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Behind amber eyes

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Summary

Solaria ist ein erbarmungsloser Planet, heiß, trocken und voller Verrat. Der junge Kian stellt sich den Herausforderungen, die das Schicksal ihm auferlegt, angefangen bei seiner Herkunft, der Liebe zu einer mächtigen Frau und einer Begegnung mit einem Fremden, die sein Leben für immer verändern wird. Knapp zwanzig Jahre nach "Behind green eyes" stellt sich nun ein großer Krieger dem Echo seiner Vorfahren. Erstes Hauptwerk nach dem Prolog "Behind green eyes".

Status
2yrs ago
Chapters
16
Rating
n/a
Age Rating
18+

1

Die große weiße Treppe baute sich gewaltig vor den Männern aus der Wüste auf, sie hatten schon viel gesehen, viel erlebt und doch hatten sie die weißen Türme des Palastes nur aus der Ferne erahnen können.

Sandstürme, Krankheiten, Hungersnöte und doch waren sie nun hier. Die meisten hatten sich gesträubt hierher zu kommen, auch der junge Kian hatte die Entscheidung seines Herren nicht verstanden, Komar selbst war überrascht von der Einladung des Shaahs gewesen, sonst interessierte der König von Solaria sich nicht für sie, trotzdem standen sie nun hier, in voller Mannstärke.

Merkte man ihm seine Nervosität an? Zwischen den Männern des Königs durfte er sich keine Fehler erlauben, sie würden ihn zerfetzen, wie wilde Tiere.

Je näher sie kamen, desto mehr Personen zählte er vor sich. Auch wenn er wusste, dass er sein Schwert und seine anderen Waffen gut beherrschte, fühlte sich diese Einladung falsch und bedrohlich an.

Sein Anführer neben ihm zeigte keine Emotionen, allerdings konnte Kian sehen, wie der hünenhafte Krieger seine Hände wieder und wieder ballte, sicher um einen ruhigen Kopf zu bewahren.

Seit Kian denken konnte, war er an Komars Seite gewesen, schon als Kind erinnerte er sich an seine Lehren, seinen strengen Blick und die Sorge, die ihn ständig begleitete, denn der junge Mann war vielleicht wie alle anderen ein Wüstensohn, doch er war anders, kein vollwertiger Solaria.

Die Wüste machte zwischen ihnen keinen Unterschied, ob Solaria oder nicht, und Kian setzte sich oft robuster gegen Widrigkeiten durch, er wurde selten krank, kam länger ohne Wasser aus und folgte der Sonne geschickter als seine Brüder.

Komar sagte es nicht, aber Kian wusste, dass er stolz auf seinen Ziehsohn war. Er hatte ihn zu einem guten Krieger ausgebildet und sein sorgenvoller Blick verschwand. Die meiste Zeit.

Heute war er wieder da und er richtete sich stetig gegen die weiße Treppe, die nun ihre volle Größe erreicht hatte.

Die knapp fünfzig Wüstensöhne blieben hinter ihrem Anführer stehen, Kian neben ihm, der nun wie alle anderen den Blick senkte und den Lauten des Sandes horchte. Als Komar sich sicher war, dass ihnen keine Gefahr drohte, trat er vor die erste Stufe und rief: "Ich grüße Euch, Shaah von Solaria. Aus der Wüste sind wir gekommen und Eurer Einladung gefolgt."

Neugierig hob Kian den Blick. Der alte Shaah stand in seinem glitzernden goldenen Gewand oben auf dem Treppenabsatz, seine Krone, die gigantisch war, glänzte in der prallen Sonne.

Bewaffnete Männer standen um ihn herum, Krieger, Wachen, Edelleute, sie alle in teure Seide gekleidet, Kian kam sich fast schäbig vor in seiner einfachen hellen Leinenkleidung, die mehrfach ausgebessert war.

Um die Köpfe trugen er und seine Brüder Tücher, die sie vor der Sonne schützten, schwarze Stoffstreifen banden sie sich vor Mund und Nase, um den Sand nicht einzuatmen. Sicherlich war das alles nicht so hochwertig und fein, wie die Kleider der Palastbewohner, doch für die Wüste musste es praktisch sein, ohne das starb man auf der Stelle.

Der alte Shaah bat Komar in den Palast, aber nur ihn, seine Männer mussten warten, auch Kian. "Was sie wohl von ihm wollen?" Die jüngeren Männer sammelten sich um ihn, zusammen setzten sie sich in den Sand, ein wenig abseits von den älteren.

"Vielleicht bekommt er ja eine hochgeborene Hure geschenkt." Leises Lachen machte die Runde. Kian ließ sie flaxen, er selbst blieb ernst. Unter dem schwarzen Stoff vor seinem Gesicht sah niemand, wie er nervös auf seiner Unterlippe herum kaute.

Ihr Anführer war lange fort, seine Krieger wurden unruhig, Forderungen wurden laut den Palast zu stürmen und ihn aus den Fängen des Shaah zu befreien, andere wollten sich in die Wüste zurück ziehen.

Kian hielt sich aus den Diskussionen heraus. Unter seinen Brüdern gab es Männer, die viel älter waren, als er selbst, er überließ ihnen die Entscheidung.

Die jüngeren drängten ihn für sie Partei zu ergreifen, mittlerweile hatten sie ihn soweit getrieben, dass er aufstand und sie alle bitten wollte ruhig zu bleiben, da erschien Komar auf den Treppenstufen und seine Männer jubelten.

"Hört mir zu! Der Shaah von Solaria unterbreitet mir ein großzügiges Angebot, das ich nicht ablehnen kann. Er will mich zu seinem General ernennen." Wieder jubelten die Männer, sie schienen sich kaum Gedanken darüber zu machen, was mit ihnen geschehen würde. Sie waren ohne Anführer.

Komar winkte Kian zu sich, der gehorsam folgte. "Was passiert mit den anderen, die noch im Lager sind? Wir können doch nicht einfach hier bleiben!" Der ältere schüttelte den Kopf. Er führte seinen Ziehsohn in den Palast, durch eine lange Säulenhalle bis in einen großen Saal, in dem der Shaah persönlich saß.

Ohne weitere Erklärungen schob er Kian an einen langen Tisch und drückte ihn auf einen Stuhl. "Majestät, ich bitte Euch auch meinem besten Krieger eine Stellung an Eurem Hof einzuräumen. Er ist jung, aber er ist auch klug und geschickt mit Waffen. Er könnte der neue Leibwächter Eurer Frau werden."

Das schien dem Shaah zu gefallen, denn er stimmte zu und ehe Kian sich versah, stand er wieder in der Säulenhalle, ohne wirklich zu wissen, was geschehen war.

Er sollte der Leibwächter der Königin werden? Was bedeutete das? Was waren seine Aufgaben?

Seine Gedanken kreisten wild umher, sodass er kaum mitbekam, wie sich ihm jemand näherte. Ein Mädchen in einem weißen Kleid stand vor ihm und zupfte an seinem Ärmel.

"Mein Herr? Bitte folgt mir, die Königin erwartet Euch." So schnell konnte Kian seine Verwirrung nicht ablegen, doch er folgte ihr schließlich aus Furcht vor Komar, der ihn wegen Ungehorsam bestrafen würde.

Das Mädchen führte ihn durch viele Räume, Türen und Gänge, bis sie vor einem weißen Tor stehen blieb, das hinaus in den Garten führte. Von hier hörte er schon das Lachen und Kichern der Frauen und er ahnte schreckliches.

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Great Character

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Strong Dialog

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