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No scent

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Zusammenfassung

Als Werwolf geboren, aber ohne Geruchssinn zur Welt gekommen. Für River ist es ein Makel, den niemand ignorieren kann – nicht einmal ihr Fated Mate. Abgelehnt und mit gebrochenem Herzen kämpft sie darum, sich in einer Welt zu beweisen, die Stärke auf eine Weise misst, die sie nicht nachempfinden kann. Doch als eine mächtige Figur in ihr Leben tritt, wird alles, was sie über das Schicksal, die Liebe und Loyalität zu wissen glaubte, infrage gestellt. Kann River über sich hinauswachsen – oder wird sie zurückgelassen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
20
Rating
4.7 153 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Rejection (edited)

..

Vor einem Jahr

River hatte Keith aus der Ferne beobachtet. Ihr Puls raste. Er war der Freund von Yorick und der nächste Alpha des Nachbarrudels. Doch heute hatte er sie gebeten, ihn allein auf dem Spielplatz zu treffen. Ihr Herz flüsterte ihr zu, dass er sie vielleicht wollte. Vielleicht wollte er sie zu seiner Gefährtin wählen.

Doch diese Hoffnung zerbrach in dem Moment, als er den Mund aufmachte.

„Ich, Keith Moonshine, Alpha des Moonshine-Rudels, löse hiermit mein Band mit dir, River Whiteclaw. Ich erkenne dich nicht länger als meine Gefährtin oder als zukünftige Luna dieses Rudels an“, verkündete Keith. Seine Stimme war so kalt, dass sie einem das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Die Worte schnitten wie eine Klinge durch River. Nein, das konnte nicht wahr sein. Das würde er nicht tun. Nicht hier und nicht so.

„Keith … was soll das bedeuten?“, flüsterte sie mit zittriger Stimme. Ihr Hals fühlte sich wie zugeschnürt an. Es war, als wüsste ihr Körper bereits, dass die Antwort sie zerreißen würde.

Keiths Gesicht wirkte wie aus Stein gemeißelt. „Dein Bruder hat mir mal erzählt, dass du keinen Geruchssinn hast. Als ich dich das erste Mal gewittert habe, wusste ich sofort, dass du meine vorbestimmte Gefährtin bist. Du wusstest es nicht. Das hätte mir eine Warnung sein sollen. Und heute, als ich dich wiedersah, wurde mir klar, dass du nicht für mich gemacht bist.“ Sein Kiefer spannte sich an. Die Worte schmeckten wie Gift auf seiner Zunge.

River zog sich der Magen zusammen. Er hatte es gewusst. Er hatte es von Anfang an gewusst – und trotzdem verachtete er sie dafür.

Er starrte in ihr verweintes Gesicht. Sein Ausdruck war nicht zu deuten, doch in seinem Inneren knurrte sein Wolf ihn wütend an. Hatte die Mondgöttin sie wirklich auserwählt? Wie konnte eine so schwache Frau mit solchen Fehlern jemals die Luna seines Rudels sein? Schlimmer noch: Wie sollte sie seine Erben zur Welt bringen, wenn sie nicht einmal riechen konnte? Ein Alpha brauchte Stärke, keine Schwäche.

„Du wirst niemals meine Luna sein“, knurrte er. „Eine Luna muss makellos sein. Und das bist du nicht.“

Tränen brannten in Rivers Augen. Ihre Fäuste zitterten und ihre Nägel gruben sich in ihre Handflächen. Ihre Ohren glühten vor Zorn. Fehlerhaft? Wegen einer Sache, die sie nicht ändern konnte? Wegen etwas, das die Mondgöttin selbst so gewollt hatte?

„Du willst mich nicht, weil ich nichts riechen kann?“ Ihre Stimme brach erst, dann wurde sie vor Wut scharf. „Na gut, ich will dich auch nicht, weil du ein arroganter, unausstehlicher Wichser bist!“

Sie wischte sich die Tränen mit dem Ärmel weg. Ihre Hände zitterten zwar, aber sie hob das Kinn, obwohl ihre Beine sich wie Wackelpudding anfühlten. „Ich, River Whiteclaw vom Whiteclaw-Rudel, nehme deine Ablehnung an. Ich wäre lieber hundert Jahre lang allein, als deine Luna zu sein.“

Kaum waren die Worte raus, traf sie ein stechender Schmerz in der Brust. Ihre Knie gaben nach. Es fühlte sich an, als würde ihr Herz zu Staub zerfallen. Als wäre sie innerlich ausgehöhlt worden und nur noch Schmerz übrig.

Auch Keith schwankte und klammerte sich an seine Brust, doch er unterdrückte den Schmerz. Er schluckte ihn runter und ließ sie allein im Regen stehen.


Eine halbe Stunde später kauerte River immer noch auf dem nassen Boden. Ihr Schluchzen war nur noch ein heiseres Krächzen. Sie versuchte, Kontakt zu Rain aufzunehmen, doch ihre Wölfin schwieg.

Bitte verlass mich nicht auch noch. Dich kann ich nicht auch noch verlieren.

Keine Antwort. Nur Leere. Rains Schweigen war schlimmer als die Ablehnung. Es fühlte sich an, als hätte ihre eigene Seele sie im Stich gelassen. Sie war geboren worden, um eine Luna zu sein. Um zu führen und dazuzugehören. Und was war sie jetzt? Nichts. Einfach nur leer.


Währenddessen lümmelte ihr Bruder Yorick auf dem Sofa. Der Fernseher lief und eine Tüte Chips lag in Reichweite. Er griff gerade zu, als die Haustür aufflog und sein alter Schulfreund hereinstürmte.

„Keith?“ Yorick sprang auf. „Was ist los – und wo ist meine Schwester?“

Keith wich seinem Blick aus. „Keine Ahnung“, murmelte er. Er starrte lieber auf die Pfützen, die sich um seine Sneaker bildeten, als Yorick anzusehen.

Yorick riss der Geduldsfaden. Er hatte sich das ganze Wochenende auf Keith gefreut. Auf die unkomplizierte Freundschaft, die sie seit ihrer Kindheit verband. Doch der Mann, der da vor ihm stand, war ein Fremder – kalt, arrogant und unausstehlich.

„Wo ist sie?“, hakte Yorick nach. Seine Stimme klang fast wie ein Knurren.

Keith reckte das Kinn vor und tat so, als wäre er stark. Dabei nagte der Schmerz der Ablehnung an ihm. Er blickte kurz zum Fenster, gegen das der Regen peitschte.

Da begriff Yorick alles. Sein Wolf knurrte und fletschte die Zähne. „Sie ist da draußen? Im Regen? Was zum Teufel hast du getan?“

„Ich habe diesen Bastard abgelehnt“, spie Keith voller Abscheu aus.

Yorick kochte vor Wut. Die Hitze stieg ihm in die Brust. Er packte Keith am Kragen, schüttelte ihn und bleckte die Fangzähne. „Du hast <i>was</i> getan?“, grollte er fassungslos.

„Ich habe River abgelehnt … Sie war meine vorbestimmte Gefährtin“, sagte Keith tonlos. Er klang so, als würde diese Tatsache seine Grausamkeit rechtfertigen.

„Du hast meine Schwester abgelehnt?“ Yoricks Griff wurde fester, seine Knöchel traten weiß hervor. „Selene selbst hat euch zusammengeführt, und du wagst es, dich ihr zu widersetzen? Sei froh, dass mir meine Schwester wichtiger ist, als dich in Stücke zu reißen. Sonst würdest du hier nicht mehr stehen.“

Keith stolperte zurück, als Yorick ihn losließ. Doch sein Blick blieb kalt und hart. Yorick versetzte ihm einen Stoß und stürmte hinaus in die Nacht. Der Regen prasselte auf ihn nieder, als würde der Himmel selbst mit ihm grollen.

Es goss in Strömen, während Yorick der vertrauten Witterung seiner Schwester folgte. Er fand sie zusammengekauert auf dem klatschnassen Gras. Sie zitterte am ganzen Körper.

„River?“ Er ging in die Hocke und legte ihr eine Hand auf die Schulter.

Zwischen zwei Schluchzern brachte sie hervor: „Er hat mich abgelehnt.“

Ihre eigene Stimme klang ihr fremd, als gehörte sie jemand anderem. Abgelehnt. Das Wort allein fühlte sich wie Gift in ihrem Mund an.

„Ich weiß, kleine Schwester“, sagte Yorick sanft, während er die Zähne zusammenbiss. „Komm schon. Du holst dir hier draußen noch den Tod.“ Er wollte nach ihr greifen, aber sie schlug seine Hand weg.

„Ich will deine Hilfe nicht.“ Ihr Widerstand war schwach. Sie war viel zu erschöpft, um sich wirklich zu wehren. Sie wollte kein Mitleid. Niemand sollte sie so am Boden sehen.

„Ich nehme dich trotzdem mit.“ Sein Ton duldete keinen Widerspruch. Er hob sie mühelos hoch. Schließlich lehnte sie sich an seine warme Brust, zu müde, um weiterzukämpfen.

Während Yorick sie zurücktrug, vergrub River ihr Gesicht an seiner Brust. Sie hätte sich sicher fühlen müssen. Doch sie spürte nur Leere. Wenn nicht einmal ihr Gefährte sie wollte, wo sollte sie dann jemals hingehören?


Als River sicher in ihrem Bett lag, stürmte Yorick durch den Flur. Er dachte nur an das Eine.

Wer glaubte Keith eigentlich, wer er war? Er verletzte seine Schwester und widersetzte sich Selene.

Er hämmerte gegen die Tür des Gästezimmers. Keith öffnete und Yoricks Wut brach aus ihm heraus.

„Glaubst du ernsthaft, dass es normal ist, seine Gefährtin abzulehnen?“, brüllte er. „Die Göttin macht keine Fehler!“

Bevor Keith antworten konnte, stürmte Alpha Wolfgang an Yorick vorbei. Auch er war außer sich vor Zorn.

„Was hast du getan?“, donnerte Wolfgang.

Keith wich zurück und sackte auf die Matratze. Vor Angst trat ihm der Schweiß auf die Stirn, während die beiden Männer sich bedrohlich über ihn erhoben.

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10 vorherige Kommentare anzeigen…
author

I've been meaning to read this for awhile now. I can relate to River so much. I was born with a condition called anosmia which means I have no sense of smell. it sucks at times because I don't know if I stink or if I e added too much perfume. but also a blessing because I can't smell BO or farts 😅 also can definitely relate to getting broken up with because of being flawed. having no sense of smell paired with PCOS and scars on my head from life saving surgeries at birth. guy's stay with me for awhile but leave once they realize I can't give them kids or a future because mine is unknown. sorry didn't mean to get all sappy here but this is kinda relatable

5 Monate
2
author

Very good start.... caught my interest from the beginning...

5 Monate
1
author

kieth deserved that. the alpha better teach him a lesson! I already love river and yorick!

10 Tage

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