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Fake A Boyfriend - Wer bin ich wirklich ?

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Summary

Vier Leben. Drei Masken. Ein Herz, das niemand mehr betreten – und nie wieder jemand brechen darf. ​Willkommen im Leben von Ryoga Goha. Mit 22 saß er vor den Trümmern seiner Existenz: Medizinstudium geschmissen, das Herz in tausend Teilen, die eigene Identität verloren. Seine eiserne Regel für die Zukunft? Lass nie wieder jemanden nah genug an dich heran. ​​Ryoga wird Mietfreund. Drei Profile. Drei Haarsysteme. Vier völlig unterschiedliche Identitäten. ​Bis seine Vorgesetzte ihm auf die schliche kommt und anfängt seine Dates zu sabotieren und eine Schwester die ganz andere Pläne hat.

Status
2mo ago
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog

Ich bin Ryoga Goha.

20 Jahre jung.

Medizinstudent

und ich bin verlobt.

Ich schreie es noch mal für die Leute ganz hinten:

Ich.

Bin.

Verlobt.

… Oder zumindest war ich das.

Genau genommen dauerte dieses absolute Lebensglück exakt bis zu dem Moment, als wir zusammenzogen und ich herausfand, dass meine Verlobte nicht nur mein Herz teilte, sondern auch das Bett – mit meinem besten Freund.

Was man halt so macht, wenn man sich liebt, oder?

Das Ganze lief ab wie ein absolut schlechter Film.

Sie zeigte mir erst dann, ihr wahres Gesicht, setzte mich eiskalt vor die Tür und drückte als Krönung unseren gemeinsamen Hund im Tierheim ab.

Weil… Prioritäten, wisst ihr?

Wir reden hier übrigens nicht von einem niedlichen Chihuahuawelpen.

Sein Name war Tefo - ein 75-Kilo-Königsrottweiler.

Gefühlt ein ausgewachsener Bär auf vier Pfoten, den ich offiziell gar nicht halten durfte, weil Tefo auf sie angemeldet war.

Aber scheiß drauf.

Ich habe im Eiltempo den Schein durchgeprügelt, die Bürokratie ausgetrickst und das Kraftpaket da rausgeholt.

Danach schmiss ich mein Studium hin und besorgte mir den deprimierendsten Bürojob, den man finden konnte, um uns beide über die Runden zu bringen.

Zwei Jahre lang lebte ich mit Tefo wie ein Höhlenmensch.

Nur ich, mein gigantischer, bester Freund Tefo, Tiefkühlpizza und der Staub unter der Couch.

Das Schicksal hat allerdings einen verdammt miesen Humor:

Kaum hatte ich mich an das Dasein als Höhlenmensch gewöhnt, traf mich der nächste Schlag.

Lymphknotenkrebs.

Nicht bei mir – bei Tefo.

Er schaffte es nicht.

Und als wäre der Verlust meines einzigen echten Freundes nicht schon genug, beschloss mein eigener Körper aus lauter Solidarität und mentalem Totalschaden, spontan alle Haare abzuwerfen.

Das Ergebnis?

Mit 22 saß ich da.

Keine Verlobte.

Kein bester Freund.

Kein Tefo … und eine glänzende, makellose Glatze.

Finanziell hatte ich mich durch den Bürojob zwar im Griff – genug, um mich an der Uni für Psychologie einzuschreiben.

Aber mein Kopf?

Völlig ruiniert.

Wenn ich versuchte, mich selbst zu befriedigen, lag ich nach zwei Stunden Frust immer noch starrsinnig im Bett und gab auf.

Und als ich es tatsächlich mal wagte, mich mit Frauen zu daten und wir im Bett landeten … nun ja. Sagen wir einfach, «er» weigerte sich strikt, auch nur einen Millimeter mitzuspielen. Totale Funkstille.

JAAAAAAAAA

Naja, was solls ich stecke in diesem Körperfest.

Also entschied ich mich das beste daraus zu machen.

Das war der Startschuss für meine Veränderung, in mir selbst und meiner Lebensweise.

Kennt ihr eigentlich das Gefühl, wenn eine Achterbahn langsam den höchsten Punkt erreicht?

Für einen einzigen Augenblick scheint alles stillzustehen. Und plötzlich geht es hinunter. Zu schnell, um nachzudenken. Zu schnell, um auszusteigen. Für mich fühlt sich das Leben genau so an.

Wenn ihr euch heute in der U-Bahn, im Büro oder auf der Straße umseht, blickt ihr in lauter freundliche, funktionierende Gesichter. Alle wirken beschäftigt, viele scheinen glücklich. Doch ist das wirklich die Realität? Oder sind wir in Wahrheit nicht längst eine Gesellschaft von Schauspielern geworden?

Wenn es euch heute richtig schlecht geht und euch läuft ein Bekannter über den Weg, der euch flüchtig fragt: „Hey, wie geht's dir?“ – Was antwortet ihr? Ich sage nicht, dass der Mensch von Grund auf böse ist. Aber ich sage, dass jeder Mensch lügt. Die einen tun es, um zu verletzen; die anderen, um zu heilen. Der eine belügt dich mit einem Lächeln, der andere mit Tränen. Der eine offenbart seine Lüge mit lauten Worten, der andere verbirgt sie im tiefen Schweigen. Doch die Wahrheit hinter jeder Täuschung bleibt gleich: Am Ende belügt jeder das, was er liebt - oder tut es, um das, was er liebt, vor dem Rest der Welt zu beschützen.

Manche Menschen lügen, um zu gefallen. Ich habe gelernt zu lügen, um nicht mehr verletzt zu werden. Denn wenn dir von den Menschen, denen du am meisten vertraut hast, der Boden unter den Füßen weggezogen wird, schwörst du dir eines: Du lässt nie wieder jemanden nah genug an dich heran, um dir wehzutun.

Manche Leute gehen nach so einem Absturz zur Therapie. Ich nicht. Ich mache meine eigene Selbsttherapie: Ich wurde Mietfreund. Nicht fürs Geld – sondern als Schutzschild.

Auf »Fake a Boyfriend« gibt es klare Regeln. Es ist ein kontrolliertes Rollenspiel. Grenzen sind gezogen, echte Gefühle bleiben draußen und niemand kann mein Herz brechen.

Inzwischen betreibe ich auf FaB drei völlig unterschiedliche Profile. Drei Identitäten. Drei Haarsysteme. Und alle drei sind absolut ausgebucht...

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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