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Summary

Gefangen zwischen ihrem Wunsch nach Freiheit und dem Verlangen ihrer Familie und ihrem Namen gerecht zu werden, heiratet Eleonora den Capo der Chicago Camorra Salvatore Colombo. Ein Mann voller Wiedersprüche der alles verkörpert was sie gefangen hält, jemand der sich von seinen Gefühlen abschottet und sich seinen Dämonen manchmal zu sehr hingibt. Immer mehr wird sie in seine Welt hineingezogen, jene die auch immer mehr ihre wird. Zwischen Verrat und Komplott, zwischen Hass und Liebe, Überzeugung und neuen Erkenntnissen.

Status
6yrs ago
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

capitolo I


Una mano lava l’altra.

“Eine Hand wäscht die andere.“-

Liebe wächst mit der Zeit, der Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe ist der Bestand, das eine entsteht rasch und verschwindet auch wieder so schnell. Das andere braucht Zeit und Akzeptanz, bis es zu etwas stabilen und beständigen wächst. Mammá spricht jetzt schon über eine Stunde wie es ihr einst erging, wie sie ihre Liebe zu Papá aufbaute. Ich höre nur mit halben Ohr zu, während ich durch das Fenster auf die Fifth Avenue von unserer Penthaus blicke. Das Wetter spiegelt mein Inneres wieder, dunkle Wolken verdichten den Himmel, seit Tagen regnet es, ich sehe verliebte Paare die von Geschäft zu Lokal und umgekehrt laufen, wie sie sich beeilen um nicht allzu nass zu werden, als ob dies ihre größte Sorge ist. Weder will ich das meine Gedanken so von Selbstmitleid und Neid getrieft sind, noch will ich meine Unbeschwertheit und Jugend verlieren, doch mein Wille ist nicht von Bedeutung. “Eleonora? Bist du bei mir, oder bist du schon wieder in deinen Träumen figlia?” Mama ist noch jung, uns trennen nicht mehr als zwanzig Jahre, auch ich werde bald ihr Schicksal teilen. Sie spiegelt das Ideal unserer Welt wieder, wie eine Frau an der Seite eines Mannes mit Macht sein muss: Loyal, Schön, aus den richtigen Familien Verhältnissen, und vor allem muss sie ihren Platz kennen, den der liegt unter dem ihres Mannes. Bei der famiglia hält man an Traditionen fest, denn sie hielten die Organisation seit je her zusammen, sie bilden das Grundgerüst, das System für die Erhaltung der Ordnung, damit ‘Unsere Sache’ weiter bestehen kann sind sie unerlässlich. “Ich weiß das du dir etwas anderes gewünscht hättest, aber es ist das Beste für uns, dein Bruder wird nach deinem Vater ‘Capo mandamento’ und um dies zu sichern und vor allem den Frieden zwischen uns und der Camorra zu sichern ist eine Verbindung der beiden Familien unvermeidbar. Wir könne es uns nicht leisten, nicht wenn wir zu schwach sind um uns der Omerta zu entledigen, wir sind auf sie angewiesen. Verstehst du?” Ja ich verstand, doch der Weg zur Lösung wollte ich nicht sein. Zum ersten Mal seid zwei Tagen blickte ich sie an, zum ersten Mal, seitdem Papá mir eingebläut hatte was meine Pflicht ist und das ich diese nun zu erfüllen habe. Ich wusste das es kommen würde, doch ich dachte nicht das es so bald sein sollte, doch wenn ich jetzt zurück denke dann wird mir immer mehr bewusst, wie lächerlich und wie fern meine Überzeugungen von der eigentlichen Realität doch entfernt waren. Nein ich würde wohl nie die Chance haben aufs College zu gehen und erste eigene Erfahrungen zumachen, außerhalb dem sicheren Umfeld meines Vaters, außerhalb der ständigen Überwachung und Kontrolle. Seit dem ich klein bin werde ich nicht einem Moment aus den Augen gelassen, sobald ich die sichern Arme meiner Familie verlasse, um zu gewährleisten das ich mich noch für solche Verbindungen eigne, für Blutsbande. Den das ist der eigentliche Sinn von Töchtern, und als Tochter des höchstrangigen Mitglieds der Cosa Nostra in New York bin ich dazu verdammt den neuen capo dei capi der Camora zu heiraten, und so unsere beiden Familien zu vereinen. Als Tochter meines Vaters hatte ich seit je her nicht viele Freiheiten, meist verbrachte ich meine Zeit hier, eingesperrt in einem goldenen Käfig um den Anforderungen später als Ehefrau zu entsprechen, die Ideen wie das sein sollte sind wohl älter als die Organisation selbst. Weggesperrt von Männern die nicht zur Familie gehören und aufgespart für die Hochzeitsnacht mit einem Ehemann. Mein Blick schweift erneut hinaus, nur um sehnsüchtig die verliebten Paare anzusehen, und sich zu fragen wie es wohl wäre an ihrer Stelle dort draußen zu sein. “Die Colombo famiglia ist eine der bedeutendsten hierzu Lande, du wirst den ältesten Sohn heiraten, sein Name ist Salvatore. Er ist noch jung, nicht älter als achtundzwanzig. Das macht ihn nur etwa zehn Jahre älter als du selbst la farfalla.” Ja er war noch nicht allzu alt, jedoch machte ich mir mehr Sorgen wie er ist, gute Männer schaffen es nicht auf solche Positionen, nur die Grausamsten halten lange genug diesen Platz um ihn zu festigen und auszubauen. Ich mag Naiv gegenüber unserer Welt sein, doch ganz verloren war ich auch nicht, ich wusste das mein Vater schon getötet hatte und das er nicht nur Menschen auslöschte die es verdient hatten sondern auch Unschuldige die im sich ihm in den Weg gestellt hatten.

Nein ich wollte nicht enden wie Mammá, einen Mann zu lieben, der unfähig war es zu erwidern und sich mehr einer Organisation die mit Leid handelte verbunden fühlte als seiner moglie und seiner eigenen Familie. Ich wollte einem Mann haben der mich liebte und den ich liebte, mit dem ich Kinder haben kann, ohne Angst haben zu müssen wie lange er wohl am Leben bleibt. “Zu heiraten ist nicht das Ende deines Lebens glaub mir uccellino, dein Vater war weder so jung noch so gut aussehend. Noch war er so sanft wie heute, er hat sich verändert wenn man ihnen einen sicheren Hafen bietet geschieht so etwas. Wie auch dein Vater wurde Salvatore erzogen um sich zu behaupten und das funktioniert nicht mit Freundlichkeiten, wenn man ihnen jedoch etwas Sanftheit und Geborgenheit anbieten geben sie es einem vielleicht auch etwas zurück.” Ich wollte nicht alles in eine Beziehung investieren, wenn ich nur vielleicht etwas zurück bekommen würde. Denn genau das würde passieren Männer in unserer Gesellschaft wurden erzogen um Grausam zu sein, und das kann man nur sein wenn man sie zwingt ihr Herz aufzugeben, wie soll jemand der tötet gleichzeitig auch ein liebender Familienvater und Ehemann sein. Das einzige was ich mehr begehre als meine Freiheit sind Kinder, diese werde ich zwar bekommen, doch sie erwartet wenn sie alt genug sind das selbe Schicksal und das ist wohl das letzte was ich will, aber auch hier ist meine Meinung eher ohne Bedeutung.

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