Prolog
Oh! Hallo Fremder, seid mir gegrüßt. Ich habe Euch hier noch nie zuvor gesehen. Willkommen in meinem Gasthaus „Zum wilden Bären“!
Nehmt doch schon einmal Platz am Tresen, und ich mache Euch Euer Getränk der Wahl fertig. Was darf es sein? Ahh eine sehr gute Wahl ... wartet, das habe ich gleich hier. Einen kleinen Moment noch. Ich bücke mich kurz tief unter den Tresen und krame in den Regalen. Ach, diese Unordnung! Gute Bedienstete sind momentan einfach schwer zu finden, sag ich Euch ... aber so, das hätten wir. Hier, Euer Trunk, lasst es Euch schmecken!
Ich hoffe, Euch stören die tratschenden Waschweiber im Eck und die gröhlenden Bauern mit ihren klappernden Bierkrügen in meinem Schankraum nicht? Gute Gäste, wie sich das Gesindel ja selbst nennt, aber ... jeder Silberpfennig ist Gold wert, wie ich immer sage.
Aber kommen wir zu Euch. Was führt Euch zu mir? Ah, verstehe ... Ihr seid hier, weil Ihr Eurem Alltag entfliehen wollt. Ja, das kann ich verdammt gut verstehen.
Ich hätte da eine Geschichte für Euch von einem Fremden, der ein neues Leben in einem kleinen Dorf im Thüringer Wald suchte. Ihr seid interessiert? Ja? Das freut mich sehr. Na dann hört gut zu, und ich beginne mit der Geschichte ...








