Des Alphas Mensch

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Zusammenfassung

***BAND EINS*** Verity ist ein Mensch, der seit sechs Monaten eine „Friends with Benefits“-Beziehung mit einem Wolf führt. Sie arbeitet in einem Café, das sie hasst. Sie ist nur dort, weil es in der Nähe ihres Wolfes, Axel, liegt, der ihr anscheinend nur schreibt, wenn er geschäftlich in der Menschenstadt zu tun hat. Jedes Mal landen sie zusammen im Bett, doch er verschwindet danach ohne ein Wort. Was passiert, als Axel sie zum letzten Mal allein zurücklässt? Entscheidet sie sich dazu, zu ihm zu gehen, als er ihr erneut schreibt? Oder lässt sie alles hinter sich? ***NICHT LEKTOREIERT*** ***MATURE SCENES***

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
31
Rating
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

VERITY

Ich starrte auf die Nachricht auf meinem Handy und lächelte.

„Hey Hübsche, ich bin geschäftlich im Hotel und würde dich später gerne sehen, Axel.“

Er ist wieder in der Stadt.

Schon bei dem bloßen Gedanken, ihn wiederzusehen, zog sich mir der Magen zusammen.

Meine Gedanken wandern zurück zu unserem letzten Treffen. Er kam auf einen Kaffee vorbei, und nach meiner Schicht sind wir im Bett gelandet.

„Verity!“, rief Betty.

Ich stöhnte genervt auf, steckte mein Handy in die Tasche und ging zurück in den Laden.

Betty funkelte mich böse an. „Wo zum Teufel warst du?“, zischte sie. „Du sollst noch eine Stunde lang arbeiten.“

Ich sagte gar nichts. Ich ging einfach hinter die Theke und bediente ein paar Kunden.

Nur noch eine Stunde, dann hatte ich Schichtende und konnte hier raus. Ich hatte das Wochenende frei, und das war eigentlich alles, woran ich in letzter Zeit denken konnte.

Eigentlich wollte ich heute Abend mit ein paar Freunden ausgehen. Aber jetzt, wo Axel mich treffen wollte, musste ich mir einen Plan überlegen, wie ich mich davonschleichen konnte.

Meinen Freunden macht es nichts aus, wenn ich einen Gelegenheitssex-Partner habe. Aber auf Axel sind sie nicht gut zu sprechen, vor allem wegen dem, was er ist.

Axel ist ein Werwolf und lebt gar nicht weit von hier.

Ihr habt richtig gehört, ein Werwolf.

Werwölfe sind auf der ganzen Welt bekannt. Unser Bürgermeister hat kein Problem mit ihnen, solange sie niemanden von uns umbringen.

Axel lebt in einem Rudel, und manchmal kommen sie in unsere Menschenstadt. Ich weiß nicht, was für eine Art Wolf er ist, aber er liebt es, Spaß zu haben.

Ich weiß noch, wie ich ihn beim Ausgehen kennengelernt habe. Wir haben ein bisschen gequatscht, er kam mit in meine Wohnung und wir hatten Sex. Es war einfach der Wahnsinn. Ich wusste gar nicht, dass ein Wolf einen so hart und tief ficken kann; er hat mich in allen möglichen Stellungen genommen. Ich wollte nicht, dass die Nacht endet, aber er verschwand am nächsten Tag, ohne ein Wort zu sagen.

Ich war am Boden zerstört, dass er einfach so abgehauen ist. Ein paar Wochen lang dachte ich nicht an ihn, bis er plötzlich in das Café spazierte, in dem ich arbeite. Er setzte sich an einen Tisch. In meiner Pause fingen wir wieder an zu reden und tauschten sogar Nummern aus.

Wir schrieben uns Nachrichten und telefonierten manchmal sogar. Es war schön, aber ich hatte keine großen Erwartungen. Ich war einfach froh, dass er mich kennenlernen wollte. In letzter Zeit hörten die Anrufe allerdings auf, wenn er bei seinem Rudel war. Aber er schrieb mir immer noch, wenn er in der Stadt war, und dann schliefen wir miteinander.

Meine Freunde meinten, er würde mich nur ausnutzen. Ich wollte ihnen nicht glauben, aber ein Teil von mir wusste, dass sie recht hatten. Trotzdem fing ich an, mich in den Kerl zu verlieben.

Es klingt blöd, ich weiß. Aber ich musste mir eingestehen, dass ich Gefühle für ihn entwickelte.

Ich bin halt auch nur ein Mensch.

Aber verdammt, er ist einfach heiß. Er sieht aus wie ein griechisches Model, zwei Meter groß, mit einem Sixpack zum Niederknien, und er weiß genau, wie man einen Anzug trägt.

Die Stunde verging schnell, weil nur noch wenig Kundschaft kam. Alle wissen inzwischen, wie Betty kurz vor Feierabend drauf ist. Sie fängt an, die Leute anzupflaumen, die so spät noch reinkommen. Ich hörte Betty hinten schon Sachen wegräumen. Sie putzte immer die Küche, während ich zum Schluss die Kunden bediente.

Ich seufzte, als der letzte Gast das Café verließ.

Als die Tür hinter ihnen zufiel, fing ich an, die letzten Reste hinter der Theke wegzuräumen.

Danach ging ich zur Tür und drehte das Schild auf „Geschlossen“. Ich schloss die Tür ab und zog das Rollo herunter. Die Fenster waren sowieso schon verdunkelt, weil Betty es hasste, wenn die Leute reinglotzten, wenn sie zu hatte. Sie wird zu einer wahnsinnig griesgrämigen alten Frau, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.

„Mach das Licht aus, wenn du gehst“, brummte Betty und stapfte nach oben in ihre Wohnung.

Ich seufzte, nahm meine Schürze ab und hängte sie an den Haken neben der Tür. Dann ging ich nach hinten in die kleine Garderobe, um meinen Mantel zu holen. Ich nahm den Schlüssel vom Haken, hielt ihn fest in der Hand und schlüpfte in meine Jacke, bevor ich nach draußen ging.

Ich zog die Tür hinter mir zu und schloss sie ab.

Ich prüfte noch einmal, ob alles fest war, bevor ich den Schlüssel durch den Briefschlitz zurückwarf. Betty hasst es, hinter sich selbst abzuschließen. Sie überlässt das lieber mir, damit sie sich sicher fühlt.

Ich drehte mich um und machte mich auf den Weg zu meiner kleinen Wohnung.

Ich wohnte nur zwei Blocks vom Café entfernt.

Ich schlug den Mantel eng um mich und beschleunigte meinen Schritt, bis ich an meinem Haus ankam.

Ich ging hinein und direkt in meine Wohnung.

Ich zog meinen Mantel aus und ging in die Küche, um die Heizung aufzudrehen. Mir war kalt. Ich blickte mich kurz um und lehnte mich gegen die Küchentheke.

Ich holte mein Handy raus und schaute mir Axels Nachricht noch einmal an.

Ich überlegte hin und her, ob ich ihn wirklich sehen sollte.

Ich wusste genau, wie es laufen würde. Ich war mir nicht sicher, ob ich es nochmal ertragen konnte, am nächsten Morgen einfach wieder allein zurückgelassen zu werden.

Ein Ping von meinem Handy riss mich aus den Gedanken. Ich starrte auf das Display und mein Magen krampfte sich wieder zusammen.

Noch eine Nachricht von ihm.

„Verity, bitte antworte mir. Ich will dich sehen, Axel.“

Ich starrte die Nachricht an und seufzte.

Ich wollte ihn ja auch sehen.

Ich wollte unbedingt noch eine Nacht mit ihm verbringen.

Es pingte erneut. Diesmal war es meine Freundin Kelly.

„Sorry, ich schaffe es heute Abend doch nicht. Ich habe morgen früh ein wichtiges Meeting.“

Ich seufzte.

Na toll, was sollte ich jetzt machen?

Nach einem Moment hatte ich einen Einfall.

Ich hoffte, Axel hätte nichts dagegen, herzukommen, anstatt auszugehen.

Ich tippte ihm eine Antwort:

„Hey, sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Ich war noch auf der Arbeit. Ich will dich auch sehen, aber ich habe keine Lust mehr, wegzugehen. Wie wäre es, wenn du zu mir kommst? Ich werde dafür sorgen, dass es sich für dich lohnt.“

Ich drückte auf Senden und biss mir auf die Unterlippe, während ich auf die Antwort wartete.

Ich wusste nicht, ob er kommen würde. Falls nicht, würde ich eben allein bleiben und einen Film schauen.

Ich hätte auch alleine ausgehen können, aber dafür fehlte mir das Selbstvertrauen.

Manchmal hasste ich es, allein zu sein, aber es hatte auch Vorteile.

Ich konnte tun und lassen, was ich wollte, ohne dass mir jemand reinredete.

Ich war vor ein paar Jahren in diese Stadt gezogen.

Meine Familie lebt am anderen Ende der Welt. Ich bin weggegangen, weil wir uns nie verstanden haben. Mit meiner Mutter habe ich mich wegen jeder Kleinigkeit gestritten, und mein Vater hat sich nur gemeldet, wenn er etwas wollte – meistens Geld.

Ich war ein Einzelkind und hatte schon vor langer Zeit begriffen, dass ich mich in diesem Leben nur auf mich selbst verlassen kann.

Ich suchte mir Jobs in Cafés.

Die Stadt mochte ich eigentlich, aber den Job nicht besonders. Betty war eine harte Nuss, aber ich konnte nicht kündigen, weil ich das Geld brauchte.

Na ja, das war eigentlich eine Lüge, die ich Kelly immer erzählte. Ich sagte ihr, ich bräuchte den Job wegen der Kohle, aber in Wahrheit hatte ich mehr gespart als jeder andere. Ich wusste, wie man ein Sparbuch füllt, an das man nicht rangeht.

Kelly und ich wurden erst Freunde, als sie eines Tages ins Café kam und ihr Ex auftauchte. Er fing an, sie zu bedrängen, wollte sie nicht in Ruhe lassen und machte eine riesige Szene.

Ich musste ihn schließlich aus dem Laden werfen und Kelly helfen. Gott sei Dank war Betty an dem Tag nicht da. Sie hätte wahrscheinlich einen Herzinfarkt bekommen, wenn sie gesehen hätte, wie ich ihn zugerichtet habe. Aber ich muss zugeben: Mit einer blutigen Lippe und Kaffeeflecken auf dem Hemd sah ihr Ex gleich viel besser aus.

Ich weiß noch, wie ich ihn vor die Tür setzte und den Laden abschloss. Ich kümmerte mich um Kelly, bis sie ruhig genug war, um die Polizei anzurufen. Ich blieb bei ihr, und seitdem sind wir befreundet.

Wieder riss mich ein Ping aus meinen Gedanken und bescherte mir ein flaues Gefühl im Magen.

Ich sah auf mein Handy – eine Nachricht von Axel.

Ich öffnete sie und spürte, wie ich vor Aufregung ganz kribbelig wurde.

„Hey Hübsche, ich dachte mir schon, dass du arbeitest. Ich komme gegen zehn bei dir vorbei, wenn alle anderen weg sind. Bis gleich, Süße.“

Ich lächelte und blickte auf die Uhr an der Wand gegenüber.

Ich hatte noch drei Stunden Zeit, um mich fertig zu machen.

Ich war aufgeregt, aber auch nervös.

Ich musste mich herrichten und wusste schon ganz genau, was ich vorhatte.

Ich drückte mich von der Theke ab und ging ins Badezimmer.

Es war Zeit, sich schick zu machen.

Ich hatte zwar noch massig Zeit, aber ich wollte für ihn verdammt gut aussehen. Und ich wusste auch schon ganz genau, was ich für ihn anziehen würde.