Prolog
Gemeinsam saßen Madara, Tobi und Sasuke auf der Veranda und beobachteten die untergehende Sonne. „Morgen ist dein großer Tag. Freust du dich?“, unterbrach Madara die Stille.
„So besonders ist es nicht, 18 Jahre alt zu werden. Nicht, wenn Itachi fehlt“, gab Sasuke nachdenklich zu und seufzte schwer.
Tobi und Madara sahen sich an, verstanden aber, dass der Jüngste an seinem Bruder hing, ihn gerne bei sich wusste und nicht auf irgendeiner Mission, die obendrauf gefährlich war. „Ich bin zwar nicht Itachi, aber sei dir sicher, dein Geburtstag wird unvergesslich sein.“
Geheimnisvoll zwinkerte Madara Sasuke zu, erhob sich schließlich und schritt ins Haus rein. Tobi blieb sitzen und streckte sich. „Kommt Naruto auch?“
Sofort schüttelte Sasuke den Kopf. „Er wird mit Sakura trainieren. Das macht er jedes Jahr.“
„Schöner Freund. Wenn Kakashi das jemals machen würde, ich würde ihn schlagen“, erwiderte Tobi leise kichernd und versuchte den Jungen neben sich ein wenig aufzumuntern. Er sah immerhin deutlich durch seine Maske, wie enttäuscht Sasuke war. Erst recht, dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als dass Naruto zu seinem Geburtstag käme.
„Kakashi ist nicht Naruto. Kakashi stand immer hinter und zu dir“, murmelte Sasuke. „Naruto ist anders. Er schwärmt, seit ich ihn kenne, für Sakura.“
Tobi grinste unter seiner Maske. Ihm kam das durchaus bekannt vor und er erinnerte sich, wie Kakashi anfangs für Rin geschwärmt hatte und einige Zeit später doch noch zu ihm gefunden hatte. Rin hatte sogar geholfen, sich bereiterklärt, etwas zu arrangieren. Vielleicht sollte er bei Sasuke und Naruto ebenfalls nachhelfen. Er war sich sicher, dass da mehr war und zwei Küsse sprachen deutlicher, als irgendein Mädchen, was nicht wusste, was es wollte.
„Wag es ja nicht, dich einzumischen.“ Sasuke hatte längst bemerkt, dass Tobi ruhiger geworden war und das bedeutete meist, dass er etwas ausheckte. „Keine Sorge, Sasuke. Ich werde mich schon nicht einmischen“, versicherte Tobi, ehe auch er sich erhob und im Haus verschwand. Zurück blieb Sasuke, der ihm misstrauisch nachsah, sich sicher war, dass er irgendwas im Schilde führte.