Liebe über Grenzen hinweg

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Summary

Gefangen in einem großen Haus, umgeben von hohen Mauern und einem rießigen dichten Wald. Genau dort lebt ein Mädchen, abgeschieden von der Außenwelt ohne Möglichkeit zu entkommen. Er ist der Sohn des Tanzlehrers. Er ist groß, gutaussehend und beliebt und verfügt über jede Freiheit die er möchte. zwei Welten die zu einer gemeinsamen Geschichte zusammenwächst..

Genre
Romance
Author
Katja
Status
Ongoing
Chapters
4
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog Teil 1

Ich werde durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Ich richte mich im Bett auf und lausche in die entstandene Stille. Das Einzige, was ich für ein paar Sekunden höre, ist das Pfeifen des Windes durch mein angekipptes Fenster und mein hektisch gehender Atem. Ich schlage leise die Decke von meinem Körper und schwinge meine Beine aus meinem warmen Bett. Als meine nackten Füße den kalten Boden berühren, durchläuft mich ein kalter Schauer, der mir von den Zehen bis in meine Haarspitzen zieht.

Ich richte mich auf und tapse auf leisen Sohlen zu meiner Zimmertür. Ich drücke die metallerne Türklinke hinunter, und leise knarrend öffnet sich die Tür. Ich strecke meinen Kopf vorsichtig ein kleines Stück aus meiner Tür hinaus und spähe in den Gang vor mir. Der Gang ist in komplettes Dunkel getaucht, und leises Gemurmel ist von unten zu hören. Für eine kurze Weile bleibe ich einfach nur stehen und versuche, die Stimmen von unten zu verstehen. Diese sind jedoch so leise, dass nur Gemurmel bei mir ankommt.

Langsam öffne ich die Tür ein weiteres Stück und trete leise auf den dunklen Flur. Aus irgendeinem mir gerade nicht ersichtlichen Grund traue ich mich nicht, den Lichtschalter direkt neben meinem Zimmer zu betätigen.

Mein Bauch fängt an, aufgeregt zu kribbeln, und je weiter ich mich von meinem Zimmer entferne, desto stärker spüre ich es. Es ist kein gutes, aufgeregtes Kribbeln, das ich verspüre, wenn ich mal wieder mit meinen Eltern in den Zoo gehe. Nein! Es ist eher jenes Kribbeln, das entsteht, wenn man vor einer Aufgabe steht, die einem unglaubliche Angst einjagt und man am liebsten sofort kehrtmachen und einfach nur davonrennen möchte. Als ich an der Tür zum Zimmer direkt neben meinem vorbeikomme und sehe, dass diese komplett geöffnet zurückgelassen wurde, verstärkt sich das ungute Gefühl in meiner Bauchgegend nur noch mehr.

Ich laufe auf Zehenspitzen weiter und erreiche meiner Meinung nach viel zu schnell das hölzerne Geländer zu der Treppe, die nach unten in unseren Eingangsbereich führt. Ich klammere mich mit beiden Händen fest an das Geländer und sehe einen leichten Lichtschimmer direkt aus dem Wohnzimmer scheinen. Von unten höre ich das leise Schluchzen meiner Mutter und zucke augenblicklich zusammen. Ich presse mich fest an die Wand hinter mir und lasse mich daran hinuntergleiten. Auf dem harten Holzboden komme ich zum Sitzen und luge vorsichtig durch die Streben des Geländers hindurch. Ich sehe nichts außer das schwache Licht und höre, wie meine Mutter bitterlich aufschluchzt und irgendwelche aufgeregten Worte, die fast wie ein Betteln klingen, Das ungute Gefühl wird immer stärker und aufdringlicher. Es fühlt sich so an, als würden tausende kleine Ameisen in meinem Bauch aufgeregt umherlaufen – und dabei nicht ihren gewohnten Aufgaben nachgehen. Als dann auch noch ein lauter Knall zu hören ist, muss ich mir die Hand auf den Mund pressen, um vor Schreck nicht laut aufzuschreien. Der Knall hört sich an, als wäre etwas Schweres mit voller Wucht auf den Boden geknallt. Ein lauter, unverständlicher Schrei lässt mich heftig zusammenzucken. Mein Körper beginnt zu zittern und mein Herz schlägt so schnell, dass ich befürchte, dass es mir gleich aus meiner Brust springen würde. Ich lege mir meine andere, noch freie Hand auf die Stelle, wo ich mein Herz wild pochen spüre, und versuche, ruhig zu atmen und keinen einzigen Laut von mir zu geben.

Ich höre den von Angst erfüllten Schrei meiner Mutter und kann mir ein leises, ebenso ängstliches Wimmern nicht mehr verkneifen. Ich weiß nicht, was dort unten passiert, ebenso wenig weiß ich, wer dieser fremde Mann ist, von dem der unverständliche Schrei gekommen ist, und ich weiß auch nicht, ob er der einzige Fremde dort unten ist. Das Einzige, was ich vermuten kann, ist, dass meine Mutter nicht allein, sondern zusammen mit meiner restlichen Familie dort scheinbar größter Angst ausgesetzt ist.

Ich überlege fieberhaft, was ich nun tun soll. Der Fremde hat mich mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht gesehen und weiß ebenso wenig, dass ich da bin. Zumindest ist das meine große Hoffnung. Soll ich hinuntergehen und mich somit in die Gefahrenzone begeben? Oder soll ich hier oben verharren und warten, bis alles vorbei ist? Aber was ist, wenn meiner Familie etwas passiert? Meine Gedanken rasen wie eine außer Kontrolle geratene Achterbahn durch meinen Kopf. Dabei weiß ich bei jeder möglichen Option, die mir durch den Kopf schießt, dass ich doch nichts gegen einen Mann ausrichten kann. Ich bin selbst erst fünf Jahre alt und habe somit weder den Mut noch die Möglichkeiten, etwas gegen solch einen Mann zu tun. Während ich weiter über meine Optionen nachdenke, kommt mir ein Gedanke in den Sinn. Meine Mutter hat schon sehr früh und oft Gespräche darüber geführt, was ich tun soll, wenn etwas Komisches oder Schlimmes in unserem Haus passieren sollte.