How To Summon A Shadow Daddy von Writing Possum bei Inkitt
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How to summon a Shadow Daddy

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Zusammenfassung

Ein missglücktes Blind Date. Sechs Gläser Wein. Ein uraltes Ritual aus dem Internet. Mia wollte eigentlich nur ihren Frust loswerden. Stattdessen beschwört sie versehentlich einen verdammt attraktiven Dämon. Das Problem? Er geht nicht mehr. Während die beiden verzweifelt nach einem Weg suchen, ihn zurück in die Hölle zu schicken, wird schnell klar: Gefühle für einen Shadow Daddy sind eine ziemlich schlechte Idee. Oder?

Status:
In Arbeit
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 - Mia

Warum können Männer nicht mehr sein, wie in Büchern?Damit meine ich nicht 500 Jahre alt, übernatürlich und das Schatten aus ihren Fingerspitzen sickern soll. Sondern einfach nur nicht so.

Mir stellten sich die Nackenhaare auf als ich mein Blind Date dabei beobachtete, wie er sich die letzten Reste seines Sushi aus den Zähnen pulte, während er mich fragte, ob wir noch zu ihm gegen wollen.

Eilmeldung: Nein, wollen wir nicht.

Er hatte nicht mal den Anstand besessen und die Rechnung übernommen. Ja, ich weiß als emanzipierte Frau konnte man selbst zahlen, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen. Doch er hatte darauf bestanden, dass wir die Rechnung halb-halb teilen. An sich auch das absolut kein Problem, hätte er sich nicht Sushi für eine ganze Fußballmannschaft in den Rachen geschoben.

Es hatte einige Diskussionen gekostet, bis er einsah, dass es besser war, wenn jeder nur sein eigenes Essen bezahlte.Trinkgeld?War für dieses Prachtexemplar eines Mannes ebenfalls ein Fremdwort, weswegen ich der Bedienung ein extra großzügiges gegeben hatte.

Letztendlich hatte er wirklich noch die Nerven ein weiteres Mal nachzuhaken, ob ich nicht noch auf einen Kaffee mitkomme. Das Wort„Kaffee”betonte er dabei mit einem Augenzwinkern, dass mir beinahe den Thunfisch meiner California Rolls wieder die Speiseröhre hochkriechen lies. Ich rümpfte die Nase und verzog dem Mund zu dem Versuch eines entschuldigenden Lächelns.

„Ich glaube, ich fahr jetzt lieber direkt nach Hause, Patrick”, entgegnete ich, schnappte mir meine Tasche und stand auf. Er sah mich nur an, als hätte ich ihm gerade ein Glas eiskaltes Wasser über gegossen. Dieser Kerl wirkte wirklich so, als hätte er absolut keine Ahnung was an diesem Date schief gelaufen war und warum ich jetzt nicht noch mit ihm nach Hause fuhr.

Ich könnte dir erklären, was falsch gelaufen war, Patrick. Aber ich glaube leider nicht, dass du es auch nur ansatzweise verstehen würde.

Doch anstatt das laut auszusprechen, hob ich nur zum Abschied die Hand und machte auf dem Absatz kehrt. So schnell es mir möglich war – dämliche High Heels – verließ ich das Restaurant und winkte nach einem Taxi.

Zum Glück hielt innerhalb von ein paar Sekunden eines vor mir an und ich konnte hineinspringen, bevor auch mein Date aus dem Restaurant trat.

„Maple Street”, wies ich den Taxifahrer an und lehnte den Kopf gegen die Fensterscheibe, als das Auto losfuhr.

Für einen kurzen Augenblick schloss ich die Augen und stieß die Luft aus meinen Lungen aus.

„Schlechtes Date?”

Die Stimme ließ mich aufschrecken. Mein Blick traf den des Taxifahrers im Rückspiegel. Er hatte weiße Haare, ein rundliches Gesicht, einen Schnäuzer und trug eine goldene Brille. Irgendwie hatte er etwas von einem Großvater.Oder einem Triebtäter,schaltete sich mein Unterbewusstsein ein und ich umklammerte augenblicklich meine Handtasche fester. Darin befand sich sowohl ein Pfefferspray, wie auch ein Mini-Tazer, den mir meine Mutter geschenkt hatte, als ich in die „Große gefährliche Stadt” gezogen war.

„So kann man es sagen”, antwortete ich und beobachtete ganz genau seine Reaktion im Spiegel.

„Kerle heutzutage ... bin ich froh das ich meinen Micheal schon vor 40 Jahren kennengelernt habe. Ich würde heute wahrscheinlich lieber einsam mit meinen Katzen sterben, als mich noch mal in das Haifischbecken zu wagen.”

Augenblicklich nahm die Miniatur-Mia, die gerade Wild durch meinen Kopf gerast war, um einen Notfallplan zusammen zu suchen, die rote Fahne runter und stellte die Alarmglocken ab.

„Wem sagen sie das, der einzige Mann, der mich noch nicht enttäuscht hat, ist mein Kater. Vielleicht sollte er der Einzige bleiben... er und meine Bookboyfriends.”

„Bookboyfriends?“, fragte Hank, wie ich auf dem Taxiausweis lesen konnte, der am Rückspiegel baumelte.

„Die Männer aus Liebesromanen”, erklärte ich.

Kurz darauf hatten wir eine anregende Unterhaltung über Bücher, fiktive Männer und Hank fragte nach ein paar guten Empfehlungen. Plötzlich war sowohl die Zeit bis zu meiner Wohnung, wie auch meine schlechte Laune verflogen.

Hank parkte sein Taxi am Straßenrand vor dem Apartmentkomplex, in dem ich seit drei Jahren wohnte. Ich bezahlte die Summe, die auf dem Taxameter stand und schenkte auch ihm ein Trinkgeld. Dann stieg ich aus.

„Bye Kleine, pass auf dich auf”, rief Hank durch das heruntergelassene Fenster und ich winkte ihm zu.

„Bye, Hank und les unbedingt das Buch.”

Dann ging ich mit eiligen Schritten Richtung Eingangstür. Ich lebte nicht gerade auf derUpper East Sideund wollte nach 22 Uhr nicht länger als nötig in dem kleinen Schwarzen herumlaufen.

Im Foyer begegnete ich Donna, meine Nachbarin von gegenüber, die gerade auf dem Weg zu ihrem Job war. Ich begrüßte sie kurz und schlüpfte dann in den Aufzug. Fünf Etagen musste ich hinter mich bringen, ehe die Tür mit einem Ping aufsprang und ich auf den Flur hinaustrat. Schon kurz vor meiner Wohnungstür zog ich die hohen Schuhe von meinen Füßen, die mittlerweile unangenehm taub waren. Dann steckte ich den Schlüssel ins Schloss und öffnete die Tür.

Im Inneren meiner Wohnung war es stockdunkel, nur vereinzelt schaffte es, der Schein der Stadt die Schemen meiner Möbel zu liebkosen. Ich hatte eine Abneigung gegen große Lichter und so tapste ich durch die Dunkelheit, als mich plötzlich etwas am Bein streifte. Warm, weich und dann hörte ich es, dass kläglichste Mauzen der Welt.

„Hallo Baby”, antwortete, während ich weiter nach der kleinen Lampe auf meiner Kommode tastete. Als ich sie endlich gefunden hatte, drückte ich den kleinen Knopf und sofort wurde der Flur von einem warmen Schein erhellt. Ich blickte hinunter und direkt in das leicht verknautschte Gesicht meines Katers.

„Hast du schon geschlafen, mein Schatz?“, fragte ich ihn und hob ihn auf den Arm. Augenblicklich hörte ich das tiefe leicht schiefe Schnurren von Shadow und vergrub mein Gesicht für einen kurzen Moment in seinem strubbeligen Fell, dass immer so aussah, als würde er noch in der Mülltonne vor dem Haus wohnen. Da konnte ich kämmen und pflegen so viel ich wollte. Er war und blieb ein Gremlin.

Ich entließ mein kleines Monster wieder, das mir aber trotzdem folgte, während ich schon auf dem Weg ins Bad mit dem Reißverschluss meines Kleides kämpfte. Ich konnte es gar nicht erwarten, endlich wieder auszusehen wieAdam Sandler.Das Kleid ließ ich einfach von meinen Hüften rutschen, als ich den Kampf endlich gewonnen hatte, und pfefferte den BH über die Stange meines Duschvorhangs.

Kurze Zeit später saß ich in einem alten Schlabbershirt, Jogginghose und Kuschelsocken auf der Couch und trank einen Wein, während ich endlich das Kapitel las, auf das ich mich schon den ganzen Ta gefreut hatte.

Ich hätte mich wirklich nicht von Ally zu diesem dämlichen Blind Date überreden lassen sollen. Doch was sollte ich sagen, ich war halt einfach eine hoffnungslose Romantikerin und insgeheim hoffte ich halt doch irgendwie darauf, dass irgendwo da draußen mein Mr. Right wartete. Auch wenn der wahrscheinlich ehr keine Flügel und magischen Fähigkeiten besaß, sowie der Protagonist meines aktuellen Buches. Aber träumen konnte man ja noch mal. Vielleicht sollte ich es doch mit einer dieser Manifestationstechnicken ausprobieren, die ich auf TikTok gesehen hatte. Oder noch besser ich versuche einfach mir einen Shadow Daddy zu beschwören.

Ich schüttelte über meine eigenen Gedanken den Kopf und versuchte, mich wieder auf mein Buch zu konzentrieren. Doch immer wieder merkte ich, wie diese absurde Idee sich zurück in mein Gehirn schlich. Vielleicht war das auch den drei Gläsern Wein, die ich während meines Dinners getrunken hatte, geschuldet. Und vielleicht auch den zwei Weiteren, die ich bereits auf der Couch vernichtet hatte. Jetzt schenkte ich mir den letzten Rest aus der Weinflasche ein und führte mir das Glas erneut an die Lippen. Mein Blick wanderte währenddessen zwischen dem mit hübschen Blumen getarnten Smut und meinem Handy hin und her.

Scheiße Mia, du hast mittlerweile echt komplett den Verstand verloren, wenn du glaubst, dass das wirklich funktionieren würde.

Ich zischte meine innere Stimme an und versuchte, mich dann vor mir selbst zu rechtfertigen.Wer sagt denn, dass so was nicht wirklich funktionieren würde? Na ja, außer vielleicht die menschliche Logik.

Aber die hatte sich mit dem sechsten Glas Wein verabschiedet und ganz ehrlich ich könnte dringend einen Mann gebrauchen, der mich auf Händen trug. Oder noch ganz andere Sachen mit seinen Händen anstellte. Und dafür war ich auch bereit mein Glück mit der Hölle zu versuchen.

Überlegte ich wirklich gerade für einen Orgasmus meine Seele zu verkaufen?Ja und irgendwie fand ich das nicht so schlimm, wie ich vielleicht sollte.

Bevor ich noch weiter drüber nachdenken konnte, griff ich nach meinem Handy und gab die wohl bescheuertste Suchanfrage meines gesamten Browserverlaufs ein:Wie beschwört man einen Dämon?

Es gab erstaunlich viele Treffer für diese Anfrage und ich fragte mich augenblicklich, wie viele Bookgirlies vielleicht auch schon genau an diesem Punkt waren. Ich klickte mich durch ein paar der Ergebnisse und einige davon schloss ich auch genauso schnell wieder. Denn ich hatte keine Ahnung, wo ich 3 Liter Ziegenblut herbekommen sollte oder die Gebeine eines Mörders.

Letztendlich landete ich auf einem Blog, der gar nicht so unheimlich wirkte wie der Rest und das beste war, alles, was ich für die Beschwörung benötigte, hatte ich zuhause.

Kerzen – Check

Kreide – Check

Salz – Check

Blut –Check?

Ich meine mir einmal kurz in den Finger piksen würde schon nicht so schlimm sein. Mit dem Handy in der Hand stand ich auf, kippte den letzten Schluck Wein meine Kehle herunter und begann dann die Dinge zusammenzusuchen.

Miniatur-Mia hatte mittlerweile aufgeben mich innerlich anzuschreien, und saß resigniert in der hintersten Ecke meines Gehirns.Ja, ich war vollkommen durchgedreht.Anstatt wie jede normale Frau den Vibrator aus der Schublade zu holen und sich mit einer erstklassigen Smut-Szene zufriedenzugeben, war ich wirklich drauf und dran ein One-Way-Ticket in die Psychiatrie zu gewinnen.

Oder vielleicht einen Exorzismus für die Lady?

Die ganze Situation brachte mich zum Lachen. Also ja ich lief manisch lachend durch meine Wohnung und sammelte Kerzen ein, bevor ich mich durch meinen Gewürzschrank wühlte.

Nach etwa zehn Minuten blickte ich auf einen Haufen Utensilien, die sich in der Mitte meines Wohnzimmers aufgetürmt hatten. Mit Schwung klappte ich den Teppich um, damit ich gleich auf das alte Parkett einfuckingPentagramm zeichnen konnte.

Shadow saß währenddessen auf der Fensterbank, putze sich und ich konnte seine Verurteilung bis hier hin spüren.

„Ich besorg dir nur einen Daddy”, erklärte ich ihm, während ich die Kreide in die Hand nahm und noch einmal auf mein Handy sah, damit ich auch keine der Runen falsch aufzeichnete.Obwohl würde es das wirklich Schlimmer machen? Schlimmer als einen Dämon zu beschwören, konnte es ja eigentlich nicht werden oder?

Ich zuckte mit den Schultern und begann zu malen. Kurze Zeit später blickte ich stolz auf mein Kunstwerk und startete damit die Kerzen in einem Kreis, um mich herum aufzustellen.

Vielleicht sollte ich die restlichen Lichter löschen? Oder war das egal? Scheiße Mia, das klingt echt nicht mehr gesund.

Trotzdem stand ich auf und knipste die Lichterketten und Lampen aus, dann setzte ich mich zurück in den Kreis aus Kerzen und zündete sie an.

Noch einmal linste ich auf mein Handy und es schüttelte mich kurz beim Lesen des nächsten Schrittes.

„Spreche die erste Zeile der Beschwörungsformel, schneide dir dann in die Hand und lasse dein Blut in die Schale mit Salz tropfen.”

Ich schloss einen Moment die Augen, atmete noch einmal tief durch und nahm dann das Messer in die Hand.Warum hatte ich eigentlich keine verdammte Stecknadel in der gesamten Wohnung?Jetzt saß ich hier mit einem verdammten Fleischermesser.

Ich hielt es an die Spitze meines Zeigefingers und sprach dann die Worte, bevor ich fest zudrückte. Ein stechender Schmerz zog durch meinen Finger und Sekunden später quoll die rote Flüssigkeit heraus. Eilig zog ich das Messer weg und hielt meine Wunde über die kleine Müslischale mit Salz. Richtige Hexen nutzten dafür bestimmt besondere Gefäße und nicht einePowerpuff Girls-Schüssel aus ihrer Kindheit, aber gut ...Nobody is perfect.

Das Salz färbte sich langsam rot und ich spähte noch einmal auf mein Handy, um den Rest der Beschwörungsformel nicht zu vermasseln. Ich sprach die Worte nach bestem Wissen und Gewissen aus. Latein war jetzt nicht wirklich mein Fachgebiet. Dann wartete ich ... und wartete ... und ... wartete. Doch nichts.

Ich wusste nicht wirklich, was ich erwartet hatte.Vielleicht flackernde Kerzen? Das mein Blut in der Powerpuff-Schale anfing zu brodeln? Das mir kalt wurde?

Aber es passierte absolut ...Nichts.

Sogar Shadow schien vollkommen unbeeindruckt von meinem Ritual und hatte sich mittlerweile zu einem kleinen Ball auf der Fensterbank zusammen gerollt und schnarchte.

Irgendwie war ich enttäuscht, dass nichts passiert war. Aber irgendwie auch erleichtert. Trotzdem füllte meine Innere Mia bereits die Einweisung für drei Wochen Gummizelle aus.

Es war eine blöde Idee nach zu viel Wein und zu wenig Sex. Mit einem Kopfschütteln pustete ich die Kerzen aus und stand auf.

Das Chaos würde ich morgen aufräumen. Ich wollte nur noch ins Bett, vielleicht doch noch kurz meinen kleinen pinken Freund aus der Schublade holen und diese Schnapsidee vergessen. Von der ich ganz bestimmt niemanden, jemals auch nur ein Sterbenswort erzählen würde. Nicht einmal Ally. Vor allem nicht Ally. Ich nahm sogar meinen Kater den Schwur ab, über das was heute Abend hier passiert war zu schweigen, als ich ihm seinen gute Nachtkuss aufs Fell drückte.

Fuck, Mia du hast echt den Verstand verloren und das, nicht weil dir jemand das Hirn rausgevögelt hatte.Beinahe bereute ich es, nicht mit Patrick nach Hause gegangen zu sein.Nein ... Aus ... Pfui, Mia.

So schlimm war es jetzt auch nicht und wer weiß, vielleicht wartete da draußen ja doch noch mein Mister Right. Auch wenn er vielleicht keinShadow Daddy war.

Kapitel
1. Kapitel 1 - Mia
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