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Die Julius Chroniken - Der Pakt

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Zusammenfassung

Teil 3 der Julius Chroniken Nachdem Leon sich freiwillig den Werwölfen ausgeliefert hat, spitzt sich die Situation weiter zu. Auf beiden Seiten liegen die Nerven blank. Gibt es jetzt überhaupt noch eine Chance auf Frieden?

Genre:
Fantasy
Autor:
Maurolycos
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
33
Rating
5.0 5 Bewertungen
Altersfreigabe
16+

1.

Unruhig schritt Tia in ihrer Zelle auf und ab. Immer wieder blieb sie an dem vergitterten Fenster stehen und sah mit besorgter Miene in Richtung Wald, wo einige Vampire den Waldrand absuchten. Immer wieder blitzten ihre Augen blau auf und ein Kribbeln wanderte durch ihren Körper. Mühsam beherrscht stützte sich das Mädchen an der Wand ab, schloss die Augen und atmete tief durch, bis sie sich wieder unter Kontrolle hatte. Fast schon erleichtert wandte sie sich der Zellentür zu, als sie hörte, wie der Riegel zurück geschoben wurde. Kaum, dass sich die Tür einen Spalt weit geöffnet hatte, stürmte sie auf den Eingang zu, stoppte aber genauso abrupt, wie sie gestartet hatte. Baran musterte sie mit gerunzelter Stirn. Hinter ihm standen Kiran und Levin, die Hand am Silberdolch, der in ihrem Gürtel steckte. „Schön langsam“, sprach Baran bemüht ruhig auf sie ein. Tia lächelte verlegen, hob abwehrend die Hände und trat einen Schritt zurück. „Verzeiht, Baran. Ich habe mich unter Kontrolle“. Der Hauptmann nickte den beiden Wachen zu, die ihre Hände von den Waffen lösten und einen Schritt zur Seite traten. „Was ist los, Tia? Warum so unruhig?“ Die Wandlerin schluckte. „Was ist da draußen am Wald los? Warum sind dort so viele Vampire?“ Baran seufzte. „Genau deswegen bin ich hier. Leon ist verschwunden. Unsere Krieger suchen nach Spuren.“ Augenblicklich wurde Tia blass. „Also hat er es wirklich getan“, murmelte sie kaum hörbar. Baran hob die Augenbraue. „Du wusstest davon Bescheid? Warum hast du nichts gesagt?“ Das Mädchen zuckte hilflos die Schultern. „Ich musste es ihm versprechen, Baran. Ich habe ihm noch gesagt, dass ich es für keine gute Idee halte.“ Baran unterdrückte ein Knurren. „Was hast du für keine gute Idee gehalten?“ „Leon wollte sich meinem Vater stellen. Im Austausch gegen Helena.“ Der Vampir fluchte. „Dann kommt unsere Suche zu spät. Das wird König Simon nicht gefallen.“ „Es tut mir leid, Baran. Ich weiß, dass Leon Euer Freund ist. Aber ich musste ihm versprechen, niemandem von seinem Plan zu erzählen.“ Der Hauptmann nickte matt und berührte Tia sacht am Arm. „Komm. Der König will dich sprechen. Er will wissen, ob du etwas über Leons Verbleib weißt.“ Tia schluckte und wurde blass. „Er wird unsagbar wütend sein.“ Baran neigte den Kopf. „Das ist durchaus möglich. Ich werde mein Möglichstes tun, um dich zu schützen. Und jetzt komm.“

Sichtlich nervös betrat Tia das Büro des Vampirkönigs und blieb vor dem großen Schreibtisch stehen. Sie wagte es nicht, den Blick zu heben und den König anzusehen. Als dieser dann auch noch aufsprang, wich sie reflexhaft einen Schritt nach hinten zurück. Erst jetzt hob sie den Blick und stieß ein leises Knurren aus, während ihre Augen Simon eisblau entgegen leuchteten. Sofort stieß Simon ein warnendes Knurren aus. „Wag es nicht, dich hier zu verwandeln.“ Die Wandlerin schluckte schwer, schloss die Augen und rang um Kontrolle. Baran runzelte die Stirn, trat dann einen Schritt nach vorne. „Hoheit?“ „Was ist, Hauptmann?“, erwiderte Simon mit einem Knurren. Kurz zögerte der Vampir, dann trat er neben seinen König, verneigte sich respektvoll und beugte sich näher zu ihm. „Tia weiß mehr, Hoheit“, raunte er ihm leise zu. „Doch sie hat Angst vor Eurer Reaktion.“ Die Hände des Monarchen ballten sich zu Fäusten, doch schließlich nickte er. „Ihr empfehlt mir also, Ruhe zu bewahren, um die Situation nicht zu eskalieren“, stellte er fest. Baran lächelte leicht schief. „Ich denke, das wäre hilfreich, Hoheit.“ Der andere Vampir schloss die Augen, atmete mehrmals tief durch und sah dann erneut zu der Wandlerin, die im gleichen Moment mit einem Keuchen auf die Knie sank. Erneut leuchteten ihre Augen eisblau. Immer wieder schienen die Konturen ihrer Glieder zu verschwimmen, immer wieder wurde ihre Haut kurzzeitig von Fell überzogen. Simon unterdrückte ein Fluchen. „Tia“, sprach er die junge Frau ruhig an. „Was auch immer du weißt, ich werde dir nichts antun. Aber bitte beruhige dich.“ Der Atem der Wandlerin ging schnell, als sie panisch an sich hinabsah. Simon fluchte leise, als er zudem hörte, wie das Herz des Mädchens raste. „Dann bleibt mir keine andere Wahl, als meine Kraft einzusetzen“, murmelte er. Noch bevor er aufstehen konnte, berührte ihn Baran sacht am Arm. „Wartet bitte noch einen kurzen Moment, Hoheit.“ Im gleichen Augenblick schloss Tia die Augen. Fahrig tastete sie nach dem Herzanhänger und umschloss ihn mit ihren Fingern. Langsam wurde die Atmung der Wandlerin ruhiger und auch ihr Herzschlag verlangsamte sich wieder. Schließlich öffnete sie die Augen, richtete sich auf und sah Simon verlegen an. Der König sah sie kopfschüttelnd an und wandte sich dann an den Hauptmann. „Nehmt Tia den Ring ab, Baran. Ich denke, er ist nicht mehr länger nötig. Tia kann sich selbst besser kontrollieren, als es der Reif könnte.“ Baran schmunzelte. „Sehr gerne, Hoheit.“ Mit einem Lächeln trat er auf die junge Frau zu und nahm ihr die Silberfessel ab. „Gut gemacht, Tia. Das war bestimmt nicht einfach.“


„Lelo, wach auf!“ Leon stöhnte unwillig. Er wollte nicht aufwachen. Dazu schmerzte sein ganzer Körper zu sehr. „Bitte, Lelo. Wach doch endlich auf.“ Der Vampir brummte unwillig, als jemand anfing, ihn an der Schulter zu rütteln. Widerwillig öffnete er die Augen. Es dauerte einen Augenblick, bis er klar sehen konnte. Mit einem erneuten Stöhnen wollte er sich an den schmerzenden Kopf greifen, doch mit einem leisen Klirren stoppten feste Silberketten seine Bewegung. Erst jetzt wandte sich Leon dem ‚Störenfried‘ zu, der ihn geweckt hatte. „Helena! Wie geht es dir?“ Erneut stoppten die kurzen Ketten seine Bewegung, als er seine Schwester in den Arm nehmen wollte. Stattdessen warf sich das Mädchen, deren Ketten deutlich länger waren, mit einem lauten Schniefen an die Brust ihres Bruders. „Ich hatte solche Angst, dass du gar nicht mehr aufwachst, Lelo.“ Der Vampir lächelte matt und verlagerte sein Gewicht, doch auch das half nicht gegen die unbequeme Position. Er saß auf einem einfachen Strohsack. Seine Hände waren auf Höhe des Kopfes an die Wand gekettet. Lediglich seine Füße hatten etwas mehr Spiel, doch auch sie waren mit schweren Silberketten am Boden fixiert. „Jetzt bin ich ja bei dir, Neli.“ Helena schlang die Arme um den Hals ihres Bruders. „Ich hab so großen Hunger“, klagte sie. Leon musterte seine Schwester, deren Augen sichtlich rot gefärbt waren, liebevoll. „Ich weiß, Schwesterlein. Ich habe zwar Blut für dich mitgebracht, aber das ist bei den Wölfen. Wir können nur darauf hoffen, dass sie es dir geben.“ Das Mädchen schluckte schwer, nickte aber dann. „Behandeln sie dich sonst gut?“ Helena zögerte kurz, nickte aber dann. „Ich denke schon. Ich bekomme normales Essen und Trinken. Aber es ist hier so dunkel und kalt. Ich habe Angst.“ Leon stieß ein leises Fauchen aus, als die Kette ihn ein weiteres Mal stoppte und ihn davon abhielt, seiner Schwester beruhigend über den Kopf zu streichen. „Warum bist du eigentlich hier, Lelo?“ Der Vampir schmunzelte. „Deinetwegen, Helena. Und weil der Krieg immer schlimmer wird.“ „Meinetwegen?“ Leon nickte. „Ja. Ich wollte mich dem Alpha im Austausch für dich anbieten aber … naja, das hat wohl nicht so ganz geklappt. Jetzt sitzen wir gemeinsam hier fest. Aber wenigstens bist du jetzt nicht mehr allein.“ Noch bevor Helena antworten konnte, erklangen dumpfe Schritte aus dem Gang, die sich rasch näherten. Ängstlich drückte sich das Mädchen an ihren Bruder. „Was werden sie mit uns machen, Lelo?“ Leon stöhnte, als er dadurch stärker in die Fesseln gedrückt wurde. „Ich weiß es nicht, Helena. Wir müssen einfach abwarten.“ Der Gang vor ihnen wurde heller, als er vom Schein einer Fackel beleuchtet wurde. Kurz darauf tauchten die Silhouetten von zwei Werwölfen in Menschengestalt auf. „Alpha“, Leon neigte grüßend den Kopf, als er Samuel erkannte und musterte aufmerksam den anderen Mann. Der Rudelführer musterte Leon nachdenklich, als er sah, wie verkrampft dieser in den kurzen Ketten hing und eindeutig Schmerzen hatte. „Das hier ist Valentin, mein Beta“, erklärte er dann jedoch nur knapp, als er Leons Blick auffing. „Wir haben das Gespräch mit deiner Schwester belauscht, seit du wieder zu dir gekommen bist. Scheinbar hast du wirklich die Wahrheit gesprochen, was deine Beweggründe betrifft.“ Leon lächelte nur schief. „Vorerst werdet ihr beide als meine Geiseln hierbleiben. Das wird mir Tias Wohlergehen sichern.“ Der Vampir nickte ernst und sah zu seiner Schwester. „Das habe ich befürchtet.“ Mit gerunzelter Stirn musterte Samuel seinen Gefangenen, dann griff er in seine Tasche und holte zwei Phiolen hervor. „Hier. Blut für dich und deine Schwester“, erklärte er schlicht. Leon schüttelte den Kopf. „Nein. Nur für Helena“, widersprach er. „Ich kann den Hunger aushalten, aber Helena nicht. Und da ungewiss ist, wie lange wir hier sein werden …“ Samuel zuckte die Schultern. „Wie du meinst.“ Der Alpha trat einen Schritt auf die beiden Vampire zu und hielt Helena die Phiole entgegen, die sie gierig ansah, bevor sie das Fläschchen scheu entgegennahm und sofort hungrig austrank. Ein weiteres Mal legte sich der Blick des Werwolfs auf Leon. „Wenn du dich weiterhin ruhig verhältst, werde ich vielleicht erwägen, dich mit längeren Ketten binden zu lassen.“

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Gutes Schreiben

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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Starker Dialog

author

In der ersten Zeile hast du glaube ich die falsche Tochter geschrieben, also Helena statt Tia.
Ich bin so gespannt wie es weiter geht , danke :)

2 Jahre

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