A Disgust Tale von sina bei Inkitt
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A disgust tale

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Zusammenfassung

Das Einzige, was ihr noch blieb, war Rache. Nakoma überlebt den Angriff, aber ist fortan Gefangene der Validen -einem übernatürlichen Krieger Volk. Als Nakomas Clan von den Validen -Krieger mit übermenschlichen Kräften- überfallen wird, trifft sie eine Entscheidung. Sie opfert ihr eigenes Leben, für das ihres Volkes. Unerwartet kommt sie mit dem Leben davon, aber befindet sich nun in den Fängen der Validen. Langsam lernt sie die Traditionen und Bräuchen der Krieger kennen, von den Ungeheuern, die sich auf der Erde umhertreiben und wird Zeuge von einem Verbrechen, dass plötzlich alles aufs Spiel setzt, von dem sie glaubte, dafür zu stehen. Egal, wie sehr sie sich dagegen sträubt, am Ende gibt es nur eine Möglichkeit, um zu retten, was sie liebt. Und dafür muss sie tiefer in ihren eigenen Schatten graben, als ihr recht ist.

Genre:
Fantasy/Romance
Autor:
sina
Status:
In Arbeit
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Chapter 1

Die Bäume wogen im Wind, als die Validen Krieger lautlos durch den Wald schlichen. Fast jeder mit Axt oder Schwert bewaffnet. Nur die Besten unter ihnen hatten keine Waffen nötig, nicht, wenn sie tödlicher ohne das Stück Metall waren.

Ihr Anführer ging als erster an der Spitze, seine Männer folgten ihm ohne den leisesten Anflug von Zweifeln.

Er kniff die Augen zusammen und fokussierte seinen Blick.

Eine Minute verflog, zwei, drei.

Dann hob er eine Hand und befahl den Angriff.

„Jetzt."

------------

Nakoma wachte durch lautes Stampfen auf. Schneller als sie es können sollte war sie auf den Beinen, ihr Kopf prallte gegen die Zeltwand über ihr und sie zischte, da sie genau die Stelle erwischt hatte, an der sich zwei Äste als Stütze kreuzten.

Sie zog sich ein wärmeres Hemd über die Schultern und griff nach dem Messer, das seit Jahren neben ihrem Kopfkissen ruhte.

Im nächsten Moment befand sie sich auf einem Schlachtfeld, die Zeltwand flatterte noch hinter ihr.

Nakoma riss ihre Augen auf, als sie realisierte, was gerade passierte. Was mit ihrem Clan geschah.

Drei der Stärksten hatten ihre Waffen erhoben. Sie standen zwischen den Zelten und kämpften vergebens um die Sicherheit ihrer Leute.

Nur wie?

Ein Ast fiel vor Nakomas Augen auf den Boden und ließ sie zurücktaumeln. Ihr Magen zog sich zusammen. Ihr Clan wurde angegriffen. Nicht von irgendwem, nein, sie hatte die Krieger sofort erkannt. Wenn nicht durch deren Körpergröße und den präzisen Waffenumgang, dann durch ihre übermenschliche Kraft und das metallene Flackern ihrer Augen.

Validen.

Sie wartete keine Sekunde länger, bevor sie aufsprang und zu ihren Brüdern und Schwestern stürmte, bereit, an ihrer Seite zu kämpfen.

Sie waren schwächer als die Krieger. Kein Mensch konnte es mit deren Kraft aufnehmen, aber sie waren vorbereitet. Es war ihrem Volk allbekannt, dass der König Jagd auf sie machte. Er fürchtete sie, weil sie sich von den meisten Menschen unterschieden und dennoch keine Validen waren. Also hatten sie ihre Zelte so präpariert, dass sie nicht mittellos waren, wenn es zum Angriff kam. Notfallpakete lagen bereit und ihre Kleidung diente schon lange nicht mehr dem Zweck, bloß hübsch auszusehen. Den Ort für die Zelte wählten sie in weiser Voraussicht, zu fliehen und im Wald Schutz zu finden. Selbst die Kinder wussten von den Taktiken, mit denen sie sich retten konnten, sollte es zum Äußersten kommen. Wie sie es schaffen würden, ihren Clan am Leben zu halten.

Nakoma wechselte einen hektischen Blick über das Durcheinander, das nicht ganz so durcheinander schien, wie die Validen es vielleicht vermuteten. Oh ja, sie waren vorbereitet.

Und sie waren schlauer.

Mit flinken Schritten hatte sie den Platz überquert und bearbeitete mit ihren Händen die Wand eines massigen schwarzen Zeltes, noch bevor sie jemandem aufgefallen wäre. Es hatte seine Vorteile, klein und zierlich zu sein, nicht jedem auf hundert Fuß Entfernung aufzufallen, wie es bei den Validen der Fall war. Vor allem wenn es Krieger waren, wie diese. Rote Muster prangten in ihren Gesichtern und Nakoma würde sich nicht wundern, wenn es Blut war, das auf deren Wangen klebte.

Sie zwang ihre Hände dazu, nicht zu zittern, als sie an dem Seil zog und einen Knoten löste, der den schwarzen Stoff aufklappen ließ und eine Wand aus dunkler Nacht aufstellte. Sie hatte ihre erste Aufgabe erledigt. Sofort machten sich Kinder und Frauen daran, diesen Sichtschutz zu nutzen, um im Gestrüpp zu verschwinden, von wo aus es Wege gab, um für mehrere Tage unentdeckt zu bleiben. Nur noch ein paar wenige der Männer ihres Clans befanden sich im Getümmel. Ihre Schwerter flogen unkontrolliert von einer Seite auf die andere und im Gegensatz zu den Validen bewegten sie sich laut und auffällig. Es wirkte beinahe so, als befände sich noch der ganze Platz voller Clan Mitglieder.

Nakoma grinste. Die Männer brachten beste Leistung. Jetzt gab es nur noch eine einzige Sache, die sie machen musste, dann würde sowohl sie als auch die restlichen Fünf im Wald verschwinden.

Sie war bereits bei dem Kessel angekommen, der über der Feuerstelle baumelte, als tosendes Silber ihren Weg kreuzte.

Einer der Krieger stand wenige Schritte von ihr entfernt und musterte den Platz nach einer möglichen Bedrohung. Er musterte sie.

Mit bebenden Händen schnürte sie das Seil fester um den Kessel. Der Geruch nach Valeriana und anderen Kräutern stieg ihr in die Nase.

Schwere Atemzüge lockten ihre Aufmerksamkeit. Es war einer ihrer Leute. Er war zu weit in die falsche Richtung geraten. Mehrere Validen standen zwischen ihnen und versperrten ihm somit den Weg zur Flucht.

Nakoma sah panisch über den Platz. Wie sollte sie ihm helfen?

Ein Schwert fiel scheppernd zu Boden. Das Symbol ihres Volkes, eine kopfstehende Wurzel, sank tief in den verschlingenden Matsch hinein. Dunkle Sprenkel betteten sich um die Schwert Gravur wie Blätter um einen Ast.

Ihr Freund war unbewaffnet. Und vier Weitere kämpften zwischen den Zelten noch immer um ihr Leben.

Nakoma zählte die Sekunden. Sie mussten fliehen, jetzt. Es gab nur eine einzige Chance, bevor ihr Plan schiefgehen würde. Sie mussten fliehen.

Ihr Herz blieb beinahe stehen, als sie sah, wie einer der Validen Krieger den Kessel anvisierte.

Blitzschnell trugen sie ihre Beine nach vorne. Er durfte den Kessel nicht anfassen. Er durfte es nicht verhindern, dass zumindest diejenigen flohen, die die Krieger nicht vom sicheren Wald abgrenzten. Nakoma schnellte nach vorne und warf sich gegen den Krieger, wohl wissend, dass sie im offenen Kampf keine Chance gegen ihn hatte.

„Los", schrie sie mit Leibeskraft und pfiff mit den Fingern im Mund durch das Getümmel. Sie kämpften immer noch. Nakoma pfiff abermals und abermals.

Zu ihrer Erleichterung bewegte sich endlich etwas hinter ihr. Ihre Leute hatten das Signal verstanden und fanden ihren Weg durch die Klingen der Krieger. Sie presste sich noch immer mit voller Kraft gegen den Validen vor ihr auch wenn nur, um ihn abzulenken. Ein bedrohliches Knurren sank über ihrem Kopf auf sie herab.

Grauen floss durch ihren Körper, als sie den Blick hob und in das quickflüssige Silber seiner Iris sah.

Es strahlte Todeslust aus. Und Nakoma musste diese teilen, wie sonst hätte sie sich diesem irrsinnigen Versuch hingeben können, sich dem drei Köpfe größeren und von Geburt an trainierten Validen in den Weg zu stellen. Sie musste wahnsinnig sein. Oder der Gedanke hatte an ihr genagt, dass sie ohnehin gestorben wäre.

Der Mann vor ihr knurrte ein weiteres Mal, als er sie wie ein dreckiges Stück Abfall von sich schob. Als wäre sie nichts.

Nakoma strauchelte und nutzte die Hilfe eines Stamms, um ihr Gleichgewicht zurück zu erlangen. Sie glaubte zu erfrieren, als sie sah, wie der Krieger keine zwanzig Fuß von dem Kessel entfernt war.

Nein, nein, nein, nein.

Es war ein Gebet, ein stilles Flehen, an alle Ahnen, die sie kannte, an alle Götter dieser Welt.

Aber er kam nicht zu dem Kessel, denn der verbliebene Kämpfer ihres Clans, derjenige, der eben noch so unerreichbar schien, hatte seinen Weg zu ihr erkämpft und erhob sein Schwert, als er sich zwischen den Kessel und den Validen stellte.

„Für jedes Leben", Nakoma dankte jedem Leben, das dieser Erde entsprungen war.

„Jede einzelne Wurzel." Ihre Stimme war hauchdünn, aber voller Erleichterung. Den Ahnen sei Dank! Der Valide würde den Kessel nicht mehr rechtzeitig erreichen, nicht, wenn ihr Freund sein Schwert erhob und das des Kriegers parierte. Geschickt parierte.

Ihre Stirn bildete eine Falte, als sie das Zögern des Validen bemerkte. Er schien zu warten.

Aber dann schnellte das Schwer ihres Freundes gefährlich nahe an die empfindliche Stelle unter den Rippen des Kriegers und dessen eigene Waffe verschmolz mit dem Wind.

Nakoma schrie, als der Kopf ihres Freundes über den Boden rollte. Nein! Sie schrie und sank auf den Boden. Ihre Beine hatte die Kraft verlassen.

Dann entfaltete das Valeriana seine Wirkung.

Das Knistern des Feuers war das einzige Geräusch, das auf dem Schlachtfeld zurückblieb.

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