CRAZY BUT COMPASSIONATE

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Zusammenfassung

Die Zeit bestimmt alles, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen der richtigen Person zur richtigen Zeit begegnen. Dies ist eine Tatsache jenseits des menschlichen Verstandes. Das Leben hält unerwartete Wendungen bereit, und was für jeden Einzelnen bestimmt ist, wird zur rechten Zeit geschehen. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Zeit uns nach Gottes Urteil ein besseres Leben bescheren wird. SIE ist verrückt wie die Hölle. Sie lebt ihr Leben und genießt jeden noch so kleinen Aspekt, ohne einen einzigen zu verpassen. ER ist das genaue Gegenteil von ihr. Das bedeutet nicht, dass er gegen sie war. Sie trafen sich! Ihre Begegnung war vorbestimmt. Mal sehen, wie ihr Treffen alles auf den Kopf stellt!

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
22
Rating
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Altersfreigabe
16+

1 Wer ist sie?

Teil 1: Wer ist sie? 

Delhi, 20 Uhr

Die Stadt hatte sich wegen der klirrenden Kälte in ihre Häuser verkrochen. Zudem hielten die Probleme mit der Umweltverschmutzung die Menschen drinnen fest. So wirkte die Hauptstadt wie ausgestorben, keine Seele war unterwegs.

Den Leuten wurde geraten, von zu Hause aus zu arbeiten. Die meisten hielten sich daran. Aber Aarav konnte nicht einfach daheim rumsitzen und solche Ausreden vorschieben. Er war ein vielbeschäftigter Geschäftsmann und sah zudem verdammt gut aus. Er hatte gerade das Büro verlassen, nachdem er seine Arbeit erledigt hatte, und war auf dem Heimweg. Wegen des dichten Nebels konnte er nicht schnell fahren. Man sah kaum drei Meter weit.

In diesem Moment klingelte sein Telefon. Als er den Namen Amarnath las, nahm er sofort an. Amarnath war sein bester Freund und gleichzeitig sein Manager.

„Ja, Amar ...“

„Aarav, wo bist du? Bist du schon zu Hause?“, fragte er nervös.

„Bin noch unterwegs ...“

„Immer noch?“

„Was soll ich machen? Bei der Suppe hier kann ich nicht schneller fahren. Aber sag mal, warum klingst du so unruhig?“

„Einer meiner Informanten hat mich gewarnt. Du schwebst in Lebensgefahr. Bitte geh die nächsten Tage nicht aus dem Haus und bring dich in Sicherheit, bis ich Entwarnung gebe ...“

„Wer steckt dahinter?“

„Darüber reden wir später. Tu mir einen Gefallen. Lass das Auto stehen und versteck dich irgendwo, bis ich bei dir bin ...“

„Was zum Teufel ...“

Ohne auf sein WAS ZUM TEUFEL zu achten, sagte Amar:

„Schick mir deinen Live-Standort ...“

„Jetzt gleich?“

„Ja ... Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich komme mit unseren Leuten zu dir ...“

„Mmh ...“

Aarav begriff den Ernst der Lage. Er legte auf und teilte seinen Standort. Es sah ganz danach aus, als hätte es jemand auf ihn abgesehen und könnte jeden Moment angreifen. Vorsichtig fuhr er weiter und behielt die Umgebung im Auge. Er bereitete sich auf eine Konfrontation vor. Gleichzeitig wollte er nicht leichtsinnig sein, denn Amar würde ihn nicht ohne Grund warnen. Er entdeckte einen Park. Dort hielt er den Wagen an und legte Sakko, Krawatte und Uhr ab. Seine Feinde sollten ihn nicht an seinem teuren Zubehör erkennen. Er legte die Uhr ins Handschuhfach und setzte eine Maske auf. Dann krempelte er die Ärmel hoch, zerzauste sich das Haar und stieg aus.

Draußen war es so kalt, dass es fast auf der Haut wehtat. Er ging in den Park und beobachtete sein Auto von einem Versteck hinter einem Baum nahe dem Eingang. Er wollte wissen, wer ihn jagte. Er war sogar bereit zu kämpfen. Doch als sie auftauchten, merkte er, wie dumm diese Entscheidung gewesen wäre. Es waren mehr als zehn Männer. Sie sahen aus wie wandelnde Schränke und schwangen riesige Fleischermesser. Sie entdeckten Aaravs Wagen.

„Das ist SEINE Karre ...“

Sie suchten das Auto ab und starrten durch die Scheiben nach drinnen.

Aarav hielt den Atem an. Wenn ihn auch nur einer von ihnen entdeckte, wäre er erledigt. Sie würden ihn in Stücke reißen.

„Er ist nicht im Wagen ...“

„Wo ist er hin?“

„War der Tipp überhaupt richtig?“

„Die Info stimmt. Er muss hier irgendwo sein.“

„Aber wo will er bei der Kälte hin?“

„Vielleicht ist er pissen gegangen ...“

„Ich dachte, er macht sich erst in die Hose, wenn er uns sieht ...“

Sie lachten dreckig.

Aarav schloss die Augen und biss die Zähne zusammen. Wäre es nicht so verdammt kalt, hätte er sich den Kampf zugetraut. Aber jetzt konnte er nicht einmal genau zählen, wie viele es waren. Es wäre Selbstmord, ihnen vor die Augen zu treten. Also hielt er still und beherrschte sich.

„Er muss hier sein. Bei dem Nebel kommt er nicht weit. Sucht ihn!“, befahl jemand.

Die Schläger gehorchten und begannen mit der Suche. Aarav sah, wie einer auf den Park zukam. Er begriff, dass er aus der Deckung musste. Er wusste, dass Amar zu seinem Standort unterwegs war. Er musste nur durchhalten, bis Hilfe kam. Bis dahin musste er allein mit dem Pack fertigwerden.

Aarav machte sich bereit. Der Kerl entdeckte jemanden hinter dem Baum. Er wollte gerade losschreien, doch Aarav verpasste ihm einen krachenden Faustschlag. Das Nasenbein brach, und das Blut schoss nur so heraus. Aarav blieb nicht stehen. Er rannte los. Die anderen Schläger sahen ihn.

„Da ist er!“

„Er haut ab!“

„Schnappt ihn euch!“

„Macht ihn fertig!“

Die Bande hetzte hinter ihm her und brüllte sich Befehle zu. Einer kam von links angeschossen und verpasste Aarav mit einem Messer einen tiefen Schnitt im Rücken. Aarav spürte einen stechenden Schmerz. Trotzdem rannte er weiter. Er durfte nicht anhalten. Er lief so lange, wie seine Beine ihn trugen. Er spürte, wie das Blut floss. Der Blutverlust würde ihn bald schwächen. Wenn er Glück hatte, würde Amar rechtzeitig eintreffen. Doch auch Amar kämpfte sich im Nebel nur mühsam voran.

Die Schläger waren schneller und kesselten ihn ein. Aarav blieb nichts anderes übrig, als zu kämpfen. Er gab sein Bestes. Doch gegen die bewaffnete Meute war er machtlos. Sie schnitten ihm immer wieder in den Körper. Einer rammte ihm schließlich ein Messer in den Bauch. Sie hielten ihn fest. Ein anderer holte mit seinem Fleischermesser weit aus, um den tödlichen Schlag zu führen. Doch er hielt inne, als plötzlich das Martinshorn einer Polizeistreife ertönte.

„Bullen!“, schrien sie.

„Nichts wie weg hier!“

„Wir müssen ihn erst erledigen!“

„Wenn wir jetzt nicht verschwinden, gehen wir in den Bau ... Er krepiert sowieso in ein paar Minuten. Los, kommt!“

Sie ließen Aarav auf den Boden fallen und rannten zu ihrem Jeep. Sie flüchteten, als das Sirenengeheul immer näher kam. Aarav rang nach Luft. Es fühlte sich an, als stünde ihm jemand auf der Kehle. Die Schmerzen in seinem Körper waren unerträglich. Er versuchte aufzustehen, aber es ging nicht. Er konnte nicht einmal mehr die Augen offen halten.

Dann hörte er Schritte. Er dachte, Amar sei endlich da und atmete erleichtert auf. Doch dann hörte er eine fremde Stimme.

„Ach du lieber Gott ... Wie grausam! Schau nur, wie sie ihn zugerichtet haben ...“

Es war die Stimme eines Mädchens.

„Schwesterherz, du hast ihm mit dem Sirenen-Geräusch das Leben gerettet. Die Kerle sind weg. Das reicht jetzt. Lass uns verschwinden ...“

„Bruder, sag so was nicht. Schau ihn dir doch an! Wir können ihn nicht einfach in seinem Blut liegen lassen. Er stirbt uns weg. Wir bringen ihn ins nächste Krankenhaus ...“

„Waaas? Auf keinen Fall! Hast du nichts Besseres zu tun? Du musst zum Bahnhof. Wenn du jetzt den Gutmenschen spielst, verpasst du deinen Zug. Geh deiner Wege. Wir haben ihn gerettet. Wenn er ein starkes Schicksal hat, wird er schon überleben ...“

„Wir können seinem Schicksal nachhelfen, Bruder. Was nützt es, ihn vor den Schlägern zu retten, wenn wir ihn hier liegen lassen? Wenn er nicht verblutet, dann erfriert er bei dieser Kälte.“

„Hör mir zu. Das gibt Ärger mit der Polizei. Ich bin nur ein einfacher Rikschafahrer. Ich habe keine Zeit und kein Geld, um auf Revieren oder vor Gericht rumzuhängen. Ich bin weg ...“

„Bruder, bitte, bitte hilf ihm! Ich gebe dir fünftausend Rupien ...“

„Fünftausend Rupien?“ Er zögerte.

„Ja!“

„Warum machst du mir das Leben so schwer?“, fragte er und kratzte sich am Kopf.

„Bitte, Bhai, rette ihn einfach. Wenn es Probleme mit der Polizei gibt, kümmere ich mich darum. Ich ziehe dich da nicht mit rein. Sein Leben ist genauso viel wert wie unseres ...“, flehte sie.

„Na gut. Aber wir setzen ihn nur vor dem Krankenhaus ab. Bevor uns jemand sieht, verduften wir wieder. Einverstanden?“

„Ja, okay, das reicht mir schon. Bitte hilf mir, ihn hochzuheben.“

Der Fahrer hob Aarav zusammen mit dem Mädchen hoch und legte ihn in die Rikscha. Er gab Gas. Sie steuerten ein großes Krankenhaus an. Der Fahrer band sich ein Taschentuch vors Gesicht.

„Du auch, vermumm dich ...“, sagte er zu dem Mädchen.

Sie nickte und zog sich ihre Kapuze tief ins Gesicht.

„Eine Trage! Schnell!“, schrie sie.

Das Krankenhauspersonal eilte sofort mit einer Trage nach draußen. Das Mädchen half den Sanitätern, Aarav daraufzulegen. Als sie sahen, wie schlimm es um ihn stand, schoben sie ihn eilig ins Gebäude.

Das Mädchen wollte ihnen gerade folgen, doch der Fahrer packte sie fest am Arm und hielt sie zurück.

„Was hast du vor? Komm jetzt!“, zerrte er sie weg.

„Warte ...“ Das Mädchen streifte ihren Hoodie ab und wischte das Blut vom Sitz der Rikscha. Dann warf sie den Hoodie in einen Mülleimer des Krankenhauses.

Der Fahrer startete den Motor. Das Mädchen verließ das Krankenhaus nur schweren Herzens.

Fortsetzung folgt ...

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