Chapter 1
Die Blutgruppe
Sie saßen im Kreis. So wie jeden Sonntagnachmittag hatten sie die Menge für absolutes Wohlbefinden aus ihrem Kreislauf entrinnen lassen.
Die Wände waren mit Kunstwerken verziert, welche mit blutigen Handgelenken gefertigt wurden. In der Mitte saß ein Mädchen. Ihre langen schwarzen Haare waren bis zum Ansatz im Blut gekränkt. Das Ritual war für den Tag beendet. Sie tupfte sich die Einstichstellen mit einem rot bestickten Tuch ab.
Die immer neu hinzukommenden Flecken fügten sich zu einem mystischen und fantasievollen Muster zusammen. Das Mädchen hatte ihr Gesicht noch nie preisgegeben. Sie hockte immer nur in der Mitte, ihre langen Haare, wie staubige dreckige Gardinen vor ihrem zum Boden gesenkten Gesicht. Sie konnte es nicht übers Herz bringen, aber bei der nächsten Sitzung müsste sie dieses Opfer bringen. Es war wieder Sonntag und die Gruppe hatte ihre Sitzplätze eingenommen. Das Mädchen, welches den Teilnehmern oft erschien, wie eine leblose Puppe, zitterte unaufhörlich. Die Angst hatte sie fest im Griff. Ein Massaker begann. Sie zerfetzte ihre Geschwister, welche um sie herum versammelt waren mit bloßen Händen. Sie entriss ihnen innere und äußere Organe und färbte den Raum damit rot. Manche Stellen jedoch, deckte sie mit Strähnen ihrer dunklen Haarpracht ab und so entstand nach wenigen Sekunden ein weißes Muster, auf einer ansonsten komplett roten Wand. Ein Muster, welches sie verinnerlicht hatte. Mit blutigen Händen griff sie nach einer Kette am Boden, einem aufklappbarem Amulett mit einem Bild ihrer Mutter auf der einen und einer Zeichnung auf der anderen Seite. Sie hatte es geschafft. Eine Galerie zu Ehren ihrer Mutter. Langsam Schritt sie ins Bad. Sie wusch ihre wunderschöne Haare bis sie wieder glänzten wie eine ladenneue Schallplatte frische Klamotten vollendeten die Reinigung. Es war Zeit, Besucher für die Ausstellung zu finden. Sie hielt die Kette in der Hand. Lange blickte Sie auf das Bild ihrer Mutter, welche genauso prachtvoller Haare hatte wie sie selbst, dann blickte Sie auf die Zeichnung. Moment….Was war das? Es schien ihr als sehe sie etwas Neues hinter dem Muster, eine Art Wesen oder Person. Sie schüttelte sich und blickte gegen die Wand. Schock…. Eine Fratze blickte sie an.
Eine Fratze, die sich bisher unter den anderen Linien versteckt hatte. Erneut blickte sie auf die Kette und erstarrte.
Die Zeichnung war einem Foto gewichen, genauer gesagt einem Hochzeitsfoto. Dort war ein unbekannter Mann im schicken schwarzen Smoking abgebildet. Er hatte sein Arm um eine Frau geschlungen und diese Frau, das war sie…
Es klopfte an der Tür. „Schatz, ich bin es. Zeit für uns zu sterben.“
Das Blutwesen wurde nun entstehen…..








