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Gefunden in der Finsternis

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Summary

In der Dunkelheit der Stadt hat sie sich immer allein gefühlt – bis er sie fand. Luigi ist gefährlich, charmant und ein Teil einer Welt, die sie nie betreten sollte: die der italienischen Mafia. Doch trotz der Bedrohung spürt sie etwas, das sie seit Jahren vermisst hat – Nähe, Vertrauen, Leidenschaft. Gefangen zwischen Angst und Verlangen, zwischen Dunkelheit und Sehnsucht, muss sie lernen, ihre Schatten zu akzeptieren… und die Liebe, die sie rettet. Ein Spiel aus Macht, Leidenschaft und Gefahr beginnt, in dem jede Berührung zählt – und jedes Herzschlag ein Risiko ist. Gefunden in der Finsternis – eine Dark Romance voller Geheimnisse, erotischer Spannung und der Frage, ob Liebe wirklich alles überleben kann.

Genre
Romance
Author
Alessa
Status
Complete
Chapters
8
Rating
5.0 (1 review)
Age Rating
16+

Kapitel 1

Die Kerzen flackerten, ihr Licht warf Schatten, die aussahen wie Gestalten an den Wänden. Sie glitt mit den Fingern über die Lehne des Sessels, als könne die Kälte des Holzes sie verankern. Doch sie wusste: Nichts hielt sie wirklich. Weder der Prunk noch die Macht, die dieses Haus umgab, gehörten ihr. Alles war Fassade. Alles war fremd.

Vielleicht ist das mein Schicksal. Umgeben von Menschen und doch allein. Als wäre Einsamkeit mein Blut, mein unauslöschlicher Begleiter.

Dann hörte sie ihn. Luigis Schritte – leise, kontrolliert, wie ein Raubtier, das sich seiner Beute nähert. Und doch war es nicht Angst, die in ihr aufstieg. Es war etwas anderes. Etwas, das sie hasste und zugleich suchte: das Gefühl, wahrgenommen zu werden.

Er blieb vor ihr stehen, und die Stille zwischen ihnen spannte sich wie ein Seil, kurz vor dem Zerreißen. Seine Augen fingen ihr Gesicht ein, als könnte er durch die Haut in ihre Gedanken schneiden.

Er sieht zu viel. Er sieht das, was ich so sorgfältig verberge. Meine Schwäche. Meine Sehnsucht. Die Leere, die ich wie eine Maske trage.

„Du wirkst verloren.“ Seine Stimme war ruhig, ein Hauch von Dunkelheit darin.

Sie lachte leise, ein bitteres Lachen, das sich selbst verhöhnte. „Verloren bin ich schon lange. Du bist nur der Erste, der es ausspricht.“

Seine Finger hoben ihr Kinn, und obwohl die Berührung kaum Gewicht hatte, fühlte es sich an, als hätte sie keine Wahl. Sie musste ihn ansehen. Musste in diese Augen blicken, die sie mehr entwaffneten als jede Waffe.

„Dann irrst du dich,“ sagte er leise. „Du bist nicht verloren. Du bist gefunden. Von mir.“

Gefunden. Ein Wort, so gefährlich süß, dass es wie Gift schmeckte. Denn was, wenn er recht hatte? Was, wenn sie sich tatsächlich in seinen Händen wiederfand – und dabei alles andere verlor?

Sie spürte seinen Blick wie ein Gewicht auf ihrer Haut. Es war, als hätte er ein Recht auf sie, ein Besitzanspruch, den sie nie erteilt, aber nie zurückgewiesen hatte.

Gefunden. Das Wort hallte in ihr nach, wie ein Echo in einer leeren Kathedrale. Sie wollte es von sich weisen, es zerreißen, bevor es sich festsetzte. Und doch … es gab einen Teil in ihr, der nach diesem Wort dürstete, wie eine Verlorene nach Wasser.

„Und was, wenn ich nicht gefunden werden will?“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, ein letzter Widerstand, der schon in sich zusammenfiel.

Ein schiefes Lächeln huschte über seine Lippen, gefährlich und schön zugleich. „Dann lügst du dir selbst ins Gesicht.“

Vielleicht hat er recht. Vielleicht habe ich nie Freiheit gewollt, sondern nur jemanden, der mich in meiner Dunkelheit sieht. Aber ist das Stärke? Oder ist es mein Untergang?

Seine Hand glitt von ihrem Kinn hinab zu ihrem Hals, kein Druck, nur ein Versprechen. Ihr Herz raste, doch nicht aus Angst. Sondern aus der Erkenntnis, dass sie sich an dieser Stelle selbst verriet.

Denn sie lehnte sich nicht zurück. Sie wich nicht aus. Sie ließ ihn.

Und vielleicht… vielleicht will ich genau das.

Sie stand am Fenster, die kalte Nachtluft ließ ihren Atem dampfen. Die Straßenlampen draußen schickten schmale Lichtstreifen durch die Vorhänge, und für einen Moment fühlte sie sich klein, ungeschützt, ausgeliefert.

Luigi trat hinter sie, seine Hand streifte sanft ihren Arm. Nicht aggressiv, nicht fordernd – nur ein Hauch, der mehr sagte als Worte.

Warum lässt er mich so fühlen? Warum spüre ich plötzlich, dass ich mich verlieren will, obwohl ich mich immer gewehrt habe?

„Du fürchtest dich vor der Dunkelheit in dir,“ flüsterte er, seine Stimme ein gefährliches Versprechen. „Aber ich… ich fürchte nicht. Ich sehe sie. Und ich will sie.“

Sie wandte sich langsam zu ihm, ihre Augen suchten seinen Blick, kämpften gegen das Zittern in ihr an.

Vielleicht ist dies mein Ende. Vielleicht ist dies mein Anfang.


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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

0

Strong Dialog

author

Echt toll geschrieben! 🔥

4 months
1

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