Wie der Zufall so will

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Summary

Warum das Schicksal Bruce Maier und Lilly Schmidt gerade auf dem Friedhof zusammentreffen lässt können Beide nicht sagen.

Status
Ongoing
Chapters
16
Rating
4.5 2 reviews
Age Rating
16+

Vorwort

Lilly kam meistens früh am Morgen auf den Friedhof, um diese Uhrzeit war sie hier ungestört und oft in ein ziemlich einseitiges Gespräch mit den hier Ruhenden vertieft. Hier vermochte sie ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Manchmal bekamen die wunderschönen Blumen auf Den Grab ihrer Mutter frisches Wasser und sie brachte ihr aus der Stadt ein Windrad mit, Mal in Form eines Drachen, Mal war es einfach bunt. Sie beschloss das ihr das gefallen hätte. Ein anderes Mal saß sie auf der Bank neben dem Grab Ihres Vaters, sie erzählte ihn von der Arbeit oder vertraute ihn Sorgen an die sonst niemand verstand. Auch heute hatte sie sich wieder entschieden vor der Arbeit einen Besuch auf dem Friedhof zu machen. Im Krankenhaus war es momentan furchtbar stressig, eine welle der Pandemie überflutete die Stadt aufs neue und jede Hand wurde gebraucht. Sam würde bei den Erkrankten mit seinen Soldaten Team

für Sicherheit sorgen, was Tina fürchterlich aufregte. Ihr kleiner Sohn Boby war 4 Jahre alt, sein kleiner Bruder Alex gerade 3. Wenn Sam etwas zustoßen würde wäre das schrecklich für sie und die Kinder, auch weil sie erneut schwanger war, aber die Zeiten waren sicher, und Alle versuchten Tina zu beruhigen. Lilly war wieder allein, Dean hatte entdeckt das er doch besser zu Sahra passte und merkwürdiger Weise gab Lilly ihm da Recht. Gerade zupfte die junge Frau tief

in Gedanken versunken etwas Gras an den Grab ihrer Mutter als sie eine nicht gerade leise Kinderstimme aus ihren Gedanken riß:" Liegt deine Mami auch hier?

Die junge Frau erschrak fürchterlich und wäre beinahe, da sie in der Hocke saß, auf dem Hosenboden gelandet. Hinter ihr stand ein kleiner, strohblonder Junge mit großen schieferblauen Augen und sah sie interessiert an. Lilly schätzte ihn auf ungefähr drei Jahre und lächelte unwillkürlich als das Kind jetzt fragend seinen Kopf zur Seite legte. "Ja, meine Mami liegt auch hier!"

Der kleine nickte verstehend:"War

Sie auch krank, meine Mum war ganz doll krank, sogar mein Daddy konnte ihr nicht helfen, und der kann sonst Alles!" Das Kind strahlte und tat Lilly gleichzeitig furchtbar leid, es war sicher schwer als so kleiner Knirps seine Mutter zu verlieren. "Nein, sie war nicht krank, sie ist im Krieg gestorben, da war sie sehr tapfer!" Der kleine war jetzt näher heran gekommen und begutachtete neugierig das bunte Windrad:"Das

ist schön, da freut sie sich bestimmt! Ich habe meiner Mommy heute einen Engel mitgebracht, einen kleinen aus Stein weißt du!" "Ich bin sicher deine Mum hat sich auch sehr darüber gefreut!" "Ja, Daddy sagt immer sie sieht mich von da oben, ich kann sogar winken,guck Mal!"

Eifrig winkte der Kleine in den Himmel und Lilly's Herz krampfte sich zusammen. sie war oft niedergeschlagen weil ihre Eltern beide verstorben sind und sie nun alleine stand. "Wie heißt du eigentlich?", sie hatte sich wieder auf Augenhöhe mit dem

Jungen begeben. "Scot!" "Das ist ja ein schöner Name!" "Ja, mein Dad sagt immer er wollte nicht das ich heiße wie jeder Trottel!" Jetzt schmunzelte Lilly" Kinder waren doch herrlich ehrlich! "Wo ist dein Dad denn eigentlich? Nicht das er dich sucht und sich Sorgen macht."

"Der ist noch an Mommy's Grab, manchmal weint er dann, da gehe ich lieber weg, sonst werde ich auch ganz traurig!" Jetzt sah das Kind zu Boden und die junge Frau hätte ihn am liebsten in den Arm genommen. Plötzlich ertönte eine dritte Stimme von jemandem der von hinten an sie heran getreten war, seltsam vertraut und doch so unerwartet das Lilly wieder kräftig zusammen zuckte: "Entschuldigen sie Miss, er läuft mir immer davon, ich hoffe er hat sie nicht aufgehalten!" Einige Augenblicke blieb die junge Frau einfach hocken, erst als Scot flüsterte:" Keine Angst, das ist nur mein Dad!", stand sie auf und drehte sich langsam um. Vor ihr stand Bruse Maier, verändert zwar und älter, aber unverkennbar. Als dieser erkannte wen er da vor sich hatte weiteten sich seine Augen kurz:" Schmidt, was machst du denn hier?" "Hallo Bruse, ich besuche die Gräber meiner Eltern." "Natürlich, sie sind ebenfalls hier beerdigt! Ich hoffe Scot hat dich nicht belästigt?" "Nein, wir Beide haben uns gut unterhalten. Er hat mir das von seiner Mum erzählt, es tut mir leid Bruce." Der Junge Mann nickte nur und hielt seinem Sohn dann auffordernd die Hand hin:" Komm Scot, sag auf Wiedersehen, wir müssen los und Lilly bestimmt auch." Lilly, das war neu und die genannte sehr erstaunt. "Du heißt Lilly? Das ist auch ein schöner Name!"

"Danke Scot, dann machs Mal gut, vielleicht treffen wir uns einmal wieder!"

"Ja, das wäre super, ich bringe jetzt immer meinen neuen Dino mit her, den zeig ich dir dann!" "Einverstanden!"

Die Erwachsenen sahen einander an:" Machs gut Lilly, vielleicht sehen wir uns tatsächlich nochmal!", er lächelte. Bei Merlin, Bruse Maier lächelte, etwas das er sehr gut konnte wie Lilly gerade feststellen musste. Langsam schlich sich ebenfalls ein Lächeln in ihr Gesicht:" Ja, wenn ihr auch immer so früh hier seid, da ist es noch so schön....!" "Ruhig!", beendete er ihren Satz, und sah ihr plötzlich genau in die Augen, was Lilly's Herzschlag beschleunigte. Dann drehte er sich mit seinem Sohn an der Hand um:" Bis dann, Lilly!" "Bis dann Bruse, bis dann Scot, vergiss den Dino nicht." Der Kleine winkte bis er Lilly nicht mehr sehen konnte. Diese

blieb trotz der stressigen Tage im Krankenhaus heute länger auf dem Friedhof... es gab viel zu besprechen mit den geduldigsten Zuhörern der Welt!