Eigentum. Als der Krieg an der Oberfläche ausbricht, greift eine weitere Fraktion in das Machtspiel ein: Kiran, der dominante Alpha-Wolf. Er fordert seinen Anteil an der Waffe. Gefangen in einem Käfig aus Macht, roher Anziehungskraft und dunkler Magie verschmelzen die Grenzen zwischen Hass und Unterwerfung. Das unheilige Trio muss sich der Allianz stellen, bevor die gemeinsame Kraft sie alle vernichtet.

Genre:
Fantasy
Autor:
Amber Shade
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
45
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Trümmer und Triebkraft

Malakai

Das Schließen der Aufzugstüren war der letzte saubere Schnitt an diesem verfluchten Abend, und direkt danach brach das nackte Chaos über mich herein. Der Knall riss mein Bewusstsein mit einer solchen Wucht entzwei, dass mir für einen Moment der Atem wegblieb. Das seidene Band, das mich im Sekundentakt mit Aurelias Herzschlag verbunden hatte, zerriss und hinterließ ein klaffendes Loch in meiner Seele, das mich unbarmherzig in die Knie zwang.

Ich presste die Handflächen auf den kalten Marmor, während mir dunkles, kochend heißes Blut über die Lippen schoss und zäh in den Staub des zerstörten Saales sickerte. Die Nachwirkung des gegnerischen Sonnensteins brannte wie ätzende Säure tief in meinem Fleisch, und die Luft im Penthouse schmeckte nach Rauch und diesem kalkulierten, reinen Licht, das meine Schatten erbarmungslos auflöste.

Ich starrte auf meine zitternden Hände, doch die tiefen Verbrennungen, die das gesegnete Silber der Allianz-Garde hinterlassen hatte, wollten sich einfach nicht schließen – meine Regeneration lief zwar glühend heiß auf Hochtouren, aber die fremde Magie blockierte jeden Versuch der Heilung.

„Mein Lord“, krächzte Kaelens raue Stimme durch die staubige Stille des Raumes.

Ich hob mühsam den Kopf, um zu sehen, wie der verletzte Krieger sich die tief herabhängende Schulter hielt und sich über die scharfen Trümmer der rissigen Marmorsäule vorwärts kämpfte.

„Die Wachen im Keller antworten nicht mehr. Gabriel hat unsere Barrieren von unten her aufgerollt und sie überrannt. Er hat sie, mein Lord.“

Ich stieß mich mit purer Willenskraft vom Boden hoch, obwohl sich jede einzelne Faser meines Körpers verzweifelt gegen die lähmende Wirkung des Lichts sträubte. Doch mein Zorn war in diesem Moment der einzige Treibstoff, der mir noch geblieben war. Er filterte den lähmenden Schmerz, fegte die Schwäche beiseite und wandelte alles in eine pure, mörderische Absicht um. Gabriel hatte mein Territorium verletzt, er war wie ein Dieb in meine Festung eingedrungen und hatte Aurelia schlussendlich an den Haaren in seinen eigenen, finsteren Abgrund gezerrt.

Aus dem dichten Schatten des hinteren Korridors trat nun auch Valerius hervor. Seine traditionelle Robe war zerfetzt und sein Gesicht wirkte im fahlen Licht aschfahl, während er eine unversehrte Chronik so fest umklammert hielt, als könnte das alte Pergament das bevorstehende Blutbad irgendwie abwenden.

„Malakai, das ist das endgültige Ende des Friedensvertrags“, sagte er, und seine tiefe Stimme zitterte so merklich, dass es die Anspannung im Raum nur noch weiter anheizte. „Gabriel hat den Hohen Rat auf seiner Seite, und die Mobilisierung der Hohen Wache war von Anfang an kein Test – sie jagen das Mädchen als eine gefährliche, biologische Anomalie. Wenn wir jetzt unüberlegt die Tunnel stürmen, bricht das gesamte Machtgefüge dieser Stadt zusammen.“

„Soll es doch zusammenbrechen“, zischte ich, und meine Stimme besaß nicht mehr das gewohnte, mühsam kontrollierte Grollen, sondern glich vielmehr dem vielstimmigen, eisigen Flüstern der reinen Vernichtung. „Die Allianz ist ein zahnloser Tiger, Valerius. Keiner dieser feigen Lords wird sein eigenes Territorium für ein Bündnis mit dem Haus Blutmond riskieren. Sie denken alle, Aurelia sei meine Schwachstelle, und sie glauben tatsächlich, sie hätten den Schlüssel zu meinem Untergang in einem Käfig eingesperrt.“

Mit entschlossenen Schritten ging ich auf den Schreibtisch zu, der die Wucht unseres letzten Ausbruchs wie durch ein Wunder überstanden hatte, und fegte die verbliebenen Kristallgläser mit einer einzigen, wilden Handbewegung beiseite, sodass sie mit einem lauten Klirren auf dem Boden zerschellten.

„Kaelen, zieh sofort die Reste der Garde zusammen“, befahl ich, ohne den Blick von den taktischen Karten zu nehmen. „Ich will jeden einzelnen Schattenkrieger, der noch eine Obsidianklinge halten kann, an den Grenzen des östlichen Tunnels sehen. Niemand wartet auf irgendwelche Befehle. Wir gehen im Morgengrauen rein.“

„Und der Sonnenstein?“, warf Valerius hastig ein, trat näher an den Tisch und deutete mit einem zitternden Finger auf die glühenden Glyphen auf dem Pergament. „Das Licht fesselt deine Primärmagie vollständig. Wenn du Gabriel ohne deine schützenden Schatten gegenübertrittst, wird seine Klinge deine Essenz ohne Zögern vom Äther trennen.“

Ich ballte die verbrannten Fäuste so fest, bis das getrocknete Blut auf meinen Knöcheln mit einem leisen Reißen aufplatzte und frischer Saft über die Haut lief.

Der physische Entzug, den das zerrissene Band in meinem Inneren auslöste, war absolut überwältigend, und ich konnte sie immer noch riechen: Ihr süßer, schwerer Duft nach Jasmin hing wie eine unvergängliche Erinnerung im Raum, untrennbar verwoben mit dem bitteren Geruch von Rauch und frischem Blut. Das Siegel hatte tiefe Wurzeln in ihrer Lebenskraft geschlagen, und das hier war längst keine strategische Allianz mehr, sondern eine biologische Falle, die uns beide gefangen hielt. Wenn Gabriel sie tötete, würde mein eigenes Nervensystem augenblicklich kollabieren, denn ihr Herzschlag war mittlerweile die absolute Bedingung für meine eigene Existenz geworden.

„Wir werden das Licht von innen heraus brechen“, sagte ich kühl, und die Kälte in meinen Worten schien die Luft im Raum gefrieren zu lassen. „Aurelia hat meine Magie geschmiedet und sie hat gelernt, die Schatten in eine tödliche Waffe zu verwandeln. Gabriel unterschätzt ihren Trotz maßlos; er hält sie für eine leichte Beute in feiner Seide, aber sie wird sein stolzes Haus von innen heraus verbrennen.“

Ich fixierte den alten Gelehrten mit einem Blick, der nicht den geringsten Raum für Gegenargumente oder Diskussionen ließ.

„Finde heraus, wie die Frequenz des Sonnensteins moduliert wird, Valerius. Und Kaelen, rüste die Waffen für den Krieg. Wenn das Haus Blutmond mein Eigentum für sich deklarieren will, dann werde ich das Gesetz dieser Stadt mit dem Blut ihres Lords völlig neu schreiben.“

Kaelen salutierte wortlos, schlug sich die Faust gegen die Brust und drehte sich um, um meine Befehle ohne jede Verzögerung auszuführen.

Ich ging langsam an die raumhohe Glasfront und blickte auf die schweigende Skyline hinab, während mein Herz in einem rasenden, unnatürlichen Takt gegen meine Rippen hämmerte. Das Band war zwar brutal gerissen, aber die tiefere Resonanz zwischen uns war noch lange nicht tot; ich roch sie immer noch in den schweren Vorhängen des Saales, vermischt mit der dunklen Hitze unserer letzten, schamlosen Begegnung.

Ich schloss die Augen und weitete meine Sinne tief in die gierige Dunkelheit der Stadt aus.

„Warte auf mich, kleine Diebin.“

Lass Amber Shade wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
Ich liebe es

0

Ich liebe es

Lustig

0

Lustig

Pikant

0

Pikant

Spannend

0

Spannend

Emotional

0

Emotional

Tiefgründig

0

Tiefgründig

Herzerwärmend

0

Herzerwärmend

Schockierend

0

Schockierend

Gutes Schreiben

0

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

0

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

0

Toller Charakter

Starker Dialog

0

Starker Dialog

Weitere Empfehlungen

Charly's Weihnachten

T.M: Ich kann es gar nicht anders sagen also ich liebe diese Geschichte einfach. Sie hat für mich einfach alles was es braucht. Sie hat mich einfach mitgenommen auf eine echt schöne Reise. Danke❤️

Jetzt lesen
Destino Secreto

Karin Rogowski: Gut geschrieben und beschrieben. Die Charaktere und Situationen sind stimmig und nehmen einen gefangen. Mich hat das Buch ab der ersten Zeile fasziniert, genau wie die anderen Bücher davor. Sehr guter Schreibstil und eine sehr gute Übersetzung, nebenbei bemerkt. Dankeschön, dass Du Deine Bücher ...

Jetzt lesen
Fashion victime du PDG

Fèmi: C'est trop bien

Jetzt lesen
The Dating Deal

Deonna: Hannah and Nate for the win! Gerald needs his own book. ❤️🩶

Jetzt lesen
Mated to the Wrong Alpha

Victoria: Hi,I analyzed your work, and I think it has a very unique and engaging storytelling style. The way you present your ideas and emotions really stands out. By the way are you currently working on any other stories or writing projects?

Jetzt lesen
Silver's Second Chance

Victoria: Hi,I analyzed your work, and I think it has a very unique and engaging storytelling style. The way you present your ideas and emotions really stands out. By the way are you currently working on any other stories or writing projects?

Jetzt lesen
SECRET BILLIONAIRE

NOOB: Loved the story and glad that it's only 17 chapters. Short and precise. That's how I love it

Jetzt lesen
His Forsaken Fate

monica: Ho trovato questo libro interessante dal punto dl vista della storia,l'autore ha cercato di dare un messaggio ben preciso.Il perdono si deve conquistare ,ma bisogna avere ancora più coraggio per darlo.L'ortografia è un pó da correggere,lo stile di scrittura è acerbo,ma penso che ci sia molto potenzi...

Jetzt lesen
A Blessing in Disguise

Khayena Zee: It was fun but got boring in the endI wished the book went onOr maybe if there was a better endingBut all in all it was a great experience

Jetzt lesen