Entführt - Heiß wie der Wüstenwind Teil 1

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Summary

!!!Leseprobe!!! Khalid el Raj mag der Thronerbe eines der reichsten Emirate am Persischen Golf und wieder einmal zum Junggesellen des Jahres gewählt worden sein, aber Christina kann den überheblichen Schnösel überhaupt nicht ausstehen. Das zeigt sie ihm unverhüllt, und doch landet sie aufgrund widriger Umstände ausgerechnet in seinem Bett. Seit dieser Nacht sitzt Chris ihm im Blut, er will sie um jeden Preis für sich und so lässt er sie einfach entführen. Das Mädchen wird durch halb Nordafrika, quer durch die Wüste verschleppt - ohne zu wissen, wer für ihre Entführung verantwortlich ist, und wohin das Schicksal sie verschlagen wird. Ihre einzige Hoffnung, dieses Los abzuwenden, ist Omar - der attraktive Anführer ihrer Kidnapper. Kann sie ihn becircen, sodass er ihr zur Flucht verhilft? Chris hat keine andere Wahl, sie muss es versuchen - und sie ist verzweifelt genug, um sich ihm selbst anzubieten!

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48
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5.0 2 reviews
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18+

Der gelangweilte Prinz

In prasselnden Ergüssen entlud sich ein Regenschauer über dem kleinen Flughafen am Rande Miamis. Er drückte mit gewaltiger Wucht die Wedel der Palmen nach unten und brauste mit peitschenden Windböen, die vom Meer hereindrangen, fast waagerecht über den Asphalt. Platschend knallte der Platzregen gegen das Metall des Jets, und auch gegen das Emblem der golden schimmernden Krone auf dem strahlend weiß lackierten Rumpf, doch dem einzigen Passagier des Learjet, der startbereit am Entre zur Startbahn stand, fiel das nicht einmal auf.

Gelangweilt starrte Khalid el Raj Dubaid Khan, Thronfolger des kleinen arabischen Emirats Goweihdah, aus dem Fenster seines Privatjets auf die regennasse Fahrbahn hinaus. Er fragte sich nicht, ob sein Gast rechtzeitig zum Abflug auftauchen würde, bevor der Flughafen gesperrt wurde. Der Tower sagte, ein Hurrikan war im Anmarsch, und sollte er sie erreichen bevor gestartet waren, dann saßen sie hier fest, doch dieses Risiko ging er ein. Schlimmer, er verschwendete noch nicht einmal einen Gedanken daran.

Seine Angestellten, die schon alles für einen schnellen Start vorbereiteten, ignorierte er. In seinen Kreisen war es nicht üblich, Personal zu beachten. Es war da, aber es hatte sich unsichtbar um die Wünsche und Befehle der Herrschaft zu kümmern, und selbst heute, im 21. Jahrhundert, wurde dies in den arabischen Fürstenhäusern noch so gehandhabt.

Khalid bildete hierin keine Ausnahme, doch heute lag es auch daran, dass er tief in Gedanken versunken war. Der Wetterdienst hatte zwar eine Hurrikan-Warnung herausgegeben, das machte ihm aber keine Sorgen. Sein Pilot gehörte zu den Besten seiner Branche, zu ihm hatte er vollstes Vertrauen. Es zerbrach sich auch nicht über etwas Bestimmtes den Kopf, er war einfach nur geistesabwesend und so tief in sich selbst vergraben, dass ihn nichts aus seiner Versunkenheit holen konnte.

Die Stirn des Prinzen lag in tiefen Falten, die Schultern waren weit nach unten gesunken – gerade so, als würde er schwerste Probleme wälzen. Die Probleme einer ganzen Monarchie – seines Erbes beispielsweise. Doch dieser Eindruck täuschte, es war schlicht Langeweile, die den Thronerben quälte. Tiefsitzende, unendlich öde Langeweile – und eine Übersättigung seines Daseins, die ihm schier die Luft abdrückte und die sich durch nichts vertreiben ließ.

"Hoheit, haben Sie noch einen Wunsch?" Eine leise, weibliche Stimme ließ ihn hochsehen. Kühl umfasste sein Blick die schlanke Blondine, die auf ihn runterlächelte und auf seine Antwort wartete.

"Wo ist Abdul?", erkundigte er sich unwillig nach seinem üblichen Diener an Bord, als er der Flugbegleiterin ansichtig wurde.

Er hatte höchstpersönlich dafür gesorgt, dass nur männliches Personal in seinem Jet aufwartete. Das hatte mehrere Gründe. Im Allgemeinen schätzte er es nicht, durch verführerische Weiblichkeit abgelenkt zu werden, wenn er mit Oliver unterwegs war – es sei denn, der signalisiert im Vorfeld, er wünschte willige Begleitung. Dann kümmerte er sich darum, dass genügend Frauen anwesend waren, um seinem Freund die Zeit zu verkürzen.

Diesmal war im Vorfeld kein diesbezüglicher Wunsch geäußert worden, so hatte Khalid sich keine Gedanken um das Personal gemacht. Er war automatisch davon ausgegangen, dass entweder sein persönlicher Sekretär Abar oder Ghamal, sein Leibdiener, dafür sorgten, dass alles wie gewohnt gehandhabt wurde.

Vielleicht ein Fehler, stellte er nun fest. Dummerweise konnte er weder den einen noch den anderen wegen seines Versäumnisses belangen, denn die waren schon längst in der Luft und mit einer anderen Maschine seines Vaters vorausgeflogen, um in Berlin alles für sein Kommen vorzubereiten.

"Abdul hatte auf dem Weg zum Flughafen einen Unfall, Hoheit", teilte das Blondchen ihm nun mit. Sie wirkte überhaupt nicht eingeschüchtert von seinem strengen Blick, der deutlich sein Missfallen über die Situation ausdrückte. "Ich bin kurzfristig für ihn eingesprungen, die Agentur hat mich angerufen."

Als er sie nur verständnislos ansah, ergänzte sie hastig: ››Die Agentur, die auf Reisen für Ihr Personal zuständig ist!‹‹

Natürlich schleppte auch ein Prinz von Goweihdah keine riesige Entourage mit sich. Er beschränkte sich auf so wenige Personen wie möglich, das machte das Reisen einfach unkomplizierter. Leibdiener, Sekretär und ein Mindestmaß an Security. Mehr benötigte er nicht.

Tatsächlich arbeitete er mit dieser Agentur schon länger zusammen, er war immer höchst zufrieden mit deren Diensten gewesen. Bis heute, bis dieser unglaubliche Fehler passierte. Eine Frau uneingeladen in seinem Jet? Und dann auch noch auf einem Überseeflug?

Künftig würde er auf die Dienste dieser Agentur verzichten, das stand fest.

Da er sich immer noch ausschwieg, wurde die Frau langsam nervös. Er sah, wie ihre rosige Zungenspitze flink über die Oberlippe glitt. Die dunkle Seite in ihm genoss dieses offensichtliche Zeichen von Unwohlsein – jener Teil in ihm, der es aufgrund seiner Abstammung unendlich genießen konnte, Untergebenen das Leben schwer zu machen. Khalid war nicht sehr anständig in dieser Hinsicht, dafür war er von Kindesbeinen an einfach viel zu sehr verzogen wurden – als einziger Sohn seines Vaters.

"Wie heißt du?"

"Ich bin Astrid, Hoheit", kam es eilfertig.

Der Name klang fremd in seinen Ohren. Astrid. In Gedanken wiederholte er den Namen. Klang wie der einer Wikingerbraut. Irgendwie sah sie auch so aus. Robust, doch gepflegt elegant. Die in der Agentur wussten, worauf er Wert legte. Leuchtend blondes Haar, im Nacken hochgesteckt. Eine perfekte Erscheinung. Chic, aber nicht overdressed. Gestylt, aber im richtigen Maß dezent.

Wut brodelte in ihm.

Nicht auf diese Frau, die war ihm schließlich völlig fremd. Aber auf sein Leben an sich, diese öde Oberflächlichkeit seines Daseins. Er wusste nur ein Mittel, wie er gegen die Langeweile angehen konnte.

Sein Kinn hob sich, und sein Blick schärfte sich wie bei einem Raubtier, das seine Beute fixierte. In gewisser Weise war sie das auch, sie wusste nur noch nichts davon. "Ich mag kein hochgestecktes Haar, Astrid. Nimm die Nadeln raus, ich will es offen sehen!"

Ein mattes Keuchen war die Reaktion auf seine Forderung. Einen kurzen Moment blitzte es rebellisch in dem hellen Braun ihrer Augen auf, die Lippen wurden schmal.

Geh!, herrschte er sie in Gedanken an. Flieh vor mir, so lange du noch kannst! Rette dich, bevor ich dich verschlinge und benutze! Äußerlich aber blieb seine Miene unbewegt und täuschte eine Ruhe und Gelassenheit vor, die er überhaupt nicht empfand.

Astrid gehorchte. Leise Röte färbte die aparten Wangen dunkel, doch die Hände hoben sich an ihren Kopf, und dann entfernte sie Nadel um Nadel aus ihrem Haar, bis die blonden Locken weich und schimmernd um ihre Schultern flossen.

Zufrieden war er dennoch nicht. "Zieh dich aus. Ich will sehen, was mir die Agentur geschickt hat!"

Noch nie hatten sexuelle Gefälligkeiten in der Jobbeschreibung gestanden. Khalid mochte ein Womanizer sein, aber sogar für ihn war Personal tabu. Warum heute die Ausnahme? Er hätte es selbst nicht sagen können. Sie war noch nicht einmal besonders schön, sie war allenfalls Mittelklasse. Durchschnitt. Doch sie kam ihm gerade recht.

Stoff raschelte leise, als die beige Seidenbluse von ihren Schultern zu Boden geschüttelt wurde, der Rock folgte gleich darauf. Dann stand sie vor ihm, in züchtig hautfarbener Unterwäsche. Büstenhalter. Slip. Halterlose Strümpfe. Halbhohe Pumps.

Er nickte. "Slip und Büstenhalter ebenfalls, Astrid!"

In der Stille – das Dröhnen des Sturms war ausgesperrt, es drang nicht in das Innere des Jets – hörte er sie ruckartig atmen. Forschend hing sein Blick an ihrem Gesicht. Nein, sie hatte keine Angst. Sie war aufgeregt. Und sie war willig, das verrieten ihm die rosigen, blassen Nippel, die sich versteiften, sobald sie aus den Schalen des BHs befreit wurden.

Lange, ebenmäßige Beine. Hoch angesetzte, nicht zu große Brüste. Wenig Taille, eher die Figur einer Athletin, konstatierte er in Gedanken. "Dreh dich für mich", raunte er heiser.

Zu seinem Erstaunen fühlte er, wie er hart wurde. Damit hatte er nicht gerechnet. Ein kleiner Zeitvertreib sollte es sein, ein Test, wie weit er bei dieser Astrid gehen konnte. Manchmal liebte er es, reine Willkür auszuüben und herauszufinden, wo seine Grenzen beim anderen Geschlecht lagen.

Aber auch diese Astrid war nur zu willig, ihm gefällig zu sein. Wie alle anderen Frauen aus seinen Kreisen eben auch. Unhörbar seufzte er und biss die Zähne zusammen. Konzentrierte sich wieder auf die Frau vor sich, die jetzt beinahe völlig entblößt vor ihm stand.

Sie war erregt, das konnte er mit einem Blick erkennen, als sie sich auf seinen Befehl hin wieder umwandte. Zwischen ihren Schenkeln schimmerten die Falten ihrer Weiblichkeit feucht und waren leicht geschwollen.

Wieder leckte sie sich über die Lippen, dann sah er sie schlucken.

Er lächelte grimmig. "Astrid, höre mir jetzt gut zu. Deine Agentur hat Mist gebaut, sie wissen eigentlich, dass ich keine weiblichen Bediensteten an Bord mag, wenn ich nicht ausdrücklich darum ersuche. Und dennoch bist du hier!"

Khalid hielt kurz inne, gab ihr die Gelegenheit, die Gewichtigkeit dieser Aussage zu erkennen. "Eigentlich habe ich in dem Moment beschlossen, meinen Vertrag mit deinen Arbeitgebern aufzukündigen, als du hier aufgetaucht bist. Aber ich will mal nicht so sein. Ich lasse es dich entscheiden, ob ich auf eine künftige Zusammenarbeit verzichten werde, oder nicht!"

"Was … was kann ich tun, Hoheit?", rang sie sich flüsternd ab.

Khalid müsste lügen, würde er behaupten, ihre ängstliche Unsicherheit erregte ihn nicht. Denn das war der Fall, so sehr es ihn auch selbst wunderte. Sie war nicht wie die anderen Geschöpfe, die er auf seinen Partys traf. So gesehen war sie eine Untergebene, und abhängig von ihm.

Er sollte die Finger von ihr lassen und sie wegschicken, aber bei Allah, er hatte absolut keinen Bock darauf, das zu tun. Im Gegenteil. Da Oliver immer noch nicht aufgetaucht war, musste er die Zeit bis zu seiner Ankunft irgendwie überbrücken. "Du kannst eine Menge tun, Astrid. Wie gesagt, es ist deine Entscheidung. Ich werde dich zu nichts zwingen!"

"Und was soll ich entscheiden, Hoheit?" Ihre Stimme schwankte, ahnte sie bereits, was er von ihr wollte? Nun, er würde es gleich herausfinden.

"Du kannst dich wieder anziehen und gehen. Dann vergessen wir das Ganze einfach. Ich kündige meinen Vertrag mit deiner Chefin und suche mir eine andere Agentur, mit der ich zukünftig zusammenarbeiten werde, wenn ich auf Reisen bin."

"Was … was ist die andere Möglichkeit, Hoheit?", kam es wispernd. Die rosigen Wangen wurden noch eine Nuance dunkler.

Eine geübte Kokotte war sie gewiss nicht, erkannte Khalid. Doch umso besser, er hatte diese routinierten Verführerinnen ohnehin satt. "Du bist nackt, Astrid. Was mag das unter diesen Umständen wohl für eine Alternative sein, die ich dir anbiete?"

"Oh!", kam es atemlos, fast reizte es ihn zum Lachen. "Sie wollen mit mir … ich meine, Sie wollen mit mir schlafen?"

Etwas vibrierte nun in ihrer Stimme, noch konnte er nicht erkennen, was es war. Lust? Oder doch eher Abscheu?

"Nein, Astrid! Schlafen werden wir sicher nicht, wenn du dich bereiterklärst, mitzumachen. Aber vögeln werden wir wahrscheinlich schon …"

"Oh", kam es ein zweites Mal, noch atemloser diesmal.

"Genau – oh!", äffte er sie spöttisch nach, dann wurde er schlagartig ernst. "Also? Was ist? Entscheide dich jetzt. Ich habe keine Lust mehr, noch länger zu warten!"

Er setzte sie unter Druck, das war ihm klar. Doch in seinem Inneren grollte es. Er wollte seine Zähne in willfähriges Fleisch schlagen, wollte verletzen und demütigen. Zur Hölle, er wollte allen Frust der ihm das Leben schwer machte, an ihrer blassen, sommersprossigen Haut auslassen. Doch er wusste, er musste sich beherrschen. Ging er zu forsch vor, würde sie kneifen und sich für die Flucht entscheiden.

Eine heftige Windböe ergriff den Jet und rüttelte an ihm. Die Frau vor ihm kam ins Taumeln, als sie kurz das Gleichgewicht verlor. Im gleichen Moment fing sie sich wieder, und voller Genugtuung sah er zu, wie sie vor ihm auf die Knie ging.

Er spreizte seine Beine einladend für sie, sah streng auf sie runter. Worte waren jetzt nicht mehr nötig, sie hatte begriffen, worum es ging. Aber auch, nach welchen Regeln es ablaufen würde.

Allein den seinen nämlich …

Erstaunlich geschickt öffnete sie seine Hose, und damit sie besser an ihn herankam, rutschte er in dem Sessel vor. Sie drückte sich zwischen seine Schenkel, ging nun fast auf Tuchfühlung. Für einen Moment maß sie ihn abschätzend, sobald sie sein Geschlecht befreit hatte.

Ganz steif war er noch nicht, doch schon jetzt imposant. Zumindest war sie dieser Ansicht, er sah, wie sich die Pupillen im sahnigen Karamell ihrer Iriden weiteten. Und wieder leckte sie sich über die Lippen.

Das schien eine Marotte von ihr zu sein. Khalid knurrte leise. "Was leckst du an dir selbst rum? Mich sollst du lecken! Gib mir deine Zunge, und deinen Mund!"

Die Röte auf ihren Wangen vertiefte sich. Sie war es augenscheinlich nicht gewohnt, so behandelt zu werden. Fühlte sie sich herabgesetzt? Gedemütigt? Frau, du hast ja keine Ahnung, was Demütigung tatsächlich bedeutet, grollte es in ihm. Da sie immer noch zögerte, streckte er die Hände nach ihr aus und ergriff sie sich. Ihr erschrockenes Seufzen erstickte, als er sein Glied zwischen ihre Lippen drängte und ihr dadurch jede Möglichkeit nahm, sich zu artikulieren.

Ihre Augen wurden groß, dann schlossen sich die Lider. Heftig atmete sie durch die Nase.

Khalid wartete, bis sie endlich von sich aus aktiv wurde, und schließlich fühlte er ihre Zunge, wie sie ihn umschmeichelte. Wie ihre Lippen an seiner Länge entlang rieben, ihn sacht massierten. Doch als sie ihre Hände hob, um auch sie einzusetzen, bremste er sie augenblicklich aus.

"Nein, auf den Rücken damit! Du fasst mich nicht an, verstanden?"

Ein zustimmender, brummender Laut, der wie Bass an seinem Stamm vibrierte. Sie sah wieder zu ihm hoch, etwas verwirrt. Doch immer noch nicht abgeschreckt.

Nun denn, kleine Astrid – dann will ich mir mal von dir holen, was du mir augenscheinlich nicht verweigern möchtest, höhnte er lautlos, und schon drückte er sie mit seinen Händen gegen seinen Unterleib.

Astrid röchelte, als er ohne Vorwarnung bis in ihren Hals drang. Er sah, wie Tränen in ihre Augen traten bei dem rüden Überfall, wie sie würgte und versuchte, sich ihm zu entziehen. Aber allzu heftig war ihre Gegenwehr nicht.

Zufrieden begann er, sie zu dirigieren, wie er es wollte. Ihm stand nicht der Sinn nach einem klassischen Blowjob, und das hatte sie jetzt wohl auch begriffen. Brav ließ sie sich benutzen und sich in den Hals ficken.

Wider Erwarten genoss Khalid es. Die unwillkürlichen Reflexe ihres Körpers, der vom Würgen geschüttelt wurde. Die Bewegungen, wie sie um sein Fleisch eng wurde, krampfhaft schluckte und durch die Nase um Atem rang. Ein verzweifelter Kampf, dessen Ausgang nur von ihm abhing.

Gemächlich nahm er sie, tief und hart. Rücksichtslos suchte er seine Befriedigung an ihr. Ließ sich von ihrem Sträuben, ihrer Not höhertragen in seine Lust hinein.

Es wurde unangenehm für sie, denn nun war er vollständig erigiert. Auch andere Frauen hatten damit oft ein Problem, nur kümmerte es ihn in den seltensten Fällen. Wenn sie nicht in der Lage waren, einen richtigen Mann zu verkraften, sollten sie gefälligst die Hände von ihm lassen – das war seine Meinung.

Astrid gegenüber war er etwas entgegenkommender. Er benutzte sie, sie hatte sich ihm nicht aufgedrängt, und das war sogar in seinen Augen ein mildernder Umstand.

In seinen Lenden pochte es, er spürte seine Hoden hart werden. Seine Stöße wurden härter, nun drang er noch tiefer in ihren Hals, bis sie nicht mehr in der Lage war, zu atmen.

Interessiert verfolgte er, wie sich das Gesicht verfärbte. Wie sie die Augen weit aufriss, und ihm ihre Panik daraus entgegenschrie. Leide für mich, herrschte er sie in Gedanken an, und als hätte sie ihn verstanden, flossen bei ihr die Tränen.

Khalid gab ihr etwas Raum zum Atemholen, gierig und krampfhaft schnappte sie nach Luft, dann drückte er sie wieder bis zum Ansatz auf seinen Steifen. Diesmal öffnete sie sich seinem Drängen leichter, ihr Körper hatte vor ihrem Verstand begriffen, wer hier bestimmte - und dann war es bei ihm soweit. Mit einem leisen Grollen tief in der Kehle, gab er seiner Lust die Zügel frei. Fühlte es durch seinen Unterleib pulsieren, dann durch den ganzen restlichen Körper auch.

Sie wehrte sich gegen seinen Griff, mit dem er sie auf seinen Schwanz festhielt, doch er achtete nicht darauf. Bebend ergoss er sich tief in ihren Schlund, spritzte ihr direkt in den Hals hinein und ertränkte sie damit fast.

Genug. Erschaudernd zog er sich zurück, gab sie frei.

Nun kauerte sie vor ihm, röchelnd und quakend, als wäre sie ein gestrandeter Fisch. Sie schluchzte immer noch und zitterte so stark, er konnte es sogar sehen.

Der Orgasmus hatte Khalid ein wenig milder gestimmt. Er hob die Hand und strich ihr die feuchten Strähnen aus dem tränennassen Gesicht.

"Du bist noch nicht fertig, meine kleine Astrid", raunte er leise. "Komm wieder her zu mir …" Als sie ihn fragend mit leisem Entsetzen anschaute, musste er grinsen. "Leck ihn sauber. Das gehört sich so!", bestimmte er.

Sie gehorchte nur zögernd, aber sie machte ihre Arbeit gut. Ihre Zunge war wirklich flink, bestimmt hätte sie ihm mit einem Blowjob wie sie ihn bisher kannte, auch Freude bereitet.

Aber so war es unendlich befriedigender, triumphierte er insgeheim. Die Langeweile war für den Moment verflogen. Das war ihr Verdienst, und er überlegte, ob er sich deshalb bei ihr revanchieren sollte. Sacht schob er sie von sich und sah auf sie runter.

Er war immer noch steif. Sollte er sie zum Dank ficken? Nein, nicht möglich. Er hatte keine Kondome dabei, und Khalid stand sicher nicht der Sinn danach, seinen prinzlichen Samen in eine Frau wie sie zu verströmen und sie dabei womöglich zu schwängern.

Schon bei dem Gedanken daran, jetzt mit ihr zu schlafen, verabschiedete sich die Pracht schlagartig. Er atmete grimmig durch, nichts hatte sich geändert. Die leise Hoffnung, es möge diesmal anders sein, war eine falsche.

Während er seine Kleidung ordnete, hing sein Blick immer noch an ihr. Sie schien sich gefangen zu haben, der Atem ging ruhiger und sie schluckte nicht mehr so krampfhaft.

"Du kannst dich nebenan im Bad frischmachen", meinte er leise zu ihr, ihren Blick dabei festhaltend. "Aber bleibe nackt, zieh dich nicht an."

Wieder wurde ihr Blick weit, der Atem stockte. Khalid konnte sich ein leises Grinsen nicht verkneifen. "Vielleicht beenden wir das nachher, was wir jetzt angefangen haben", stellte er ihr in Aussicht. "Oder wir wiederholen es, du hast deine Sache nicht schlecht gemacht, Astrid."

Als sie nicht reagierte, aber auch nicht vor Schreck vor ihm zurückwich, beschloss er, nun wirklich aufs Ganze zu gehen. "Mein Freund kommt nachher an Bord. Wenn du magst, biete ich dich ihm an. Dann kannst du mit ihm auch noch ein wenig Spaß haben. Vielleicht auch wir drei zusammen. Wäre dir das recht?"

Das waren Spiele, wie sein Freund sie liebte, das wusste er.

Es überraschte ihn nicht, als sie errötend nickte. Natürlich sagte sie nicht nein. Im Grunde waren doch alle Frauen insgeheim Huren, nicht wahr? Auch diese hier bildete keine Ausnahme von der Regel.

Seltsam, warum enttäuschte es ihn? Er hätte doch damit rechnen müssen, schließlich kam die Erkenntnis über die Natur der Frauen aus der Erfahrung eines ganzen Lebens.

"Nimm deine Sachen mit", wies er sie an, als sie sich nun aufrappelte. "Wenn er an Bord ist, kommst du zurück und wartest uns auf."

Überrascht zuckte sie zusammen. "Nackt?"

"Natürlich, du hast meine Anweisungen doch schon erhalten", knirschte er, er hasste es, sich wiederholen zu müssen.

Dann war er endlich wieder alleine. Wie schon zuvor versank Khalid in seinen Grübeleien, starrte blind auf das sturmgepeitschte Rollfeld hinaus und begann wieder zu warten.