Wolfsmoon Once Upon A Time by Denizzze at Inkitt
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Wolfsmoon - Once upon a time

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Summary

Wolfsmoon - Once upon a time Ein Märchen aus längst vergangener Zeit, vorgelesen von den reinsten Wesen. Eine schneeweiße Wölfin von fahlem Mondlicht umhüllt. Ein Lied voller Liebe, Hoffnung und Verrat. Hört ihr Lied. Hört wie Arwen singt.

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
5.0 1 review
Age Rating
13+

Prologe

“Mama, Mama! Erzähl mir eine Geschichte vor dem Schlafengehen!“, jauchzte das kleine Mädchen und rannte ihrer Mutter in die Arme. Diese fing ihr Kind lachend auf und setzte sie mit Schwung auf ihrer Hüfte ab.

“Was immer mein kleiner Schatz wünscht.“, erwiderte diese und verteilte viele kleine Küsse auf dem Gesicht ihrer kichernden Tochter.

Ihre Tochter immer noch auf ihrer Hüfte tragend, ging sie die Treppe hinauf ins Elternschlafzimmer. Kaum das die beiden durch die Tür schritten, zappelte sich das Mädchen mit einem Quietschen frei und zog aus einer Schublade eine Schachtel mit großen und kleinen Kerzen hervor. Bald schon verwandelte sich das Zimmer in eine flackernde Oase der Heimeligkeit. Es war ihr all abendliches Ritual ein Märchen vor dem zu Bett gehen zu lesen, bei dem sie in fantastische Welten eintauchten.

Mit einigen Handgriffen verwandelten Mutter und Tochter das große Bett zu einem gemütlichen Nest, in dem sie sich beide niederließen.

Mit einem geheimnisvollen Lächeln zog die Mutter wie jeden Abend, um den Beginn ihrer Märchenreise anzudeuten, den transparenten Baldachin um das Bett zu.

In der heutigen Nacht erschuf der rot-goldene Schein der Kerzen ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Schutz vor der Welt die vor der Haustür lauerte.

In dieser kleinen Welt wurden für das Mädchen und seine Mutter alles möglich: von Reisen in den Fernen Orient. Abenteuern als Meerjungfrauen im Ozean oder als Archäologinnen in den Tiefen des Amazonas auf der Suche nach einem verborgenen Schatz.

Aber in der heutigen Nacht sollte keines dieser Abenteuer die Gute-Nacht-Geschichte bestimmen. Vielmehr sollte die magische Stimmung eine Geschichte zu Tage fördern, die anders nicht hätte sein können.

So kam es das die Mutter ihre kleine Tochter mit einem Lächeln auf den Lippen fragte was sie den heute erleben wolle.

Von der Stimmung in den Bann gezogen, überlegte das kleine Mädchen mit vorgeschobener Lippe und übertrieben gerunzelter Stirn und mit einem kleinen Schrei, aufgeregt in ihre Hände klatschte. Freudig rief sie dabei: “Eine Liebesgeschichte! Mit einer Prinzessin und einem Prinzen!”

Die Mutter, freudig über die Begeisterung ihrer Tochter, lächelte liebevoll und nickte zustimmend.

“Wenn du dir das wünscht. Lass mich kurz überlegen. Ah ja, ich habe da genau die richtige Geschichte!“, sagte die Mutter und zog aus der Schublade ihres Nachtschränkchens ein dunkelblaues Buch hervor.

Mit großen Augen starrte das Mädchen auf das Buch im Schoß ihrer Mutter. Alt wirkte es mit den gelblichen Seiten. Ein dunkelblaues Kleid hüllte das Buch ein und silberne Klemmen schützten seine Eckkanten.

Ehrfürchtig strich das kleine Mädchen über den, in den Buchdeckel, gebannten schimmernden Sichelmond und die elegante Kursivschrift.

„Wolfsmoon.“, entzifferte sie nach einigen Anläufen und fragte direkt im Anschluss. „Wovon handelt die Geschichte Mama?”

„Wolfsmoon ist ein Märchen das von einer Prinzessin handelt die viele Abenteuer bestehen muss, um ihren Platz im Leben zu finden. Es erzählt von den Prüfungen, die sie bestehen musste um zu der zu werden, als die sie später geliebt und geachtet wurde. Aber bevor sie sich fand, musste sie sich selbst verlieren um zu entdecken wer sie eigentlich war. Und der Weg dorthin war nicht leicht.“, begann die Mutter zu erzählen und schlug sachte den Deckel des Buches auf. Vom Alter leicht vergilbte Seiten kamen darunter zum Vorschein und verströmten einen süßlichen Duft.

„Warum? Was ist denn passiert?“, mit gerunzelter Stirn schaute das kleine Mädchen ihre Mutter an. Das Papier raschelte leise, als die Mutter weiterblätterte und dabei weitersprach.

„Du musst verstehen, meine Kleine, das ein jeder von uns einzigartig ist, wie die Sterne dort oben am Firmament. Und wie die Sterne, so ist auch jeder Weg einer jeden Person einzigartig. Alle Wege sind darauf ausgerichtet uns bei unserem Wachstum und unserer Suche nach uns selbst zu unterstützen. Mal laufen die Wege der Menschen parallel zu einander, aber am Ende des Tages sind es wir alleine die den Weg mit Mut und Zuversicht zu beschreiten haben.

Manche der uns gestellten Aufgaben, die uns auf unserem Weg gestellt werden, mögen vielleicht leicht sein, doch andere verlangen von uns herzzerreißende Entscheidungen.

Und genau da musste die Prinzessin durch. Aber wie jeder andere Mensch, hatte sie zwei unerkannte Begleiter, die ein jeden von uns auf unserem Weg helfen.

Ihre Namen sind Zeit und Schicksal.

Der eine bietet uns die Möglichkeit viele wichtige Erfahrungen und Erlebnisse in unserem Leben zu machen, die uns auf unserem Weg zur unserer wahren Bestimmung führen.

Und der andere leuchtet uns den Weg des Möglichen, doch ob wir den Weg beschreiten, kann keiner der beiden beeinflussen.“, erklärte die Mutter mit einem aufmunternden Lächeln.

„Wenn deine Frage beantwortet ist, wollen wir gemeinsam die Geschichte über den Weg der Prinzessin lesen?”

Ein kurzes Nicken des Kinderkopfes, ehe die Mutter mit dem Lesen begann.

Eine Kerze flackerte geheimnisvoll, als die Mutter mit einer melodischen Stimme anfing, sich und ihre Tochter in eine andere Zeit zu lesen.

„Es war einmal vor sehr, sehr langer Zeit in einem weit entfernten Königreich. Dort regierte ein verwitweter König. Er war stark, aber innerlich war sein Herz gebrochen. Die einzige Freude die ihm im Leben geblieben war, war seine Tochter Arwen.”

“Das ist ein schöner Name.“, sagte das Mädchen, wurde dann aber sofort wieder still damit die Mutter weiter vorlesen konnte. Die junge Mutter lächelte sanft, ehe sie weiterlas.

„In aller Lande munkelten die Menschen von der atemberaubenden Schönheit der Königstochter. Das Volk erzählte sich das ihre Schönheit der eines Engels gleiche und sie ein Ebenbild ihrer verstorbenen Mutter, der Königin Phoenice, mit langen wallend schwarzen Haar und einer schlanken Statur sei.

Aber das was sie wirklich ausmache, sei nicht ihre offensichtliche Schönheit, für die viele Prinzen und Könige zu ihrem Vater kamen, damit sie sie zur Frau nehmen durften.

Nein, es war die verborgene Schönheit ihres Herzens und ihrer Seele. Ihre Seele die so hell und lebendig war, dass man sagte, das selbst das Strahlen von der Herrin der Nacht, die als Mond über alle Seelen wacht, in den Schatten gestellt wurde.”

Leise raschelte Papier als die Mutter die erste Seite umblätterte und eine detaillierte Darstellung einer jungen Frau zeigte, die schöner nicht hätte sein können.

Schwarzes wallendes Haar, ein schlanker Körper, der in weißen Stoff gehüllt, auf einer von Mond beleuchteten Lichtung stand. Ehrfürchtig strich das kleine Mädchen mit seinen Fingerspitzen die Gesichtszüge der Prinzessin nach.

Die Finger des Mädchens verharrten kurz bei den smaragdfarbenen Augen der Prinzessin, die einen Ausdruck von reiner Güte und Barmherzigkeit in sich trugen, wie ihn das Kind nur von seiner eigenen Mutter kannte.

„Ist das da ein Hund? Oder doch eher ein sehr großes Pferd? Es ist zumindest so groß wie eins.“, fragte die Kleine ihre Mutter, während kleinen Finger sachte über das ins Papier gebannten weißen Tier strichen, auf dessen Schulter die zierliche Hand der Prinzessin ruhte.

„Nein, dies ist ein Wolf, mein Schatz. Und warum sie größer ist als ein Mensch, erzählt die Geschichte uns im Verlauf selbst.”

Noch einen Augenblick starrte das kleine Mädchen das Bild der Prinzessin und des Wolfes an, ehe sie ihrer Mutter bedeutete weiter zu lesen.

„Nun denn. Wie wir auf dem Bild sehen, war die Prinzessin von wahrlich schöner Gestalt, so dass ihr Vater sie in seinem Schloss vor allem und jedem versteckte, damit ja niemand sie ihm wegnehmen konnte. Nicht etwa, weil er gerne schöne Dinge sammelte.

Nein, es war sie selbst die er beschützte, war sie doch das größte Geschenk das ihm seine über alle Maßen geliebte Frau hinterließ, ehe sie starb und ihre Seele in den Himmel aufstieg. An ihrem Sterbebett schwor der König seiner Königin das er ihre Tochter mit Liebe und Zuneigung großziehen würde, sie beschützen würde, so wie die Königin über sie vom Himmel aus wachen würde.

Die Jahre vergingen und der König hielt Wort. Er zog seine Tochter mit Hingabe und Liebe groß. In ihr vereinten sich die Güte und Schönheit ihrer Mutter und die Weisheit und Kraft ihres Vaters. Nichts mehr erfreute das Herz des Königs mehr als dies zu erleben.

Der König liebte seine Tochter innig und hütete sie wie seinen größten Schatz. Aber auch wenn er ihr die väterliche Liebe im Übermaß geben konnte, so fehlte der Prinzessin doch ihre Mutter.

Einst als die Prinzessin noch ein Kind war, fragte sie ihren Vater beim zu Bett gehen wo denn ihre Mutter, die Königin sei. Anstatt zu Antworten trug er sie auf seinen Armen zum großen Fenster und deutete auf den hellsten und schönsten Stern am nächtlichen Firmament.

’Dort, mein Kind der hellste und schönste Stern, das ist sie. Das ist deine Mutter, in ihrer wahren Form. Der Form in welche sie von der Herrin der Nacht verwandelt wurde, als deine Mutter von ihr in ihrem himmlischen Reich willkommen geheißen wurde.

Von dort aus wacht sie über uns alle und vielleicht kann sie nicht direkt hier sein, um dich mit einer Umarmung zu trösten. Aber wisse dies: Deine Mutter liebt dich über alles auf der Welt und strahlt für uns dort oben in diesem hellen Licht, damit wir wissen dass sie immer da ist und neben sich einen Platz für uns bereit hält wenn auch wir in der Zukunft dem Ruf des Himmelsreiches folgen werden.′

Und wenn du, mein Schatz, aus dem Fenster in die Nacht schaust, dann kannst du auch den Stern sehen, in welchen die große Mutter und Herrin der Nacht die Königin bei ihrer Ankunft verwandelte.“, erzählte die Mutter und deutete durch einen Spalt im Vorhang auf einen hellen Stern den man vom Fenster aus sah.

„Das da, das ist der Stern von Phoenice der des Nachts und je nach Tagesstunde am Firmament zu sehen ist. Zu Zeiten von Arwen nannte man ihn Phoenice, die Königin der Sterne. Wenn du also nicht weiter weißt, sieh hinauf in den Himmel und ihr Stern wird es sein der dir den Weg nach Hause weist. Wir nennen und kennen ihren Stern heute als den Polarstern.”

Die Mutter wartete solange bis ihre Tochter den Stern Phoenice fand und ihre Aufmerksamkeit wieder voll bei dem Märchen war, ehe die Mutter weiterlas.

„Wann immer also die Prinzessin ratlos war und nach einer führenden Hilfe suchte, schaute sie des Nachts in den Himmel, hinauf zu dem Stern ihrer Mutter und sang ihren Kummer und ihre Freude hinauf in die Nacht.

Ihre Stimme, so rein und klar, erschuf die schönsten Melodien und Lieder, die die nächtliche Stille mit Magie erfüllte. Und es war ihr Gesang mit dem sie sich ihrer Mutter am Nächsten fühlte...”

Chapters
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