-Prolog-
Eldergrove war ein Dorf, das in der Zeit stehen geblieben schien, umgeben von endlosen, düsteren Mooren, die im Nebel verschwanden. Die alten Häuser, deren Wände von Moos und Efeu überwuchert waren, erzählten Geschichten von vergangenen Zeiten, während der Wind durch die leeren Straßen pfiff und die Dorfbewohner sich in ihren Häusern verbarrikadierten. Nach Einbruch der Dunkelheit schien die Welt in ein düsteres Schweigen gehüllt, nur durchbrochen von einem unheimlichen Flüstern, das durch die Bäume und über das Moor schwebte.
Die Legenden über die verlorenen Seelen, die im Moor gefangen waren, wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Man erzählte sich, dass es diejenigen, die das Flüstern hörten, unweigerlich in den Sog des Moors zog, wo die Dunkelheit auf sie wartete. Niemand konnte sich an die letzte Nacht erinnern, in der ein Kind zurückgekehrt war, nachdem es ins Moor gegangen war.
Als die junge Anna in das verlassene Haus ihrer Großmutter zog, ahnte sie nicht, dass sie die nächste war, die dem Flüstern begegnen würde. In der ersten Nacht, als die Dämmerung sich über das Dorf senkte, hörte sie es zum ersten Mal – ein leises, einladendes Flüstern, das durch die Ritzen ihrer Fenster drang und sie in den Schlaf wiegte.