Alphas Embrace Eastbound Alexander by Jum T. at Inkitt
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Alphas Embrace - Eastbound - Alexander

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Summary

🚨 Überarbeitete Vollversion bei Amazon/Kindl 🚨 »Die Göttin irrt sich nie. Und du bist der Beweis.« Es sollte nur ein kurzer Aufenthalt werden - eine Unterschrift, die etwas in Bewegung setzt. Aber dann kam sie und alles änderte sich. Sie ist meine Gefährtin, meine Bestimmung, auch wenn sie es bis jetzt nicht erkennen kann. Ich will sie, und ich werde alles tun, um sie dazu zu bringen, die Mauern niederzureißen, die sie um sich herum errichtet hat. Ein Vertrag. Ein Büro. Eine Reihe von Zufällen, die alles verändern. Elena McMackenzie ist eine Frau mit einem klaren Ziel. Sie plant, sich in der Geschäftswelt zu beweisen. Und das Ziel ist nahe. Denn Elena steht kurz davor, den größten Deal der Firmengeschichte abzuschließen. Alles scheint perfekt - bis sie Alexander begegnet. Ihr charismatischer, aber verbotener Geschäftspartner zieht sie auf eine Weise an, die sie nicht versteht. Doch mit jedem Blick, jeder Berührung wächst die Spannung zwischen ihnen, bis sie sich in einem Strudel aus Sehnsüchten und Geheimnissen verliert. Was als kühle Geschäftsbeziehung beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas, das Elena nicht vorhersehen konnte. Denn Alexander ist nicht nur ein Mann von unerschütterlicher Selbstbeherrschung - er ist ein Wesen aus einer Welt, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.

Genre
Romance
Author
Jum T.
Status
Excerpt
Chapters
4
Rating
4.9 28 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1 - LP

Alexander

Die schwarze Limousine schiebt sich langsam und mit unangenehmem Tempo durch den Verkehr. Ich lehne mich in das weiche Leder zurück, meine Finger trommeln ungeduldig auf meinem Oberschenkel. Christians Stresspegel ist hoch, ich rieche den Schweiß, den er absondert.

»Ich verstehe bis jetzt nicht, warum ich für eine einfache Vertragsunterzeichnung hierherfliegen musste«, nuschelt er und durchbricht die angespannte Stille. Seine tiefbraunen Augen starren immer wieder auf das Tablet, dann wieder auf sein privates Handy.

Ich drehe mich zu meinem Beta um und bemerke die angespannte Haltung seines Kiefers und die Art, wie seine Schultern nach vorn gebeugt sind.

Wahrscheinlich hätte ich ihn einfach in Knoxville lassen sollen, aber jetzt ist er eben hier.

»Du weißt, warum«, erkläre ich leise. »Du bist nicht nur mein Beta, sondern auch mein Assistent. Außerdem«, sage ich grinsend und deute auf Benjamin, »soll ich ihn etwa alleine ertragen?«

Sein Blick wandert zu Benjamin, der uns gegenübersitzt. Mein ältester Freund und Geschäftspartner sieht in seinem maßgeschneiderten Anzug aus, als würde er gleich wie in einem Actionfilm eine Waffe aus dem Jackett ziehen.

»Außerdem«, fügt Jonas in seinem gewohnt sachlichen Ton hinzu, ohne den Blick von seinem Tablet zu heben, »ist unsere Anwesenheit bei der Unterzeichnung notwendig. Formalität hin oder her, es muss ordentlich dokumentiert werden.«

Eine subtile Veränderung in Benjamins Haltung, eine Spannung um seine bernsteinfarbenen Augen, die vorher nicht vorhanden war.

Ich atme tief durch und analysiere die Gerüche in dem engen Raum. Unter Benjamins teurem Eau de Cologne rieche ich einen Hauch von Angst – scharf und beißend. Das bringt meinen Wolf zum Toben und lässt das Kribbeln in meinem Nacken stärker werden.

»Was verschweigst du mir?«, frage ich, doch er schaut nur aus dem Fenster und lässt seinen Beta Jonas für sich antworten.

»Bei uns im Rudel gab es eine kleine Meinungsverschiedenheit.«

Ich nicke und verstehe seinen Frust. Das Rudel steht immer an erster Stelle und jeder von uns nimmt seine Rolle ernst. Aber manche Dinge kann man nicht delegieren, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht.

»Außerdem«, räuspert sich Jonas, »das Wichtigste ist jetzt, dass wir uns auf das Geschäft konzentrieren. Wir alle.«

Sofort spannt sich Christians Kiefer an, ein leises Knurren grollt in seiner Brust. »Meine Gefährtin könnte jeden Moment in die Wehen kommen! Ich sollte bei ihr sein und nicht den Notar für einen Haufen Anzugträger spielen. Was, wenn ich es verpasse?!«

Ich spüre eine Welle des Mitgefühls für meinen Beta, vermischt mit einem Anflug von Neid. Der Gedanke an eine Gefährtin, an Welpen – das ist eine Zukunft, nach der ich mich immer schon gesehnt habe, selbst als ich mich in Rudelpflichten und Firmenübernahmen vergrub.

Aber man kann nicht alles haben.

Jonas schiebt seelenruhig seine Brille hoch und schaut Christian an, als wäre er ein Schüler, der gerade eine überflüssige Frage gestellt hat. »Statistisch gesehen treten Frühgeburten in weniger als zehn Prozent der Fälle auf. Sie ist bisher nicht einmal in der achtunddreißigsten Woche. Du wirst nichts verpassen.«

Jonas ist all das, was Christian nicht ist. Ruhig, immer beherrscht und der Typ, der auch privat am liebsten Anzug und Krawatte trägt.

Er ist, wie Christian für mich, Benjamins Beta und gleichzeitig Assistent – eine Art Vermittler. Christians Schultern spannen sich an, das Knurren wird lauter.

»Genug«, unterbreche ich ihn, damit Christian sich nicht gleich hier und jetzt im Auto verwandelt. »Das ist nur eine kurze Präsentation mit anschließender Unterschrift, mehr nicht. In einer Stunde sind wir wieder draußen, in zwei höchstens. Dann fliegen wir wieder nach Hause.« Ich sehe Christian streng an. »Verstanden?«

Christians Augen blitzen und ich sehe seinen Wolf darin, aber er senkt den Kopf und gibt sich damit zufrieden. »Ja, Alpha.«

Christian sträubt sich, seine breiten Schultern verkrampfen sich. »Ich verstehe«, brummt er vor sich hin. »Ich mache mir nur Sorgen. Um meine Gefährtin. Um meinen Welpen. Es ist mein Erster!«

Ich strecke meine Hand aus und greife nach seiner Schulter. »Das wissen wir, Christian. Deine Hingabe ist bewundernswert.«

Benjamin nickt zustimmend. »Das macht dich zu einem hervorragenden Beta. Und es wird dich zu einem noch besseren Vater machen.«

Wir sind nicht nur zwei Rudel, wir haben es über die Jahre geschafft, Freunde zu werden, auch wenn Christian und Jonas oft Diskussionen führen, die klingen, als würden sich zwei Kinder streiten, obwohl es um den Zahlenabgleich geht.

Unser Gespräch wird unterbrochen, mit einem leisen Surren senkt sich die Trennwand.

»Meine Herren«, verkündet unser Fahrer, »wir sind bei InnovaraTech Solutions angekommen.«

Ich beuge mich vor und betrachte die glatte Fläche aus Glas und Stahl vor uns. Das Gebäude scheint den Himmel zu berühren, seine spiegelnde Oberfläche wirft die Sonne von Arkansas in schillernden Mustern zurück.

Christian stöhnt und richtet seine Krawatte. »Ich hasse dieses Klima«, brummt er. »Es ist, als würde man in seiner eigenen Suppe sitzen.«

Ich lache leise, klopfe ihm auf die Schulter und mache mich zum Aussteigen bereit. »Kopf hoch, alter Freund. Je schneller wir hineingehen, desto schneller bist du wieder in Tennessee.«

Aber er hört nicht auf. Kann er nicht. Erst als wir die Lobby betreten, hören seine schlechten Witze auf.

Der Duft von poliertem Marmor und frischen Blumen mischt sich mit etwas anderem – einem wilden, erdigen Unterton, der meine Nasenflügel zucken lässt.

Ein Mann eilt auf uns zu, das blonde Haar zu ordentlich, der Anzug zu altmodisch. Sein Händedruck ist schwach, sein Lächeln verkrampft.

»Mr. Wolf, willkommen!«, sagt er und wischt sich unauffällig die Handfläche an seinem Jackett ab.

Steve Granger strafft die Schultern und schaut Benjamin an, der bewusst Abstand zu ihm hält. »Mr. Barnas.«

Benjamin reagiert mit einem kaum sichtbaren Nicken, sein Blick schweift durch die Halle, als analysiere er bereits mögliche Fluchtwege.

Christian lässt ihm dagegen nicht einmal ein Wort und greift einfach nach seiner Hand, um die Begrüßung schnell hinter sich zu bringen. »Mr. Walker.« Christians Tonfall ist scharf, seine Miene angespannt und sobald er Mr. Grangers Hand loslässt, erhält er einen mahnenden Blick von mir. »Wir sind hier nicht bei einem Drive-in, Christian«, knurre ich leise, als Mr. Granger Jonas zuletzt die Hand reicht. »Dann müssen Sie Mr. Reed sein!«

Jonas bleibt im Gegensatz zu Christian ruhig. Sein Lächeln ist höflich, aber distanziert, während Christian gleich wieder zu quengeln scheint wie ein kleines Kind.

»Wenn Sie mir bitte alle folgen würden«, bittet Granger und deutet auf die Aufzüge. »Mr. Aston kann es kaum erwarten, Sie endlich persönlich kennenzulernen!«

Ich nicke, richte meine Krawatte, zwinge mich, mich auf das Geschäftliche zu konzentrieren. Doch dann – noch ein Atemzug. Ein Duft.

Mein Kopf ruckt herum, mein Blick wandert durch die Lobby. Ein Impuls, urtümlich und überwältigend, zwingt mich, tiefer einzuatmen.

»Alles in Ordnung, Alexander?«, flüstert Benjamin und sieht plötzlich nicht mehr ernst, sondern besorgt aus.

Ich nicke kurz und versuche mich zu konzentrieren. »Alles in Ordnung«, knurre ich, aber meine Stimme klingt viel zu angespannt.

Die Fahrstuhltüren öffnen sich mit einem leisen Klingeln. Als wir eintreten, wird der Geruch stärker. Jasmin und Honig. Ein Hauch von etwas Wildem, als wären wir nicht in einem Firmengebäude, sondern mitten im Wald. Der Duft trifft mich mit der Wucht eines Hammerschlags – heiß und unverwechselbar.

Meine Haut prickelt, meine Muskeln spannen sich an. Mein Wolf heult in mir, erkennt sie. Sofort kämpfe ich mit meiner Selbstbeherrschung.

Meine Gefährtin.

Sie ist hier.

Ich atme tief durch und kämpfe gegen den Urinstinkt an, durch jedes Stockwerk, jedes Büro zu stürmen, bis ich sie gefunden habe. Meine Finger zucken an meinen Seiten und immer wieder spüre ich Benjamins Blick in meinem Rücken.

Ich zwinge mich, stillzustehen, die Fassade des kühlen, besonnenen Geschäftsmannes aufrechtzuerhalten, der ich sein soll. Der ich jetzt sein muss.

»Zehnte Etage«, verkündet Granger, seine Stimme dringt kaum durch den Nebel meiner Gedanken.

Benjamin beugt sich zu mir, sein Flüstern kitzelt mein Ohr. »Was ist los mit dir? Du schwitzt.«

Ich schüttle kaum merklich den Kopf. Ich kann ihm schlecht im Vorbeigehen erzählen, dass sich meine ganze Welt gerade um die eigene Achse gedreht hat.

Dass irgendwo in diesem glatten, gläsernen Turm meine andere Hälfte herumläuft.

Die Fahrstuhltüren öffnen sich und wir folgen Granger den Gang entlang, aber jeder Schritt ist eine Übung in Selbstbeherrschung. Mein Wolf heult und verlangt, dass ich sie finde, beschütze und verteidige. Aber ich kann nicht. Nicht jetzt. Nicht hier.

»Du wirkst angespannt«, murmelt Christian mit misstrauisch zusammengekniffenen Augen, und am liebsten würde ich ihn hier und jetzt an seiner bescheuerten Krawatte aufhängen.

Aber ich lasse die Schultern kreisen, um lässig zu wirken. »Ich kann es einfach nicht erwarten, das hier hinter mich zu bringen.«

Granger öffnet eine große Eichentür zu einem Besprechungsraum, und ich spüre Benjamins Hand auf meiner Schulter, bevor wir eintreten. Er sagt nichts, aber sein Gesichtsausdruck stellt mir Dutzende Fragen. Fast unbemerkt schüttle ich den Kopf.

»Gentlemen, willkommen in Little Rock«, sagt Granger und versucht, uns höflich zum Eintreten zu bewegen. »Mr. Aston wird gleich da sein.«

Der Geruch von Leder und poliertem Holz mischt sich mit dem berauschenden Duft von Jasmine und Honig. Mein Herz klopft in meiner Brust. Sie ist ganz nah. So nah.

Ich trete ein, mein Wolf tobt in mir, kratzt an der Oberfläche. Die Jagd hat begonnen, und ich werde nicht ruhen, bis ich sie gefunden habe.

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