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Ein Kuss für den CEO

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Zusammenfassung

Ein Koffer, ein gebrochenes Herz und drei Kinder mit Chaoslizenz. Willkommen in Sarinas neuem Leben.. Nach dem schlimmsten Beziehungs Fiasko ihres Lebens flieht Sarina Thalen nach Paris. Ihr erster Job? Kindermädchen für den viel zu attraktiven CEO Adrian Verratti und seine drei kleinen Meister des Unheils. Doch zwischen Milchunfällen, falschen Küssen und viel zu ehrlichen Fragen entdeckt Sarina, dass Glück manchmal dort wartet, wo man es am wenigsten erwartet: mitten im Durcheinander.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
30
Rating
4.6 (18 Bewertungen)
Altersfreigabe
13+

Kapitel 1 – Kisten, Chaos und kein Plan B

Das Erste, was Sarina dachte, als sie die Tür öffnete, war: Bitte lass das ein Traum sein.

Das Zweite war: Warum trägt Maia meine Lieblingsbluse?

Ihr Freund Simon stand mitten im Wohnzimmer, halbnackt, völlig überrascht, als hätte ihn jemand beim Mathetest ohne Taschenrechner erwischt. Maia saß auf der Couch, ihr Haar zerzaust, ihr Lächeln peinlich bemüht.

„Sarina! Ich… das ist nicht, was du denkst.“

„Dann erklär mir bitte, was ich denke, Simon. Ich bin gespannt.“

Maia suchte nach einem Kissen, um sich zu bedecken. Sarina hob eine Augenbraue. „Oh nein, nicht nötig. Ich hab euch schon ganz ohne Fassade erwischt.“

Stille. Nur das Ticken der Küchenuhr und ihr eigener Herzschlag.

Simon trat einen Schritt auf sie zu. „Wir wollten es dir sagen.“

„Wann? Nach dem nächsten gemeinsamen Urlaub? Zwischen zwei Gläsern Rotwein?“

„Es war ein Fehler.“

„Welcher? Dass ich dir vertraut habe oder dass du vergessen hast, dass ich einen Schlüssel habe?“

Er öffnete den Mund, schloss ihn wieder. Maia stand auf.

„Sarina, bitte. Das ist uns einfach passiert.“

Sarina lachte. „Passiert? Wie ein Autounfall?“

„Wir haben uns … na ja … vergessen.“

„Dann erinnert euch bitte nicht wieder. Ich hole meine Sachen.“

Sie ging ins Schlafzimmer, warf wahllos Kleidung in einen Koffer. Ihr Puls raste, aber die Tränen blieben aus. Stattdessen dieses scharfe Brennen im Magen, das man spürt, wenn man gleichzeitig wütend und frei ist.

Simon folgte ihr. „Kannst du bitte kurz mit mir reden?“

„Ich rede gerade. Nur eben mit meinen Jeans.“

„Ich wollte dich nicht verletzen.“

„Ach, das ist ja toll. Dann ist alles gut.“

Sie schnappte ihre Zahnbürste, den Laptop, die Bücher, stopfte alles hinein.

Als sie an ihm vorbeiging, blieb sie kurz stehen.

„Weißt du, das Ironische? Ich hab Maia vertraut, weil sie mich vor Männern wie dir gewarnt hat.“

Dann schloss sie die Tür.

Nicht laut. Nicht dramatisch. Einfach entschieden.


Zwei Stunden später saß sie mit einem Glas Wein zwischen Umzugskartons in der Küche.

Ihr Bruder Max hatte sich auf die Arbeitsplatte gesetzt, kaute auf einer Pizza und sagte zwischen zwei Bissen

„Wenn ich ihn erwische … “

„Lass. Er ist es nicht wert. Außerdem brauchst du deine Fäuste für deine Werkstatt.“

„Ich könnte sie ja versehentlich benutzen.“

Ihre Mutter Clary rief alle fünf Minuten an. Ihr Vater Jace hatte schon ein Busticket geschickt „falls du zu uns willst“.

Aber Sarina wollte nirgends hin, wo jemand „Ich hab’s dir gesagt“ sagen konnte.

„Weißt du, was das Schlimmste ist?“ sagte sie leise.

Max sah sie an.

„Dass ich nicht mal mehr traurig bin. Ich bin einfach … leer.“

„Dann ist das vielleicht der Moment, wo man was Neues anfängt.“

„Wie? Als alleinstehende Frau mit gebrochenem Vertrauen?“

„Oder als Sarina Thalen, die endlich tut, was sie will.“

Sie lächelte müde. „Und was will ich?“

„Seit du acht warst, willst du Bücher schreiben. Vielleicht ist das ein Zeichen.“

„Oder ein verdammt mieser Scherz vom Schicksal.“

Er grinste. „Du kannst es nennen, wie du willst, Hauptsache, du fängst an.“


Später in der Nacht, als der Regen gegen die Scheiben trommelte, scrollte Sarina durch Reiseangebote.

Berlin fühlte sich plötzlich zu klein an. Zu bekannt. Zu voll mit Erinnerungen, die nach Simon rochen.

Paris tauchte auf dem Bildschirm auf, ein Angebot, das lächerlich spontan klang: Einzimmerwohnung in Montmartre, frei ab sofort.

Sie starrte darauf.

Frankreich. Croissants. Chaos.

Und kein Simon.

Ihr Herz klopfte schneller.

Sie klickte auf „Buchen“.


Am nächsten Morgen kam ihre Mutter vorbei, ohne anzuklopfen.

„Sarina, du kannst doch nicht einfach … “

„Doch, kann ich.“

„Du sprichst kaum Französisch!“

„Ich kann bonjour, merci und vin rouge. Das reicht zum Überleben.“

„Und was willst du da machen?“

„Atmen. Nachdenken. Vielleicht endlich mein Buch schreiben.“

Clary seufzte, setzte sich auf den Karton mit den Töpfen. „Ich versteh dich ja. Aber Paris ist nicht billig.“

„Berlin auch nicht. Aber Paris hat bessere Bäckereien.“

Ihr Vater kam wenig später mit belegten Brötchen. „Wir unterstützen dich, egal was du tust. Aber versprich mir, dass du dich meldest.“

„Versprochen.“

Dann kam ihr Neffe Luca angerannt, mit einem kleinen Stoffhasen in der Hand. „Tante Rina, du gehst wirklich weg?“

„Nur ein bisschen, Spatz.“

Er drückte ihr den Hasen in die Hand. „Damit du nicht alleine bist.“

Sarina lächelte. „Dann muss ich wohl auf ihn aufpassen.“


Am Abend stand sie am Bahnhof mit einem Koffer, einem Hasen, zu viel Mut und zu wenig Plan.

Max umarmte sie, Helen winkte, ihre Eltern weinten heimlich.

„Und was, wenn es schiefgeht?“ fragte Clary.

„Dann schreib ich drüber.“

Der Zug setzte sich in Bewegung.

Berlin glitt vorbei, grau und vertraut.

Paris wartete, laut, fremd, voller Möglichkeiten.

Sarina lehnte den Kopf an die Scheibe, sah ihr Spiegelbild an und sagte leise

„Kein Plan B, Sarina. Diesmal nur du.“


Tagebucheintrag

Heute habe ich zwei Dinge gelernt.

Erstens: Menschen, die sagen „Das ist nicht, was du denkst“, lügen immer.

Zweitens: Man kann mitten in einem Scherbenhaufen stehen und trotzdem beschließen, dass man nicht weint.

Simon ist Vergangenheit. Maia auch. Und Berlin fühlt sich plötzlich zu klein an für das, was ich nicht mehr sein will.

Ich weiß nicht, was mich in Paris erwartet. Vielleicht nichts. Vielleicht alles.

Aber heute fängt etwas Neues an, mit einem Koffer, einem Stoffhasen und einem Herz, das lieber mutig als sicher sein will.

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Toller Charakter

Starker Dialog

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Starker Dialog

author

Fängt schon gut an , mal schauen wie es weitergeht

ein Jahr
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