The Eclipse of Eternal

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Summary

Was würdest du tun, wenn du in der Welt deines Lieblings Spiels leben könntest? Clemens hatte sich die Frage schon mehr als einmal gestellt, aber nie damit gerechnet, das er eines Tages wirklich in der Welt von Eternal Sun erwachen würde. Aber nicht nur, das Clemens nicht als er selbst nach Eternal kommt, sondern als die hübsche und vor allem grazile Neko Glin. Bald muss er auch feststellen, das Eternal nicht einmal im Ansatz das Paradies ist, das er sich so gewünscht hatte. Zwischen den Problemen, das ein neues Leben als Mädchen mit sich bringt, muss er sich als Glin schnell in einer fremdem Welt voll von Leid, Finsternis, Intrigen und Verzweiflung zurecht finden und recht schnell einsehen, das seine Ankunft in Eternal keinesfalls ein friedliches und ruhiges Leben für ihn vorsah.

Status
Ongoing
Chapters
7
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prologium: Willkommen in der Hölle!

“Sei gegrüßt Glin.

Schon bald betrittst du Eternal. Eine Welt voller Wunder und Abendteuer, die nur auf dich warten. Eine fantastische Reise, Freundschaften und spannende Kämpfe werden dich erwarten.

Nun geh Spieler und bringe das Licht zurück nach Eternal.”

Eternal...

Eine Reise...?

Spieler...?

Warum nannte man ihn...Spieler...?

Eternal Sun hat...sonst nie die vierte Wand...

Fallen...

Vergessen...?

Wer...war...er...?

Warum...?

“Wach auf du räudiges Vieh!”

Etwas kaltes, das sich auf seinen Hals legte, ließ ihn die Augen aufreißen.

Wo war er?

Wer....war er?

Völlig verwirrt und desorientiert sah er auf die Gestalt, die sich vor ihm erhob.

Eine Dunkelblaue Uniform, ein kaltes hageres Gesicht und graue Augen, die ihn voller Abscheu ansahen.

Dann sah er zu der Hand, die eine Art Stock zu halten schien.

Ein Stock, an dessen ende etwas kaltes angebracht war, was direkt auf seiner Kehle lag.

Nein...kein Stock...ein Speer!

Warum zum Teufel...?

Er wollte nach hinten rutschen, aber kaum hatte er sich nur ein Stück bewegt, verstärkte sich der Druck auf seinen Hals und endlich verstand er...

Blanke Panik erfasste seinen ganzen Körper, als ihm mit einem Schlag bewusst war, das sein Leben in Gefahr war!

Aber wieso...?

Und wo war er hier? 2024 benutzte doch niemand mehr solche Waffen?

“Komm schon Gert, lass sie einfach liegen. Die können wir wir in ein paar Tagen von der Straße kratzen oder mit einem Hübschen Halsband sehen!”

Eine zweite Stimme, außerhalb seines Sichtfeldes erklang, aber genau so kalt.

Warum sie? Auch wenn er keine Ahnung hatte, wer er war, wusste er doch ziemlich genau, das er ein Kerl war.

Der Speer verschwand von seinem Hals und der Typ grinste ihn breit an.

“Recht haste.” Ohne ihn auch nur noch eines Blickes zu würdigen verschwanden die beiden und er hielt sich den Hals.

Er war zum Glück unverletzt, aber seine Haut fühlte sich seltsam an. Weicher als erwartet und vor allem glatt...

Jetzt, wo er zumindest ein bisschen zur Ruhe kam, merkte er, das hier was gar nicht stimmen konnte. Er lag auf fest getretenem Lehm, die Häuser die, die Gasse bildeten, in dem er lag waren einfache Stein und Holzhäuser.

Spätestens, als ein Windhauch aufkam, wusste er, das er völlig am Arsch war.

Lange Goldblonde Haare, die vom Wind getragen in sein Sichtfeld schwebten.

“Was zu...”

Er verstummte sofort wieder, als er seine Stimme hörte.

Ganz sicher keine Stimme, die ein erwachsener Mann haben sollte und konnte...

Eine gänzlich andere Angst erfasste ihn, als er nun endlich an sich hinab sah.

Füße, die ihm viel zu klein schienen, die in einfachen und abgetragenen Lederstiefeln saßen.

Etwas...das aussah wie eine abgelaufenen Strumpfhose aus einfachster Baumwolle und darüber...

Er hob mit viel zu kleinen Händen den Saum ein Stück hoch.

Kein Zweifel...ein Rock.

Warum trug er einen Rock und Strumpfhosen?

Sein Blick glitt langsam und zögerlicher weiter hoch.

Etwas, das ihn an etwas wie eine Tunika erinnerte und darüber ein Umhang.

Aber...

Sein Atmen stockte.

Aber trotz Tunika und Umhang konnte er deutlich den Ausschnitt von zwei zwar kleinen aber definitiv weiblichen Brüsten erkennen.

“Nein!”

War sein Körper eben noch wie gelähmt, sprang er in einem Satz auf, erstarrte aber erneut, als er etwas an einer Stelle am Körper spürte, wo nichts hätte sein sollen und dürfen und das mit nervösen Zuckungen gegen die Wand hinter ihm schlug.

Die selben Goldblonden Haare, die über seine Schultern fielen, nur kürzer und irgendwie fluffig, die in Form eines Schwanzes gegen den Stein schlugen.

“Komm...das ist jetzt nicht wahr?”

Als er begann sein ganz sicher nicht männliches Gesicht zu betasten wusste er aber sofort, was ihn erwartete, als er an den Schläfen ankam und dahinter nichts als weiche Haut spürte.

Seine Hände glitten weiter nach oben, bis sie zwei Ohren ertasteten, die bei der Berührung zuckten. Zwei pelzige, spitz zulaufende Katzenohren...

Die ganze Szene war so verdammt Surreal, das er sich strikt weigerte, auch nur in Erwägung zu ziehen, das sie auch nur im Ansatz echt war.

Aber wie ein Traum fühlte es sich auch nicht an.

Gerade im Gegenteil.

Ihm kam seine Sicht irgendwie viel schärfer als gewohnt vor, auch sein Gehör und seine Nase schienen viel empfindlicher zu sein. Die dumpfen Geräusche von anderen Menschen hörten sich weit entfernt, aber klar und deutlich an. Er roch den erdigen Geruch des Bodens und die nicht gerade angenehmen Gerüche von Unrat, der wohl irgendwo herum lag.

“Nein...nein, nein, nein!” Ein kaltes humorloses Lachen erklang, als er immer und immer wieder den Kopf schüttelte.

Das konnte einfach nicht wahr sein.

Weder war er plötzlich zur Frau geworden, noch hatte er Katzenohren und einen Schwanz!

Sowas gab es in seiner Welt nicht einmal, was zudem bedeuten würde, das er sich nicht einmal mehr in seiner Welt befinden müsste.

Er atmete tief ein und zwang sich zur Ruhe.

Fasste er die Situation kurz zusammen, soweit er wusste.

Altertümliche Waffen und Gebäude.

Er steckte in einem weiblichem Körper mit Blonden Haaren, Katzenohren und einem buschigem Schweif. Außerdem waren seine Sinne extrem geschärft.

Nein, in so fern es kein völlig verdrehter Traum war, an das er nicht glaubte gab es nur eine Möglichkeit.

Er wurde nach bester Isekai Anime Manier in eine andere Welt und einen anderen Körper verfrachtet!

Er tastete sich weiter ab und spürte an seiner Hüfte einen Dolchgurt samt Scheide.

Er brauchte etwas, bis er schließlich einen einfachen Dolch in der Hand hielt.

Zögerlich sah er auf das trübe Metall, es war sicher nicht das beste, aber es würde ausreichen.

Er holte nochmal tief Luft, dann drehte er den Dolch mit der Seite zu sich.

Nein, kein Zweifel...

Was ihm da entgegensah war zu 100% kein Kerl, nicht mal eine Frau!

Ein schlankes, zierliches und wie er zugeben musste niedliches Gesicht mit Ängstlichen Azurblauen Augen sah ihn in der Spiegelung an.

14...maximal 16 Jahre alt. Zierlich, mit zwei Katzenohren auf dem Kopf...

“Glin....”

Der Name kam ihm, kaum hatte er in das Gesicht gesehen in den Sinn, als hätte er sich eben wieder daran erinnert.

War er das?

War er Glin?!

Da er sonst keine Ahnung von sich selbst hatte, beschloss er, zumindest vorerst den Namen für sich zu verwenden

Erneut sah er an sich hinab.

Das war echt nicht fair...Warum musste er in einem so jungem Körper gelandet sein?

Da hatte er mal die Gelegenheit ganz ungeniert Brüste zu bewundern, ohne sich eine Ohrfeige ein zu handeln und...

Was zur Hölle dachte er da eigentlich?!

Nun ja, ob er wollte oder nicht, er war jetzt ein Mädchen!

Eine Neko mit dem Namen Glin...

Egal wie und warum er hier gelandet war. Irgendwie musste er mit der Situation klar kommen und das bedeutete auch, das seine Rolle als Neko, die er nun war, irgendwie akzeptieren musste...

“Verdammt, bleib endlich drin!”

Glin fummelte in der Schlaufe herum, bis sie den Schweif endlich durch bekommen hat und seufzte erleichtert auf.

So wie die beiden, sie ging von Wachen aus, auf sie reagiert haben, war es wohl nicht so schlau, sich als Neko zu zeigen.

Zum Glück hatte ihr Umhang eine Kapuze, der ihre Ohren verbarg, auch wenn es sich verdammt unangenehm anfühlte. Die Schlaufe an der Innenseite bestätigte sie nur in der Annahme und als sich Glin, sich selbst betrachtend im Kreis drehte, nickte sie zufrieden.

Sie sah zwar ein wenig zwielichtig aber nicht mehr katzig aus. Dann sollte sie mal in Erfahrung bringen, wo genau sie hier war.

“Wahnsinn...!”

Glin musste sicher vor Staunen der Mund offen gestanden haben, als sie aus den dunklen Gassen trat und mit einem Schlag in das Getümmel einer geschäftigen Stadt gestoßen wurde.

Nein, das war sicher nicht die Welt, die sie kannte, das war....

Gewöhnliche Menschen, vereinzelte Elfen, Dämonenartige Menschen mit Fledermausflügeln und andere, die ihren Alltag lebten, als wäre es das normalste auf der Welt.

Kutschen, Stände, die die seltsamsten Sachen verkauften, aber das war nicht mal das erstaunlichste.

“Papa, ich will auch Abenteuer werden!”

“Was? 12 Iti das bisschen Fleisch? Du gehörst ausgepeitscht!”

“Komm schon, sonst verpassen wir sie noch!”

“Ach, und nur weil ich keine Elfe bin? Du bist so widerlich!”

Glin hatte keine Ahnung, ob es an ihrer Panik lag, das sie es bei den Wachen nicht bemerkt hatte.

Aber hier wurde eine Sprache gesprochen, die Glin sicher nicht kannte, dennoch verstand sie jedes Wort davon ohne Probleme. Anders sah es allerdings mit den Schriftzeichen aus.

Das hieß wohl, sollte sie hier bleiben, musste sie lesen und schreiben lernen...

Sie war so gebannt von all den Eindrücken, das sie die kleine Gruppe erst mitbekam, als sie fast bei ihr waren. Drei Kinder, 2 Mädchen und ein Junge, die völlig abgemagert und dreckig mit viel zu großen Säcken durch die Straßen schlurften, hinter ihnen ein Typ, in viel besserer Kleidung, der ignorant alle anderen auszublenden schien.

Als wäre das nicht schon verstört genug, bemerkte Glin, das jedes der Kinder massive Metallringe am Hals trugen, an denen seltsame Zeichen eingraviert waren.

Eines der Mädchen bemerkte ihren Blick, stolperte Prompt und stürzte zu Boden und Gemüse und Brot fiel aus dem Sack.

Sofort begann das Mädchen zu weinen, aber nicht vor Schmerz, wie Glin erschrocken feststellen musste. Es war Angst. Schiere Todesangst!

“Was?!” Keuchte Glin völlig fassungslos, als der Mann aufschrie und dem Mädchen mit voller Wucht in die Seite trat.

Sie brüllte vor Schmerz auf, als er wieder und wieder zutrat und Glin sah fassungslos auf die Straße, aber niemand Schritt ein, nein noch schlimmer, es interessierte sie nicht einmal.

Glin atmete erleichtert auf, als einer der Wachen auf den Mann zutrat und den Kopf schüttelte.

“Bitte zügeln sie sich etwas. Das töten von Sklaven in der Öffentlichkeit ist verboten.”

Sklaven...? Prompt viel ihr wieder ein, was die Wache zu ihr gesagt hatte. Ein hübsches Halsband... Hier gab es Sklaverei und diese war völlig legal?

Wie grausam und zurückgeblieben konnte diese Welt bitte sein?

Sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf sie Szene vor sich, auch wenn Glin bei dem Anblick kotzübel wurde.

Das Mädchen spuckte Blut und hielt sich wimmernd die Hüfte, während sie verzweifelt versuchte wieder auf die Beine zu kommen.

“Oh keine Sorge, so leicht mach es der Drecks Chibi nicht! Schließlich hat sie mein Essen ruiniert!

Paske, du nimmst ihren Sack und du...!”

Glin konnte sich nur mit größter Mühe zusammen reißen, als er sie an den Haaren packte und hoch zerrte. “Du arbeitest den Schaden in der Werft ab! Jetzt beweg dich!”

“Ja...Herr!”

Der Junge nahm, mit versteinertem Gesicht den zusätzlichen Beutel und sie liefen weiter, als wäre nichts gewesen.

Nein, in einer Welt, in dem man Kinder versklavte und wie Nutzware behandelte wollte sie auf keinen Fall leben! Egal ob Elfen oder was auch immer...auf keinen Fall konnte und wollte sie sowas akzeptieren oder im schlimmsten Fall selbst zur Sklavin werden.

“Und du!”

Glin zuckte zusammen, als sich die Wache zu ihr umdrehte.

“Ja...?” Fragte sie ängstlich und er sah sie mit einem mehr als genervten Blick an.

“Du hast doch nichts zwielichtiges vor? Du siehst mir verdächtig aus! Gehörst du zu den Priestern der Finsternis?”

“Nein!” Sagte Glin ohne zu zögern. Sie hatte keine Ahnung, wovon er sprach, aber das klang ihr ein bisschen zu sehr nach einer Sekte.

“Gut, ich hab dich im Auge Mädchen, also denk nicht mal daran, Unfug an zu stellen!”

Er wollte schon weiter gehen und Glin nickte sich gedanklich selbst zu.

“Wird er sie wirklich...?”

Die Wache sah Glin einen Moment überrascht an, sah sich kurz um und sein Gesicht wurde ein wenig sanfter. “Ich fürchte ja. Aber denk nicht mal dran, die Chibi zu retten!”

“Chibi...” Wiederholte Glin nachdenklich. Zu ihrer Überraschung lachte die Wache auf.

“Wo kommst du denn bitte her? Aus Geshian?”

Glin konnte ihn nur verwirrt ansehen und die Wache seufzte.

“Ja, ich weiß, das man Menschenkinder und Chibis nicht auseinander halten kann.”

Also gab es eine Rasse, die wie Kinder aussah, es aber nicht waren?!

Das machte den Umstand nicht besser, aber es beruhigte Glin auf eine seltsame Art und Weise.

“Mädchen!?” Glin schrak so zusammen, das ihr aus versehen ein Laut entkam, der sie ein wenig zu sehr an ein Miau erinnerte. Sie presste sich erschrocken die Hand auf den Mund, während sich die Augen der Wache verengten.

“Du bist eine Neko!” Glin nickte ängstlich. Sie hatte keine Ahnung, welchen Stellenwert hier Nekos hatten und eigentlich konnte sie auch gut darauf verzichten, das heraus zu finden.

“Dann habe ich einen Ratschlag für dich. Verlasse Helmgarten, nein die Provinz so schnell wie möglich. Wie kann man als Neko überhaupt freiwillig in ein Menschenreich kommen?”

Woher sollte sie das wissen? Nachdem, was sie gesehen hatte, wollte sie hier auch nicht bleiben!

Sie nickte knapp und die Wache sah sich erneut um.

“Geh zum Gasthaus Lilienblüte und sag Jemsen schickt dich.”

Glin sah die Wache verwirrt an, nickte aber. Es war wohl besser, nicht zu viele Fragen zu stellen.

“Aber...wie komme ich da hin? Ich kann...nicht lesen!”

Er sah sie verdutzt an, lächelte aber.

“Richtung Südtor, bis du am alten Brunnen vorbei kommst. Links in die Straße, das große Gebäude links, du wirst es schon erkennen.”

“Danke...” Sagte sie knapp und die Wache, Jemsen nickte. “Solang ich dich nicht mit einem Halsband sehen muss. Es ist schön, mal wieder eine Neko zu sehen, die weder versklavt, noch tot ist. Pass auf dich auf!”

Sie sah der Wache nach und seufzte geknickt aber auch erleichtert. Zumindest gab es hier noch normale Menschen...

Er hatte wirklich Recht. Glin sah auf dem Weg zu besagtem Brunnen alle möglichen Rassen.

Menschen mit Hasenohren, weitere Chibis, bärtige Zwerge, sogar eine Junge Frau mit verdammten Engelsflügeln, aber keine einzige andere Neko.

Auch sah sie weitere Sklaven verschiedenster Rassen, aber ihre Herren, Meister, Besitzer oder wie auch immer waren ausnahmslos Menschen, nicht selten extravagant gekleidete, aber auch vereinzelt ganz normale Menschen. Abscheu stieg in Glin hoch, in dieser Welt konnte man die Menschheit echt an die Wand fahren!Sie bog, wie beschrieben an einem alten verfallenen Brunnen in eine ruhigere, aber immer noch belebte Straße ab und sah auch bald das angesprochene Haus.

Was sollte sie jetzt tun? Sie hatte kein Geld, keine Arbeit und keine Ahnung von irgendwas.

Würde man ihr da einfach helfen? Falls ja, wie sollte sie das jemals zurück zahlen?

So oder so...Glin wollte so schnell wie möglich hier weg!

Diese Welt war nicht das Fantasy Paradies, wie sie es sich vorgestellt hatte, das wurde ihr schmerzlich bewusst.

Das hier war eine wahr gewordene Hölle und Glin konnte nur erahnen, welche Grauen hier noch auf sie warteten.