Taylors Vorwort
La mia piccola, delicata Micina. Mein Eigen. Jeder Atemzug, den du nimmst, hallt in meiner Brust wider. Ich will dich nicht zerbrechen, nein, das wรคre zu einfach, zu unvollkommen. Ich will dich verfeinern, jede deiner Ecken und Kanten polieren, bis du in meiner Hand liegst wie ein kostbarer Edelstein, dessen Facetten nur mein Licht reflektieren. Ich bin nicht der Entfรผhrer im herkรถmmlichen Sinne. Ich bin derjenige, der dich gefunden hat, inmitten einer Welt, die dich nicht verdiente. Dein Kรถrper ist ein Tempel, den nur meine Hรคnde erkunden dรผrfen. Deine Seele ein unbeschriebenes Blatt, auf das nur meine Liebe ihre Zeichen ritzen wird. Dein Leben โ ein Fluss, der nun in mein Meer mรผndet. Du gehรถrst mir, Alisha. Nicht in Ketten und Fesseln, sondern durch die unsichtbaren Bande einer Obsession, die tiefer wurzelt als jede Vernunft.
Jeder Gedanke an eine fremde Berรผhrung ist ein Stachel in meinem Herzen, ein Verrat an dem Bund, den das Schicksal zwischen uns geknรผpft hat. Dein Blick, dieser unschuldige Blick, der mich einst traf, war nicht der Beginn deines Untergangs, sondern der Beginn deiner Erlรถsung. Denn in meinen Armen wirst du die Welt vergessen, die dich einst verletzte. Dies ist keine sรผรe Romanze, nein. Es ist das Knistern einer ungezรคhmten Flamme, die bereit ist, alles zu verzehren, was sich zwischen uns stellt. Ich bin ein Schatten, gezeichnet von Kรคlte und Grausamkeit, das stimmt. Aber fรผr dich, mein Kรคtzchen, will ich ein Leuchtfeuer sein, ein sicherer Hafen in der stรผrmischen See des Lebens.
Du ahnst nur einen winzigen Teil der Dunkelheit, die in meiner Vergangenheit lauert, den Schmerz, der mich formte. Doch als du in mein Leben tratst, wie ein Sonnenstrahl durch dichte Wolken, spรผrte ich, wie etwas in mir zu blรผhen begann. Ein zarter Trieb der Zuneigung, der sich unaufhaltsam nach dem Licht deiner Augen reckt. Aber diese neu entdeckte Wรคrme รคndert nichts an der tiefsten Wahrheit: Du bist mein. Ein untrennbarer Teil meiner Existenz. Und ich schwรถre dir, bei diesem zarten Pflรคnzchen der Liebe, das in meiner Brust Wurzeln schlรคgt โ und das bist nun du, mein wertvollster Besitz โ wer es wagt, auch nur den leisesten Hauch von Leid รผber deine reine Seele zu wehen, soll die volle Wucht meiner unerbittlichen Rache erfahren. Mein kleines, zerbrechliches Kรคtzchen. In meinen Armen bist du sicher. Du gehรถrst einzig und allein mir.
~Taylor