Prolog
Es war ein warmer Sommertag im Jahr 2025. Die Straßen von Dortmund waren überfüllt, Kinder lachten, irgendwo spielte Musik. Ich saß mit meinen Eltern in der Innenstadt, wir aßen Eis, eine dieser seltenen Stunden, in denen alles friedlich war. Kein Alarm, kein Stress. Nur wir drei.
Dann kam der Knall. Kein normales Geräusch, sondern ein Donnerschlag, der die Luft zerriss. Der Boden vibrierte unter meinen Füßen, gefolgt von einem dumpfen Grollen. Fenster zersprangen, die Druckwelle fegte über den Platz. Menschen schrien. Metall verbog sich, Autos kippten zur Seite.
„Was war das?“ rief ich, die Stimme zitternd.
„Ein Titan! Unter den Tisch, schnell!“ schrie mein Vater. Sirenen heulten, Handys piepten, Alarm-Apps schrillten gleichzeitig. Ein Chor aus Panik. Dann begann die Erde zu beben. Das Gebäude über uns ächzte, Wände rissen.
„Sofort raus!“ brüllte mein Vater. Wir rannten, stolperten, der Boden vibrierte. Ich hörte nur noch Krachen. Ein dumpfer Schlag, dann ein grelles Licht. Der Boden gab nach.
Mein Vater warf sich vor mich und stieß mich zur Seite. Ich schlug hart auf den Asphalt, Staub in den Augen, die Ohren dröhnten. Als ich aufsah, war das Haus nur noch ein Haufen Schutt und Stahl.
„Mama, Papa!“ Ich rannte zurück. Ein Stahlträger lag quer über ihnen, zu schwer für mich allein. Ich stemmte mich dagegen; Schweiß, Blut und Staub klebten an meinen Händen. Nichts. Kein Millimeter.
„Lauf, Sarah!“ rief mein Vater, heiser. „Du kannst uns nicht retten!“
„Ich hole Hilfe!“ keuchte ich, Tränen im Hals. „Bitte haltet durch!“ Dann bebte der Boden erneut. Schritte, gewaltig und rhythmisch. Jede Erschütterung fuhr mir durch den Brustkorb. Ich drehte mich um und sah ihn.
Am Ende der Straße ragte er auf wie ein Schatten über der Welt. Ein Titan. Sein Atem verbrannte die Luft. Rauch und Feuer lagen in der Straßenluft. Die Stadt wirkte, als würde sie in Flammen stehen.
„Wir müssen hier weg!“ schrie ich, doch ich war gelähmt. Meine Beine gehorchten nicht. Aus dem Nichts kam ein metallisches Zischen. Ein Enterhaken schnitt durch den Rauch.
Ein Mann landete neben mir, sein Mantel flatterte, seine Augen waren hart. „Los, wir müssen hier weg!“ rief er.
„Ich lasse sie nicht hier!“ schrie ich, die Hände noch am Balken.
„Sarah!“ flehte meine Mutter. „Geh. Hör auf uns. Lauf!“
Der Jäger packte mich am Arm. „Ich bin Hanno, regionaler Truppführer. Das ist ein Befehl.“ Ich schüttelte den Kopf, zitternd. „Ich kann sie nicht. Ich kann sie nicht—“
„Jetzt!“ Er riss mich hoch, fast gewaltsam. Wir rannten. Hinter uns krachten Trümmer, Schreie. Dann das Geräusch, das ich nie vergessen werde: Fleisch, das zerquetscht wird. Ich drehte mich um, zu spät. Der Titan hatte das Haus erreicht.
Ein letzter Blick auf meine Eltern, dann der Schatten, wie er sich über die Trümmer beugte. Rauch und Staub verschlangen alles.
Helikopterlärm übertönte das Chaos. Wir sprangen über Trümmer, Staub und Blut. Hitze schlug mir ins Gesicht. Hanno zog mich in Sicherheit, während die Stadt hinter uns fiel.
Ich blickte zurück. Rauch, Feuer, Tod. Ich schwor mir: wenn es das Letzte ist, was ich tue, ich werde jeden Titan vernichten.
Prolog Ende
Diese Fanfiction ist ein unabhängiges Werk von Sarah A. Becker.
Basierend auf dem Universum von Attack on Titan, mit eigenständiger Lore und Figuren.
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