Naytnal - The last emperor

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Summary

Kitty und ihre Adoptivschwester Jojo – mittlerweile junge Erwachsene – haben sich an der Universität von Miami eingeschrieben und beginnen dort ihr erstes Semester. Gleich zu Anfang begegnet ihnen ein fremder Dozent, der eine unerklärliche, fast schon magische Wirkung auf Kitty und Jojo hat. Als Kitty in ihrem Laptop eine geheime Geschichte vorfindet, die sie sehr stark an ihre vergangenen Abenteuer in der magischen Welt Naytnal erinnert, beginnt sie, an ihrer Wahrnehmung zu zweifeln. Zusammen mit Jojo macht sie sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Autor der Geschichte, der auf den Namen Rom Malumba hört – nicht nur, um die endgültige Wahrheit über den Stern der Reiche herauszufinden, sondern auch, um ihren verlorenen Freund Dennis wiederzufinden. Aber Kitty weiß nicht, dass sie sich dabei in die größte Gefahr begibt, die ihr je widerfahren ist... Der siebte Band der Fantasy-Reihe NAYTNAL bringt Kitty und Jojo zurück in eine Welt, die nicht mehr das ist, was sie einst war. Dies ist das epische Finale der Geschichte – unerwartet, spannend und emotional.

Status
Complete
Chapters
17
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1 - Weit, weit weg

Es war ein warmer Frühlingstag an der International University of Florida in Miami. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel, und ein sanfter Wind wehte über den weitläufigen Campus. Die Palmen neigten sich leicht im Wind, und das frische Grün der gepflegten Rasenflächen lud die Studierenden dazu ein, ihre Pausen im Freien zu verbringen.

Inmitten des lebhaften Treibens auf dem Campus herrschte eine angenehme Ruhe in der Bibliothek. Die großen Fenster ließen das Tageslicht hereinfallen und beleuchteten die zahlreichen Bücherregale. Studierende saßen vertieft in ihre Bücher, Notizen und Laptops vertieft, während leises Murmeln von Gruppenstudien die Luft erfüllte.

In einem der modernen Hörsäle fand eine fesselnde Vorlesung statt. Der Dozent, mit profundem Wissen und einer lebhaften Persönlichkeit, erklärte die komplexen Zusammenhänge eines Wirtschaftskurses. Die Studierenden hingen an seinen Lippen, eifrig Notizen machend und Fragen stellend, um das Material vollständig zu verstehen.

Auf dem Campusplatz versammelten sich Studierende zwischen den Vorlesungen, um sich auszutauschen und gemeinsam Mittag zu essen. Das bunte Treiben der verschiedenen Nationalitäten und Kulturen spiegelte die Vielfalt der Universität wider. Lachende Gesichter, angeregte Diskussionen und der Duft von internationaler Küche erfüllten die Luft.

Währenddessen trainierte das Universitätsteam auf dem Sportplatz, um sich auf das bevorstehende interuniversitäre Turnier vorzubereiten. Die Klänge von Traineranweisungen und jubelnden Teammitgliedern vermischten sich mit dem Gezwitscher der Vögel.

Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, und die Abendsonne tauchte den Campus in warmes, goldenes Licht. Studierende strömten aus den Gebäuden, einige in Richtung Wohnheime, andere zum Abendessen in der Campus-Cafeteria. Der Campus der International University of Florida war nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein lebendiges soziales Zentrum, in dem Menschen aus aller Welt gemeinsam wuchsen, lernten und ihre Erfahrungen teilten.


Die Sonne neigte sich bereits dem Horizont entgegen, als Kitty auf der Bank am Ufer des Sees saß. Ihr Laptop ruhte auf ihren Knien, während sie sich tief in ihre Gedanken vertieft hatte. Die malerische Kulisse des Universitätscampus in Miami schien für einen Moment in den Hintergrund zu treten, als sie sich auf die Aufgaben vor ihrem inneren Auge konzentrierte.

Die Blätter der umliegenden Bäume rauschten sanft im warmen Wind, und das Wasser des Sees schimmerte in den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Kitty, 18 Jahre alt, mit dunkelblonden Haaren, verlor sich in den Tiefen ihrer Überlegungen. Ihre Schwester Jojo, ein Jahr älter, schritt mit lebhaften Schritten den Weg entlang, der zur Bank führte. Ihre braunen Locken tanzten im Wind.

„Hey, Kitty!“, rief Jojo, als sie sich der Bank näherte, aber Kitty schien es nicht zu hören. Jojo legte ihre Hand auf Kittys Schulter und sagte lauter: „Kitty, hier bin ich!“

Kitty zuckte zusammen, als würde sie aus einem Traum gerissen. Sie richtete ihren Blick von ihrem Laptop auf und sah in die strahlenden Augen ihrer Schwester.

„Oh, hey Jojo“, sagte sie und lächelte leicht.

Jojo setzte sich neben Kitty auf die Bank und warf einen Blick auf den Bildschirm.

„Was machst du da so Konzentriertes?“

Kitty seufzte und schloss den Laptop.

„Nichts Besonderes“, antwortete sie daraufhin. „Nur ein paar Recherchen für die Kunstgeschichtsvorlesung morgen. Du weißt schon, wie das ist.“

Jojo nickte zustimmend.

„Ja, die Professoren geben einem hier echt keine Atempause. Aber hey, das ist doch das, wofür wir hier sind, oder?“

Kitty nickte und lehnte sich zurück.

„Stimmt schon. Aber manchmal vermisse ich es einfach, die Zeit zu haben, um über alles Mögliche nachzudenken.“

Jojo runzelte die Stirn.

„Du wirkst nachdenklicher als sonst, Kitty. Alles okay bei dir?“

Kitty zögerte einen Moment, bevor sie antwortete.

„Es ist nur... Ich vermisse Dennis“, sagte sie nach einer Weile.

Ein Schatten huschte über Jojos Gesicht, als sie den Namen hörte. Dennis, Kittys Freund, war vor einigen Monaten in seine Heimatwelt zurückgekehrt, und die beiden hatten sich seitdem nicht mehr gesehen.

Jojo legte tröstend einen Arm um ihre Schwester.

„Ich weiß, Kitty“, sagte sie. „Die Entfernung ist schwer, aber wir haben uns doch geschworen, dass wir diese Zeit hier voll auskosten und uns nicht von solchen Gedanken runter ziehen lassen.“

Kitty nickte und schaute über den See, als würde sie versuchen, die Entfernung zu überbrücken.

„Ich weiß, Jojo, aber manchmal ist es einfach schwer. Ich vermisse seine Art, wie er immer versucht hat, mich zum Lachen zu bringen, und wie er mir zugehört hat, selbst wenn es um die banalsten Dinge ging.“

Jojo lächelte sanft.

„Er wird zurückkommen, Kitty. Und bis dahin haben wir hier so viele Abenteuer zu erleben. Schau, wir sind endlich auf der Universität, studieren das, was uns am meisten interessiert, und sind zusammen. Das sollte uns doch genug sein, oder?“

Kitty nickte und lächelte ihrer Schwester zu.

„Du hast Recht, Jojo. Ich sollte auf das schauen, was wir haben, anstatt darauf, was wir gerade vermissen.“

Die beiden Schwestern verweilten einen Moment schweigend auf der Bank, als sie den letzten Strahlen der untergehenden Sonne zusahen. Ein sanfter Hauch von Seeluft umhüllte sie, und das leise Plätschern der Wellen am Ufer begleitete ihre Gedanken.

Nach einer Weile nahm Jojo das Gespräch wieder auf.

„Hast du eigentlich schon überlegt, welche Kunstgeschichtsvorlesungen du besuchen möchtest? Ich überlege, ob wir uns für dieselben Kurse anmelden sollten.“

Kitty lächelte bei dem Gedanken.

„Das wäre toll, Jojo“, sagte sie. „Gemeinsam durch das Studium zu gehen, macht sicher noch mehr Spaß.“

Die beiden begannen, über ihre Pläne für das kommende Semester zu sprechen. Sie tauschten Ideen aus, welche Professoren interessant sein könnten und welche Schwerpunkte sie setzen wollten. Inmitten ihrer lebhaften Diskussion vergaßen sie für einen Moment die Entfernung zu ihren Liebsten und ließen sich von der Aufregung des neuen Lebens mitreißen.

Die Sterne begannen am Himmel zu funkeln, als die Schwestern beschlossen, sich auf den Weg zurück zum Wohnheim zu machen. Die Bank am See blieb verlassen zurück, als stummer Zeuge der Gespräche zweier Schwestern, die sich fest vornahmen, die Herausforderungen des Studiums gemeinsam zu meistern. Und während sie den Pfad entlang schlenderten, wusste Kitty, dass sie trotz der Entfernung zu Dennis nicht allein war.

Jojo war an ihrer Seite, und gemeinsam würden sie ihre eigenen Abenteuer auf dem Campus erleben.


Der Morgen brach an, und die Sonne tauchte den Campus in ein warmes Licht. Kitty und Jojo schlenderten über das weitläufige Gelände der Universität, ihre Rucksäcke fest auf den Schultern. Die Vorlesung zum Thema Frühe Kunstepochen stand auf dem Stundenplan, und die beiden waren gespannt, was sie erwartete.

Die Hörsaal füllte sich langsam, und die Dozentin, eine erfahrene Kunstgeschichtsprofessorin namens Dr. Victoria Steinhardt, betrat das Podium. Ihre grauen Locken umrahmten ein Gesicht, das von jahrelanger Leidenschaft für die Kunst zeugte. Die Vorlesung begann mit einer Reise durch die Zeit, angefangen bei den Höhlenmalereien der Altsteinzeit bis hin zur Renaissance. Die Worte der Dozentin fesselten die Studierenden, während Bilder vergangener Epochen auf der Leinwand erschienen.

In einer kurzen Pause zwischen den Epochen wandte sich Dr. Steinhardt an die Studierenden.

„Kitty, könnten Sie uns vielleicht etwas über die symbolische Bedeutung der gotischen Architektur erzählen?“, wollte sie von Kitty wissen.

Kitty spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte. Sie hatte die Frage nicht erwartet und überlegte fieberhaft, während der Blick ihrer Kommilitonen auf sie gerichtet war.

„Ähm, also, die gotische Architektur zeichnet sich durch hohe, spitz zulaufende Bögen und filigrane Verzierungen aus. Sie war eng mit der religiösen Symbolik verbunden und sollte die Gläubigen in den Himmel führen...“

Kitty dachte weiter nach, aber eine genauere Antwort fiel ihr nicht ein.

Dr. Steinhardt unterbrach sie freundlich.

„Richtig, Kitty, das ist korrekt. Die gotische Architektur strebte in der Tat danach, die Verbindung zwischen Himmel und Erde zu betonen. Sehr gut, weiter so.“

Kitty seufzte erleichtert, aber die Peinlichkeit über ihre Unsicherheit nagte an ihr. Jojo, die neben ihr saß, flüsterte ihr aufmunternd zu: „Mach dir keine Sorgen, Kitty. Das war doch nur eine kurze Frage.“

Die Vorlesung ging weiter, und Kitty versuchte, sich wieder auf die Inhalte zu konzentrieren. Als die Zeit verstrich, spürte sie, wie sich ihre Unsicherheit legte. Doch ein Schatten der Verlegenheit begleitete sie bis zur Mittagspause.


Im Campus-Café ließen sich Kitty und Jojo an einem kleinen Tisch nieder, ihre Teller gefüllt mit duftendem Essen. Die Stimmung zwischen ihnen war gelöst, und sie sprachen über die verschiedenen Kunstepochen, die in der Vorlesung behandelt worden waren.

Plötzlich fiel Jojos Blick auf einen jungen Mann, der allein an einem Tisch saß und in einem Buch vertieft war.

„Schau mal, Kitty, das ist Elias Cornwall, der junge Dozent für Kunstgeschichte. Ich habe gehört, er ist wirklich gut.“

Kitty folgte dem Blick ihrer Schwester und nickte leicht. Elias Cornwall hatte dunkle, lockige Haare und eine lebhafte Ausstrahlung. Sein Blick hob sich von seinem Buch, als er bemerkte, dass die beiden Studenten ihn beobachteten. Mit einem Lächeln winkte er ihnen zu.

Jojo, immer offen für neue Kontakte, lud Elias ein, sich zu ihnen zu gesellen.

„Hey, Mr. Cornwall. Haben Sie Lust, sich zu uns zu setzen?”

Elias stand auf und gesellte sich zu ihnen. „Klar, gerne. Ich bin Elias, und ihr seid...?“

„Jojo und Kitty. Wir sind im ersten Semester Kunstgeschichte”, stellte Jojo sich und ihre Schwester vor, und Elias nickte freundlich.

„Wie fandet ihr die Vorlesung von Dr. Steinhardt?“, fragte Elias und biss in sein Sandwich.

Jojo antwortete enthusiastisch: „Eigentlich ziemlich interessant. Aber Kitty wurde von der Dozentin in der letzten Pause auf die Probe gestellt.“

Kitty spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Elias sah sie an und sagte: „Mach dir keine Sorgen, Kitty. Jeder hat mal einen Moment, in dem er sich unsicher fühlt. Kunstgeschichte kann ziemlich anspruchsvoll sein.“

„Danke“, murmelte Kitty, erleichtert über Elias’ aufmunternde Worte.

Elias wechselte das Thema und begann, von seinen eigenen Erfahrungen als Dozent zu erzählen. Er sprach von seinen Forschungen über die Verbindung zwischen Kunst und Magie in verschiedenen Kulturen. Kitty hörte aufmerksam zu, fand das Thema faszinierend, aber Jojo schien sich nicht besonders dafür zu interessieren.

„Magie in der Kunst? Klingt interessant“, sagte Kitty, ihre Augen leuchteten auf. „Haben Sie vielleicht Tipps für eine gute Vorlesung zu dem Thema?“

Elias lächelte.

„Natürlich“, sagte er. „Du solltest versuchen, die mystischen Elemente in verschiedenen Kunstwerken zu betonen und gleichzeitig historische Zusammenhänge zu erläutern. Die Verbindung zwischen Kunst und Magie ist komplex, aber wenn du die Studierenden mit spannenden Beispielen mitnimmst, wirst du ihre Aufmerksamkeit gewinnen.“

Kitty notierte sich hastig einige Stichpunkte auf einem Zettel.

„Das klingt großartig, Elias“, bedankte sie sich bei dem Dozenten. „Vielen Dank für die Tipps.“

Jojo gähnte leicht und sagte: „Entschuldige, wenn ich nicht so aufgeregt bin wie Kitty. Kunst und Magie sind nicht so mein Ding. Aber ich bin sicher, deine Vorlesung wird super, Kitty.“

Kitty lächelte dankbar, während Elias sich verabschiedete, um zu seiner nächsten Vorlesung zu eilen. Als er den Raum verlassen hatte, bemerkte Jojo Kittys nachdenklichen Blick.

„Was denkst du, Kitty? Elias hat wirklich interessante Dinge erzählt, oder?“

Kitty nickte.

„Ja, er hat mir viel zu denken gegeben. Diese Verbindung zwischen Kunst und Magie könnte eine spannende Richtung für meine Forschung sein.“

Jojo blickte ihre Schwester nachdenklich an.

„Du denkst an Naytnal, nicht wahr?“, wollte sie in Erfahrung bringen.

„Manchmal vermisse ich die Zeit“, sagte Kitty daraufhin ein bisschen wehmütig.

„Es wird Dennis gut gehen“, konterte Jojo gleich, in dem Wissen, woran Kitty wirklich dachte.

Kitty stieß einen hörbaren Seufzer aus.

„Jojo, dieser Elias ist irgendwie eigenartig“, stellte sie daraufhin fest. „Ich habe ein merkwürdiges Gefühl ihm gegenüber, nachdem er so über Magie gesprochen hat.“

Jojo zuckte mit den Schultern. „Na, wenn du meinst. Das mit der Magie ist eben nicht jedermanns Sache. Aber wenn du dich dafür begeisterst, solltest du es verfolgen.“


Die Mittagssonne tauchte den Campus in ein warmes Licht, als Kitty und Jojo sich auf den Weg zu ihren nächsten Vorlesungen machten. In Kittys Gedanken schwirrten bereits Ideen für ihre zukünftige Forschung, während Jojo entspannt dem Treiben auf dem Campus folgte.


Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne tauchten Kittys Zimmer im Wohnheim in ein warmes, orangefarbenes Licht. Die Vorhänge zitterten leicht im lauen Abendwind, während Kitty konzentriert vor ihrem Laptop saß. Auf dem Bildschirm flimmerten verschiedene Registerkarten, jeder Klick führte sie tiefer in die Welt der Kunst und Magie.

Elias’ Vorschlag, sich in dieses mysteriöse Thema zu vertiefen, hatte Kitty neugierig gemacht. Sie las Artikel über Künstler, die behaupteten, ihre Werke seien durch übernatürliche Kräfte inspiriert worden, und über magische Symbole, die in der Kunstgeschichte eine Rolle spielten. Ihr Interesse war geweckt, und sie konnte nicht anders, als tiefer zu graben.

In ihrem Zimmer war es ruhig, als die Tür sich langsam öffnete und Jojo hereinkam. Die beiden teilten sich das Wohnheimzimmer, und Jojo strahlte eine Energie aus, die die Stille durchbrach.

„Hey, Kitty! Was machst du hier alleine? Die Stadt wartet auf uns, und ich könnte wirklich eine Ablenkung gebrauchen“, sagte Jojo mit einem strahlenden Lächeln.

Kitty blickte kurz von ihrem Laptop auf und lächelte zurück. „Oh, hey Jojo. Ich recherchiere gerade für das Kunst-und-Magie-Ding, das Elias vorgeschlagen hat. Es ist faszinierend, ich kann einfach nicht aufhören zu lesen.“

Jojo zog die Augenbrauen hoch. „Kunst und Magie? Klingt irgendwie esoterisch, aber interessant. Aber komm schon, lass uns einen kleinen Ausflug machen! Die Stadt bei Nacht ist wirklich magisch, auf ihre eigene Weise.“

Kitty schüttelte den Kopf.

„Danke, Jojo, aber ich möchte heute wirklich dranbleiben. Diese Informationen sind zu aufregend, um sie zu vernachlässigen.“

Jojo wirkte ein wenig enttäuscht, aber sie nickte verständnisvoll.

„Okay, wenn du meinst. Ich mache mich dann alleine auf den Weg. Ruf mich an, wenn du deine geheimen magischen Kunsttricks gelernt hast.“

Mit einem zwinkernden Auge verließ Jojo das Zimmer, und die Tür schloss sich leise hinter ihr. Kitty war wieder allein in dem Raum, aber die aufregende Welt der Kunst und Magie auf ihrem Bildschirm fesselte ihre Aufmerksamkeit.

Stunden vergingen, und die Dunkelheit senkte sich über die Stadt. Die Straßenlichter flackerten auf, während Kitty vertieft in ihre Recherche versunken war. Plötzlich fiel ihr Blick auf eine eigenartige Datei auf ihrem Desktop. Eine Datei mit einem mysteriösen Namen, die sie noch nie zuvor bemerkt hatte.

Ihre Neugierde erwachte erneut, als sie die Warnung las: „Das Öffnen dieser Datei kann den Computer schädigen.“

Kitty starrte auf den Bildschirm, während sie überlegte, ob sie den Hinweis ignorieren oder dem Drang nachgeben sollte. Schließlich entschied sie sich dafür, die Datei zu öffnen. Was konnte schon passieren?

Ein Fenster öffnete sich, und eine endlos lange Liste von Seiten mit Text erschien. Ein Schriftdokument, das viele Dutzend Seiten umfasste. Kitty überflog den Text und bemerkte, dass es sich um Aufzeichnungen zu handeln schien. Auf den ersten Blick schien es wie eine Art Tagebuch zu sein, doch die Einträge waren anders. Es waren keine persönlichen Erlebnisse, sondern Beschreibungen von seltsamen Ereignissen, magischen Phänomenen und unerklärlichen Vorkommnissen. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, als sie weiter las.

Die Geschichten in der Datei waren so surreal, dass sie nicht sicher war, ob sie sie glauben sollte.

Kitty tauchte tiefer in das Dokument ein, als sie eine Stelle entdeckte, die besonders hervorstach.

Fasziniert las Kitty weiter, als sie plötzlich ein leises Knistern hörte. Die Lichter in ihrem Zimmer flackerten, und ein schwacher Luftzug durchzog den Raum. Verwirrt blickte sie auf, als sie bemerkte, dass die Umgebung um sie herum sich zu verändern schien. War das nur Einbildung, oder hatte das Öffnen dieser Datei tatsächlich Auswirkungen?

Kitty blickte zurück auf den Bildschirm und las weiter, als sie plötzlich eine Passage entdeckte, die den Atem stocken ließ. „Wer die Aufzeichnungen liest, öffnet die Tür zu einer Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Magie verschwinden. Sei vorsichtig, denn einmal geöffnet, kann diese Tür nicht mehr geschlossen werden.“

Eine unheimliche Stille breitete sich im Raum aus. Kitty spürte, wie sich ihre Nackenhaare aufrichteten. War das nur ein schlechter Scherz, oder hatte sie tatsächlich etwas Unheimliches in Gang gesetzt? Ein innerer Konflikt entstand in ihr - sollte sie weiterlesen und die Gefahr erkunden oder die Datei schnell schließen und so tun, als wäre nichts passiert?

Entschlossen setzte Kitty ihre Lese-Expedition fort, als sie tiefer in die Geheimnisse der Magie eintauchte. Und während sie las, ahnte sie nicht, dass sie bereits den ersten Schritt in eine Welt gemacht hatte, die jenseits der normalen Realität existierte.

Wie gefesselt begann Kitty, das gesamte Dokument zu lesen.