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MonsterMission - Bitte nicht Füttern!

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Summary

Dario wollte eigentlich nur seine Ruhe. Schule, Hausaufgaben, normales Chaos – bitte kein magisches. Doch als er im Schulkeller ein schleimiges Handbuch findet, ändert sich alles: Aus einem alten Wälzer wird ein hungriges Problem mit Tentakeln, schlechten Manieren und einem seltsamen Namen – Snackulus. Bald wackelt nicht nur der Unterricht, sondern die ganze Stadt. Gemeinsam mit seinem besten Freund Lennard und der klugen, viel zu unerschütterlichen Clara gründet Dario »MonsterMission« – ein Rettungsteam für magische Fehlfunktionen aller Art. Ihr Motto: Chaos kontrolliert. Manchmal. Zwischen explodierenden Experimenten, sprechenden Lehrbüchern und einer Rektorin mit Zauberstab müssen die drei feststellen: Manchmal rettet man nicht die Welt – nur die Cafeteria. Aber das reicht, um ein Held zu sein. Und eine Regel sollten sie sich wirklich merken: Nicht füttern. Nie wieder. (Oder vielleicht doch …?)

Status
Complete
Chapters
13
Rating
n/a
Age Rating
13+

DAS HANDBUCH FÜR HOFFNUNGSLOSE FÄLLE

»Wenn etwas nach altem Käse, Klebstoff und Abenteuer riecht, sollte man es vielleicht einfach liegen lassen.« Dario stand in dem, was laut Stundenplan „Materiallager der Schule“ hieß, in Wirklichkeit aber wie ein Friedhof für kaputte Besen, vertrocknete Farbtöpfe und längst vergessene Experimente aussah. Es roch muffig, ein bisschen nach Chemie und nach dem ganz normalen Montag.

»Dario? »Bist du sicher, dass wir hier rein dürfen?«, rief Lennard von der Tür. »Nein«, sagte Dario, »und das macht’s ja gerade spannend.«

Er hielt seine Taschenlampe wie ein Profi-Detektiv und leuchtete zwischen den Regalen. Auf einem Tisch lagen Stapel alten Schulbücher, ein ausrangierter Toaster und ein Pappkarton mit der Aufschrift „Projektwoche 1998“.

»Hier drin ist bestimmt das geheime Labor der Lehrer,« murmelte Lennard, »oder der Ort, wo sie Schüler aufbewahren, die zu viel fragen.« »Dann sollte ich langsam nervös werden«, grinste Dario.

Er stieß mit dem Fuß gegen einen Eimer, der klirrend umfiel. Aus der Ecke huschte etwas – vielleicht eine Maus, vielleicht auch nur der Schatten seiner eigenen Neugier.

Dann sah er es: ein dickes, staubverkrustetes Buch, halb unter einer alten Sporttasche verborgen. Der Einband schimmerte ungesund grünlich, als hätte jemand Moos auf dem .

Dario wischte den Staub mit dem Ärmel ab. »›Monsterpflege leicht gemacht‹«, las er laut. Lennard runzelte die Stirn. »Klingt nach Nachhilfe für Albträume.«

Ein kleiner Zettel klebte quer über dem Titel. Darauf stand in krakeliger Schrift: Nur für zertifizierte Monsterhüter!

»Na, das trifft sich ja gut«, sagte Dario trocken. »Ich hab letzte Woche erst meinen Monsterhüter-Führerschein gemacht.« »Du meinst den in Videospielkunde?« »Details.«

Er hob das Buch auf – und sofort klebten seine Finger daran fest. »Igitt, das lebt!«, rief er. Lennard wich einen Schritt zurück. »Mach das zu, bevor du Tollwut kriegst!«

Dario rüttelte daran. »Ich kann’s nicht zu machen, ich hab’s ja noch gar nicht aufgemacht!«

Ein kurzes Rucken, ein schmatzendes Geräusch – und plötzlich sprang der Deckel von selbst auf. Ein Schwall Staub, der aussah wie glitzernder Nebel, stieg auf. Für den Bruchteil einer Sekunde glomm das Licht in der Kellerröhre heller auf.

Lennard hustete. »Sag mir bitte, dass das gerade nicht passiert ist.« »Ich sag gar nichts. Ich genieße die Magie des Moments.«

Die Buchseiten flatterten, als würden sie von unsichtbaren

Fingern umgeblättert. Dario beugte sich vor und las: Kapitel 1: Grundlagen der Monsterhaltung. Warnung: Niemals füttern nach Mitternacht. Niemals! Auch nicht, wenn es „nur ein Keks“ ist.

»Klingt wie Oma Hildes Diätplan«, murmelte Dario.

Plötzlich glühte das Papier von innen. Ein goldener Funken sprang heraus und landete direkt auf Darios Schuh. »Aua!« »Was war das?« keuchte Lennard. »Ein kaputter Effekt. Oder Magie. Oder beides.«

Bevor einer von beiden reagieren konnte, bebte der Boden leicht. Ein leises Knurren hallte aus der Dunkelheit – zuerst weit entfernt, dann ganz nah.

»Dario?«, flüsterte Lennard. »Ja?« »Bitte sag mir, dass du deinen Magen leer hast.« »Ich hatte nur eine Banane zum Frühstück.« »Dann… was war das gerade?«

Ein zweites Knurren. Deutlich lauter. Und begleitet von einem nassen, schleimigen Geräusch.

Dario drehte sich langsam um. Zwischen zwei Regalen bewegte sich etwas. Erst nur ein Schatten, dann zwei leuchtend gelbe Punkte – Augen.

»Oh.« Dario lächelte nervös. »Hallo da. Wir… ähm… wollten nur kurz Staub wischen.«

Etwas Kleines, Rundes kroch hervor. Grün, mit Schuppen, vielleicht dreißig Zentimeter groß. Es schnüffelte. Und rülpste.

»Süß«, sagte Lennard. »Das hat gerade gerülpst.« »Immer noch süß.«

Das Ding tappte auf sie zu. Hinterließ feuchte Fußspuren. Es sah aus wie die Kreuzung aus einem Frosch, einem Hamster und einem sehr schlecht gelaunten Tennisball.

»Ich glaube, es mag dich«, flüsterte Lennard. »Oder mein TShirt. Ich hab Erdnussbutter draufgetropft.«

Das Monster schnupperte, schmatzte – und schnappte nach Darios Tasche.

»Hey! Da sind meine Mathehausaufgaben drin!«, rief Dario. »Dann ist das Monster wohl mein neuer Held«, grinste Lennard.

Ein lauter Schluck. Die Tasche war weg. Dario starrte entsetzt. »Das Ding hat gerade Algebra gefressen!«

Das Monster kicherte – oder furzte. Beides klang verdächtig ähnlich.

»Was machen wir jetzt?«, fragte Lennard. »Keine Ahnung.

Vielleicht streicheln?«

Dario hielt zögerlich die Hand hin. Das Wesen schnupperte daran, blinzelte – und leckte einmal quer über seine Finger. Ein klebriger Schleimfilm blieb zurück.

»Ugh!«, stöhnte Dario. »Das fühlt sich an, als hätte ein Schneckenschnupfen mich umarmt!«

Das Monster grinste breit, zeigte winzige Zähnchen – und kletterte ohne Vorwarnung an Darios Bein hoch bis auf seine Schulter.

»Oh nein. Nein, nein, nein. »Ich bin kein Klettergerüst!«, rief

Dario und versuchte, das Tier abzuschütteln. »Zu spät«, sagte Lennard trocken. »Es hat dich adoptiert.«

Das Monster machte ein zufriedenes Geräusch, kuschelte sich an Darios Hals und ließ eine kleine Blase platzen. Schleim tropfte in sein Ohr.

»Super. Jetzt hab ich Glibber im Gehörgang.«

»Ich ruf die Feuerwehr.« »Und sag was? ‚Entschuldigung, mein Mitschüler hat aus Versehen ein Monster ausgebrütet‘?« »Klingt nach ‚ nem guten Mittwoch.«

Das Wesen blinzelte Dario an und zeigte mit einem scharfen Zahn auf das geöffnete Buch. Die Seiten begannen, wieder zu leuchten – diesmal stärker. Ein weiterer Satz formte sich, als würde er frisch geschrieben: Gratulation! Du bist nun offizieller Hüter der Kategorie-3-Kreatur „Snackulus Maximus“. Bitte beachte: Niemals füttern.

Dario starrte auf den Text. »Snackulus… was?« Das Monster nieste. Ein Funke flog auf das Regal, eine Flasche fiel um – und begann zu dampfen.

»Okay, ich glaub, das hat unsere Chemiesammlung angezündet!« »Dann schnell weg hier!«, schrie Lennard.

Sie rannten. Das Monster auf Darios Schulter quietschte vor Begeisterung, als hätte es den Ausflug seines Lebens. Hinter ihnen explodierte ein Reagenzglas, und aus dem Rauch stieg eine grüne Wolke.

»Ich schwöre, das ist der letzte Schulkeller, den ich jemals freiwillig betrete!«, rief Dario. »Das sagst du jedes Mal!«, antwortete Lennard.

Oben, in der Turnhalle, stolperten sie keuchend ins Licht. Dario ließ sich gegen die Wand sinken. Das Monster hockte auf seinem Kopf und kaute an einem Stift.

»Na, großartig. Jetzt frisst es Schreibwaren.« »Immerhin keine Menschen.«

Dario sah auf das Buch, das er noch immer unter dem Arm trug. Die Seiten flimmerten leicht, als würden sie ihm zuzwinkern. »Ich wette, das hier war alles Plan. Dieses Ding will irgendwas.«

»Vielleicht will es nur Liebe.« »Oder Pizza.« »Oder beides.« Das Monster rülpste wieder – diesmal mit einem kleinen Rauchkringel. Dario starrte auf den aufsteigenden Dunst.

»Das war kein normales Rülpsen. Das war… eine Warnung.«

Lennard zog skeptisch eine Augenbraue hoch. »Vor was?«

Eine neue Zeile erschien auf der letzten Buchseite, in leuchtender Schrift: Phase 2 eingeleitet. Hüter aktiv.

»Das ist nicht dein Ernst«, flüsterte Dario.

Dann vibrierte das Buch. Erst leicht, dann heftig. Ein Knacken hallte, als würde ein zweiter Deckel aufbrechen. Dario und Lennard hielten die Luft an.

Aus dem Buch schoss ein grelles Licht. Im nächsten Moment lagen überall lose Seiten, der Boden bebte – und mitten zwischen ihnen erschien eine Silhouette, größer, dunkler und definitiv weniger niedlich als Snackulus.

»Äh, Dario?«, murmelte Lennard. »Ja?« »Ich glaube, das Handbuch hat Nachbestellungen gemacht.«

Das Monster kicherte wieder, als wollte es sagen: Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade das Tutorial übersprungen.

Und Dario ahnte, dass dies der Anfang einer sehr, sehr langen Woche werden würde.

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author

Voll cool

6 months
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