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Alpha Company - Xavier Caldwell

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Summary

Ein neuer Job kann manchmal mehr sein als nur eine Einnahmequelle für die Miete. Auch wenn Olivia nur ein Mensch ist und nicht damit rechnet, ausgerechnet einem Wolf zum Fraß vorgeworfen zu werden, ist Olivia nicht dumm. Als sie am Freitag den Anruf bekommt, ob sie ohne die übliche Bewerbungsphase direkt am Montag anfangen kann, weiß sie, dass dieser Job am Montag auch schon wieder vorbei sein kann. Denn Mr. Caldwell ist dafür bekannt, gerne mal zwei Assistentinnen in einer Woche zu verheizen. Die Regeln, die er sich und seiner persönlichen Assistentin auferlegt hat, sind streng. Aber er glaubt, dass man das mit Menschen machen kann. Für Geld würden sie doch sowieso alles tun, oder? Doch er rechnet nicht mit ihr, Olivia, die gekommen ist, um zu bleiben. Denn sie braucht endlich wieder Arbeit und Geld, und ihr Plan ist es, sich endlich wieder zu beweisen - dass sie mehr ist als die Kleine im Bleistiftrock. Aber kann sie das schaffen, ohne ihre ganze Würde zu verlieren?

Status
Complete
Chapters
21
Rating
4.8 62 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1 - Prolog

Xavier

„Habt ihr schon gehört, was mit Paw-Enterprise passiert ist?“, fragt Aiden, als wir unsere wöchentliche Besprechung in meinem Konferenzraum beendet haben und nun zu den Rudelangelegenheiten übergehen.

Obwohl es in den letzten Wochen bei keinem von uns etwas Neues gegeben hat. Es ist also eher ein Zusammensitzen von Freunden und Geschäftspartnern.

Sam nickt zustimmend. „Ich hätte nicht gedacht, dass Harvey so dumm ist, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.“

„Einfach ekelhaft. Was soll das für ein Licht auf uns werfen? Es war genau richtig, diese Idioten von unserem Tisch zu verbannen. Stellt euch vor, sein Name wäre mit uns in Verbindung gebracht worden“, sagt Jean und lässt sich auf seinem Stuhl zurücksinken.

„Das hatte nichts damit zu tun“, erinnert ihn Aiden, woraufhin Jean nur den Kopf schüttelt. Er und Harvey haben sich schon immer gehasst, aber seit Harvey in einem Menschen seine Gefährtin gefunden hat, ist Jean unerträglich.

„Sie kommen zur Firmenfeier, vielleicht solltest du bis dahin lernen, deinen Hass auf Menschen, vor allem auf sie, zu kontrollieren“, erkläre ich ihm und beobachte, wie er angewidert das Gesicht verzieht.

Das hat mir gerade noch gefehlt, zwei Wölfe, die auf meinem Firmengelände versuchen, sich gegenseitig die Kehle rauszureißen.

„Wenn du so redest, Xavier, hört es sich fast so an, als würdest du seine Paarung gutheißen“, bemerkt Sam und klappt seinen Laptop zu.

„Ich finde es genauso widerlich wie wir alle. Aber ich sehe nur, ein großer Hai weniger im Becken und noch mehr Möglichkeiten für uns.“

Harvey Hanson war ein guter Geschäftsführer und hatte sich seinen Platz an unserem Tisch redlich verdient. Aber seit einem halben Jahr fing er an, etwas in seinem Leben zu verändern. Wir haben ihn darauf aufmerksam gemacht, haben ihm immer wieder gesagt, dass seine Zahlen immer schlechter werden.

Aber er wollte nicht hören, und dann haben wir ihn einfach nicht mehr an unseren Tisch eingeladen.

Den Tisch, den wir beherrschen, wie fast die ganze Stadt.

Jeder will einen Platz bei uns, aber nur die Mächtigsten, die Einflussreichsten bekommen ihn. Und das sind nun mal wir. Es gibt für uns keine wirkliche Konkurrenz. Niemand denkt auch nur daran, sich mit uns anzulegen - egal ob Mensch oder Gestaltwandler.

Wir hatten überlegt, ob wir Harveys Firma einfach als gemeinsames Projekt kaufen sollten. Wir haben mit ihm studiert, er war ein Freund. Er hätte Geschäftsführer bleiben können, wir nur Teilhaber, aber diese Chance hat er verspielt.

Weil er seine Gefährtin öffentlich in den Medien als seine zukünftige Frau vorgestellt hat. Er hat sie sogar schon markiert. Einen Menschen. Und das als Alpha seines Rudels.

Menschen sind eine enorme Schwachstelle, das weiß er, aber es ist ihm egal.

Harveys Rudel ist nicht groß, nicht einmal eine Handvoll, aber sie sind ihm so treu ergeben, dass sie sich das gefallen lassen und ihn sogar verteidigen. Als würde er nicht die Zukunft des Rudels aufs Spiel setzen.

„Seine Welpen werden halb Mensch, halb Wolf sein. Schwache, nutzlose, zerbrechliche Wölfe“, wirft Jean ein und schüttelt den Kopf.

„Wenn sie überhaupt Welpen bekommen“, meint Aiden, und Sam sieht ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Du weißt, dass sie zusammen Welpen bekommen können, oder? Bei mir im Rudel wurde erst letztes Jahr ein Mischling geboren und dieses Jahr hat er sich zum ersten Mal verwandelt.“

Jeans schnaubt verachtungsvoll. „Dass du so etwas in deinem Rudel zulässt, macht dich fast zu einem Komplizen.“

„Das ist kein Verbrechen“, ermahnt ihn Sam, wohl wissend, dass er Jeans damit provoziert. Wenn es nach ihm ginge, wäre es nämlich so.

„Sehen wir es positiv. Wir werden ihn dieses Jahr noch ein paar Mal sehen und spätestens nächstes Jahr ist die Firma sowieso weg“, sage ich.

„Besser für mich“, erklärt Sam grinsend. Harvey hatte bekanntlich mit einem Einstieg in den Tech-Markt geliebäugelt, aber jetzt wird er diesen Schritt nicht mehr machen, und Sam ist in seiner marktführenden Position noch weniger gefährdet als ohnehin schon.

Harvey kann von Glück reden, wenn seine Firma nicht demnächst von einem von uns für einen Spottpreis aufgekauft wird oder er überhaupt noch einen Cent damit verdient.

Es klopft an der Tür, und als Sam meine Assistentin erblickt, packt er verdammt schnell seinen Laptop in die Tasche.

Als unser Meeting begonnen hatte, schüttete sie ihm erst einmal Kaffee über den Laptop.

Gut, dass Sam ein absoluter Nerd ist und deshalb immer zwei dabei hat, aber jetzt ist er ihr gegenüber sehr skeptisch. Verständlich.

Sam hat sich und seinen Wolf meistens im Griff. Es ist wirklich schwer, ihn aus der Ruhe zu bringen, außer wenn es um seinen technischen Scheiß geht. Und deswegen hat er sie, deren Namen ich mir seit dem ersten Tag nicht einmal versuche zu merken, vor uns angeschrien.

Jean hat darüber sofort gelacht, während Aiden versucht hat, es wenigstens ein bisschen zu verbergen.

Ich habe nur zugesehen. Wenn Sam es nicht getan hätte, hätte ich es getan oder Jean. Er liebt es einfach, vor allem Menschen klein zu machen.

Seitdem hat sie es eigentlich vermieden, hier rein zu kommen, nicht, dass ich das gewollt hätte. Sie soll sogar nur den Kaffee am Anfang bringen und wenn ich sie rufe, dann soll sie neuen bringen. Ansonsten geht sie das alles hier nichts an, schon gar nicht, wenn wir über Rudelangelegenheiten reden.

Es gibt wenige Regeln, aber irgendwie schafft es niemand, sich an diese zu halten.

„Mr. Caldwell?“ fragt sie und steckt den Kopf in den Konferenzraum. Ich ertrage es nicht, ihr Gesicht zu sehen. Ich hätte sie gestern feuern sollen.

„Was kann nicht warten?“ frage ich sie und anstatt mir, wie ich ihr gesagt habe, im absoluten Notfall eine Mail zu schreiben, kommt sie herein und legt mir einen Zettel hin.

Darauf steht, ob sie heute früher gehen kann. Aiden grinst wie damals an der Uni und versucht seinen Blick zum Fenster zu lenken, als würde er da draußen etwas wahnsinnig Interessantes sehen.

„Du kannst natürlich gehen. Du brauchst am Montag auch nicht wiederkommen. Wenn du gehst, sag Jennifer Bescheid“, erkläre ich meiner jetzt arbeitslosen Assistentin und die Farbe weicht aus ihrem Gesicht.

Sie sagt nichts, nickt nur und zieht beim Gehen leise die Tür hinter sich zu.

„Wie lange war sie hier?“, fragt Jean und Sam zeigt auf seinen Laptop. „Viel zu lange.“

„Vier Tage.“

„Das ist sehr lange für deine Verhältnisse. Hast du sie gefickt?“ fragt Aiden und er und Jean fangen an zu lachen.

Sie wissen genau, dass ich nie etwas mit meinen Angestellten anfangen würde. Das ist sogar verboten, das steht ganz oben in unserer Betriebsordnung.

Wobei das für mich nicht unbedingt zählt, schließlich bin ich derjenige, der diese Betriebsordnung überhaupt erst festlegt.

Aber es muss sein, denn Menschen sind leicht ablenkbar und machen Fehler. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn es bei der Arbeit, in meinen Büros, auch noch Liebesdramen gäbe.

Das einzig Gute an den Menschen ist, dass sie für Geld alles tun. Und sei es nur, sich als meine Assistentin zu bewerben, obwohl es in der ganzen Stadt bekannt ist, dass es schon lange keine Assistentin länger als eine Woche bei mir überlebt hat.

Vielleicht liegt es an der Kühle, mit der ich sie behandle, dass sich das so schnell herumspricht. Denn Jean verschleißt seine Mitarbeiter und vor allem seine Assistentinnen genauso wie ich, nur schreit er sie immer wie ein Wahnsinniger an.

Wahrscheinlich ist das für die Menschen verständlicher als alles andere.

Aber auch wenn ich diese Regelung in meiner Firma nicht hätte, hätte ich nie etwas mit ihr angefangen, obwohl sie für menschliche Verhältnisse nett anzusehen ist.

Das ist aber auch das Problem, sie ist ein Mensch.

Und Menschen sind für uns alles andere als interessant. Von Natur aus. Ich weiß, dass es Wölfe gibt, sogar Alphas, die mit Menschen schlafen - und wenn es nur zum Spaß ist.

Aber wir vier, und eigentlich auch Harvey, haben geschworen, niemals etwas mit einem Menschen zu tun zu haben.

Sie sind sexuell unattraktiv und schwach.

„Soll ich dir für Montag eine von meinen schicken?“ fragt Sam und ich schüttle den Kopf. Die Personalabteilung hat genug Bewerbungen von Assistentinnen, die in einer Stunde anfangen könnten, wenn ich wollte.

Am Montag kommt eine Neue, die wie die gerade Entlassene aus Versehen die Akten schreddert, statt sie zu kopieren. Die beim Kaffeeservieren Sams Laptop kaputt macht oder unwichtige Telefonate ausgerechnet an mich weiterleitet, obwohl ich ihr gesagt habe, dass sie das nicht tun soll.

Gute Menschen, die arbeiten wollen, scheinen schwer zu finden zu sein. Aber zumindest scheint ein gutes Gehalt die Menschen dazu zu bewegen, ihre Würde am Eingang abzulegen und sie später wieder anzuziehen, wenn sie in den Feierabend gehen.

„Ich hätte eigentlich noch einen Punk gehabt“, bemerkt Aiden, während er darauf wartet, dass Jean, Sam und ich unsere Aufmerksamkeit auf ihn richten.

„Vince...“, beginnt er und ich hebe meine Hand. Sofort hält er inne. „Sag seinen Namen nicht vor mir.“

Aiden schaut Sam skeptisch an, anscheinend weiß Sam schon, worum es geht. „Wie sollen wir ihn dann nennen? Ihr habt doch denselben Nachnamen.“

„Stellt euch nicht dumm. Was ist mit ihm?“ frage ich genervt und schaue die beiden an. Am liebsten würde ich die beiden nur bei der Erwähnung meines Bruders direkt wie meine Assistenten feuern und aus dem Gebäude werfen.

Aber die beiden arbeiten nicht für mich. Sie sind nicht einmal in meinem Rudel.

„Vince hat sich das Vorkaufsrecht auf das Weingut und damit auf das Unternehmen der Familie Peroma gesichert“, erklärt Aiden, aber irgendetwas sagt mir, dass da noch mehr ist, und ich schaue Sam an.

Sam ist ein ebenso starker Alpha und auch ein sehr guter Geschäftsmann. Aber er ist ein ehrlicher Kerl und trägt sein Herz auf der Zunge. Und ich will antworten, denn die Ungeduld in mir wächst.

„Er organisiert dieses Jahr den Paarungsball“, erklärt Sam.

„Dann gehen wir eben nicht hin.“

„Willst du ihm wirklich diese Genugtuung geben?“ Fragt Aiden und sieht mich schmallippig an.

Ich schaue zu Jean, doch der zuckt nur mit den Schultern. „Wenn du deine Gefährtin dort finden würdest, wäre das ein Schlag ins Gesicht für ihn.“

„Kann einer von uns das Vorkaufsrecht anfechten? Habt ihr das schon geprüft?“

„Da gibt es nichts zu machen, es ist alles unterschrieben“, erklärt Sam.

Ich schnappe verärgert nach Luft und schaue aus dem Fenster, wo ich das Firmengebäude meines räudigen Bruders sehen kann.

Mein größter Konkurrent in jeder Hinsicht.

„Ich wünschte wirklich, er wäre auch bei dem Unfall gestorben.“

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Heartwarming

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Good Writing

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Compelling Plot

21

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Great Character

21

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Strong Dialog

22

Strong Dialog

View 4 previous comments…
author

Das sind ja ein paar Schnuckels! Hoffentlich kriegen sie von der Mondgöttin alle einen Menschen!

7 months
1
author

Excellent story, but too abrupt an ending--needs epilogue.

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Sandy: What I've found I like about this author is the fact she can get a great story told in under 100 chapters , their not drug out, they have a beginning and end , and if you pay really close attention you'll find she has what seem to be a love of a certain type of house...lol.

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