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Dragonsoul - Flammen der Hoffnung

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Summary

Aufgewachsen in einer Welt, die ihresgleichen abstößt, muss sich Layna von Kindesbeinen an ihren eigenen Weg bahnen. Alleine ihr bester Freund Daeron stellt dabei eine große Stütze und gleichzeitig die wichtigste Konstante in ihrem Leben für sie dar, doch nachdem man ihr diese nahm, sinnt sie bloß noch nach Rache. Ein Krieg zerstörte seine Kindheit, nahm ihm Heim, Freunde und Familie und das nur, weil sie alle anders waren. Eine Bedrohung in den Augen des alten Geschlechts. Von Hass geleitet, sinnt er nach Rache und bereitet viele Jahre lang alles vor, um die Welt, so wie man sie kennt, zu ändern. Beide, so unterschiedlich sie scheinen mögen, so ähnlich sind sie sich. Zwei Wesen, zwei Welten, getrennt und doch vereint, dazu bestimmt, den Lauf der Zeit zu verändern, während eine verräterische Kraft genau das selbe zu tun versucht. Werden sie es schaffen zusammenzuarbeiten und ihre Welt vor der Zerstörung zu bewahren? *** Dragonsoul - Flammen der Hoffnung [Band 1] Dragonsoul - Flammen des Zorns [Band 2]

Status
2yrs ago
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prolog

Ohrenbetäubendes Gebrüll, welches einem jeden durch Mark und Bein ging, hallte wie nahender Donner durch den Himmel, der bereits die dunklen Farben der Nacht angenommen hatte. Nur vereinzelt wurde dies von den grellen Blitzen durchbrochen, die stürmisch auf die Erde krachten. Es herrschte wahrlich ein Durcheinander auf dem großen Platz. Die einen suchten Zuflucht, die anderen jedoch kämpften um ihr Überleben und das ihrer Artgenossen, während das Weinen der Kinder vom Wind hinfort getragen wurde. Und inmitten dieses Chaos stand ein Junge, nicht viel älter als vierzehn Jahre, die Hände zu Fäusten geballt, welche vor Wut, Unglaube und Trauer gleichermaßen wie der Rest des kleinen Körpers zitterten.

Er wusste, dass sein Leben in Gefahr war und doch kam es ihm so vor, als könne er seinen Körper nicht bewegen. Als hätte er die Kontrolle darüber verloren. Gezwungen dabei zuzusehen, wie seine Heimat, der Ort, an dem man ihn großgezogen hatte, Stück für Stück dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Jener Ort war in diesen wenigen Augenblicken zu einem Schlachtfeld geworden, an dem Drachen und Magier all diejenigen bis zum bitteren Ende bekämpften, die doch eigentlich genauso zur Familie gehörten. Denn auch, wenn sie Halbblüter, Wesen aus beiden Geschlechtern, waren, waren für ihn alle gleich und hatten nichts getan, was solch einen Angriff begründen würde. Somit war es ihm schleierhaft, wieso so plötzlich alles aus den Fugen geraten war. Tag für Tag hatten sie in Frieden gelebt, waren ihren täglichen Aufgaben nachgegangen und hatten am Abend im Beisein der Familie gesessen. Und nun sollte all das einfach so vorbei sein?

Was er lediglich wusste war, dass sie alle seine Eltern auf dem Gewissen hatten. Man hatte ihn mit brutaler Gewalt dazu verleitet zuzusehen. Er hatte zuhören müssen, wie die schrillen, von tiefem Schmerz durchtränkten Schreie der beiden ihm durch Mark und Bein gingen. Das herzzerreißende Weinen seiner Mutter … Der feste Griff in seinem Nacken mochte schmerzhaft gewesen sein, doch nichts krallte sich so tief und brennend in seinen Körper, wie es die Schmerzen in seiner Seele taten.

Leblose Augen, die einst voller Liebe gestrahlt hatten, blickten dem Jungen noch immer entgegen. Blau waren sie, wie die Tiefen des Meeres, welches seine Mutter so sehr geliebt hatte. Immerzu hatte diese davon gesprochen eines Tages dorthin zurückzukehren und sich mit seinem Vater und ihm dort niederzulassen, doch jetzt waren diese Träume bloß noch ein Haufen Asche, verweht von einem reißenden Sturm.

Mittlerweile wimmelte es nur so von den geflügelten Wesen, die lodernde Flammen auf jeden Flüchtigen niederspien. Niemand konnte so einfach von diesem Ort verschwinden. Sie würden jeden Einzelnen von ihnen aufspüren. Ihre friedliche Idylle war vorbei und wurde mehr und mehr von einem blutrünstigen Gemetzel abgelöst.

Es war ein grauenhaftes Bild, das sich in jedermanns Gedächtnis einbrennen und niemals vergessen werden sollte. Leblose Körper lagen in ihren eigenen Blutlachen, während andere entstellt und dem sicheren Tod hilflos ausgeliefert waren. Gezeichnet von tiefen Narben, die sich in Körper und Geist schlichen. Der stechende, metallische Geruch der roten Flüssigkeit bedeckte alles und ließ den Jungen für einen Moment würgen, welcher keine Kraft mehr hatte sich länger auf den Beinen zu halten.

Schwach kniete er auf dem Boden, grub seine Finger in die weiche Erde, die von Schuhsohlen und Krallen gleichermaßen aufgewühlt war. Die Gefühle in ihm kochten über, je lauter der Schlachtlärm an seine Ohren drang. Als dann jedoch ein Schatten seine Sicht verdunkelte, sah der Kleine auf und erblickte eine zerschundene, blasse Hand, die ihm aufhelfen wollte.

»Den Göttern sei Dank, du lebst! Es ist viel zu gefährlich, du solltest längst nicht mehr hier sein. Komm, ich bringe dich zu den anderen Kindern, in Sicherheit!«

Die Frauenstimme kam ihm nicht bekannt vor, dennoch reagierte sein Körper instinktiv und streckte die eigenen Finger aus, um die dargebotene Hilfe anzunehmen und diesem grausamen Schicksal zu entkommen. Doch noch bevor sich beide berühren konnten, entkam seinem Gegenüber ein erstickter Laut und Blut sprenkelte sein Gesicht, lief ihm daran hinab und ließ ihn erschaudern. Sie versuchte zu sprechen, doch den zitternden Lippen entkam kein Ton mehr. Einzig mehr Blut quoll dazwischen hervor und tropfte leise zu Boden.

Seine Augen weiteten sich und er konnte den Blick einfach nicht von ihr lösen, als ihr Körper erschlaffte und wie alle anderen vor ihr in sich zusammenfiel. Ein Pfeil steckte in ihrem Nacken, die Spitze, die wie der Mond selbst in seiner wundersamsten Phase schimmerte und damit ein unnatürliches und grausames Bild zugleich malte, trat aus ihrer Kehle heraus.

Krampfhaft drückten seine Zähne aufeinander, die Hände langsam zu seinem Kopf fahrend. Eisern gruben sich die Finger ein wenig später in die dunklen Haare und sandten ein schmerzhaftes Prickeln über seine Kopfhaut, dem er jedoch keinerlei Beachtung schenkte, ehe ein lauter Schrei aus seiner Kehle drang. Ein Schrei, durchtränkt von Verzweiflung, Leid und purem, brodelndem Hass.

Diese Monster hatten ihm innerhalb eines Wimpernschlages alles genommen, was ihm lieb und teuer gewesen war. Magie zerstörte jedes noch so harte Fundament, ließ Häuser zu Ruinen zerspringen und alles austrocknen, während das gleißende Feuer dieser Bestien jedes bisschen Natur und jedes Leben zu einem Haufen Asche niederbrannte.

In diesem Moment bildete sich ein Gedanke in seinem Kopf, der ihn nie wieder loslassen würde. Es war ein von ihm selbst auferlegter Schwur. Ein Schwur, niemals mehr einem dieser hinterlistigen Kreaturen und arroganten Magiern zu vertrauen. Sie würden für alles, das sie getan hatten, büßen! Wenn die Zeit gekommen war, würde er Rache üben und niemand könnte ihn mehr aufhalten.

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