Meine kleine Schwester

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Summary

Worum es in diesem Buch geht: Es geht um die enge, beinahe schwesterliche Beziehung zwischen Tessa und Lisa – und darum, wie diese Verbindung langsam zerbricht. Tessa wünschte sich eine Schwester. Stattdessen bekam sie sieben Brüder – ein Leben wie ein testosterongetränktes Survival-Camp. Als ihre Mutter an Krebs erkrankte, wurde aus Kindheit plötzlich ein harter Job – und Tessa zur unfreiwilligen Mini-Mutti. Zum Glück gab es Lisa: beste Freundin seit der Geburt, Dauer-Gast im Haus und offiziell von der Familie adoptiert, zumindest emotional. Tessa dachte, diese Bindung sei unzerstörbar. Tja. Falsch gedacht.

Genre
Drama
Author
maylina1
Status
Ongoing
Chapters
16
Rating
4.5 2 reviews
Age Rating
18+

Einblick ins Leben beiden


Einblick ins Leben von Lisa und Tessa

Lisa und Tessa waren jeden Tag nach der Schule zusammen.

Lisa half Tessa im Haushalt, mit den Brüdern, oft auch mit ihrer Mutter – und zuletzt noch bei den Tieren. Für all das war Tessa ihr unendlich dankbar. Sie liebte Lisa wie eine Schwester.

Trotz aller Sorgen um ihre Mutter hatte Tessa ein gutes Leben – zumindest so lange, wie ihre Mutter nicht im Krankenhaus war. Wenn das passierte und Tessa zu Verwandten musste, wurde es schwierig. Sehr schwierig.

Das war das dunkle Geheimnis, das sie mit sich allein ausmachte.

Tessa war gerade einmal fünfzehn. Sie hatte sechs Katzen, zwei Hunde und fünfzehn Pferde zu versorgen. Neben Schule, Haushalt, der „Kindererziehung“ ihrer jüngeren Geschwister – und all dem, was sie nicht laut sagen konnte.

Und sie musste auch noch arbeiten.

Die letzten fünf Jahre waren die Hölle.

Ihr Vater war mit der besten Freundin ihrer Mutter durchgebrannt.

Die Familie hatte sich von ihr abgewendet – wegen des neuen Freundes ihrer Mutter. Der war gewalttätig, aber keiner wollte es sehen.

Tessa musste funktionieren. Immer stark sein. Immer lächeln.

Umso mehr war sie dankbar, dass Lisa da war. Ohne sie hätte sie es nicht überstanden.

Zwar hatte Tessa viele Freunde – sie war beliebt, zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Aber sie hasste es.

Am liebsten wäre sie unsichtbar gewesen.

Lisa dagegen kam aus einer kleinen Familie: zwei ältere Brüder, eine Schwester – aber keine enge Bindung. Sie fühlte sich bei Tessa wohler.

Mit Tessas Freundeskreis kam sie allerdings nicht gut zurecht. Sie wollte Tessa lieber ganz für sich.

Und sie wusste genau, wie sie ihren Willen durchsetzen konnte – etwas, das Tessa lange gar nicht auffiel.

Aber das sollte sich bald ändern.

Sehr bald.