You Are Not Alone by ToraOkami82 at Inkitt
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You are not alone

Summary

Tokio Sommer 2005 Eine aufregende Begegnung zwischen Kojiro Hyuga und der Blondine Bettina stellt vieles auf den Kopf. Beide wissen nicht wer der andere ist und ehe sie sich versehen, landen sie im Gefühlschaos und müssen schnelle Entscheidungen treffen. Nicht nur ihr eigenes Leben und ihr Alltag besteht aus neuen Herausforderungen, sondern auch das anderer. Kojiro gibt sich als Baseballspieler aus, denn Bettina sagt ihm, dass sie Fußballer hasst. Seine Neugier ist zu groß. Er will sie unbedingt kennenlernen. Warum nur mag sie keine Fußballer? Er ist gefangen in seiner Neugier, seinen neuen Gefühlen und seinem Gewissen. Wie lange geht das gut? Was ist, wenn sie es herausfindet? Ich würde mich wirklich sehr über Kommentare freuen, damit ich weiß, ob meine FF gefällt. ^__^v Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen. INFO: Auch für NICHT-Fans der Serie geeignet.

Genre
Drama
Author
ToraOkami82
Status
Ongoing
Chapters
78
Rating
n/a
Age Rating
18+

Erster Kontakt und Prolog

Kojiro und Tina - You are not alone -

Prolog I.

Einsam

Ein fernes Land

Weit weg von der Heimat

Ein Haus

Aber für mich ganz allein

Ich habe Sehnsucht nach den Eltern

Sehnsucht nach dem Bruder

Aber keiner kehrt je zurück

Ich habe nur eins

Den Sport

Alles andere bewahre ich mir

Im Sinne meiner Familie

Ich träume

Von Familie und Glück

Von Leidenschaft und Liebe

Aber mich quält

Hass

Intrige und Korruption

Doch

Ich suche einfach nur ein Ziel

Mein Ziel

Strebt nach Freundschaft

Beinhaltet Erfolg

Versteckt Schicksale

Und

Ist einfach nur Frieden

Mein Frieden

Bettina Fuchs

Prolog II.

Erfolg

Ruhm und Erfolg

All das genieße ich

Jubelnde Menschen und ausländische Angebote

Leiten mich

Aber

Ich bin auf der Suche

Eine Suche nach Ruhe

Und

einem Ziel

Ich suche nach

Ehrlichkeit und Glück

Abenteuer

und

Liebe

Ich sehne mich

Nach Wärme

Wärme

Die mich schützt

Wärme

Die ich beschützen kann

Wärme

Die ich gebe und

Wärme

Die mir nie verloren geht

Ich träume

Von Familie und Glück

Von Leidenschaft und Liebe

Aber mich quälen

Intrigen und Korruptionen

Doch

Ich suche einfach nur ein Ziel

Mein Ziel

Ist der unendliche Weg

Ins Glück

Ein Weg zur echten Leidenschaft

Ein Weg

Zur wahren Liebe

Den einzigen Weg in eine blühende Zukunft

Mit Kindern

Haus

Und Garten

Ein Weg in die Ewigkeit

Kojiro Hyuga

1. Band- Liebe oder Leidenschaft? -

Kapitel 1

Erster Kontakt

An einem feuchten Nachmittag huscht eine männliche Gestalt durch den warmen Sommerregen. Vor Kurzem schien noch die Sonne und dann fängt es plötzlich an.

‚Man habe ich einen riesigen Durst.’, bemerkt der Profisportler. Er blickt in eine Seitenstraße und entdeckt ein Restaurant. Ohne sich groß umzusehen und weiter nachzudenken, stürmt er durch die Eingangstür und sieht sich halb durchnässt im Lokal um.

‚Hübsch hier. Europäisch, denke ich. Hm...niemand hier?’ Er wischt sich das Wasser aus dem Gesicht.

„Einen guten Tag wünsche ich, aber eigentlich haben wir geschlossen.“, vernimmt er eine sanfte und freundliche Frauenstimme. Verdutzt sieht er in ihre Richtung. Dann erblickt er eine junge Blondine, etwa in seinem Alter, welche an einem Tisch Servietten bricht und ihn anlächelt.

„Ähm...Entschuldigung. Das wusste ich nicht. Warum ist um diese Zeit geschlossen?“, kommt er auf sie zu.

‚Die ist ja hübsch. Ich habe noch nie so eine hübsche Blondine gesehen. Und ich bin schon einigen in Europa begegnet‘

‚Wow. Der sieht ja sexy aus. Sehr durchtrainiert und groß für einen Japaner.’, geht durch ihren Kopf.

„Wir haben dienstags immer Ruhetag. Deswegen ist geschlossen. Was führt dich

überhaupt hier her?“

„Ich habe Durst, aber wenn geschlossen ist, kann man wohl nichts machen.“, antwortet er betrübt und geht wieder auf die Tür zu.

„Hey, warte!“, ruft sie ernst. Verblüfft sieht er zu ihr.

„Ich habe nicht gesagt, dass du deswegen nichts trinken darfst.“ Entschlossen steht sie auf und geht zur Theke.

„Setz dich doch. Was kann ich dir bringen?“

‚Er ist wirklich ein interessanter Mann. Das kommt nicht oft vor, dass sich hier so jemand her verirrt.’ Erfreut setzt er sich an den Tresen und antwortet freundlich. „Oh. Das ist aber nett. Ich hätte gerne einen Apfelsaft.“ Daraufhin holt sie eine Flasche heraus.

„Für den großen Durst?“

„Ja bitte.“ Schnell füllt sie ein großes Glas und stellt die leere Flasche in einen Korb.

„Bitte sehr.“

„Danke.“ Im Nu hat er das Glas ausgetrunken.

„Wo kommt ein Mann wie du bei so einem Wetter her?“

„Ich war beim Training.“ Ihr Puls steigt plötzlich etwas an und ihr wird wärmer. ‚Was meint sie mit: „Ein Mann wie ich“?’, wundert er sich nur.

„Oh.“, lenkt sie sich ab. Sie nimmt sein Glas.

„Noch was?“

„Danke reicht.“

„Was trainierst du denn? Aber kein Fußball, oder?“, lächelt sie. Überrascht sieht er in ihre klaren Augen.

„Magst du kein Fußball?“, fällt ihm nur ein.

„Genau.“ Daraufhin nimmt sie sich sein Glas, spült es aus und beginnt es zu polieren.

„Ich hasse Fußballer.“, fügt sie hinzu.

‚Wieso das? Wieso hasst sie Fußballer? Hasst sie mich dann auch, wenn ich sage, dass ich Fußballer bin?’

„Egal, was trainierst du?“ Noch im Gedanken vertieft beobachtet er sie beim Polieren.

‚Ich wollte sie so gerne näher kennenlernen, aber wenn ich ihr jetzt die Wahrheit sage…was dann? Wenn ich ihr sagen würde, dass ich sogar beruflich Profifußballer bin und meinen Lebensunterhalt damit verdiene. Dann würden sich unsere Wege sicher sofort trennen. Aber…ich bin ein echt schlechter Lügner. Ich bin aber auch so neugierig…neugierig was sie für ein Mensch ist, neugierig was als nächstes passiert und neugierig, warum sie Fußballer nicht mag. Es muss sein!’, schließt er einen Pakt mit seinem Gewissen.

„Hey, träumst du?“, erinnert sie ihn.

„Wie? Was hast du gesagt?“, reagiert er nachdenklich.

„Du sagtest, du kommst vom Training. Welchen Sport betreibst du denn? Du schaust zwar aus, als würdest du regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, aber ich glaube das ist nicht alles, oder?“, übermittelt sie ihm dadurch auch ein Kompliment und bemerkt, dass ihr Herz etwas schneller schlägt. Gespannt sieht sie ihn an.

‚Hat der einen Blick drauf, Wahnsinn!’

„Baseball.“, antwortet er schnell. Sie stellt das Glas ins Regal.

„Aha. Ich bin eher der Typ für große Bälle. Ich lebe für den Volleyball. Sag mal, wie heißt du überhaupt?“

„Kojiro. Und du?“, antwortet er schlicht.

„Bettina, aber alle nennen mich nur Tina.“, lächelt sie ihn fröhlich an.

„Bettina, hübscher Name, italienisch, nicht wahr?“, hakt er nach.

„Ja. Hast du das Schild draußen nicht gesehen?“

„Nein. Ich habe nur was von Restaurant gelesen und wollte was trinken.“

„Du bist hier in einem deutschen Restaurant mit internationaler und deutscher Küche. Ich bin in der Hansestadt Rostock geboren, wohnte dann in Hamburg und bin dann mit meinen Eltern nach Tokio gezogen. So hat sich meine Mutter ihren Traum erfüllt: Eine eigene Gaststätte. Hier gab es auf der Ecke noch nicht so viel europäische Küche, da passte das dann. In Hamburg hatten wir nur einen Imbiss.“, sprudelt es aus ihr heraus.

„Warum bist du hier allein, wenn doch Ruhetag ist?“

„Wir haben morgen eine Geburtstagsfeier mit 60 Personen. Da wollte ich schon alles vorbereiten. Dann liegt morgen nicht mehr so viel an. Ich muss noch so einiges erledigen.“

„Verstehe. Vielleicht kann ich dir ja helfen?“, schlägt er vor.

„Oh. Das Angebot nehme ich gerne an. Ich kann tatsächlich ein paar starke Arme gebrauchen.“ Entschlossen steht er auf.

„Und? Was kann ich tun? Kisten tragen, Tische und Stühle umräumen, Getränke auffüllen? Oder gibt es etwas zu reparieren?“, sprudelt es voller Tatandrang aus ihm heraus.

‚Wow, der ist ja lieb und hilfsbereit. Solche Japaner gibt es in unserer Generation nur noch sehr selten.’, geht durch ihren Kopf.

Somit verbringen die beiden die nächsten zwei Stunden miteinander. Kojiro trägt alle Stühle in den Festsaal, während Tina die Tafel eindeckt. Dann bereiten sie auch schon einiges in der Küche und in der Bäckerei vor, damit es morgen schneller von der Hand geht. Nachdem alles fertig ist, schreibt Tina noch einen Zettel und legt ihn neben das Kassensystem.

„Ich glaube das hier ist genau dein Ding. Du bist mit so viel Begeisterung dabei. Wolltest du das schon immer machen? Oder ist das nur, damit deine Eltern nicht so viel Arbeit haben?“, fragt er neugierig und fühlt sich etwas in seine Kindheit zurückversetzt.

‚Ich sehe es richtig in ihren Augen leuchten, wenn sie hier so mit mir diese Arbeiten erledigt. Sie ist mit Leib und Seele dabei. Als Kind und Jugendlicher war ich auch viel arbeiten. Ich habe unter Anderem in unserer Nachbarschaft die Lokale mit Getränkekisten versorgt, Pfandkisten gesammelt und Gemüse und Obst verteilt für die Lebensmittelläden unseres Nachbarn. So konnte ich ein paar frische Lebensmittel und später mit 15 etwas Verdienst zum Haushaltsgeld beitragen und meine Geschwister hatten wenigstens immer was Ordentliches zum Anziehen. Mir machte das damals nichts aus, wenn meine Kleidung abgetragen war, aber sie sollten es besser haben. Man sollte ihnen unsere Geldnot nicht ansehen. Ich habe es gerne und mit Stolz getan. Während die anderen zum Training oder Musikunterricht gingen, war ich arbeiten und habe sogar früh morgens Zeitung ausgetragen…das war das beste Lauf- und Ausdauertraining bei jedem Wetter.’

„Ja, kann man so sagen…meine Eltern jedoch sind vor zwei Jahren bei einem Autounfall gestorben. Seitdem schmeiße ich das hier alleine. Ich wollte eigentlich mal was anderes machen, aber das war mir dann wichtiger. Ich wollte die Leute nicht entlassen und Mamas Traum aufgeben.“ Sie setzt sich mit einer Tasse Heißer Schokolade mit Sahne neben ihn an den Tresen. Verdutzt blickt er sie an.

„Das tut mir leid. Ich wollte dich nicht traurig stimmen.

Also leitest du dieses Unternehmen alleine. Das kann man nur bewundern.“ „Danke! Genau „De Mecklenburger’“ gehört mir. Ich lebe nun für die Gastronomie.“, antwortet sie stolz.

„Ich kann dich verstehen, mein Vater ist sehr früh gestorben und ich habe als Kind neben Schule und Training gejobbt, damit wir einigermaßen durchkommen konnten. War eine schwere Zeit, aber auch eine unbezahlbare Erfahrung. Und ein Super Training…“, grinst er, hält einen Arm hoch, macht eine Faust und drückt auf seinen Biceps.

‚Das Spezialtraining hat sich gelohnt. Diese Oberarme…aber überhaupt…er ist wirklich attraktiv. Was denke ich da überhaupt?’, schmunzelt sie zwar kurz, aber es stimmt sie doch etwas traurig.

‚Er musste als Kind arbeiten? Das klingt ja furchtbar. Dann konnte er ja gar kein richtiges Kind sein und mit Freunden rumtollen wie ich. Was hatte ich für eine glückliche Kindheit…’

„Hast du keine Geschwister, die dir helfen? Bist du Einzelkind? Ich habe drei jüngere Geschwister. Wir sind einige Jahre auseinander. Das älteste von ihnen ist erst 16.“, berichtet er stolz. Noch immer ist ihr Blick gesenkt.

„Mein älterer Bruder starb `98. Kurz bevor wir herzogen.“

‚Mist. Ich fange gleich an zu heulen. Wieso erzähl ich ihm das überhaupt? Ich habe noch nie mit einer fremden Person darüber gesprochen, außer mit meinen besten Freunden. Dieser Mann bringt mich total durcheinander. Er darf mich nicht weinen sehen. Niemand darf mich weinen sehen!’ Entschlossen geht sie zur Pendeltür.

„Hast du Hunger?“

„Hm irgendwie schon.“

„Dann mache ich uns was, warte hier solange.“

„Mach dir keine Umstände, Tina.“ Daraufhin verschwindet sie durch die Pendeltür in die Küche.

‚Was mache ich uns am schnellsten? Bauernfrühstück. Ich glaube das ist genau das Richtige für einen Mann, der richtig anpacken kann.’, freut sie sich schon auf sein Gesicht, wenn er es sich schmecken lässt. Somit sucht sie alle Zutaten zusammen, bereitet alles vor und haut es in eine Pfanne. Inzwischen schält sie die Zwiebel. Kaum hat sie die Schale entfernt, schaut sie auf das blasse runde Gemüse. Sie denkt an das Gespräch zuvor.

‚Ach Stephan. Warum musste ich eben nicht weinen? Keine Träne. Die schreckliche Erinnerung an deinen Tod war wie weggeblasen. Liegt das etwa an „IHM“?’ Sie blickt kurz zur Pendeltür.

‚Hm…wie weggeblasen kann man nicht sagen, aber meist rede ich weder darüber, noch kann ich es ohne eine Träne zu vergießen jemanden erzählen. Jemand Fremden. Aber IHM kann ich das sagen ohne zu weinen? Warum? Warum nur?’ Gedankenversunken schneidet sie die Zwiebel fachgerecht klein, damit ihr keine Tränen kommen. Aber vergebens. Nicht wegen der Zwiebel, nein. Sie kann den Gedanken nicht ertragen, dass ihr zwei Jahre älterer Bruder vor ihren Augen von drei Männern zusammengeschlagen wurde. Es waren Fußballfans. Verzweifelt hockt sie plötzlich am Boden und weint leise.

Zur selben Zeit sieht sich Kojiro Hyuga neugierig im gesamten Restaurant um.

‚Ist wirklich ein nettes Ambiente hier. Das ist also typisch deutsch. Mit der deutschen Kultur kenne ich mich ja gar nicht aus. Ich habe zwar so einiges gehört,

hauptsächlich über deutschen Fußball, aber eines ist sicher... die Deutschen

haben hübsche Frauen.’, fällt ihm auf, als er ein Familienfoto betrachtet.

‚Hm der Junge neben ihr scheint sicher ihr Bruder zu sein. Aber Moment mal, der

trägt ja ein Trikot, ein Fußballtrikot. Was hat das zu bedeuten? Wenn ihr

Bruder Fußballspieler war, warum kann sie dann keine Fußballer leiden? Das

verstehe ich nicht.’


Bald klingelt es in der Küche. Kojiro geht zu ihr.

„Hast du mich gerufen?“, erkundigt er sich.

„Ja, bist du mal so lieb und stellst mir die Teller da oben richtig hin? Die fallen bestimmt bald runter. Ich komme da nicht an.“

„Sicher, gern.“ Sofort macht er sich an die Arbeit und holt einen Hocker. Nachdenklich beobachtet sie ihn dabei.

‚Was für eine Ausstrahlung er hat. Und so eine anmutige Bewegung legt er an den Tag. Wieso macht mich dieser Mann so verlegen? Das kam bisher noch nie vor, dass mich ein Japaner so schnell verlegen macht. Er riecht so angenehm...meine Güte, was denke ich hier überhaupt? Wir kennen uns doch gar nicht wirklich. Seit damals habe ich sonst eher Angst vor fremden, starken oder großen Männern, wenn ich allein mit ihnen bin und doch…kommt er mir so vertraut vor. Wie kann das sein?’

„Danke dir, irgendein Heini war mal wieder zu faul einen Stuhl zu holen, um die Teller vernünftig hinzustellen.“, äußert sie, um von ihrem Gedanken abzulenken. ‚Mein Gott, was rede ich denn für einen Unsinn...? Das ist gar nicht meine Art. Er macht mich total nervös.’, schüttelt sie den Kopf.

„Fertig.“, äußert er und schaut auf sie herab.

„Ist es so gut? Oder steht es noch nicht richtig?“, reagiert er auf ihr Kopfschütteln. „Wie? Ähm...nein. Alles richtig. Danke.“, rutscht ihr nur raus und sie versucht zu verbergen, dass ihr Puls schon wieder etwas ansteigt. Er steigt herunter und stellt den Hocker wieder weg.

„Ist das Essen fertig? Das riecht so gut. Ich mag Kartoffeln.“, lächelt er. Tina weicht seinem Blick verlegen aus und antwortet mit einem:

„Ja, gleich.“

‚Was hat sie plötzlich? Irgendwie kommt sie mir auf einmal so schüchtern vor.’, fällt es ihm auf. Sie schaltet das Gas ab, füllt die beiden Teller auf, nimmt sie in die linke Hand und verlässt die Küche. Kojiro sieht ihr nach.

‚Wie Kellner die Teller tragen, ist mir ein Rätsel.’

„Kommst du?“, fragt sie ihn im freundlichen Ton, als sie das Besteck aus der Schublade nimmt und die Teller dann auf den Personaltisch stellt. Kojiro folgt ihr und betrachtet seine Mahlzeit.

‚Das duftet wirklich gut. Ich mag das europäische und mediterrane Essen. Kartoffeln sind so vielfältig. Als ich nach Italien zog, hat mich meine Gastfamilie derart verwöhnt.’ Bettina steht am Tresen und fragt, was er trinken möchte. „Gerne ein stilles Wasser, wenn du hast.“

‚Das kann ich jetzt gebrauchen. Hauptsache nichts, was mir den Geschmack verdirbt.’ Er setzt sich und wartet auf sie. Bald darauf kommt sie zum Tisch, stellt die Gläser ab und betrachtet ihren Gast.

„Was hast du? Du siehst nachdenklich aus.“

‚Was meint sie? Ist doch alles gut.’, wundert er sich nur. Dann steht sie plötzlich auf.

„Ach ich Dummerchen. Siehst du, du bringst mich ganz aus dem Konzept. Möchtest du Stäbchen? Ich frage meine Gäste sonst immer danach wie sie speisen wollen.“, reagiert sie verdutzt.

‚Wie konnte ich das vergessen?’

„Bitte. Bleib sitzen. Es ist alles okay. Ich benutze auch Messer und Gabel. Das passt doch hierzu am besten.“, antwortet er nur beruhigend.

„Ach echt? Wie kommts? Guten Appetit.“

„Ich bin ab und an in Europa, also alles gut.“, entgegnet er lächelnd.

„Wie schön, deswegen magst du auch Kartoffeln?“, ist sie positiv überrascht. ‚Bestimmt ist er wegen des Sports in Europa. Ab und an eine Meisterschaft oder sowas.'

Chapters
1. Erster Kontakt und Prolog
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