Verhärtete Herzen: CEO-Reihe Band 3

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Zusammenfassung

Nachdem Hunter Campbell seine Frau mit einem anderen Mann erwischt und mitansehen musste, wie seine Schwester dasselbe durchmachte, hat er mit der Liebe abgeschlossen und eine Mauer um sein Herz errichtet. Wird es Chelsea, das Kindermädchen seiner Nichte, schaffen, seinen Vorsatz ins Wanken zu bringen? Kann Hunter Chelsea beschützen und gleichzeitig sein eigenes Herz abschirmen? Oder wird am Ende alles in Scherben gehen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
44
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

Prolog

Hunters Sicht

Vor 7 Monaten

Der Tag war verdammt lang. Ich will eigentlich nur noch unter die Dusche, vielleicht eine Pizza bestellen und einen ruhigen Abend mit Sara verbringen. Ich habe das Gefühl, ich konnte in letzter Zeit kaum atmen. Mark macht mächtig Druck, und ich bin der Boss! Irgendwann muss ich meinem Polier mal klarmachen, wo er in der Rangordnung steht.

Ich bin kurz davor, den Kerl zu feuern, aber er versteht sein Handwerk wirklich.

Ich habe keine Ahnung, warum er zum Teufel darauf besteht, dass ich immer länger bleibe. Seine Tochter Portia geht mir tierisch auf den Sack. Ich weiß nicht einmal, warum sie auf der Baustelle rumhängt! Da hat sie nichts zu suchen! Sie gehört nicht zu meinen Arbeitern. Es ist absolut unprofessionell von ihr, sich wie eine Schlampe anzuziehen und mit 15-Zentimeter-Absätzen über meine Baustellen zu stolzieren! Sie wird noch ausrutschen und sich den Knöchel brechen, und ich bin dann derjenige, der verklagt wird!

Sara beschwert sich in letzter Zeit ständig. Sie sagt, das Projekt würde mich aussaugen und ich sei nie zu Hause. Nun ja, da hat sie recht. Aber es ist nicht meine Schuld, dass Mark mich ständig ohne Grund anruft, von mir verlangt, die Sicherheitsvorschriften zu prüfen, und mir dann sagt, ich solle das mit seiner Tochter klären. Was zum Teufel soll das eigentlich?

Sara hat mich sogar gefragt, ob ich mehr Zeit bei der Arbeit verbringe, weil da eine andere Frau ist! Was ist das denn für eine bescheuerte Frage? Die einzige Frau bei der Arbeit, abgesehen von meinen Angestellten (die übrigens glücklich verheiratet sind), ist Portia. Und ganz ehrlich, ich kann die Tussi nicht ausstehen.

Die kurze Antwort lautet: NEIN! Ich betrüge meine Frau nicht! Wenn ich sie nicht abgöttisch lieben würde, hätte ich sie niemals geheiratet! Ich bin nicht der Typ, der Dinge halbherzig angeht. Als ich sie geheiratet habe, habe ich versprochen, nur sie zu lieben. Und dieses Versprechen halte ich, egal wie sehr sie mich nervt.

Ich fahre in die Garage und bin verwirrt. Hat sich Sara ein neues Auto gekauft, ohne mir Bescheid zu sagen? Ich versuche mich an unsere Gespräche der letzten Monate zu erinnern, aber sie hat das Auto mit keinem Wort erwähnt!

Es ist nicht so, als hätte ich das Geld für einen Prius nicht, aber sie hätte es mir wenigstens sagen können! Warum habe ich immer das Gefühl, dass ich als Letzter über solche Dinge informiert werde? Ich muss sie mir mal zur Brust nehmen und ein paar Regeln aufstellen: Wenn sie mein Geld ausgibt, muss sie mir vorher wenigstens Bescheid sagen!

Ich brumme frustriert, schnappe mir mein Werkzeug und lege es auf die Werkbank in der Garage. Dann stoße ich die Tür auf, bereit, meine Frau wegen des Autos zur Rede zu stellen.

Aber dann erstarre ich. Ich glaube, mein Gehirn ist gerade explodiert... Oder implodiert. Ich bin mir gerade nicht sicher. Ich weiß nur, dass es momentan nicht richtig funktioniert. Denn was ich hier sehe, kann einfach nicht passieren. Es kann wirklich nicht! Ich bin mir sicher, dass das hier nicht passiert...

Mein Magen dreht sich vor Ekel um.

Und sie hat mich beschuldigt, fremdzugehen!

Ich hätte es besser wissen müssen. Wenn die Anschuldigungen losgehen, liegt es meistens daran, dass die andere Person versucht, die eigenen Fehler zu vertuschen. Sie wollte sich gerechtfertigt fühlen, damit sie kein schlechtes Gewissen haben muss.

Sara, meine nackte Ehefrau, liegt auf meinem Küchentisch. Ihre Beine sind um den Kopf ihres Chefs geschlungen, während er sie leckt. Sie stöhnt, den Kopf in Ekstase in den Nacken geworfen, während sie sich an Kais Gesicht reibt. Ich beobachte, wie sie ihre Nägel in sein dickes schwarzes Haar gräbt, ohne auch nur zu bemerken, dass ich reingekommen bin.

Was zum Teufel soll ich dazu jetzt sagen? Und was zum Teufel soll ich fühlen? Denn in diesem Moment fühle ich absolut nichts.

Keine Wut. Keinen Verrat. Keinen Groll.

Vielleicht fühle ich ein bisschen Ekel. Immerhin leckt er sie auf meinem verdammten Tisch. Ich esse auf dem Ding! Jetzt muss ich ihn erst mal desinfizieren!

Aber abgesehen davon fühle ich nichts.

„Okay, raus hier“, sage ich ruhig. Endlich funktioniert mein Kopf wieder und ich trete ganz in die Küche. Wenn die beiden rummachen wollen, dann sicher nicht in meinem Haus.

Kai Owens zieht sein Gesicht aus dem Schritt meiner Frau, noch ganz voll von ihren Säften, und erstarrt vor Schock. Ich sehe die Panik in seinen Augen, als er zu mir hochsieht. Ich kann es ihm nicht verdenken. Er ist kein breiter Typ, ich könnte ihn verprügeln, wenn ich wollte... Aber das werde ich nicht. Nicht jetzt.

Sara schreit erschrocken auf und setzt sich sofort auf. Dann hat sie wenigstens den Anstand, die Beine herunterzunehmen und beschämt zu gucken, während sie ihre Brüste mit den Armen bedeckt. Nicht, dass das einen Unterschied machen würde – es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon alles gesehen, was sie zu bieten hat... Ich schätze, jetzt findet sie es wohl okay, sich zu teilen.

„Du solltest besser gehen, Kai“, flüstert sie, rutscht vom Tisch und sucht auf dem Boden nach ihren Kleidern.

Ich schüttle den Kopf. „Nein, ich sagte raus hier. Ihr beide“, sage ich, mache einen Schritt vor, schnappe mir ihren BH von einem Stuhl und werfe ihn ihr an den Kopf.

„Schatz, wir haben doch nur ein bisschen rumgealbert...“, stammelt sie, nestelt an dem dünnen Spitzenstoff und dreht sich von mir weg, während sie den BH anzieht.

„Es ist mir scheißegal, ob er dir gerade eine Mund-zu-Muschi-Beatmung gegeben hat. Verschwindet verdammt noch mal aus meinem Haus“, stelle ich fest, immer noch erstaunlich ruhig. Ehrlich gesagt, sollte ich einen Preis dafür bekommen, wie klar ich das gerade durchziehe! Ich schmeiße nicht wütend mit Dingen um mich, ich schlage dem Bastard nicht mal ins Gesicht, weil er meine Frau angefasst hat!

Ob ich wohl unter Schock stehe? Das würde einiges erklären. Ich bin einfach nur verdammt müde. Ich will, dass sie aus meinem Haus verschwinden, damit ich nach oben gehen und duschen kann. Vielleicht bestelle ich trotzdem die Pizza.

„Hunt, Baby... ich wollte doch nur ein bisschen Pepp in unser Leben bringen“, sie schenkt mir ein verlegenes Lächeln. „Es hat nichts zu bedeuten gehabt... Du könntest ja mitmachen...“, sie klimpert mit ihren braunen Augen. „Du weißt schon... um unsere Romantik ein wenig aufzufrischen...“

Ich bin mal ehrlich: Ich habe keine Ahnung, was für einen Scheiß sie da gerade von sich gibt. Das klingt alles wie totaler Bullshit. Ich wusste nicht, dass Fremdgehen die „Beziehung“ auffrischen soll.

„Ja, das hast du wohl geschafft. Und jetzt bring den Pepp schleunigst aus meinem verdammten Haus, bevor ich die Polizei rufe“, sage ich und reiche meiner Frau ihren schwarzen Slip. „Ich muss verdammt noch mal den Tisch meiner Großmutter verbrennen“, knurre ich.

Kai greift nach seinen Sachen und wirft sie sich über, ohne sich die Mühe zu machen, irgendwas zuzuknöpfen. Er sieht mich nicht einmal an. Schlauer Kerl. Ich wünschte, meine Frau würde den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.

Bevor er es in die Garage schafft, halte ich ihn auf. „Nimm die Schlampe mit.“ Das ist kein Witz. Ich will, dass beide sofort aus meinem Haus verschwinden! Wenn er sie später noch mal flachlegen will, kann er das auch direkt erledigen.

„Hunt, das meinst du nicht ernst...“, keucht Sara und hält sich ein großes Hemd vor ihren zierlichen Körper wie einen Schutzschild. Nicht, dass ich da hinschauen würde. Ich will nichts mehr unter dem Hemd sehen. Nicht mehr.

„Ich kann es nicht mal ertragen, dich anzusehen. Geschweige denn, mit dir verheiratet zu bleiben. Erwarte Post von meinem Anwalt“, knurre ich. Ich habe endgültig genug.

„W-was meinst du damit? Du kannst dich nicht von mir scheiden lassen! Wo-wo soll ich denn hin?“, sie schmollte, als ginge es hier nur um sie. Natürlich, das ist genau das, was sie denken würde. Dass ich ihr auf irgendeine Art unrecht getan habe. Tja, Pech gehabt.

Ich verziehe angewidert das Gesicht. „Sehe ich etwa so aus, als würde mich das jucken? Du hattest die Frechheit, mich zu beschuldigen, dich zu betrügen. Das habe ich nie getan, Sara. Nicht ein einziges Mal sind meine Augen zu einer anderen Frau gewandert. Und doch finde ich dich in meiner eigenen verdammten Küche genau dabei, wessen du mich beschuldigt hast.“

Sara steht wie angewurzelt da in einem Hemd, das ganz klar nicht ihr gehört. Ist sie in seinem Hemd bei mir aufgetaucht? Dieser Ekel brennt tief in meinem Bauch. Ich kümmere mich später darum.

Ich bin versucht zu fragen, wie lange sie mich schon hinter meinem Rücken betrügen, aber dann wird mir klar: Es interessiert mich nicht einmal mehr.

Ich packe sie am Oberarm und schubse sie in Kais Richtung. „Du hast fünf Sekunden Zeit, mein Haus zu verlassen“, wiederhole ich.

Keiner von beiden bewegt sich. Sie stehen wie festgefroren da, als könnten sie nicht glauben, was hier gerade passiert. Nun, da sind sie nicht die Einzigen. Aber ich mache keine leeren Drohungen, und das werden sie sehr bald merken.

„Hunter, was ist mit meinen Sachen?“, verlangt sie zu wissen.

Ich zucke nur mit den Schultern. „Nicht mein Problem. Vielleicht mache ich ein großes Freudenfeuer und schmeiße deinen ganzen Krempel rein. Das passt doch gut, schließlich habe ich das alles bezahlt.“

Saras Gesicht wird blass. Dann schüttelt sie heftig den Kopf: „Hunt! Das kannst du mir nicht antun! Das kannst du uns nicht antun! Wir können das klären –“

„Hier gibt es nichts zu klären. Verschwinde aus meinem Haus, du wertlose Hure. Alles, was du seit unserer Hochzeit vor drei Jahren getan hast, ist, mein verdammtes Geld zu verprassen. Tja, jetzt kannst du dir einen verdammten Job suchen wie jeder andere und dein eigenes Geld verdienen!“, knurre ich.

Okay, ich glaube, der Schock lässt langsam nach und jetzt macht sich die Wut breit. Ich brauche jetzt einen verdammten doppelten Whiskey. Und vielleicht muss ich meine Faust in Kais verdammtes Gesicht rammen.

Dann greife ich zu meinem Handy und überlege keine Sekunde.

„Notruf. Was ist Ihr Notfall?“

„Ja, ich habe zwei Eindringlinge in meinem Haus. Ich möchte, dass sie von meinem Grundstück entfernt werden, und ich möchte, dass sie wegen Hausfriedensbruchs angezeigt werden“, knurre ich und schaue direkt in das wütende Gesicht meiner Frau.

Ich kann sie nicht einmal mehr so nennen. Früher hat dieses Wort bei mir Glücksgefühle ausgelöst. Jetzt ist sie nur noch eine Schlampe, die dachte, ihre Muschi mit ihrem Chef zu teilen würde „unsere Beziehung aufpeppen“.

„Wir sind sofort da“, sagte die Telefonistin. Ich warte nicht auf weitere Worte und lege einfach auf.

„Du wirfst uns aus meinem eigenen Haus?“ Sara bebt vor Empörung und Wut. Sie kann so wütend sein, wie sie will. Sie gehört hier nicht mehr hin.

„Das ist MEIN Haus! Ich habe es mit meinen eigenen Händen gebaut! Ich werde Greg anrufen und ihn bitten, eine einstweilige Verfügung gegen dich zu erwirken. Wenn du noch einmal einen Fuß auf mein Grundstück setzt, sorge ich dafür, dass du hinter Gittern landest“, knurre ich und trete einen Schritt auf sie zu.

Sie sieht verängstigt aus. Als ob ich ihr jemals wehtun würde! Na ja, jetzt wird sie lernen, wie es sich anfühlt, nichts mehr zu haben. Denn genau das bekommt sie jetzt von mir. Sie kann sich bei Kai über Geld ausheulen. Vielleicht fällt er ja drauf rein. Nicht mein Problem.

Als Sara ihre Hose und Schuhe anhat, taucht die Polizei auf.

„Ich kann nicht glauben, dass du mir das antust!“, schreit sie und wehrt sich gegen die Polizisten, die sie aus meinem Haus führen.

„Nehmen Sie sie mit, Beamte. Und Sara?“, sage ich.

Sie schaut zu mir hoch, mit hoffnungsvollen Augen. Denkt sie wirklich, ich würde es mir plötzlich anders überlegen? Ich glaube, sie kennt mich überhaupt nicht. Wer mich einmal hintergeht, bekommt keine zweite Chance.

„Ich will dein Gesicht nie wiedersehen!“ Dann drehe ich mich um und achte nicht weiter darauf, wie die Beamten die Eindringlinge von meinem Grundstück und aus meinem Leben entfernen.