Love Like The Waves by Amelia Wolf at Inkitt
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Love Like The Waves

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Summary

Der Grad zwischen einem Schwarm und einer verbotenen Liebe ist schmal. Als ob die Tragödie des Erwachsenwerdens kein Abenteuer für sich ist. In ihrem Fall ist es Miss van der Meer, ihre Mathelehrerin. Die Grenze scheinen zu verschwimmen. Das Drama geht seine eigenen Wege und beginnt im Klassenzimmer.

Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
3.0 2 reviews
Age Rating
18+

[1] Mathe und seine ganz besondere Anziehungskraft

Die Stifte quietschten über das Whiteboard und erinnerten mich damit an jenes Kratzen übers Papier, welches bis vor einigen Monaten noch meinen Alltag stets begleitet hat. Als ich noch nicht in dieser Blockade feststeckte. Doch als ihr Oberteil aus ihrer Hose rutschte, war es um mich geschehen. Ich verschwand aus dem Hier und Jetzt, als ich die Schlange sah, welche sich über ihren Rücken windet und ihren Kopf definitiv weiter nach unten streckte, weiter, als die meistens es für angemessen empfinden würde.


Ocean, ermahnte ich mich in Gedanken, sie ist deine Lehrerin, deine Mathelehrerin. Und außerdem viel zu alt. Der natürliche Feind der Kunst war die pure Logik.


Ich lebte, zum Leidwesen meiner Eltern, im Moment, ich ließ mich fallen, schaltete oft meinen Verstand aus. Doch diese Mathestunde förderte in mir eher das Bedürfnis mich zu begraben, tauchen zu gehen. Obwohl es Gebirge zu besteigen gab, bei diesem Gedanken hing mein Blick immer noch am Ms. van der Meer, doch dies Mal weiter oben. Sie war gut gereift, das musste ich anerkennen und ihre Anwesenheit, erfüllte den Raum bis in den letzten Zentimeter, sodass wohl kaum einer anders konnte, als sie wahrzunehmen. Ihr rabenschwarzes Haar schmiegte sich um ihre Taille, doch ich sah an dessen Stelle gerade meine Hände. Absätze höher als mein Notenschnitt und eine Figur, welche mehr als nur ein Herz im Sturm erobern konnte.


„Ms. Bones." Völlig schmerzhaft wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, ich Blick lag auf mir, als könne sie meine Gedanken lesen. Alle Gedanken, nicht nur die themabezogenen.


Dies war einer der wenigen Momente, in welchen ich nicht wusste, was ich sagen sollt. Zu sehr fühlte ich mich ertappt. Für den Moment glaubte ich nämlich wirklich, sie wisse, was ich denke oder viel mehr gedacht habe.


„Ja, Ms.?", stammelte ich eilig vor mich hin, um diesen peinlichen Moment nicht noch mehr Raum zu geben.


„Haben Sie nicht zugehört", sprach sie. Formulierte es wie eine Frage, doch es war eine Feststellung.


Zum zweiten Mal in kürzester Zeit wusste ich nicht, was ich sagen sollte, wieder mal schien sie mich ertappt zu haben. Die Frau schien ein Auge dafür zu haben, wann einer ihrer Schüler, nicht beim Thema war.


Mein Blick glitt wieder mal zum Whiteboard, nun aus meinen Träumereien heraus gerissen, sah ich auch die Formeln, welche sie in eleganter Handschrift niedergeschrieben hatte. Zu welchem Thema sie gehörten, konnte ich aber beim besten Willen nicht sagen. Es hätte so gut wie jedes sein können. Genauso viel mir auf, dass keiner mehr an die Tafel sah, sondern in die jetzt aufgeschlagenen Mathebücher.


Wie lange war ich bitte weg gewesen? Schoss es mir schlagartig durch den Kopf und ich versuchte mir meine eigene Überraschung nicht anmerken zu lassen. Dass ich träumte, war für nichts Neues, das tat ich ständig, doch selten driftete ich so sehr weg, dass ich meine Umwelt ausblendete, es sei den ich war am Zeichnen. Doch dies würde wohl so schnell nicht mehr vorkommen.


„Seite 36, Aufgabe 11", holte mich die Stimme meiner Lehrerin abermals zurück, gab mir damit einer Anweisung, welcher ich zu folgen hatte. Mangels anderer Optionen, tat ich dies auch, nur um dann festzustellen, dass es sich um Algebra handelt. Ein Thema welches ich schon mal auf der Junior High School mal angefangen und auch dort schon nicht kapiert hatte. Dennoch holte ich einen Block und einen Bleistift. Doch fing ich nicht an zu arbeiten.


Ms. van der Meer verschwand und mein Blick folgte ihr, lag wieder auf ihrer perfekten Figur, doch diesmal verschwand ich nicht in einem Meer aus Träumereien, die mir einerseits gefielen und andrerseits erschreckten. Erst als sie vorne am Pult saß, senkte ich mein Blick wieder ins Mathebuch und versuchte zu entziffern, was genau dieses von mir wollte.


Ich hatte schon fast aufgegeben, heute überhaupt was zu schaffen, als mir ein handbeschriebenes Blatt unauffällig zugeschoben wurde. Ich blickte auf und sah zu Leonardo, welcher mich schief von der Seite angrinste. Ihn hatte ich auf der Willkommensfeier vor acht Wochen, zum Beginn des Schuljahres kennengelernt und seit dem hingen wir eigentlich ständig miteinander herum.


Mein Blick glitt wider zu dem Blatt, welches er mir gegeben hatte und ich erkannte, dass es seine Lösungen war, welche er mir gerade so hilfsbereit gegeben hatte. Er war mein Retter!


Es war Mittagspause. Leo und ich hatten es noch früh genug zum Speisesaal geschafft, damit wir welche der ersten waren, die was zu essen bekamen. Den ich starb vor Hunger. Im Gegensatz zu meinem Junior High School, war das Essen auf dieser hier sogar ziemlich gut. Was wohl an dem Ruf lag, den diese Schule genoss. Auf der Blue Heaven Boarding School war eben jeder ein Ausnahmetalent in seinem individuellen Bereich und um Leute wie uns zu fördern, steckten die Länder verdammt viel Geld in dieses Internat.


Leo und fanden einen leeren Tisch weiter hinten im Speisesaal. Leo setzte sich vor mich hin, sodass ich nicht mehr umher kam, das breite Grinsen auf seinem Gesicht zu ignoriert. Was dem wohl durch seinen Kopf ging, fragte ich mich, doch das laute Aussprechen dieser Frage übernahm jemand anderes.


„Was grinst du so, Leo?", kam es von schräg hinter mir, doch die Mühe mich umzudrehen wurde mir zum Glück erspart, denn ein Mädchen nahm gleich neben mir Platz.


Es war Robin, welche ihre Haare momentan hellblau trug und diese sich auch gerade über die Schulter war. Sie stellte ihr Tablet, auf welchem sich, wie auch meinem, ein wenig Gemüse und Pommes, neben einem Schnitzel mit Soße befanden.


Leo, welcher einem Stein vom Herzen zu fallen schien, als man ihn endlich danach fragte, was ihn so amüsierte. „Du hättest Ocean vorhin in Mathe sehen müssen", fing er an zu sprechen, seine Stimme voller Enthusiasmus.


Ich war verwundert über diese Aussage. Wusste nicht, worauf er anspielte. Alles, was im Matheunterricht passiert war, war mir ab dem Zeitpunkt egal gewesen, als ich diesen Klassenraum verlassen hatte. Deswegen würde mich Leos Aussprache dessen, umso mehr wie ein Schwall eiskalten Wassers treffen.


„Jetzt hau raus", forderte Robin unseren gemeinsamen Kumpel auf, begierig darauf alles zu wissen, was ihr sonst verborgen blieb. Wenn es um den Klatsch und Tratsch an dieser Schule ging, dann war Robin wohl so etwas wie die Fachfrau. Was sich in ihrem Talent, Journalistin, deutlich widerspiegelte. Weswegen sie so ziemlich seit ihrem Beginn hier, die Schülerzeitung betreute.


„Sie hat Ms. van der Meer regelrecht mit ihren Blicken ausgezogen. Sie war so weggetreten, dass sie erstmal gar nichts mehr mitbekommen hat. Besonders witzig war es, als diese sie aus ihren Gedanken gerissen hat", erklärte vollkommen begeistert und amüsiert.


Mir jedoch schoss augenblicklich die Röte ins Gesicht und ich riss die Augen auf. Denn schlagartig wurde mir bewusst, dass der Schwarzhaarige die Wahrheit sagte. Mir war das ganze so furchtbar unangenehm.


Dabei hatte ich so gehofft, dass niemand es mit bekam. Aber, natürlich war ich für Leo interessanter, als irgendeinen Stumpfsinn über Algebra. Ging mir ja offensichtlich nicht anders.


Der braune Blick von Robin lag augenblicklich auf mir. Ihre Augen funkelten amüsiert, während sie wohl nicht so recht wusste, ob sie lachen oder nachfragend sollte. Schließlich schien ihre Informationsgier doch zu siegen und sie stellte eine Frage.


Besser gesagt, sie stellte Leo diese Frage. „Wirklich?", kam es halb lachend von Robin, während ich peinlich berührt anfing, mich meinem Essen zuzuwenden, als wäre plötzlich die wichtigste Aufgabe der Welt. Das würde jetzt unangenehm werden.


„Ja, sie war vollkommen weg", erzählte Leo begeistert weiter. Manchmal erinnerte er mich eher an ein kleines Kind, als an einen 17-jährigen High School Schüler. „Und dann ihr Blick, als Ms. van der Meer sie aus ihren Gedanken herausgerissen hat." Leo lachte und auch Robin fand das ganze nicht weniger amüsant.


„Ich habe sie nicht angestarrt!", versuchte ich mich zu verteidigen. Einfach, um in dieser Situation nicht teilnahmslos alles über ich ergehen zulassen, selbst wenn ich wusste das meine beiden Freunde nur scherzten. „Mathe ist halt nun mal langweilig", fügte ich hinzu und begann in meinem Essen herumzustochern, „Da bin ich halt in Gedanken woanders", fügte sie hinzu.


„In dem Fall wohl anscheinend unter ihrer Kleidung", zog jetzt auch Robin mich mit auf.


Die beiden lachten.


„Ihr könnt manchmal solch kindische Idioten sein", sagte ich, scherzhaft, aber mit einer Spur von Ernsthaftigkeit. Ich mochte die beiden wirklich und auch ich war alles. Nur nicht erwachsen, aber, meine beiden Freunde topten mich oft. Und das konnte ich nach den wenigen Wochen feststellen, in denen ich die beiden kannte.


„Tja, gleiches zieht gleiches an", konterte Leo.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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