Liebe und Kunst vereint

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Summary

Diese Kurzgeschichte spielt im sonnigen Spanien, wo sich Don Lukas bei einer Ausstellung eines befreundeten Künstlers auf den ersten Blick in eine Frau verliebt. Da er sein ganzes Leben erotische angehauchte Werke anfertigt, hat er eine Idee. Wie kann man zwei Leidenshaften, Holz und Frauen, am besten kombinieren? Aber Don Lukas kennt keine Grenzen in seiner Kreativität und erstellt eine neue Bandbreite an Sexspielzeuge aus Holz, alles handgefertigte Einzelstücke. Nun fehlt nur noch die Frau seiner Träume um seine Meisterwerke auch testen zu können.

Status
Complete
Chapters
7
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Das Kennenlernen

Heute war ich unterwegs, um eine Ausstellung meines Freundes Don Bastian zu besuchen. Die Sonne schien mir ins Gesicht als ich auf das Gelände einbog. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, war der Parkplatz fast komplett belegt. Aber so war es nun mal bei all seinen Ausstellungen. Wir beide waren Künstler, Raumgestalter, Grafiker und uns verband vor allen die Liebe zum Holz. Dieses natürliche Produkt neu zu formen zu gestalten, erfüllte uns mit tiefster Zufriedenheit.

Als ich die Halle betrat, nahm ich meine Sonnenbrille von der Nase und staunte nicht schlecht, denn ich wurde von Lebensgroßen menschliche Skulpturen empfangen. Leise hörte ich die Klänge eines Flügels den Raum mit sanften Klängen füllen, erst etwas später nahm ich das Gemurmel der Besucher war. Ich schritt alleine zur ersten Skulptur, die einen Mann darstellte und wohl proportioniert war. Das Schmunzeln konnte ich nicht verbergen, denn das Gesicht glich dem meines Freundes und ehrlich, ich glaube, er hatte seine Männlichkeit etwas aufgepeppt.

Ich sah genau hin, untersuchte die Feinheiten der Skulptur und ließ auch mal meine Finger über das glatte Material streichen. Die Verarbeitung war schon ein Meisterwerk. Ich schrak zusammen, als ich die Stimme meines Freundes hörte, als er sagte: „Don Lukas, wie ich mich freue, dich hier zu sehen. Schön, dass du es einrichten konntest!“. Hastig drehte ich mich zu ihm um und breitet meine Arme aus, um ihn zu begrüßen.

Don Bastian war seit Jahren einer meiner besten und engsten Freunde. Wir umarmten uns herzlich, denn hier in Spanien, wo die Sonne unsere Gemüter verwöhnte, war es normal und niemand dachte sich etwas dabei. Nähe war für mich noch nie ein Problem gewesen.

Sein strahlendes Gesicht erfreute mich und ich verstand seine Freude nur zu gut, denn seine Ausstellung war fantastisch. Die Halle war gut gefüllt mit vielen Gästen und der Presse.

„Ich bin wirklich erstaunt, was für ein Trubel hier ist“. Ich sah mich gespielt um und damit ärgerte ich ihn immer wieder mal damit so zu tun als sei das alles hier ungewöhnlich, denn er ist wirklich bekannt und alle seine Ausstellungen waren gefragt. Genau so sollte es in einigen Jahren auch bei mir sein.

„Idiot!“, sagte er zu mir und boxte mir auf den Oberarm. „Ich bin froh, dass du hier bist, denn ich brauche eine Pause. Wollen wir was Trinken?“ er sah mich mit einem Dackelblick an und ich musste lachen, denn er klimperte dabei mit den Wimpern wie ein kleines Kind. Aber bevor ich antworten konnte wurde er wieder gerufen. „Wir machen das gleich, mein Freund. Die Presse kann oder will nicht warten. Ich bin gleich wieder bei dir!“ Und schon sah ich wieder seinen Rücken. Aber so war das immer bei ihm und ich gönnte ihm seinen Ruhm. Bald würde ich auch eine Ausstellung machen und dann würde ich kaum Zeit für ihn haben. Ich drehte mich wieder zur Skulptur um, betrachtete sie und fand immer neue Feinheiten.

Immer wieder verschwand meine Sicht und ich verfiel in die Welt des lebenden Materials. Bei all der Nacktheit dieser Skulpturen fing mein Kopf an Bilder zu generieren, Szenen von Sex tauchten vor meinem geistigen Auge auf und ich musste mich stärker konzentrieren.

Aus meinen Augenwinkel sah ich eine Frau. Ihr Aussehen und ihr Blick strahlten mir entgegen. Sie hatte eine ganz eigene Ausstrahlung und ihr Blick faszinierte mich, denn anscheinend möchte sie auch dieses tolle Material. Elegant schritt sie von Schaustück zu Schaustück. Ihre Schritte hallten laut durch den Raum, oder kam es mir so vor? Ich nahm immer mehr von ihr wahr, wie das dezente Parfüm oder das sie dezent geschminkt war, ihre hochkonzentrierten Augen, die immer wieder ihren Weg in mein Gesicht fanden. Ihre vollen Lippen öffneten sich immer wieder leicht, als ob sie etwas sagen wollte, es sich aber immer wieder anders überlegt hat und die Lippen wieder schloss.

Um das nächste Schaustück zu betrachten, musste ich meinen Blick von ihr losreißen. Denn ich war hier, um die Ausstellung zu genießen und nicht um Frauen zu bestaunen. auch wenn sie eine Naturschönheit war. Ihre Proportionen schienen in meinen Augen perfekt zu sein. Manchmal schimmerte auch ein Licht um ihre Silhouette und zog damit wieder meinen Blick weg von den Skulpturen und wieder auf sie.

Zum ersten Mal kam mir der Gedanke, dass ich mein Lieblingsmaterial und Frauen kombinieren sollte. Das wäre mein Traum. Aber wie sollte ich das machen. In meinem Kopf fing es an zu arbeiten, ein Gedanken formte sich, aber ich wurde aus meiner Gedankenblase gerissen. Ich konnte nicht anders, als mich lächelnd zu der zarten Stimme herum zudrehen.

„Das sind erlesene Stücke, oder? Ich liebe es, wenn Künstler ihr Werk verstehen und auch alles so wunderbar umsetzen können. Was meinen Sie dazu?“, fragte sie mich, ohne mich dabei anzusehen. Ihre Stimme war wie Honig, so zart und süß. Ich war begeistert und alleine durch ihre Stimme, regte sich eine Lust in mir, die mich schwer schlucken ließ.

„Ja, stimme ich ihnen zu. Es sind exzellente Elemente und die Verarbeitung ist außergewöhnlich. Ich bin fasziniert“, gab ich zu. Meine Atmung wurde tiefer, denn so konnte ich mich besser unter Kontrolle halten. In ihren Augen spiegelte sich der Umriss des Exponates wider, was mich sie anstarren ließ, wie einen Vollidioten.

Wir gingen mit etwas Abstand gemeinsam zum nächsten Stück. Jeder ihre Schritte hallte nicht nur durch den Raum, sondern öffnete ihr den Weg zu meiner Seele.Es fühlte sich in meinem Körper an, als ob sie so meinen Herzschlag einen Takt gab. Noch nie zuvor hatten mich ein Mensch so fasziniert wie sie, dabei kannte ich noch nicht einmal ihren Namen.

Während wir uns das nächste Meisterwerk ansahen schielte ich immer wieder verstohlen zu ihr hinüber. Ihr einfaches schwarzes Kleid umschmeichelte ihre Figur, ihre halbhohen Schuhe ließen ihre Waden zur Geltung kommen und ihr dünner Schal in Mintgrün rundete ihr Outfit ab. Sie war schlicht, aber elegant. Eine Augenweide zwischen den ganzen übertreibenden Damen mit ihrem Glitzer und Glimmer. Aus dieser ganzen Masse stach sie mit ihrer schlichten Art heraus.

„Sind Sie auch Künstler?“, fragte sie mich und tippte dabei an ihren wunderschönen rosafarbenen Mund, während sie das nächste Objekt betrachtete. Sie begutachtete jeden Zentimeter der Holzskulptur, dieses Mal standen wir vor einer Frau, in der Pose der Venus stehend.

„Ja, ich bin ein Designer. Auch ich erschaffe neue Objekt aus Holz. Don Bastian und ich sind über die Kunst vor Jahren Freunde geworden und spornen uns gegenseitig zu Höchstleistungen an. Aber ich hatte noch keine Gelegenheit, eine eigene Ausstellung zu machen. Aber ich bin mir sicher, dass es noch dazu kommen wird!“

Bei meiner selbstbewussten Antwort drehte sie sich zu mir um und ich sah in ihre hellblauen Augen. In diesen wunderbaren Moment stand meine Welt still, mein Atem stockte und ich sah nichts und niemand mehr, alles andere wurde verschwommen und blaß. Ich behaupte, dass es dieser einmalige Moment in einem Leben ist, wenn man sich verliebt. Ich war gefesselt von dieser Frau.

Es kam mir vor, als ob sie genau das gleiche in diesem Moment empfand, vielleicht war es auch nur das Wunschdenken. Aber ihre Augen leuchteten kurz auf und ein Lächeln umspielte ihre wundervollen Lippen. Mein Herz spürte es sofort, sie war die richtige für mich, die Frau für den Rest meines Lebens.

„Und was designen Sie? Auch Skulpturen?“, ihre Augen ließen meine nicht mehr los, ihre Fesseln legten sich immer enger um mein Herz.

„Ja, das auch. Aber auch Möbel auf moderne Art und ich fertige auf Bestellungen alles an, was der Kunde sich wünscht, solange es im Reich des machbaren liegt. Also sehr exklusiv.“ Warum habe ich das gesagt? Gott, das hörte sich so hochmütig an. Am liebsten hätte ich mir gerne selbst in mein Gesicht gehauen. Verdammte Nervosität. Auch meine Hände fingen an zu schwitzen.

„Aha, das ist sehr interessant. Also, wenn ich etwas personalisiertes und spezielle für mich haben möchte, dann kann ich mich bei Ihnen melden?“, dabei verschränkte sie ihre Arme vor ihrer Brust, ganz eine Geschäftsfrau.

„Ja, das würde ich sehr gerne für sie machen“, stotterte ich fast und reichte ihr meine Karte, die ich schnell auf meiner Brusttasche zog.

Sie sah sich die Karte genau an.

„Lukas also, nett Sie kennenzulernen. Ich bin Monika. Ich werde mich bei Ihnen melden. Ich bin froh Ihnen begegnet zu sein. Es war bestimmt das Schicksal,“ kicherte sie und ihre funkelnden Augen brannten in meine Netzhaut ein. Dieses Bild würde ich bestimmt nie wieder vergessen können. „Aber leider muss ich wieder zurück zu meinen Kollegen, die mir schon winken. Immer die hetzen sie mich.“

Mit diesen Worten drehte sie sich um und wollte schon gehen. Das konnte ich nicht zulassen, denn ich wollte sie nicht gehen lassen. Was sollte ich tun? Mein Puls raste und mein Hirn ratterte wie verrückt. Jetzt oder nie, schrie meine innere Stimme. Ich musste sie fragen, sonst würde ich es für immer bereuen.

„Wollen wir zusammen zu Abend essen?“, schoss die Frage aus mir heraus, bevor sich Monika umdrehen und weitergehen konnte. Mein Herz schlug nach meiner Frage so heftig, dass ich dachte, es wollte durch meinen Hals in die Freiheit ausbrechen.

Sie drehte sich noch einmal direkt zu mir und lächelte mich an.

„Nein, das ist mir viel zu langweilig“, damit drehte sie sich um und ich stand dort wie ein begossener Pudel. Das ist mir noch nie passiert. Sie gab mir direkt einen Korb und der Stich in meiner Brust, war heftig. Ich blinzelte ihr hinterher, denn mein Gehirn verarbeitete die Information sehr langsam.

Ich hörte wieder das Klacken ihrer Absätze auf dem Holzboden und sah hinter ihr her, wie sie zu einer Gruppe von Frauen ging und die Ausstellung verließ.

Ich konnte mich an den anderen Stücken nicht mehr erfreuen, alles wirkte auf einmal so langweilig, eintönig und für die Menge gemacht.

„Was ist denn mit dir passiert? Du siehst echt scheiße aus?“, fragte mich Don Bastian. Seine kleinen braunen Augen verengten sich, wie immer, wenn er sich wirklich Sorgen machte.

„Ich habe mich verknallt, oder so und sie sagte nein zu mir. Ich weiß nicht was ich falsch gemacht hatte. Sie hatte mich angesprochen und ich wollte sie zum Abendessen einladen, aber sie meinte, dass es ihr zu langweilig wäre. Ich habe so etwas noch nie erlebt.“ Ich sah Don Bastian an und er lächelte nur.

„Mein Freund, wenn das Abendessen langweilig ist, dann spekuliert sie auf etwas anderes.“ „Klugscheißer, und was soll das sein?“, fragte ich schon fast verzweifelt. „Das musst DU herausfinden, nicht ich. Viel Spaß dabei und bin ich froh, nicht in deiner Haut zu stecken.“ Wieder lachte er auf meine Kosten.

„Wie heißt sie denn?“ Wie ein Vater legte er seine Arm um meine Schulter und führte mich zur kleinen Bar, damit wir in Ruhe etwas trinken konnten. „Monika!“, säuselte ich und sah verträumt durch den Raum. „Dich hat es wirklich erwischt. Verdammt, du hast ein echt dämliches grinsen auf den Lippen, du solltest dich mal sehen!“, lachte er wieder, bevor er von seinem Bier trank.

Mir schmeckte das Bier nicht wirklich und ich sagte nichts mehr zu seinen blöden Kommentaren. Wir ließen den Abend ruhig ausklingen, sahen uns alles noch einmal an, dabei erzählte er mir, dass er einiges heute verkaufen konnte und schon neue Ideen hatte für die nächste Ausstellung.

Ich war froh als ich wieder auf den Rückweg in meine Wohnung war. Immer wieder kreiste der Gedanke, Holz und Frauen zu kombinieren, in meinen Gedanken herum, wie ein Strudel. Aber dann sah ich es vor mir, erotisch, windend und keuchend. Monika, auf meinen Bett, auf dem Sofa oder sogar auf meiner Werkbank, wie sie mit meiner Idee spielte, mich reizte und anspornte.

Zuhause angekommen, begann ich mit einer groben Zeichnung meiner Idee, bevor ich es wieder vergessen würde. Bei der Vorstellung begann mein Schwanz zu pochen, zu zucken und ich musste in die Dusche. Ich konnte Monika nicht aus den Gedanken verbannen, also erlebte ich mit meiner Hand als Ersatz meine erste Nacht mit ihr in mein er Fantasie.

Ob sie sich wirklich melden würde?