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Summary

Hier ist mein Beitrag zum Amorelie-Kurzgeschichten Wettbewerb. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! Ein toller Abend im Club. Eine heiße Bekanntschaft. Es knistert gewaltig. Man kommt sich näher und beschließt, den Club zu verlassen. Die Wohnung ist das Ziel. Doch was dann passiert ist nicht mehr gewiss.

Status
Complete
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

1

Er kannte diesen Club. Hier war er schon oft gewesen. Es war einer dieser Clubs, wo man sich sowohl gut unterhalten, aber auch toll tanzen und Spaß haben konnte. Heute Abend war es intensiv gewesen. Sie hatten über alles Mögliche geplaudert. Und sie hatten viel gelacht. Sie hatten viel getanzt. Und es war viel Alkohol im Spiel gewesen.

Auch wenn er hier schon einige Bekanntschaften gehabt hatte, so war dieser Abend diesmal etwas Besonderes gewesen. Er hatte dieses Knistern ständig zwischen ihnen gespürt. Es fühlte sich gut an. Doch vielleicht lag es einfach auch daran, dass er dieses herrliche Gefühl schon viel zu Lange nicht mehr gespürt hatte.

Nie hätte er damit gerechnet, als er sich mit ihr an den Tisch gesetzt hatte. Doch plötzlich war es da gewesen. Dieses Knistern und Kribbeln in der Bauchgegend. Ja, er hatte es deutlich gespürt. Noch deutlicher war es geworden, als sich ihre Blicke gekreuzt hatten und er in ihren dunklen Augen versunken war. Sie war so wunderschön! Ihre Augen sahen ihn so sanft und doch auch gierig an. Hatte sie ähnliche Empfindungen wie er? Er würde es wohl noch herausfinden. Das hoffte er. Nein, inzwischen wusste er, dass sie auch etwas für ihn empfand. Oder hoffte er es doch nur?

In einer kurzen Gesprächspause wechselten sie auf die Tanzfläche. Sie war eine ausgezeichnete Tänzerin. Mit geschmeidigen Bewegungen schmiegte sie sich an seinen Körper. Immer wieder berührte sie ihn zärtlich und doch war alles noch unbestimmt. Sie heizte ihm ein. Sie brachte sein Blut zum Kochen. Mal strich sie über seinen Arm, dann spürte er ihre Finger auf seinem Bauch, als sie zärtlich über sein Shirt strich.

Und von einem Moment zum anderen war sie wieder unnahbar und hielt Abstand zu ihm. Sie lockte und versprach ohne Worte, dann zog sie sich wieder zurück. Plötzlich war ihr Gesicht ganz nah bei seinem Ohr. Er konnte nicht anders, er musste ihren Duft tief inhalieren. Er war schwer und geheimnisvoll. Er passte perfekt zu ihr. Erregend und voller Versprechen.

Sie drehte sich zu ihm und drückte ihm ihren Körper entgegen. Prall drückten sich ihre Wölbungen durch das viel zu knappe Shirt. Mit leiser Stimme raunte sie ihn sein Ohr „Gefällt dir, was du siehst? Das kann alles dir gehören, wenn du magst, Süßer!“ Bevor er noch reagieren konnte, hatte sie sich wieder weggedreht und tanzte, als wäre nichts geschehen. Ihre Nähe blieb nur als Echo zurück. Eine Erinnerung. Dieses Spiel mit ihm machte ihn verrückt. Dieses Spiel liebte er.

Und sie liebte es, mit ihm zu spielen. Ihm nie in Sicherheit zu wiegen und ihm doch immer wieder zu zeigen, dass sie ihn mochte, dass sie Interesse an ihm hatte. Und immer wieder wiederholte sie ihr heißes Spiel mit ihm. Locken und dann wieder Abstand gewinnen. Versprechen und doch unverbindlich bleiben. Ihm heiße Versprechungen zu machen und dann wieder abkühlen zu lassen. Das war sie. So wollte er es. Sie war zurückhaltend, aber doch hatte sie die Führung übernommen. Sie bestimmte die Richtung. Sie wusste was sie wollte und sie wusste, wie sie es erreichen würde.

Sonst war das immer seine Rolle gewesen. Er hatte den Ton angegeben, bestimmte was als nächstes geschah. Nicht so bei ihr. Bei ihm bestimmte sie. Sie bestimmte, wie es weiterging. Er würde ihr gehorchen.

Und wenn er ehrlich zu sich selbst war, hatte er so etwas immer schon gewollt. Einmal nicht bestimmen, was passierte. Einmal dem Anderen die Zügel übergeben. Sich einfach nur passiv zu verhalten und dem anderen alle Entscheidungen überlassen. In seinem Kopf hatte dieser Wunsch schon lange existiert. Doch immer war es an der Umsetzung gescheitert. Aber wie sollte das auch gehen? Allein. Ohne Partnerin. Hatte er endlich wen kennengelernt, so war die Rollenverteilung wieder wie gewohnt. Noch nie war er an jemanden wie sie geraten. Trotzdem hatte er immer gehofft, dass sich dieser geheime Wunsch eines Tages doch noch erfüllen würde. Dann war er auf sie gestoßen.

Mit ihr war das anders. Wie zufällig hatte sie ihm die Rolle des Führenden abgenommen. Sie hatte das auch ganz ohne viel Worte geschafft. Es war ihre Art, die ihm die Rollenverteilung gleich klargemacht hatte. Sie machte das alles unterschwellig. Er merkte erst, dass sie ihn führte, als es schon zu spät war und er vollkommen in seiner neuen Rolle angekommen war. Er hatte jemanden wie sie gesucht und sie hatte ihn gefunden.

Sie blieben noch einige Tänze auf der Tanzfläche, dann waren sie beide erschöpft. Verschwitzt aber bestens gelaunt wechselten sie wieder zu ihrem Tisch. Am Weg dorthin nahmen sie sich eine Erfrischung mit. Ein leckerer, weiterer Drink. Auch wenn er etwas stärker war, so liebte er diesen Cocktail. Er war für ihn ein richtiger Durstlöscher und Stimmungsmacher. Sie war zu etwas ohne Prozente gewechselt. Sie meinte, es reichte für sie, sie hätte genug für diesen Tag.

Am Tisch saßen sie kurz, ohne viel Worte zu wechseln. Das viele Tanzen hatte seinen Tribut gekostet. Doch es war auch so wunderschön, ihr schweigend gegenüber zu sitzen und sie einfach nur zu betrachten.

Doch das Schweigen hielt nicht lange an. Nur ein paar Minuten später waren sie wieder in Gespräche vertieft. Während sie abwechselnd immer wieder Facetten aus ihrem Leben erzählten, verging die Zeit wie im Flug. Schließlich waren beide Gläser leer und sie beschlossen, den Abend hier zu beenden. Doch sie wollten das woanders fortsetzen. Adressen und Kontaktdaten hatten sie bereits ausgetauscht, sie brauchten nur noch zu einer ihrer Wohnungen zu fahren.

Doch kaum waren sie draußen, traf ihn die Frischluft mit voller Wucht. Vielleicht war der letzte Drink doch keine so gute Idee gewesen, ging ihm noch durch den Kopf, bevor sich alles um ihn drehte. Den Rest bekam er nur ganz undeutlich mit. Irgendwie hatte er es ins Taxi geschafft. Die nächste Erinnerung war, wie er vor seiner Tür stand. Dann spürte er ein Bett unter sich. War da noch ein zarter Kuss auf seiner Wange? Lag da noch eine Hand an seiner Hüfte? Er konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen. Zu verschwommen waren seine Wahrnehmungen.

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Good Writing

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Great Character

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Strong Dialog

2

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