Kapitel 1
Floppys Großmutter wartet zu Hause auf ihn. Es ist bereits spät – ungewöhnlich spät. Der Abend im Skateverein ist schon lange vorbei, und normalerweise kommt Floppy niemals so spät nach Hause.
Heute hat sie nichts von ihm gehört. Sie sieht erneut auf die Uhr. Dann geht ihr Blick zum Fenster. Sie will nicht sofort vom Schlimmsten ausgehen. Nicht ausgerechnet heute.
Tief in ihrem Inneren wächst die Gewissheit, dass etwas nicht stimmt, auch wenn sie noch keinen konkreten Grund dafür benennen kann.
Der heutige Tag ist für sie ohnehin schwer genug.
Ganz bewusst hat sie den Termin auf einen Tag gelegt, an dem Floppy wegen seines Skatevereins den gesamten Nachmittag und Abend unterwegs sein soll. Sie möchte nicht, dass er sie begleitet, wenn sie mit den Ärzten spricht. Vor etwa fünf Stunden hat sie das onkologische Institut in Lissabon aufgesucht. Seit vier Monaten lebt sie mit der Gewissheit, dass der Hirntumor, den die Ärzte bei ihr entdeckt haben, nicht mehr heilbar ist.
Bei der ersten Diagnose versucht sie, die Nachricht beinahe mechanisch aufzunehmen. Doch bei ihrem heutigen Termin bleibt kein Raum mehr für die vorsichtige Hoffnung, an die sie sich bislang geklammert hat. Die Ärzte reden nicht mehr über Heilung, sondern über die verbleibende Zeit.
Die Prognose ist eindeutig. Zwei Monate, vielleicht drei. Und selbst diese Einschätzung bezeichnen die Ärzte als ausgesprochen optimistisch.
Der Tumor wächst weiter, unaufhaltsam. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er ihr zuerst die Sprache nimmt, anschließend die motorischen Fähigkeiten und schließlich alles, was sie zu der Frau macht, die sie ihr ganzes Leben lang gewesen ist.
Sie hat Angst davor. Nicht vor dem Tod selbst. Der Gedanke daran begleitet sie inzwischen jeden Tag. Was ihr Angst macht, ist der Weg dorthin. Die Vorstellung, irgendwann nicht mehr selbst entscheiden zu können, nicht mehr sprechen zu können, nicht mehr zu wissen, wer vor ihr steht.
Der Verlust ihrer Selbstständigkeit erscheint ihr beinahe schlimmer als die Vorstellung, dass ihr Leben zu Ende geht. Sie möchte nicht in einem Körper gefangen sein, dessen Bewegungen sich ihrem Willen entziehen.
Und noch mehr fürchtet sie den Augenblick, in dem sie Floppy ein letztes Mal allein zurücklassen muss.
Sie verlässt das Institut mit denselben ruhigen Schritten, mit denen sie es betreten hat. Den Kopf aufrecht, die Schultern gerade, den Blick nach vorne gerichtet.
Floppy ist erst vor wenigen Monaten vierzehn Jahre alt geworden. Eine richtige Geburtstagsfeier hat es nicht gegeben. Stattdessen steht er gemeinsam mit Ott im endgültigen Kampf gegen den Märchenmörder.
Sie beklagt sich nicht darüber, denn sie weiß längst, dass ihr Enkel kein gewöhnliches Leben führt und vermutlich niemals eines führen wird.
Manchmal sieht sie ihn an und fragt sich, wie ein vierzehnjähriger Junge überhaupt so viel in sich tragen kann. Er ist körperlich noch klein und wirkt oft jünger, als er tatsächlich ist. Aber hinter seinen Augen liegt etwas, das sie bei anderen Kindern seines Alters nie gesehen hat.
Da ist eine Wachsamkeit, eine Vorsicht, die nicht aus angeborener Schüchternheit entsteht, sondern aus Erfahrungen, die kein Kind machen sollte.
Sie hat gehofft, wenigstens noch einen einzigen besonderen Tag mit ihm verbringen zu können. Einen Tag, an den er sich erinnert, wenn sie nicht mehr da ist.
Vielleicht einen gemeinsamen Ausflug, vielleicht ein Essen am Meer oder einfach einen ganzen Tag, an dem sie nichts planen müssen und niemand etwas von ihnen verlangt.
Wenn sie allein zu Hause ist, weint sie manchmal. Sie erlaubt sich diese Schwäche nur, wenn niemand sie sehen kann. Dann sitzt sie in ihrem Zimmer, hält eine Hand vor den Mund und lässt die Tränen kommen.
Floppy hat in seinem jungen Leben bereits genug Leid erlebt, und das Letzte, was sie ihm hinterlassen möchte, ist das Gefühl, für einen Menschen stark sein zu müssen, den er zu verlieren droht.
Floppy ist der Sohn ihres einzigen Kindes.
Allein dieser Gedanke ruft eine Geschichte in ihr wach, die sie bis heute nicht vollständig verarbeitet hat.
Ihr Sohn ist ein außergewöhnlich begabter junger Mann, ein Mathematiker und Informatiker, dessen Zukunft kaum glänzender hätte aussehen können. Schon früh zeigt sich, dass sein Verstand anders arbeitet als der anderer Menschen.
Bereits mit einundzwanzig Jahren erhält er eine Einladung als Gastprofessor an die Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Für viele Wissenschaftler bleibt eine solche Anerkennung ein Leben lang unerreichbar. Für ihn scheint sie nur der Anfang einer außergewöhnlichen Karriere zu sein, und seine Mutter blickt damals voller Stolz auf den jungen Mann. Sie glaubt, dass ihm die Welt offensteht und dass er alles erreichen kann, was er sich vornimmt.
Dann begegnet er einer jungen Frau.
Sie ist das genaue Gegenteil von ihm.
Sie ist ein Partygirl, ein Mensch, dessen Leben sich um Nächte ohne Ende, Alkohol, Drogen und den ständigen Wunsch dreht, den nächsten Rausch noch intensiver zu erleben. Ihre Vorstellungen vom Leben könnten kaum unterschiedlicher sein.
Sie liebt ihn.
Er liebt sie noch mehr.
Mit der Zeit konsumiert auch er Drogen. Aus gelegentlichem Konsum wird Gewohnheit, aus Gewohnheit wird Abhängigkeit, und nach und nach verliert der brillante Wissenschaftler die Fähigkeit, sein eigenes Leben selbst zu bestimmen.
Schließlich stirbt ihr Sohn an einer Überdosis.
Für seine Mutter ist es ein Verlust, von dem sie sich nie vollständig erholt. Doch kaum beginnt sie zu begreifen, dass sie ihren Sohn nie wiedersehen wird, verschwindet auch die junge Frau. Mit ihr verschwindet der gerade einmal zweijährige Floppy.
Damit beginnt ein Albtraum, der Jahre dauert.
Sie akzeptiert nicht, dass ihr Enkel einfach verschwunden ist. Sie klopft an jede Tür, wendet sich an Behörden, Jugendämter und die Polizei, ruft an, schreibt Briefe und fährt von einer Stelle zur nächsten.
Sie bittet, fleht und kämpft. Immer wieder hört sie dieselben Sätze. Man könne nichts tun. Man habe keine Informationen. Man müsse abwarten.
Jahre vergehen, in denen sie jeden Morgen aufwacht und für einen kurzen Augenblick glaubt, dass dieser Tag vielleicht der Tag sein könnte, an dem sie ihren Enkel wiederfindet. Jeden Abend geht sie schlafen, ohne ihn gefunden zu haben.
Bis eines Tages, viele Jahre später, jemand an ihrer Haustür klingelt.
Vor ihr steht ein elfjähriger Junge, den sie nicht erkennt. Wie sollte sie auch? Er ist schmal und still und betrachtet sie mit großen, misstrauischen Augen. Neben ihm steht ein hagerer, beinahe gespenstisch wirkender junger Mann. Sein Gesicht ist von mehr Narben gezeichnet, als sie selbst Falten hat. Seine Augen wirken kalt und wach, zugleich aber erschreckend leer.
Im ersten Moment erschreckt sie dieser Mann. Etwas an ihm zeugt von der Erfahrung und Abgeklärtheit eines Menschen, der Dinge gesehen hat, die andere niemals sehen sollten.
Doch noch erschreckender ist das, was er ihr erzählt.
Er arbeitet für einen Sicherheitsdienst des Bundes und beschönigt nichts. Kein Detail lässt er aus. Er weiß, wie brutal die Wahrheit ist, aber ebenso, dass die Großmutter ein Recht darauf hat, zu erfahren, was ihrem Enkel widerfahren ist.
Floppys Mutter hat ihren eigenen Sohn verkauft, um ihre Drogensucht zu finanzieren.
Die Großmutter hört diesen Satz und versteht zunächst nicht, wie ein Mensch so etwas tun kann. Dann erfährt sie mehr. Von diesem Augenblick an beginnt für sie ein zweiter Albtraum.
Sie erfährt, welches Leid ihr Enkel in den vergangenen Jahren ertragen hat. Misshandlungen, Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, Angst und Einsamkeit. Es sind Dinge, die kein Kind jemals erleben sollte.
Während Ott spricht, sieht sie immer wieder zu Floppy. Der Junge steht still neben ihm und sagt nichts. Gerade dieses Schweigen trifft sie sehr hart.
Denn darin erkennt sie nicht bloß Zurückhaltung. Sie sieht einen Jungen, der längst gelernt hat, alles mit sich selbst auszumachen, weil er zu oft erlebt hat, dass niemand kommt, wenn er Hilfe braucht.
Sie begreift, dass Floppy nicht einfach nur seine Familie verloren hat. Er hat lernen müssen, ohne Familie zu überleben.
Schon bald zeigt sich, dass Floppy außergewöhnlich begabt ist, wenn es um Computer, Netzwerke und die digitale Welt geht.
Oft fragt sie sich, ob diese Begabung von ihrem Sohn stammt. Vielleicht ist sie das Erbe seines Vaters, vielleicht Zufall oder eine Mischung aus beidem.
Sie weiß es nicht. Doch sie erfährt, dass genau dieses Talent schließlich zu Floppys Rettung führt.
Es ist auch der Grund, weshalb sich seine Wege mit Ott kreuzen. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die die Großmutter zunächst selbst nicht versteht.
Für sie ist Ott zuerst der Fremde mit den Narben, der Mann, der ihr eine Wahrheit bringt, die sie kaum ertragen kann. Doch er bleibt. Er verschwindet nicht wieder, und mit der Zeit wird gerade das für sie wichtiger als seine erschreckende Erscheinung.
Er kümmert sich um Floppy.
Nach und nach erkennt sie, dass Ott weder versucht, den Jungen klein zuhalten, noch ihn wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten auszunutzen. Er nimmt ihn ernst und begegnet ihm mit Respekt, beinahe wie einem Erwachsenen.
Auch ihre Beziehung zu Ott verändert sich.
Sie beginnt, ihm zu vertrauen. Dieses Vertrauen wächst langsam, durch zahlreiche kleine Situationen, in denen Ott ihr beweist, dass Floppy für ihn mehr ist als ein außergewöhnlich begabter Hacker.
Mit der Zeit wird Ott zu einem Menschen, bei dem sie sich sicher ist, dass er Floppy nicht im Stich lässt.
Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb sie heute so ruhig nach Hause geht, obwohl sie weiß, dass ihr eigenes Leben bald zu Ende geht.
Sie weiß, dass Floppy Ott hat. Sie glaubt, dass der Junge in ihm jemanden gefunden hat, der auf ihn aufpasst. Dieser Gedanke gibt ihr Kraft.
Sie ahnt nicht, dass diese Sicherheit in diesem Augenblick bereits zu zerbrechen beginnt. Noch weniger ahnt sie, dass Floppy bald vor einer Situation stehen wird, in der ihm niemand den Weg weist.
Denn wenn Ott verschwindet, bleibt Floppy allein zurück.
Die Großmutter sieht in Ott den Mann, der ihren Enkel aus einer Welt geholt hat, in der ein Kind niemals hätte leben dürfen. Sie sieht seine Narben, seine Vorsicht und seine manchmal erschreckende Ruhe.
Ott behandelt Floppy nicht wie ein Kind, das ständig gerettet werden muss.
Im weiteren Verlauf findet Ott heraus, was aus Floppys Mutter geworden ist. Auch diese Wahrheit ist so traurig wie der Rest der Familiengeschichte.
Für Floppy bleibt seine Großmutter die einzige Familie, die ihm noch geblieben ist. Beide lernen langsam, miteinander zu leben. Die sichtbaren Wunden verheilen schneller als die unsichtbaren.
Vertrauen wächst nur Zentimeter für Zentimeter. Es gibt Tage, an denen Floppy kaum spricht, und andere, an denen er plötzlich so viel erzählt, dass seine Großmutter nur zuhört und lächelt.
Sie lernt, seine Stille nicht mehr als Ablehnung zu verstehen. Er wiederum lernt, dass eine Tür auch dann offen bleiben kann, wenn niemand dahintersteht.
Die vergangenen drei Jahre sind deshalb ein Geschenk, mit dem sie niemals gerechnet hat. Sie bekommt ihren Enkel zurück. Nicht den kleinen Jungen, den sie vor Jahren verloren hat, sondern einen Jugendlichen, der trotz allem noch lachen kann, Skateboard fährt und manchmal stundenlang über Dinge redet, die sie nicht versteht.
Und mit Ott bekommt sie einen Menschen an Floppys Seite, von dem sie inzwischen überzeugt ist, dass er ihren Enkel nicht einfach aufgibt.
Doch wie ein altes Sprichwort sagt, gibt Gott mit der einen Hand und nimmt mit der anderen.
Schon seit Wochen möchte sie mit Ott über ihre Krankheit sprechen. Mehrmals nimmt sie sich vor, ihn anzurufen. Mehrmals hält sie das Telefon bereits in der Hand. Doch jedes Mal findet sie einen Grund, es nicht zu tun.
Die Großmutter verfolgt aus nächster Nähe, welchen Kampf Ott gegen den Märchenmörder führt. Sie weiß, dass Kinder und Jugendliche sterben. Verglichen damit erscheint ihr eigener Tumor beinahe unbedeutend.
Also wartet sie. Vielleicht ist es Feigheit. Vielleicht braucht sie einfach noch etwas Zeit, bevor sie die Worte ausspricht, die sich nicht mehr zurücknehmen lassen.
Doch heute wartet sie vergeblich. Floppy kommt nicht nach Hause.
Sie geht ins Wohnzimmer und blickt auf die Uhr, kehrt in die Küche zurück und nimmt ihr Telefon vom Tisch. Kurz darauf legt sie es wieder hin, nur um es wenige Sekunden später erneut in die Hand zu nehmen.
Keine Nachricht, kein Anruf, keine Erklärung, an die sie sich klammern kann.
Sie redet sich ein, dass sie überreagiert. Sie erinnert sich an die Zeit, bevor Floppy bei ihr eingezogen ist, an die Jahre, in denen sie nicht weiß, wo ihr Enkel ist, an die Gespräche mit den Behörden, die unbeantworteten Briefe und die Nächte, in denen sie sich fragt, ob der kleine Junge überhaupt noch lebt.
Diese Erinnerungen liegen nicht wirklich in der Vergangenheit. Sie sind nur leiser geworden.
Jetzt kehren sie mit aller Macht zurück, und plötzlich versteht sie, warum ihr Herz so schnell schlägt. Es ist die alte Angst, von der sie geglaubt hat, sie längst überwunden zu haben.
Schließlich holt sie den kleinen Zettel hervor, auf den Ott persönlich eine Notfallnummer geschrieben hat. Er gibt ihn ihr mit einer eindringlichen Bitte.
„Wenn wirklich etwas passiert, rufen Sie diese Nummer an.“
Damals lächelt sie darüber und versichert ihm, dass sie nicht wegen jeder Kleinigkeit anruft.
Ott sieht sie nur an und antwortet, dass sie genau das auch nicht tun soll.
Jetzt liegt der Zettel zwischen ihren Fingern. Sie betrachtet die handschriftlichen Zahlen, als könnten sie ihr allein schon eine Antwort geben, und wählt mit zittrigen Fingern die Nummer.
Zweimal klingelt es. Dann kommt eine Verbindung zustande. Für einen kurzen Moment glaubt sie, im Hintergrund etwas zu hören.
„Herr Ott?“, fragt sie vorsichtig.
Keine Antwort.
Sie wartet einen Augenblick.
„Herr Ott, ich muss mit Ihnen sprechen.“
Wieder Stille.
Ihre Stimme wird unsicherer.
„Bitte. Ich muss Herrn Ott dringend erreichen.“
Am anderen Ende bleibt es still.
Die Großmutter starrt auf das Telefon und verharrt einige Sekunden reglos. Schließlich schaut sie erneut auf die Uhr. Seit ihrem ersten Blick darauf ist viel Zeit vergangen. Sie weiß nicht einmal mehr genau, wie lange sie inzwischen wartet.
Floppy kehrt nicht zurück. Ott meldet sich ebenfalls nicht.
Mit jeder Minute wächst ihre Angst.
Sie geht zum Fenster und blickt auf die Straße. Draußen nimmt das Leben seinen gewohnten Lauf. Nichts an diesem Abend deutet darauf hin, dass für sie gerade alles aus den Fugen gerät.
Sie wartet darauf, dass Floppy um die Ecke kommt, dass endlich die Haustür aufgeht. Doch nichts davon geschieht.
Dann drängt sich ihr eine andere Frage auf, die sie bisher immer wieder verdrängt. Was geschieht mit Floppy, wenn sie nicht mehr lebt?
Floppy ist nicht irgendein Vierzehnjähriger, der sich ohne Weiteres bei Verwandten unterbringen lässt. Er hat eine Vergangenheit, die kaum jemand kennt, und trägt Dinge in sich, die selbst Erwachsene zerstören können.
Sie fürchtet nichts so sehr wie den Gedanken, dass er eines Tages wieder in jene Hölle zurückgerät, aus der Ott ihn einst befreit.
Langsam setzt sie sich an den Küchentisch. Vor ihr steht ein Glas Wasser. Daneben liegen acht Tabletten, die sie inzwischen jeden Tag einnehmen muss.
Mit zittrigen Fingern greift sie nach den Medikamenten, nimmt sie mit einem tiefen Schluck Wasser ein und versucht, die Tränen zurückzuhalten.
Es gelingt ihr nicht. Floppy ist nicht da. Ott ist nicht da.
Sie sitzt allein in ihrem Einfamilienhaus, während draußen die Nacht weiter voranschreitet. Vor ihrem inneren Auge erscheint noch einmal der kleine Junge, der eines Tages gemeinsam mit Ott vor ihrer Tür steht.
Damals weiß sie noch nicht, wie sehr diese Begegnung ihr Leben verändern wird. Jetzt versteht sie es.
Floppy verliert in seinem Leben zu viel: seinen Vater, seine Mutter, seine Kindheit und sein Vertrauen.
Die Großmutter schließt die Augen und hält das Glas noch immer mit beiden Händen fest.
Sie weiß nicht, wo Floppy ist. Sie weiß nicht, wo Ott ist. Und sie weiß nicht, was diese Nacht noch bringt.









Here we go again 😻❤️🔥😻
Einen wunderschönen guten Morgen 🌞 Ich freue mich sehr, endlich wieder was von Ott & Co. zu lesen 😻❤️🔥😻
Ein starker Einstieg in Episode 6. Das Schicksal der Großmutter ist hart, aber es ist sehr spannend, auf diese Weise mehr über Floppys Vergangenheit und Lebensverhältnisse zu erfahren.