Prolog
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One in a Million Ein Dark-Romance-Roman © 2026 by Jay King Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Autors Unzulässig. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Verlegt über ___________________
Geschrieben in Österreich
ISBN: _____________________________ Coverdesign: Eigenes Design mit KI-unterstützter Gestaltung
Lektorat: -
Satz und Gestaltung: Jay King
1. Auflage 2026
Prolog
Ich habe nie an die wahre Liebe geglaubt.
Nicht, bis ich ihn traf.
Die meiste Zeit meines Lebens war Liebe für mich nur ein Gerücht – eine Sprache, die ich nur aus dem Mund anderer kannte. Ich hatte Zuneigung gespürt, ja, aber keine Verbindung. Was ich Liebe nannte, war bloß Überleben; was ich fühlte, war der Schatten von etwas Echtem. Ich redete mir ein, ich bräuchte sie nicht. Einsamkeit sei Stärke, Sicherheit genüge. Doch die Wahrheit war einfacher – und viel dunkler: Ich hatte Angst.
Ich traf ihn, als ich einunddreißig war – lange nachdem ich aufgehört hatte, etwas zu erwarten. Er erschien leise, ohne Drama, ohne Ankündigung. Als hätte er immer gewusst, wo er mich finden würde. Und in seinen Augen sah ich etwas, das ich nie zuvor gesehen hatte: Frieden und Gefahr zugleich. Ein Versprechen, dass Liebe kein Traum ist, sondern ein Spiegel – und dass ich den Mut finden musste, hineinzusehen.
Er hat mich nicht gerettet. Er hat mich gesehen. Jede Bruchstelle, jede Mauer, jeden Schatten, hinter dem ich mich versteckte. Und irgendwie blieb er. Seine Nähe war zugleich furchteinflößend und heilig – wie die Stille vor einem Sturm, von dem man weiß, dass er alles verändern wird.
Liebe kam nicht zu mir wie Feuer. Sie kam wie die Dämmerung – langsam, unausweichlich. Sie legte sich um die Ränder meiner Einsamkeit, bis die Dunkelheit weicher wurde. Zum ersten Mal war Stille nicht leer, sondern voller Atem, Lachen und stillem Verstehen. Er lehrte mich, dass Liebe nicht bedeutet, sich selbst zu verlieren, sondern den Mut zu haben, ganz gesehen zu werden.
Heute, Jahre später, wache ich manchmal auf und sehe ihn neben mir schlafen – und ich denke: Hier begann alles. Der Mann, dem ich mit einunddreißig begegnete, der, von dem ich nicht wusste, dass ich auf ihn wartete – er war die beste Entscheidung meines Lebens.
Wir sind nicht perfekt. Wir tragen Narben. Doch unsere Liebe ist ehrlich. Sie atmet, sie hält stand, sie vergibt. Sie ist Wunde und Heilung, Schatten und Licht zugleich.
Früher glaubte ich, die Dunkelheit in mir wäre stärker. Dass niemand je die Orte erreichen könnte, die ich vergraben hatte. Doch er tat es. Und jetzt fürchte ich die Nacht nicht mehr.
Denn wahre Liebe löscht deine Schatten nicht – sie geht mit ihnen.
Sie hält deine Hand im Schweigen.
Sie lehrt dich, dass selbst gebrochene Herzen im gleichen Takt schlagen können.
Und wenn ich seinen Namen in die Dunkelheit flüstere, antwortet sie mit Wärme.
Ich habe ihn gefunden.
Er hat mich gefunden.
Und das ist alles.