Now Suck
Mia
Julian

Astrid

Mia
„Was ist das für ein Notfall?“, fragt Julian, als er meine Wohnung betritt. „Heilige Scheiße, die Bude hier ist ja wunderschön.“
„Das hat man davon, wenn man als Klassenbeste in Harvard Jura abschließt“, sagt Astrid und geht in Richtung Küche. „Unsere Kleine ist schlau“, ruft sie und nimmt sich ein Bier aus dem Kühlschrank, als würde ihr der Laden gehören.
Julian stürzt zur Fensterfront. „Du hast Aussicht auf den Central Park? Ich würde mein neues Boy Toy so gerne gegen diese Scheibe gepresst ficken.“
„Hör auf, so versaut zu denken.“ Ich zeige auf die Couch. „Das hier ist ernst.“
Sie nicken und Astrid reicht jedem von uns ein Bier, bevor wir uns setzen. „Was ist los?“, fragt sie.
Ich atme tief durch. „Heute waren Detectives bei mir und haben nach meinem Bruder gesucht.“
„Du hast einen Bruder?“, sagen Astrid und Julian gleichzeitig.
„Ich dachte eigentlich nicht – aber ja. Anscheinend gab es einen Treffer bei einer DNA-Probe von einem Tatort. Er beweist, dass ich mit der Person verwandt bin.“ Ich öffne mein Bier. „Das kommt von diesem Ahnenforschungstest, zu dem ihr beide mich überredet habt, weil ihr gehofft habt, ich hätte irgendeine entfernte Verwandtschaft.“
Astrids Augen werden weit. „Das ist ja Wahnsinn. Seit deine Eltern gestorben sind, wolltest du nichts lieber, als einen Verwandten zu finden, und jetzt hast du einen.“ Sie holt eine kleine Flasche Cristal Champagner aus ihrer Tasche und ich lege den Kopf schief. Sie zuckt mit den Schultern. „Du hast SOS gesagt. Ich wollte vorbereitet sein, falls es was zu feiern gibt.“
„Reiche Erbin eben“, sagen Julian und ich lachend, und sie streckt uns die Zunge raus.
Julian kaut an seinem Fingernagel. „Deine Mutter hatte also ein Kind, bevor du geboren wurdest, und hat es weggegeben?“
Das ist die Frage, die mich den ganzen Tag beschäftigt hat. Meine Eltern haben ihre Romanze immer wie ein Märchen beschrieben. Sie waren Jugendliebe und sagten, es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Auf keinen Fall hätten sie ein Kind weggegeben, selbst wenn sie jung gewesen wären.
Ich lehne mich auf der Ledercouch nach vorne und klammere mich an der stabilen Armlehne fest. „Erinnert euch, meine Eltern sind bei einem Autounfall gestorben“, sage ich und beide nicken. „Meine Mutter war im achten Monat schwanger. Meine Adoptiveltern sagten, sie hätte das Baby verloren. Vielleicht stimmt das ja gar nicht.“
„Du glaubst, sie haben dich angelogen?“ Astrids Augen verengen sich und ich schüttle den Kopf.
„Ich glaube nicht“, sage ich leise. Astrid reicht mir den Champagner und ich trinke direkt aus der Flasche. Sie hat recht. Seit meine Eltern tot sind, hat mir die familiäre Bindung gefehlt, und heute Abend wird gefeiert.
Sie stößt mit ihrem Bier gegen meine Flasche. „Jetzt musst du dein schickimicki Jura-Diplom nutzen, um deinen Bruder zu retten.“
„Schickimicki.“ Ich verdrehe die Augen.
Sie zeigt mir den Mittelfinger. „Stell es dir doch mal vor. Er steht vor Gericht, sie wollen ihn gerade verurteilen, und du kommst rein und rettest ihn“, sagt sie dramatisch.
„Dir ist klar, dass sie Firmenanwältin ist, oder?“, sagt Julian trocken und ich lache.
Astrid holt Chips aus ihrer Tasche und fängt an zu knabbern. Julian und ich sehen uns an. „Wie kannst du nur so dünn sein?“, fragt er.
„Ozempic“, sagt sie, als wäre es das Offensichtlichste der Welt.
„Reiche Erbin.“ Er schüttelt den Kopf und ich lache. „Was hast du sonst noch da drin?“
Sie holt Eiscreme und ein paar Löffel heraus. „Ich bin auf alles vorbereitet.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Ich dachte, wenn das SOS richtig schlimm ist, brauchst du Nervennahrung.“
„Es ist schon irgendwie traurig.“ Ich nehme ihr den Löffel ab und tauche in das Schoko-Cookie-Eis ein. „Der Polizist hat zu viel über den Tatort verraten. Ich hab nachgeforscht. Eine ältere Dame wurde ziemlich übel zugerichtet. Im Artikel steht, dass die Verbrechen mit der New Yorker Mafia in Verbindung stehen. Mein Bruder könnte für zwanzig Jahre in den Knast wandern, wenn er verurteilt wird.“
„Zu viel verraten?“ Julian zuckt mit den Schultern und ich lächle verlegen. „Du hast den Bullen mit deinem hübschen Lächeln um den Finger gewickelt.“ Er schnappt mir den Löffel weg und nimmt eine Portion Eis. „Diese Grübchen bringen jeden Mann auf die Knie.“ Er isst noch mehr Eis und schiebt es dann weg. „Also, wie sieht der Plan aus, um deinen Bruder zu retten?“
Wir sitzen alle schweigend da.
Wir trinken.
Wir trinken noch mehr.
Schließlich sagt Astrid mit der Stimme eines Heureka-Moments: „Julian hat recht. Männer lieben deine smaragdgrünen Augen. Wenn du deinen Bruder nicht auf legalem Weg retten kannst, musst du es illegal tun. Du kannst den Mafiaboss verführen und ihn bitten, jemanden zu bestechen, damit dein Bruder freikommt.“
„Das ist doch wahnsinnig.“ Ich verdrehe die Augen.
„Es ist irgendwie genial“, sagt Julian. Ich will schon lachen, bis ich merke, dass er es ernst meint.
Die beiden sind klinisch irre.
„Reiche Leute nutzen ständig Bestechung, um aus dem Dreck zu kommen“, sagt Astrid ganz selbstverständlich. Als Julian und ich sie ansehen, als wäre sie verrückt, zuckt sie mit den Schultern. „So läuft das bei uns eben. Ich würde ja helfen, aber das übersteigt meine Fähigkeiten.“
„Dann ziehen wir das also durch.“ Julian klatscht begeistert in die Hände. „Du schnappst dir einen Mafia-Don und bittest ihn, deinen Bruder zu retten.“
Mache ich das wirklich? Meine Mutter sagte immer, dass Frauen der Kleber sind, der Familien zusammenhält. Meine Eltern würden wollen, dass ich meinen Bruder beschütze. Dass ich von ihm erfahren habe, war ein Wunder, und ich werde nicht zulassen, dass wir wieder getrennt werden.
Ich nicke und kippe die halbe Flasche Champagner runter. „Ich mache bei eurem Plan mit, bis mir was Besseres einfällt.“
„In der Zwischenzeit fangen Astrid und ich an zu planen, wie wir dich in eine Sexgöttin verwandeln“, sagt Julian und Astrid nickt.
„Das Verführungstraining beginnt morgen“, sagt Astrid. Ich sehe schon, wie es in ihrem Kopf rattert.
Gott steh mir bei.
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„Das ist so peinlich. Ich kann nicht glauben, dass ich das mitmache“, sage ich zu Astrid. Dann sehe ich zu dem Typen auf, den Julian als sein Boytoy bezeichnet, kurz BT. Ich hätte wissen müssen, dass sie was aushecken, als ich den nächtlichen Anruf bekam, zu Julian zu kommen.
„Du wirst den Boss der New Yorker Mafia niemals angeln, wenn du ihm keinen Wahnsinns-Blowjob verpassen kannst“, sagt Julian, während er BTs Hose aufknöpft.
„Du hast in einem Satz zweimal blasen gesagt.“ Ich kichere wie ein kleines Kind. „Wir sind viel zu besoffen, um jetzt Entscheidungen zu treffen.“
Julian drückt mich sanft nach unten, sodass ich vor seinem BT auf den Knien lande. „Wir haben darüber gesprochen, und dir ist kein besserer Plan eingefallen.“ Er zieht dem Typen das Shirt aus. Wow, BTs Bauchmuskeln sind der Wahnsinn. Julian bemerkt meinen Blick und fährt mit den Fingern darüber. „Ich hab doch gesagt, er ist verdammt sexy. Warte erst mal, bis du seinen Schwanz siehst.“
„Müssen wir bei unseren Gruppenaktivitäten wirklich so weit gehen?“, frage ich sarkastisch.
„Du musst vorbereitet sein“, sagt Astrid nachdrücklich. „Wir dürfen nichts dem Zufall überlassen.“ Sie zieht ein Haargummi aus ihrem Pferdeschwanz und bindet meine Haare hoch. „Und jetzt lutsch.“
„Sollte ich nicht an einem alten Kerl üben?“ Ich nehme noch einen Schluck Wein, um mir Mut anzutrinken. Wenn die beiden sich erst mal was in den Kopf gesetzt haben, gibt es kein Zurück mehr.
Astrid schüttelt den Kopf. „Nein, ich hab ein bisschen nachgeforscht. Er ist siebenundzwanzig und heißt Carlos Luciano. Online gibt es keine Fotos von ihm.“
„Wie kann es da keine Fotos geben?“, frage ich.
„Ich hab’s dir doch gesagt. Wenn du reich genug bist, kannst du machen, was du willst.“ Sie zuckt mit den Schultern, als wäre es offensichtlich, und schiebt sich ein Skittle in den Mund. Ich weiß nicht mal, wo die Tüte herkam.
„Reiche Leute können das Internet kaufen?“ Ich schnappe mir ein Skittle von ihr.
„Ja. Jetzt hör auf zu trödeln und sei eine brave kleine Hure.“ Sie tätschelt mir den Kopf.
„Vielleicht kann ich diesen Carlos Luciano einfach bitten, meinen Bruder zu retten, ohne sein Fuck-Toy zu werden, wie ihr es nennt. Außerdem wette ich, dass er ständig Profi-Nutten um sich hat. Wie soll ich gegen die anstinken?“
„Deine Grübchen“, sagt Julian, während er mit der Hand an BTs Schwanz hoch und runter fährt. „Männer schmelzen bei deinem Anblick dahin. Und du hast recht, er ist ständig von Huren umgeben. Deshalb musst du etwas völlig anderes sein. Wir müssen dir nur eine sexy Note verpassen.“
„Mein Ex-Freund hat sich nie beschwert, wenn ich ihm einen geblasen habe.“ Ich zucke mit den Schultern. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, hat er mir auch nie wirklich Komplimente gemacht. Oh Scheiße, vielleicht bin ich ja echt schlecht darin.
„Die Meinung von Arschlöchern zählt nicht“, sagt Julian, und ich gebe ihm ein High Five für diesen Beweis seiner Loyalität.
„Lutsch“, sagt Astrid energisch. „Dein Crashkurs in Sachen Verführung beginnt jetzt.“
Mein Blick konzentriert sich auf BTs Körper. Er sieht aus wie im Labor gezüchtet. Seine blonden Haare, die blauen Augen und die Bronze-Bräune machen den Surfer-Look perfekt.
„Ich weiß, er ist perfekt“, sagt Julian, und ich werde rot.
„Kann ich nicht einfach ein sexy Kleid oder roten Lippenstift tragen, um ihn scharf zu machen?“, schmolle ich.
„Das Wissen, dass du gut blasen kannst, wird dir ein sexy Selbstvertrauen geben.“ Astrid wickelt einen Lolly aus und lutscht daran.
„Aber…“, schmolle ich und kaue auf meiner Unterlippe. Ich schaue auf den Schwanz des Typen und dann zu ihm hoch. „Ist das für dich okay?“
Julian lacht und zieht BTs Mund zu einem Kuss an seinen heran, was die Situation noch seltsamer macht. „Wenn der Schwanz eines Typen so hart ist, muss man nicht erst fragen.“
„Du hast recht, sie ist süß“, sagt BT zu Julian.
„Sag das nicht…“, sagen Julian und Astrid gleichzeitig und schlagen die Hände vors Gesicht, weil sie wissen, dass mich dieses Wort triggert.
„Nenn mich nicht so.“ Ich beiße die Zähne zusammen, stehe auf und tippe gegen seine perfekt geformte Brust. „Nur weil ich eins zweiundsechzig bin und Grübchen habe, bin ich nicht süß. Ich bin erwachsen.“
„Sogar deine Wutanfälle sind süß“, sagt BT provozierend. Seine Mundwinkel zucken zu einem Lächeln, dann sieht er zu Julian. „Sie ist wie ein flauschiges Pinguinbaby, das man einfach knuddeln will.“ Ich schnaube wütend und er starrt mir direkt in die Augen, als würde er mich herausfordern. „Beweis mir, dass du nicht süß bist.“
„Schön“, sage ich entschlossen. Ich bin noch nie vor einer Herausforderung zurückgewichen. „Bring mir bei, wie man im Schlafzimmer einen Homerun landet.“
„Du mit deinen Baseball-Vergleichen.“ Astrid lacht und ich kichere wieder viel zu lange. Vielleicht ist es gut, dass ich so besoffen bin. Nüchtern hätte sie mich niemals dazu überredet.
„Oh, Mist. Dieses Kichern ist echt süß“, sagt BT. Dieser Typ reizt mich bis aufs Blut.
Julian lacht. „Ich weiß, oder? Wie ein Babylachen. Das hat einfach was.“
Ich verdrehe vor ihnen allen die Augen. „Mach mich zum Derek Jeter des Blasens“, sage ich, und Astrid und Julian schauen mich verständnislos an. Ich weiß nicht, wie ich mit Leuten befreundet sein kann, die nicht mal wissen, wer der beste Shortstop der Yankees aller Zeiten ist.
„Zeig mal, was du draufhast.“ BT grinst und seine Herausforderung motiviert mich sofort.
„Schau zu ihm hoch und beiß dir auf die Lippe“, befiehlt Julian und ich tue es. „Sexier.“ Ich versuche es noch mal und er verzieht das Gesicht.
„Wie beißt man sich denn sexy auf die Lippe? Also, auf sexy Art.“ Ich korrigiere mein betrunkenes Ich.
„Du hast in Harvard studiert, du kriegst das sicher raus“, sagt sie und ich verdrehe die Augen. „Außerdem, wenn du der Derek Jackson des Blasens sein willst, musst du das draufhaben.“
„Er heißt Derek Jeter“, korrigiert BT sie, und plötzlich ist er mir ein Stück sympathischer.
Ich schaue leicht nach unten, halte den Blickkontakt, und er korrigiert die Höhe meines Kinns. Dann sehe ich zu ihm hoch und beiße mir in den Mundwinkel.“
„Gut“, sagt BT und fährt mir mit den Fingern durchs Haar. „Leck dir über die Oberlippe“, befiehlt er und ich tue es. „Langsamer“, sagt er und ich versuche es noch mal. „Das ist perfekt.“
Ich sehe zu BT hoch und er starrt Julian an. Er sagt mir, was ich tun soll, aber ich weiß, dass das eigentlich für Julian gedacht ist. Irgendwie ist das heiß, auf eine seltsame Art. Der Alkohol vernebelt mir echt die Sinne. Ich weiß nicht, wie viel ich davon in den Mund kriege, weil er so groß ist. Ich umschließe seinen Schwanz mit der Hand und nehme ihn jedes Mal ein Stück tiefer. Er bleibt hart, also muss ich ja was richtig machen. Dann sehe ich, dass er Julian anstarrt und merke, dass das hier eigentlich gar nichts mit mir zu tun hat.
Heiliger Bimbam, das ist Vorspiel für die beiden.
BT zieht sich zurück und zuckt mit den Schultern.
„So schlecht?“, frage ich geknickt.
„Nicht schrecklich.“ BT spitzt die Lippen und ich werde knallrot. „Ich hab’s nicht so gemeint. Im Ernst, es ist nicht schlecht“, sagt er, und ich zucke bei dem Wort „schlecht“ zusammen. „Es gibt nur noch Luft nach oben.“ Er nimmt meinen Finger und steckt ihn sich in den Mund. Er benutzt viel mehr Zunge, umschlingt meinen Finger damit und lässt die Spitze darüber gleiten.
„Oh.“ Ich halte den Atem an. Julian hat mir gesagt, dass BT ein Blowjob-Experte ist, und jetzt sehe ich, was er meinte. Der Typ fickt meinen Finger weiter und ich achte genau darauf, was er macht. Offensichtlich bin ich eher der Anthony Volpe des Blasens – ein guter Shortstop, aber weit entfernt vom Besten.
Er schiebt seinen Daumen in meinen Mund. „Jetzt probier du mal.“ Es ist komisch mit dem Publikum, aber ich nicke. Ich bin sowieso schon gedemütigt, wie viel schlimmer kann es noch werden? Ich mache seine Bewegung nach und wirble mit der Zunge um seinen Daumen.
„Mehr Druck, benutz nur die Zungenspitze.“ Ich folge seiner Anweisung und schließlich lächelt er. „Gut, und jetzt lutsch ihn mir.“ Er starrt immer noch Julian an und ich verdrehe die Augen, gefangen in diesem schrägen Sex-Dreieck.
Ich beuge mich vor und er korrigiert meine Hand, macht meinen Griff fester und führt meine Hand so, dass sie auf und ab gleitet und sich am Schaft leicht dreht. Dann umschließe ich BTs Schwanz mit den Lippen und versuche die Sache mit der Zunge. „Gut, jetzt schnippe gegen die Eichel.“ Ich mache es und er hält inne. „Ein bisschen fester, mehr nur mit der Spitze.“
Ich mache es noch mal und er stöhnt. „Scheiße, das ist gut.“
Ich wiederhole die Bewegung, umschlinge seine Länge mit der Zunge und schnippe dann gegen die Spitze, genau wie er es mir beigebracht hat. BT stöhnt wieder.
Astrid hatte recht. Ich fühle mich tatsächlich sexier.
„Lass die Augen auf ihm“, unterbricht uns Astrid. „Auch wenn er gerade Julian mit den Augen fickt.“ Sie zeigt mit dem Finger auf Julian. „Konzentriert euch. Wenn Mia an Carlos ranwill, darf nichts dem Zufall überlassen werden. Wenn er merkt, dass was faul ist, fackelt er nicht lange und jagt ihr eine Kugel in den Kopf.“
Diese eiskalte Warnung lässt uns alle erstarren. Ich lutsche, als würde mein Leben davon abhängen – was es ja irgendwie auch tut. Als Julians Hand sich in meine Haare krallt und meinen Kopf tiefer auf BTs Schwanz drückt, halte ich inne und ziehe mich zurück.
„Zu viel“, sagt Julian mit zusammengekniffenen Lippen, und Astrid schimpft mit ihm. „Sorry, ich konnte nicht anders.“ Er zuckt mit den Schultern, aber so wie seine Mundwinkel nach oben gehen, tut es ihm absolut nicht leid. Er hat jede Sekunde genossen.
BT lächelt mich an wie ein stolzer Lehrer. „Gute Arbeit, du hast einen Babe Ruth hingelegt“, sagt er, und Astrid und Julian schauen wieder nur blöd aus der Wäsche.
„Kommt schon, ihr wisst nicht mal, wer Babe Ruth ist?“ Ich schüttle angewidert den Kopf und lächle dann zufrieden. „Das bedeutet, ich hab einen Homerun gelandet.“ Ich zucke mit den Schultern. „Und ihr habt gesagt, das wird schwer.“
Astrid wirft die Hände in die Luft. „Das ist kein Spiel, Mia. Superreiche Männer sind gefährlich, und dieser Typ bringt buchstäblich Leute für seinen Lebensunterhalt um. Der wird nicht herumalbern. Die Grundlagen des Blasens hast du drauf, aber er wird wollen, dass du würgst.“
„Was? Warum?“
Sie seufzt. „Ich lebe in einer Welt mit mächtigen Männern. Für die geht es beim Sex um Eroberung und Besitz. Irgendwann wird er das Kommando übernehmen, und dann ist es ihm scheißegal, was du willst. Ich sage nicht, dass das schlecht ist, weil ich es liebe, mich fallenzulassen, aber du musst darauf vorbereitet sein.“
„Okay.“ Ich sehe BT wieder an. „Bring mich zum Würgen.“
Astrid verdreht die Augen. „Ich denke, für heute reicht’s.“ Sie sieht zu Julian, dessen Augen wie Laser auf BTs Schwanz fixiert sind, und grinst mich an. „Ich glaube, wir sollten die zwei allein lassen. Ich kriege nämlich gleich einen Würgereiz, und das nicht vom Schwanzlutschen.“
Aber Astrid hat recht. Das hier ist kein Witz, und ich bin fest entschlossen, meinen Bruder zurückzuholen. Wenn ich eines gut kann, dann ist es lernen. „Nur noch ein bisschen“, sage ich und zucke mit den Schultern zu BT. „Kannst du mir zeigen, wie man Deepthroat macht?“
„Oh Gott, unsere Kleine wird erwachsen“, sagt Julian wie ein stolzer Vater und ich seufze.