Prolog - Wenn Freiheit weh tut
Wenn Freiheit weh tut
Pressefreiheit, sagen die einen – Vorverurteilung, die anderen. Worte können alles: trösten, zerstören, tarnen. Vom Spott bis zum Rufmord – fein verpackt als Objektivität. Ein Spiegel ohne Licht, in dem sich Gesichter verzerren – und Wahrheit verschwimmt.
Man glaubt, sich zu kennen. Bis man Dinge über sich liest – und fragt: Das soll ich sein?
Meist reicht Verdrängen. Ausblenden – von dem, was da steht. Aber eben nicht immer.
Das Leben zeigt es immer wieder: Menschen brauchen Alibis – Worte nicht. Rufmord entsteht aus sorgfältig aneinandergereihten Wortkompositionen: laut, wiederholt, mit Nachdruck. So werden sie zur Waffe. Egal, ob prominent – oder einfach jemand, der nur lebt, liebt, glaubt.
Mit der Erkenntnis kommt die Starre: Freiheit kann erstarren, wenn der Schatten zu groß – zu schwer wird. Manchmal trifft es Menschen, die einfach nur sie selbst sind – eben noch auf der Sonnenseite – und plötzlich in den Fängen mächtiger Worte.



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