Prolog
Chronica Veldkampii – Atem des Todes(Randnotiz des Studenten) Ich sollte schlafen. Stattdessen schreibe ich diese Zeilen. Warum? Vielleicht, weil ich das Gefühl habe, dass ich sie später brauchen werde.
P R O L O G
Ich brauche Schlaf. Aber die Chronica Veldkampii liegt vor mir – grau, staubig, warm. Zu warm. Seminar »Alte Texte«. Pflichtlektüre. Pestberichte, Totengräberlatein, bröckelige Chroniken. Nichts Besonderes. Und trotzdem kann ich nicht wegsehen. Etwas in dem Buch atmet. So fühlt es sich zumindest an.
Studienausgabe, Seminar »Alte Texte«, Pflichtlektüre »Und es geschah zu der Zeit, da eine große Plage über das Land kam, dass die Menschen schrien in den Nächten, doch ihr Flehen verhallte im Staub der Straßen. Denn der Tod wandelte im finsteren Grund, und sein Atem fuhr aus in die Häuser der Veldkamps. Und sie sprachen: ›Höret, wie es schmatzet unter der Erde. Folget ihm nicht, sonst seid ihr verloren.‹«
Moderne Übertragung(Eigene Randnotiz des Studenten) Kurzfassung: Eine schwere Plage. Viel Gebet, kein Erbarmen. In der Gruft der Veldkamps hört man Schmatzen. Und man sagt: Wer es hört, dem folgt es.


![The Moon's Weapon : the cursed mate [ MOVING TO GALATEA]](https://cdn-gcs.inkitt.com/vertical_storycovers/ipad_123f31099804e79c6de11657975bcaae.jpg)





