No Escape From You

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Zusammenfassung

​⚠️ TRIGGERWARNUNG (TW): Dieses Buch enthält explizite Darstellungen von Gewalt, Mord, schwerer Körperverletzung sowie Schilderungen von sexuellem Missbrauch. Zudem enthält die Geschichte sehr explizite Sexszenen (Smut) und eine vulgäre Sprache. Das Lesen erfolgt auf eigene Verantwortung. Wenn du dich mit diesen Themen unwohl fühlst, ist diese Geschichte nicht für dich geeignet. ​„Ich dachte, ich hätte meine Seele in der Dunkelheit verloren – bis ich in seine Augen sah und merkte, dass er dort bereits auf mich wartete.“ ​Livs Leben war ein einziger Albtraum aus Angst und Unterdrückung. Gefangen in einem goldenen Käfig, kontrolliert von einem Mann, der keine Gnade kannte, war die Flucht ihr einziger Ausweg. Doch die Freiheit hat ihren Preis, und der Weg dorthin ist mit Blut gepflastert. ​Als sie auf die Viper Falcons trifft, begegnet sie Cole. Er ist der Enforcer des Clubs – ein Mann, der fürs Töten bezahlt wird und dessen Narben tiefer sitzen als die Tätowierungen auf seiner Haut. Er ist gefährlich, unberechenbar und das Letzte, was Liv in ihrem Chaos gebrauchen kann. ​Doch zwischen brennendem Asphalt, dem Geruch von Leder und dem Echo von Schüssen erkennt Cole in Liv etwas, das er längst verloren geglaubt hatte: Hoffnung. Er wird zu ihrem Schatten, ihrem Beschützer und ihrem Henker für all jene, die ihr wehgetan haben. ​Zwei kaputte Seelen. Ein gefährlicher Club. Und eine Liebe, die entweder alles heilt – oder sie beide endgültig zerstört. ​Düster. Blutig. Obsessiv. Und absolut grenzenlos.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
25
Rating
5.0 4 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog

Man sagt, dass Stille friedlich ist. Aber das ist eine Lüge. Die Stille in diesem Haus schmeckte nach Metall und Angst.

Ich kniete auf dem teuren Marmorboden des Wintergartens, meine Finger tief im seidigen Fell von Mogli vergraben. Er war warm gewesen, als ich ihn vor einer Stunde gefunden hatte. Jetzt sickerte die Kälte der Steinplatten langsam in seinen kleinen Körper – und in mein Herz.

Er war alles, was ich noch hatte. Das letzte Fragment eines Lebens, in dem ich nicht nur ein dekoratives Objekt in Julians Welt gewesen war. Mogli hatte nicht geurteilt, wenn ich nachts leise weinte. Er war einfach da gewesen.

„Immer noch?“

Die Stimme schnitt durch die Stille wie eine Rasierklinge. Ich erstarrte, aber ich sah nicht auf. Ich kannte das Echo seiner maßgeschneiderten Schuhe auf dem Boden. Julian.

„Er ist tot, Julian“, flüsterte ich. Meine Stimme klang brüchig, als bestünde sie aus Glas.

„Es war nur eine Katze, Liv. Ein stinkendes Tier, das die Polster ruiniert hat.“ Er trat so nah an mich heran, dass ich den Duft seines sündhaft teuren Parfüms riechen konnte – Sandelholz und Arroganz. „Steh auf. Du siehst erbärmlich aus. Wir sind heute Abend bei den Millers eingeladen. Ich erwarte, dass du das rote Kleid trägst. Und verdeck die Augenringe.“

Ich spürte, wie sich etwas in mir zusammenzog. Ein winziger Funke Trotz, der zwischen der ganzen Asche aufglimmte. „Ich werde ihn nicht einfach hier liegen lassen.“

Plötzlich spürte ich seine Hand in meinem Nacken. Sein Griff war nicht schmerzhaft, noch nicht, aber er war besitzergreifend. Er zwang mich, den Kopf zu heben und ihn anzusehen. Seine dunklen Augen waren völlig leer. Keine Spur von Mitgefühl. Nur Ungeduld.

„Du wirst genau das tun, was ich dir sage“, sagte er leise, fast zärtlich, was es nur noch schlimmer machte. „Ich habe dir ein Leben geschenkt, von dem andere träumen. Ich besitze dieses Haus, ich besitze dieses Auto und ich besitze dich. Und ich dulde keine Tränen wegen eines verdammten Streuners. Hast du mich verstanden?“

In diesem Moment, während er mich ansah wie ein Möbelstück, das nicht richtig funktionierte, begriff ich es.

Wenn ich hier blieb, würde ich genau wie Mogli enden. Still. Kalt. Vergessen.

Ich würde gehen. Ich wusste noch nicht wie, und ich wusste nicht wohin. Aber ich würde diesen Ort verlassen. Und ich würde dafür sorgen, dass er mich nie wieder berühren konnte.