Remington Cole und die Künstlergilde

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Summary

Remington Cole ist Fotograf, Gentleman der alten Schule und ein Lebemann. Eines Tages bekommt er eine Einladung zu einem Treffen auf Island, wo ihm ein Professor Keller - Förderer der Kunst - von seinem Traum erzählt... einen Ort zu schaffen, an dem Künstler frei von finanziellem Druck ihre Werke zur Vollendung bringen können. Cole willigt ein und folgt dem Professor für einen weiteren Auftrag nach Griechenland, wo dieser bereits ein Team von Archäologen vor Ort hat, die auf der Suche nach einem alten Mythos sind. Nicht wissend, was den Professor im Innersten tatsächlich antreibt, entwickelt sich der Fund zu einer Gefahr für das ganze Team und dem Rest der Welt.

Status
Complete
Chapters
9
Rating
n/a
Age Rating
16+

Key West

Eine tropische Brise bewegte sanft die Vorhänge und ermöglichte den Blick auf einen neuen Tag, der kurz davor war zu beginnen. Sanfte Jazzmusik erfüllte den Raum, welcher mit einer eleganten Einrichtung versehen war, die aus einer früheren, kultivierteren Zeit stammte. Ergänzt durch einen Garderobenschrank mit dem einen oder anderen maßgeschneiderten Anzug aus der Seville Row in London, war das Haus in Key West sein Refugium, ein Rückzugsort vom Lärm der Welt. Remington Cole, ein Fotograf und Lebemann der alten Schule begann den Tag stets auf die gleiche Weise, mit seinem morgendlichen Kaffeeritual und der Durchsicht seiner e-mails. Die zurückliegende Jahrtausendwende brachte nicht nur Gutes für einen Mann wie ihn. Social Media und eine damit verbundene „rund um die Uhr” Verfügbarkeit machten es immer schwieriger an gute Aufträge zu kommen. Für Cole war das Leben als Fotograf auch das Leben eines Künstlers, fernab eines einengenden Berufes, der ihm Stück für Stück die Lebensfreude wie einen Teppich unter den Füßen wegzog. Es galt für ihn diesen „way of life” unter allen Umständen zu schützen. Unmöglich und unvorstellbar war es, die gewohnten Freiheiten und die damit verbundenen Reisen aufzugeben. Die Kontakte zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten sorgten stets für die notwendige Leichtigkeit und das sprichwörtliche Salz in der Suppe des Lebens. Er liebte es, die Welt durch seine Linse zu erfassen, Momente festzuhalten, die sonst verloren gehen würden. Er hatte schon viele Orte gesehen und viele Geschichten gehört, aber er war immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, dem nächsten Kick. Er langweilte sich schnell von Routine und Konventionen. Er brauchte die Herausforderung, das Neue, das Unerwartete. Er war ein Mann mit vielen Talenten und vielen Leidenschaften, aber auch mit vielen Geheimnissen und vielen Narben. Er hatte schon viel geliebt und viel verloren, aber er gab nie auf. Er war ein Überlebender, ein Kämpfer, ein Träumer. Nach einem kräftigen Schluck italienischem Kaffee prüfte er die eingegangenen e-mails in der Hoffnung auch die nächsten 20 Jahre noch der Kunst den Vorzug vor einem geregelten Vollzeitberuf geben zu können. Eine Nachricht fiel ihm besonders auf an diesem Morgen...eine gewisse Amelie Riley, Mitarbeiterin von Professor Keller, der vor allem als Förderer der Künste bekannt wurde, lädt zu einer Veranstaltung auf Island ein, Flugticket und Hotel wurden bereits bezahlt. „Dinge die zu gut aussehen um wahr zu sein, sind es auch meistens nicht”, dachte er. Jedoch der bloße Gedanke einen gewöhnlichen Beruf zu ergreifen, um über die Runden zu kommen erfüllte ihn mit Grauen. Nach einem kurzen Telefonat mit Ms. Riley sagte Cole für die Veranstaltung zu und begann seinen Koffer für die anstehende Reise zu packen. Es stand ein langer Flug bevor. Er wusste nicht viel über Island, außer dass es eine Insel im Nordatlantik war, die für ihre Vulkane und Geysire bekannt war. Er hatte noch nie dort fotografiert oder jemanden dort gekannt. Er fragte sich, was Professor Keller von ihm wollte und was für eine Veranstaltung es sein sollte. Er hatte keine Ahnung, dass diese Reise sein Leben für immer verändern würde. Er hatte keine Ahnung, dass er bald in eine Welt eintauchen würde, die voller Magie und Gefahr war. Er hatte keine Ahnung, dass er dort seine größte Liebe finden würde...und seinen größten Feind.

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